Atomausstieg selber machen

.ausgestrahlt: Atomkraftgegner fordern Stilllegung der noch laufenden Reaktoren

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

Hamburg, 10. April 2013

Atommüll: Kritik an AKW-Betreibern

Atomkraftgegner fordern Stilllegung der noch laufenden Reaktoren

Zur Debatte um die Atommüll-Lagerung erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

anti atom sonne„Die Atomindustrie wehrt sich gegen die Übernahme der Kosten, falls statt Gorleben ein anderer Standort auf seine Eignung als Atommüll-Lager untersucht werden soll. Das zeigt aufs Neue, wie verantwortungslos die Betreiber der Atomkraftwerke handeln. Sie machen jahrzehntelang glänzende Geschäfte, hinterlassen die gefährlichsten Stoffe in der Geschichte der Menschheit und bürden Risiken und Kosten der Allgemeinheit und den kommenden Generationen auf.

Für mich gibt es daraus nur eine Konsequenz: Die neun Atomkraftwerke, die in Deutschland weiter Tag für Tag hochradioaktive Abfällt produzieren, müssen jetzt stillgelegt werden und nicht erst 2022, wie es derzeit das Atomgesetz vorsieht. Wenn die gestern an der Bund-Länder-Runde zum Atommüll beteiligten Politiker ihre Worte vom Menschheitsproblem Atommüll ernst nehmen, dann können sie einen Weiterbetrieb der Reaktoren sowieso nicht verantworten. Alles andere wäre unglaubwürdig.

Wer nach bald sechs Jahrzehnten Atomkraft-Nutzung keine Lösung für den Atommüll anzubieten hat und gleichzeitig nicht garantieren kann, dass es irgendwann eine wirklich sichere Methode der Lagerung geben wird, der kann doch nicht allen Ernstes dabei zusehen, wie der Berg der strahlenden Abfälle weiter wächst.

Die Laufzeiten der Atomkraftwerke müssen neu auf den Tisch. Angesichts massiver Überkapazitäten in der deutschen Stromproduktion und Rekorden bei den Stromexporten ist ein schnellerer Ausstieg problemlos möglich.“

FUKUSHIMA MAHNT: ATOMANLAGEN JETZT ABSCHALTEN! Bundesweite Großdemonstrationen am 9. März 2013

Fukushima 2013 antiatom antiakwZum zweiten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima rufen Bürgerinitiativen und mehrere bundesweite Organisationen und Verbände zu großen Demonstrationen an Atomstandorten auf. Geplant sind Demonstrationen am Atomkraftwerk Neckarwestheim (BaWü), in Günzburg, nahe des AKW Gundremmingen (Bayern) und an der Uranfabrik in Gronau (NRW). Die größte Aktion wird eine 350 km lange Aktions- und Menschenkette rund um das AKW Grohnde (Niedersachsen).  Getragen und organisiert werden diese Proteste von breiten, regionalen Büdnissen. Auch international finden zeitgleich Demonstrationen statt, so in Japan, Paris und im belgischen Tihange.

 

“Die Katastrophe von Fukushima dauert an. Rund 200.000 Menschen wurden evakuiert, weite Regionen sind auf Jahrzehnte unbewohnbar. Atomkraft, das ist Fukushima und Tschernobyl, Anhäufung von Atommüll, Zunahme von Krebs und Material für Bomben. Atomkraft ist menschenverachtend, nicht beherrschbar und muss sofort beendet werden. Im Wahljahr setzen wir ein deutliches Signal”, so Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt.

 

„Als Katastrophenschützer werden wir nach einem Super-GAU nicht wirklich helfen können“, so Dr. Angelika Claußen von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW. „Die Katastrophenschutzpläne sind katastrophal untauglich. Wir fordern als Ärzte die Stilllegung aller Atomkraftwerke jetzt.“

 

Thorben Becker vom BUND ergänzt: “Die Demonstrationen am 9. März wenden sich entschieden gegen die gefährliche Hinhaltetaktik der Politik und der Stromkonzerne, neun Atommeiler weiter laufen zu lassen. Jetzt dringend nötig sind dagegen Atomausstieg und globaler Klimaschutz. Wir wehren uns an vielen Orten gegen Atom- und Kohlekraftwerke, wir setzen uns ein für Energieeinsparung und den raschen Ausbau Erneuerbarer Energien – dezentral und in Hand der Bürgerinnen und Bürger.”

 

Mit der Aufforderung: “Stell Dir vor, die Katastrophe findet nicht 9.000 km entfernt statt, sondern vor Deiner Haustür”, ruft die Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten zu einem großangelegten Katastrophenszenario auf. Um ein angenommenes Evakuierungsgebiet, rund 40 km um den Reaktor, soll eine Aktions- und Menschenkette mit rund 200 Aktionspunkten entstehen und zeigen, welches Ausmaß eine solche Katastrophe auch in Deutschland haben könnte. Bernd Schlinkmann: “Wir wissen, dass Katastrophen auch in Grohnde möglich sind, ein Schutz davor aber nicht. Deshalb fordern wir: Alle Meiler jetzt abschalten!”

 

Die Uranfabriken in Gronau und Lingen produzieren unbefristet Brennstoff für Kraftwerke in aller Welt, sie sind Motoren der Atomindustrie. Udo Buchholz vom BBU-Vorstand und aktiv im Gronauer Bündnis gegen die Urananreicherungsanlage: “Uranabbau verursacht strahlende Mondlandschaften in Ländern wie Kanada und Australien, hochgefährliche Atomtransporte fahren mitten durch die Städte und Atommüll wird zur Vertuschung der ungelösten Entsorgung ständig hin und her gekarrt. Deshalb fordern wir: Uran im Boden lassen, alle Atomkraftwerke und Uranfabriken jetzt abschalten!”

 

In Gundremmingen laufen die letzten beiden Siedewasserreaktoren der Bundesrepublik. Dazu Ulrike Brenner vom Forum Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.: “Dies ist ein besonders störanfälliger AKW-Typ, ähnlich dem Fukushima-Reaktor. Und gleich nebenan wird ein riesiges Atommüll-Zwischenlager aufgebaut mit bisher 42 Castoren. In jedem einzelnen lagert etwa so viel Radioaktivität, wie in Tschernobyl insgesamt freigesetzt wurde. Kein einziges Gramm Atommüll ist sicher entsorgt.”

 

Nicht nur Japan, auch die Region rund um das AKW Neckarwestheim ist Erdbebengebiet. “Ein Weiterbetrieb von Neckarwestheim ist nicht zu verantworten, der Meiler muss sofort stillgelegt werden. Landesregierungen – wie die grün-rote in Baden-Württemberg – dürfen nicht aus wirtschaftlichen Interessen den Atomausstieg verzögern”, so Wolfram Scheffbuch, Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V. (BBMN).

 

Pressekontakte:

http://anti-atom-demo.de/start/presse/pressekontakt/

 

Weitere Informationen:

Grohnde, Menschenkette: http://www.grohnde-kampagne.de/

Gronau, Demonstration: http://www.fukushima-jahrestag.de/

Gundremmingen, Demonstration in Günzburg): http://www.atommuell-lager.de/index.php

Neckarwestheim, Demonstration in Kirchheim/Neckar: http://www.endlich-abschalten.de/home.html

 

Bundesweiter Trägerkreis:

“Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!”: http://anti-atom-demo.de/

BI Umweltschutz: Endlagersuchgesetz – BI fordert ein Parteien unabhängiges Verfahren

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung  29.01.13
Endlagersuchgesetz
BI fordert ein Parteien unabhängiges Verfahren

bi umweltschutz castorGeht es um die Verabschiedung eines Endlagersuchgesetzes, dann haben es die Bundesregierung und die Grünen in Baden-Württemberg auffällig eilig, deren Umweltminister Franz Untersteller und sein grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann brüskieren gar ihre Parteifreunde in Niedersachsen, die gerade an einem Koalitionsvertrag mit der SPD feilen. Bundesminister Peter Altmaier (CDU) ist der lachende Dritte, denn weder er noch die Kanzlerin haben einen Hehl daraus gemacht, dass sie an Gorleben festhalten wollen, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) das gegenwärtige Schwarze-Peter-Spiel.

Neu an dem Entwurf ist der Vorschlag eines pluralistisch zusammengesetzten Begleitgremiums, das den Suchprozess eben nur “begleitet”. Ein Parteien unabhängiges Gremium müsse den Prozess der Endlagersuche aber kontrollieren, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die BI pocht deshalb weiterhin auf ein Parteien unabhängiges Verfahren und das Vorrecht eines solchen Gremiums bei der Standortsuche, Standorte frei von Parteieninteressen zu benennen und die Vorschläge eines Bundesinstituts zurück zu weisen.

Am Ende stehe nach dem vorliegenden Entwurf aber immer noch eine Abstimmung im Bundestag, die sogenannte Legalplanung. “Es fehlt weiter, und das wohl bewusst, das Klagerecht der interessierten Öffentlichkeit, in einem atomrechtlichen Genehmigungsverfahren und somit eine gehörige Portion Rechtssicherheit für die Bürger”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Das werde Menschen in den Regionen, die künftig für eine Standortsuche ausgewählt werden, noch in die Verbitterung treiben.

“Kommt es am Ende im Bundestag für die Abgeordneten zu einer Abstimmung zwischen einem Standort in Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen, dann summieren sich der reale Ausbau Gorlebens, die Daten der vorläufigen Sicherheitsanalyse, die laut Gesetzentwurf gesichert werden sollen, zu dem gewollten Standortvorteil Gorlebens. Wenn zudem noch ein Salzlabor in Gorleben betrieben wird, dann kann man sich das aufwändige Verfahren auch schenken und offen zugeben, dass es bei Gorleben bleibt.”

Grohnde abschalten: AKW-Grohnde: Akuter Handlungsbedarf für die neue Landesregierung

Presseerklärung / 16-01-2013 / Hannover:

AKW-Grohnde:

Akuter Handlungsbedarf für die neue Landesregierung

 

- AKW-GegnerInnen legen Schachstellenanalyse und ToDo-Liste vor -

anti atom sonne

Eine Schwachstellenanalyse zum niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde, die AKW-GegnerInnen heute in Hannover vorgelegt haben, stellt akuten Handlungsbedarf für die niedersächsische Atomaufsicht fest und legt eine ToDo-Liste vor.

Das Land muss handeln

„Nach der bundespolitischen Festlegung vom Sommer 2011, dass in Deutschland trotz Fukushima 9 Atomkraftwerke weiter betrieben werden dürfen, ist es nun an der Atomaufsicht der Länder, die Sicherheit der einzelnen Anlagen zu überprüfen oderdiese stillzulegen“, stellt Peter Dickel (Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD) fest. „Angesichts der bekannte Gefahren, etwa des schon beim Einbau vor 30 Jahren nicht mehr zulässigen Stahls, sind eine Leistungserhöhung des Reaktors oder der Einsatz von Plutonium-MOX-Brennelementen völlig indiskutabel. Natürlich sind wir der Meinung, dass das AKW-Grohnde sofort stillgelegt werden müßte.

Die Frage hier ist aber: Was kann eine Landesregierung, die die Sicherheit der Bevölkerung an erste Stelle setzt mit ihren Mitteln tun und was muss sie angesichts der konkreten Anlage in Grohnde tun.”

Im Auftrage der AKW-GegnerInnen hat die Physikerin Oda Becker die Schwachstellen des AKW Grohnde untersucht und dazu insbesondere die anlagenbezogenen Ergebnisse der Stress-Tests nach Fukushima angesehen. Ergebnis: Das AKW Grohnde wäre schon seit 1994 nicht mehr genehmigungsfähig und weist mit 231 die höchste Anzahl der meldepflichtigen Ereignisse aller deutschen AKWs auf. Anforderungen, die der Bund seit 2010 in einer Nachrüstliste zusammengestellt hat, sind nicht erfüllt.

1. Schritt: Bewertete Sachstandsanalyse binnen 4 Monaten

„Als erster Schritt“ regt Frau Becker an, „sollte die Aufsichtsbehörde vom Betreiber verlangen, innerhalb von vier Monaten in einer Sachstandsanalyse die geforderten Maßnahmen mit Angaben von Umsetzungsfristen und wirtschaftlicher Betrachtung darzustellen. Die Überprüfung dieses „Sachstandberichts“ unter Hinzuziehung unabhängiger Berater durch die Behörde sollte im gleichen Zeitraum durchgeführt werden. Die Entscheidungen der Behörde hinsichtlich der vom Betreiber vorgeschlagenen

Maßnahmen sollte, insbesondere angesichts der vorhandenen Risiken, der Bevölkerung transparent gemacht werden.“

Öffentliche Auseinandersetzung geht weiter

Mit einer Aktions- und Menschenkette zum 2. Fukushima-Jahrestag wollen die AKW-GegnerInnen am 9. März ein angenommenes Evakuierungsgebiet um den Reaktor markieren.

Die ganze Studie und die To-Do-Liste des neuen Umweltministers unter:

http://www.grohnde-kampagne.de/presse.htm#2013-01-16

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager: Historischer Rückgang der Atomkraft

Medienmeldung v. 17.1.2013

 

 

 

Internationale Atomenergieagentur (IAEA)

verändert rückwirkend die 2012 Statistik

Historischer Rückgang der Atomkraft

anti atom sonneMit einer beispiellosen und rückwirkenden Korrektur der Statistik für 2012 hat am 15. Januar 2013 die IAEA 47 japanische Atomreaktoren in den Status Langzeitstillstand („LONG-TERM SHUTDOWN“) versetzt. Statt 437 weist die IAEA jetzt 390 laufende Atomreaktoren aus. Damit ist nun die Zahl der weltweiten AKW so niedrig wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr. www.iaea.org/pris/

 

Reaktoren, die von der Internationalen Atomenergieagentur aus der Kategorie „IN OPERATIONS“ in die Kategorie „IN LONG-TERM SHUTDOWN“ umgestuft wurden, sind manchmal nach Jahrzehnten wieder in Betrieb genommen und manchmal nach vielen Jahren rückwirkend in „Permanent shutdowns“, also dauerhafte Abschaltung eingeordnet worden.

Noch ist es unentschieden, ob das große Industrieland Japan, das sich aus Fotovoltaik, Geothermie, Wasser- und Windkraft zu 100 Prozent mit EE-Strom versorgen kann, wieder auf den Atomweg zurückkehrt oder seine natürlichen Ressourcen und seine Technik für eine zukunftsfähige Stromwirtschaft nutzt.

 

China hat für 2012 vier neue AKW-Baustellen nachgemeldet

 

Zusätzlich wurden bei der IAEA für 2012 noch vier neue Baustellen von Atomreaktoren mit zusammen 3,1 GW in China nachgemeldet. Damit ist offenbar die „Nach-Fukushima-Denkpause“ in dem sich kommunistisch nennenden Land beendet. Allerdings waren im Jahr 2010 sogar zehn AKW-Baustellen begonnen worden. Im Fukushimajahr 2011 wurde dann kein neuer AKW-Bau begonnen. Anscheinend hat die Atomfraktion in China wieder das Sagen. Zugleich boomen in China die Erneuerbaren Energien. Vor wenigen Tagen meldete die Nationale Energiebehörde NEA (National Energy Administration) das Land wolle im Jahr 2013 neue Wasserkraftanlagen mit 21 Gigawatt, neue Windkraftanlagen mit 18 Gigawatt und Solarstromanlagen mit 10 Gigawatt bauen. Zugleich baut das stromhungrige China viele neue klimaschädliche Kohlekraftwerke.

 

 

Raimund Kamm (Vorstand)

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager

und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm

www.atommuell-lager.de

www.facebook.com/pages/FORUM-gemeinsam-gegen-das-Zwischenlager-eV/152276034836072
 

9. März 2013 in Günzburg

Demonstration

Abschalten vor dem GAU!

 

Gruppen beteiligen sich in Südniedersachsen an Anti-Atom Aktions- und Menschenkette

Wie sähe eine Atomkatastrophe in Südniedersachsen aus?

Gruppen beteiligen sich in Südniedersachsen an Anti-Atom-Aktions- und Menschenkette

anti atom sonneGöttingen. Northeim.Uslar. Welche Auswirkungen hätte ein Atomunfall im AKW Grohnde bei Hameln auf Südniedersachsen? Das wollen Atomkraftgegner zusammen mit vielen Menschen aus Vereinen, Kirchengemeinden, Gewerkschaften und Einzelpersonen am 9. März anlässlich des 2. Fukushima-Jahrestages demonstrieren. Nach den ersten erfolgreichen Treffen in Göttingen und Northeim nimmt die Aktion nun langsam Gestalt an: Die Naturfreunde bieten zum Beispiel am Busbahnhof Uslar Linsensuppe für Atomflüchtlinge an, in Göttingen soll eine Menschenkette die für Katastrophenschutz verantwortliche Stellen miteinander verbinden: Von der Polizeidirektion Göttingen zum Landkreis und der Stadt Göttingen auf dem Hiroshimaplatz. Gegenüber dem Carrè in der Weender Str. werden von der Göttinger Anti-Atom-Initiative Jodtabletten ausgegeben, aber wie auch im Katastrophenfall nur für Kinder bis 18 Jahren und Schwangere. Entsprechende Nachweise sind mitzubringen. Auch sollte vorher getestet werden, ob eine Jodallergie vorliegt. Auch auf dem Northeim Wochenmarkt und in Echte sind Jodtabletten erhältlich. In Echte auf dem REWE-Parkplatz wollen die Grünen ein ganzes Auffanglager mit Zelt & Filme aufbauen und Getränke ausgeben. In Nörten-Hardenberg trifft sich am 9. März um 11.55 Uhr auf dem Rathausparkplatz ein Flüchtlingstreck mit Pferden, um auch die Tiere vor den radioaktiven Strahlen zu retten.
Streckenbefahrung am Wahlsontag
Am Sonntag den 20. Januar werden die Organisatoren nicht nur wählen gehen, sondern auch eine Streckenbefahrung machen. Treffen ist jeweils in Bad Gandersheim um 11 Uhr am Bahnhof, 11.30 in Kalefeld am Sportplatz/Birkenweg, in Northeim um 12 Uhr am Bahnhof, um 13 Uhr in Nörthen-Hardenberg. Auf Einladung des Göttingen Anti-Atom-Plenums werden sich die Aktivisten in Göttingen um 14 Uhr bei einem Kennlern-Brunch im Jugendzentrum Innenstadt stärken, bevor sie dann über Hardegsen abschließend um 16 Uhr in Uslar im Cafe im Forstgarten einkehren.
Weitere Info-Treffen geplant
Weitere Interessierte können sich bei Infotreffen in Göttingen am Montag 28.1, 19 Uhr bei DGB im 5.Stock, Weender Landstr. 6, in Northeim am 4. Februar um 19.30 Uhr im Clubraum des Hotel Schere und in Uslar am 14. Februar ab 19 Uhr im Naturfreundehaus Rotenberghütte, Naturfreundeweg über die Aktionsidee informieren.

Alle aktuellen Informationen finden sich auch unter www.grohnde-kampagne.de

 

Foto: Aktionskoordinator Thomas Erbe (Mitte) zeigt beim Infotreffen in Northeim mit google-maps die geplante Aktionsstrecke

http://www.grohnde-kampagne.de/2013-01-14%20Northeim.jpg

Atomausstieg selber machen: Atomstrom teurer als Ökostrom

Pressemitteilung vom 15. Januar 2013

Umwelt- und Verbraucherschützer rufen zum Stromwechsel auf

atomausstieg selber machenBerlin, 15. Januar 2013 – Nachdem die Atomkonzerne EnBW, E.on und Vattenfall bereits seit Beginn des Jahres bis zu 14 Prozent mehr Geld für ihren konventionellen Strom verlangen, kündigt nun auch RWE eine Preiserhöhung von 10 Prozent für März an. Die Grundversorgung von EnBW und RWE ist somit durchweg teurer als alle vier vom Bündnis „Atomausstieg selber machen“ empfohlenen Ökostromanbieter. Auch wer von E.on oder Vattenfall beliefert wird, zahlt für den Atom- und Kohlemix mehr als er für 100-prozentigen Ökostrom eines konzernunabhängigen Ökostromversorgers ausgeben müsste. Umwelt- und Verbraucherschützer fordern Stromkundinnen und -kunden daher zum umgehenden Anbieterwechsel auf.

„Die Lüge vom billigen Atomstrom ist mit einem Blick auf die Stromrechnung widerlegt“, stellt Melanie Ball vom Bündnis „Atomausstieg selber machen“ klar. „Ganz abgesehen davon, dass die Gesellschaft und nicht die Konzerne die Folgekosten der hochriskanten Atomkraft trägt: Die Atomkonzerne lügen uns die Ohren voll mit ihren Märchen vom teuren Ökostrom, während sie sich Milliardengewinne in die Taschen stopfen“, kritisiert Melanie Ball.

E.on, der größte deutsche Energiekonzern, konnte allein in den ersten drei Quartalen des Jahres 2012 rund drei Milliarden Euro Gewinn einstreichen; auch die anderen Atomkonzerne dürften im März wieder Milliarden an ihre Aktionäre auszahlen. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten die Konsequenz ziehen aus dieser Abzocke: den Atomkonzernen kündigen und zu fairen Ökostromanbietern wechseln“, rät das Bündnis „Atomausstieg selber machen“. Wer die Energiewende unterstützen will, ohne übertriebene Preise zu zahlen, dem empfiehlt das Bündnis den Wechsel zu den Elektrizitätswerken Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick oder Naturstrom.

Informationen und Hilfestellungen erhalten Interessierte unter www.atomausstieg-selber-machen.de oder bei der kostenlosen Hotline 0800 7626852. „Atomausstieg selber machen“ ist ein Bündnis aus Umweltorganisationen, Verbraucherschutzverbänden und Anti-Atom-Initiativen.

NaturFreunde: Polen plant Atomschweinerei: Vattenfall ist mit dabei


NaturFreunde Deutschlands rufen Kunden zur Kündigung auf 

 

naturfreunde haende geschnittenBerlin, 4. Januar 2013 – Nach der Absichtserklärung vierer Energiekonzerne, in Polen das erste Atomkraftwerk zu errichten, fordern die NaturFreunde Deutschlands Stromkundinnen und -kunden von Vattenfall auf, ihre Verträge zu kündigen und auf Ökostrom umzusteigen. Hintergrund: Der schwedische Atomkonzern ist an einem der polnischen Versorger beteiligt und trägt somit direkt Verantwortung für die Fortführung der Risikotechnologie in unserer Nachbarschaft.

 

„Die Atomplanungen in Polen sind menschenverachtend“, konstatiert Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands. „Durch seine Beteiligung an Enea SA will Vattenfall ein weiteres Mal Gewinne auf Kosten von Menschen und Umwelt einfahren – und versucht gleichzeitig, sich als Triebfeder der Energiewende zu inszenieren. Das ist verlogen und verantwortungslos.“

 

Vier Energieversorger – darunter Energetyka Poznańska (Enea) SA – unterzeichneten kürzlich eine Absichtserklärung zur Gründung einer Finanzierungsgesellschaft für den Bau des ersten Atomkraftwerks in Polen. Der Vattenfall-Konzern, der in Deutschland an drei AKW beteiligt ist, besitzt rund 19 Prozent an der polnischen Enea SA. Die NaturFreunde rufen deshalb alle Vattenfall-Kunden auf, mit einem Anbieterwechsel gegen die Neubaupläne zu protestieren. „Radioaktivität kennt keine Grenzen. Deshalb fordern wir NaturFreunde auch den europaweiten Atomausstieg – und den kann jeder Stromkunde selber machen“, betont Uwe Hiksch.

 

Aber auch Versicherungsgesellschaften wie AXA, Generali und Allianz sowie Banken wie ING Groep N.V. halten Aktienpakete der Enea SA und verdienen damit zukünftig Geld an der Planung und dem Betrieb von Atomkraftwerken. Das Bankwechselbündnis (www.bankenwechsel-jetzt.de), an dem die NaturFreunde beteiligt sind, fordert Verbraucherinnen und Verbraucher daher neben dem Stromversorgerwechsel auch zum Bankwechsel auf.

 

 

Aktivitäten der NaturFreunde Deutschlands gegen die Atompolitik von Vattenfall

 

Die NaturFreunde Deutschlands sind Mitglied im Trägerkreis von „Atomausstieg selber machen“: einem Bündnis aus Umweltverbänden, Verbraucherschutz-Organisationen und Anti-Atom-Initiativen, das auf www.atomausstieg-selber-machen.de über konkrete Alternativen zu den Atomstrom-Konzernen informiert.

 

Darüber hinaus arbeiten die NaturFreunde Berlin aktiv mit beim „Berliner Energietisch“ (www.berliner-energietisch.net), der das Volksbegehren für die Übernahme der Berliner Stromversorgung durch kommunale, sozial und ökologisch ausgerichtete Unternehmen organisiert – und sie somit Vattenfall aus den Händen reißen soll.

AKW Grohnde auch 2012 Störfall-Spitzenreiter – AKW mit rissanfälligem Stahl tickende Zeitbombe!

Pressemitteilung

Regionalkonferenz “Grohnde abschalten”

 

Das AKW Grohnde hält auch im Jahr 2012 mit 231 Störfall-Meldungen seit der Inbetriebnahme 1984 den Negativ-Rekord unter den neun noch in Deutschland laufenden Atomkraftwerken. Das geht aus einer Statistik des Bundesamtes für Strahlenschutz hervor.

http://www.bfs.de/de/kerntechnik/ereignisse/standorte/karte_kw.html

Am 11.April 2012 ist bei der Revision des AKWs aufgefallen, dass Dübel am AKW Grohnde locker sind:

anti atom sonneBei einer Überprüfung wurden in einem nachgerüsteten Anlagenbereich nicht spezifikationsgerecht gesetzte Dübel gefunden. Die Ursache wird auf ungenügende Montagevorschriften zurückgeführt.

Zur Sanierung wurden Dübelplatten ersetzt und Dübel eines anderen Typs eingesetzt. Die Dübelverbindungen haben die Aufgabe, bei Störfällen(z. B. einem Erdbeben) spezifizierte Lasten abzutragen.


Ebenfalls am 11.04.2012 hat der Betreiber einen Riss an einer Kleinleitung zur Leckageabfuhr des Gehäusedeckels einerHauptkühlmittelpumpe gemeldet:

Im Rahmen von Instandhaltungstätigkeiten wurde an der Gehäuseleckageabsaugeleitung des Pumpengehäuses einer der vier Hauptkühlmittelpumpen (HKMP) ein Riss identifiziert.

Die Untersuchung des herausgetrennten Rohrleitungsabschnitts ergab als
Ursache Spannungsrisskorrosion. Nach Angaben des Betreibers wird die Schadensursache auf eine fehlerhafte Werkstoffcharge zurückgeführt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz meldet vorläufig, dass geplant sei, diese Kleinleitungen der vier Hauptkühlmittelpumpen gegen neue Leitungen mit Werkstoffänderung auszutauschen – anascheinend ist dies noch nicht geschehen oder die Ursache Riss ist noch nicht abschließend klärt.

Die Atomkritiker von der Regionalkonferenz “Grohnde abschalten” sind darüber beunruhigt- zu mal auch beim Reaktordruckbehälter mit einem schon vor 30 Jahren veraltetem Werkstoff-Stahlsorte sensibelste Teile des AKW Grohnde besonders anfällig für “spontane Risse” sind, wie die Reaktorsicherheitskommission bereits in den 70er Jahren festgestellt hat- nach 28 Jahren Materialermüdung durch Hitze, Dampf und Strahlung wird das AKW Grohnde durch diesen rissanfälligen Stahl zu einer tickenden Zeitbombe und gehört dringend abgeschaltet!

Die Zuverlässigkeit des Betreibers E-On wird weiter durch Vorfälle am schwedischen AKW Oskerham in Frage gestellt: Dort ist E-On Hauptanteilseigner.

In Schweden ist E-On wegen Sicherheitsverstößen kurz vor dem Entzug der Betriebsgenehmigung, weil die seit 2002 installierten Notstromdiesel des Reaktors Oskarshamn 1 bis zum heutigen Tage überhaupt nicht betriebsbereit waren.
Wie die Tageszeitung taz berichtete, hat die schwedische Atomaufsichtsbehörde am 6. Dezember die sofortige Stilllegung des Reaktors Oskarshamn 2 wegen ungenügender Notstromversorgung angeordnet.

 

Weitere Infos: www.Grohnde-abschalten.de

Atomausstieg selber machen: Deutsche Bahn wäscht ihren Strom grün

Pressemitteilung vom 6. Dezember 2012
Atomkonzerne E.on und RWE sollen zum nachhaltigen Image beitragen

Berlin, 6. Dezember 2012 – Die Deutsche Bahn will ihren Ökostrom-Anteil ab 2015 auf 26 Prozent des benötigten Stroms steigern: ausgerechnet mit Stromlieferungen der Atom- und Kohlekonzerne E.on und RWE. Damit stellt der größte Stromverbraucher des Landes die Weichen in die falsche Richtung, kritisieren die im Aktionsbündnis “Atomausstieg selber machen” zusammengeschlossenen Umwelt- und Verbraucherschutzverbände.

“Wer sogenannten Ökostrom von Atomkonzernen kauft und damit für klimaneutrale Geschäftsreisen wirbt, betreibt reines Greenwashing, nicht Umweltschutz”, beurteilt Melanie Ball vom Bündnis “Atomausstieg selber machen” die Ankündigung. “Ohnehin ist es kein sehr ehrgeiziges Ziel, 2015 denjenigen Anteil an Ökostrom erreichen zu wollen, den wir bundesweit schon heute im Netz haben – geradezu lachhaft für die Bahn, die sich als umweltfreundliche Alternative zu PKW und Flugzeug präsentiert”, wendet Melanie Ball ein.

Die Bahn gab bekannt, ab 2015 jährlich 600 Gigawattstunden Strom aus Wasserkraftwerken von E.on einzukaufen sowie 900 Gigawattstunden Wasserkraft pro Jahr von RWE ab 2014. Das Durchschnittsalter der in Frage kommenden Kraftwerke dürfte bei rund 50 Jahren liegen; nur einzelne Anlagen stammen aus diesem Jahrhundert: E.ons und RWEs Wasserkraft ist kein großer ‘Schritt in Richtung Energiezukunft’, sondern seit jeher Bestandteil des deutschen Strommixes. “Sich mit uralten Wasserkraftwerken als ‘Umweltvorreiter’ zu brüsten, ist eine Frechheit”, kritisiert deshalb das Bündnis “Atomausstieg selber machen” in Richtung Konzerne und Deutsche Bahn. “Hier wird das Umweltbewusstsein von Kunden ausgenutzt, um das eigene Image aufzupolieren – natürlich gegen Aufpreis.”

Die vereinbarten Stromlieferungen machen 12,5 Prozent des Bahnstromverbrauchs aus und kosten die Bahn etwa sieben (RWE) bzw.
zehn Cent pro Kilowattstunde. Größtenteils bezieht die Bahn ihren Strom weiterhin aus fossilen und nuklearen Energiequellen wie z.B. dem alten Steinkohlekraftwerk Datteln, dessen Betriebsgenehmigung gerade verlängert wurde.

Wer es mit dem Atomausstieg und der Energiewende ernst meint, sollte auch einen konzernunabhängigen Anbieter mit 100 Prozent Ökostrom auswählen, rät das Bündnis. Informationen über die empfohlenen Ökostromanbieter EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom sowie Hilfestellungen beim Wechsel erhalten Interessierte unter www.atomausstieg-selber-machen.de oder bei der kostenlosen Hotline 0800 7626852. “Atomausstieg selber machen” ist eine Aktion von Umweltorganisationen, Verbraucherschutzverbänden und Anti-Atom-Initiativen.