Pressemitteilung
Bündnis umFAIRteilen ruft zum Aktionstag am 13. April ab 13 Uhr am Potsdamer Platz auf
Mit einer Menschenkette und dem symbolischen Umverteilen von Geld für soziale Zwecke ruft das Bündnis umFAIRteilen am 13. April ab 13 Uhr zum Aktionstag auf. Vertreterinnen und Vertreter von Wohlfahrts- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften und UnterstüzerInnen des Bündnisses werden anschließend auf einer Kundgebung sprechen.
Susanne Kahl-Passoth, Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: „Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Berlin ist die Hauptstadt der Kinderarmut. Gerade die Kinder aus einkommensarmen Familien in Berlin leiden unter den Kürzungen im sozialen Bereich. Ich kann es nicht mehr hören, dass die klammen öffentlichen Kassen der Grund für Einsparungen sind. Damit muss Schluss sein. Wir als Diakonie fordern eine solidarische Gesellschaft, in der die Starken für die Schwachen einstehen.“
Ursula Engelen-Kefer, Sozialverband Deutschland: „In der Bundesrepublik erleben wir eine weitere Entsolidarisierung durch die Verschärfung der Umverteilung von unten nach oben. In den Euro-Krisenländern werden immer mehr Menschen ins Elend gestützt. Dringend erforderlich ist die Umkehr in der Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik: Vermögende müssen ihren solidarischen Anteil an der Krisenbewältigung leisten.“
Heidi Knake-Werner, Volksolidarität Berlin: „Berlin wird älter und ärmer. Immer mehr ältere Menschen beziehen eine Rente, die zum Leben nicht reicht. Besonders betroffen sind allein erziehende Frauen und diejenigen, die jahrelang zu Niedriglöhnen gearbeitet haben. Die Weichen in die Altersarmut hat die Bundesregierung mit ihrer grundfalschen Rentenpolitik gestellt.“
Astrid Westhoff, ver.di Berlin-Brandenburg: „Gerade wir in Berlin merken, was es heißt wenn Reiche nicht genug Steuern zahlen. Das heißt im Klartext: Öffnungszeiten in Ämtern und Bibliotheken werden eingeschränkt, Schulen und andere öffentliche Gebäude stehen im Sanierungsstau, und im Essen ist Pferd anstatt Rind, weil die Ämter nicht häufig genug kontrollieren können.“
Das Bündnis umFAIRteilen tritt deutschlandweit für die Einführung einer einmaligen Vermögensabgabe, einer Vermögenssteuer und dem Umverteilen von Reichtum für soziale Zwecke ein. Am 13. April werden in über 40 Städten Aktionen stattfinden. In Berlin wird es Informationen, Kultur und Talk geben, unter anderem mit den oben genannten Unterstützerinnen, mit VertreterInnen von GEW, NaturFreunden, Attac, AktivistIinnen von Zwangsräumungen verhindern, Hartz IV-Widerstand und blockupy Berlin.
Fototermin: 13.15 Uhr am Potsdamer Platz. In einer Menschenkette vom Spielcasino am Marlene-Dietrich-Platz zum Potsdamer Platz wird symbolisch Reichtum umverteilen.
Berlin, den 9.4.2013
Kontakt:
Büdnis umFAIRteilen
c/o DWBO
Lena Högemann, Pressesprecherin
Tel.: 030 – 820 97 111
Mobil: 0173 – 60 333 22






