Berlin

Info-Veranstaltung zu den Blockupy-Aktionstagen: 15. Mai | 19h | Regenbogenfabrik | Lausitzerstr. 22

BLOCKUPY 2013: Blockieren – markieren – demonstrieren

Info-Veranstaltung zu den Blockupy-Aktionstagen vom 31. Mai bis 1. Juni in Frankfurt am Main.
https://www.facebook.com/events/142537429264758/?ref=ts&fref=ts

15. Mai | 19h | Regenbogenfabrik | Lausitzerstr. 22

DSC_0789Auch in diesem Jahr wollen wir wieder mit euch nach Frankfurt fahren, um gemeinsam gegen das EU-Krisenregime zu protestieren. Nach den großen Blockupy-Protesten gegen die autoritäre Krisenpolitik der europäischen Regierungen und der Troika aus EZB, IWF und Europäischer Kommission im vergangenen Jahr hat sich in Europa nichts zum Besseren verändert, sondern im Gegenteil hat sich die Lage verschärft: In Spanien und Griechenland ist fast jedeR dritte erwerbslos, das Gesundheitssystem ist zusammen gebrochen, die Situation von Flüchtlingen ist europaweit katastrophal.

In Frankfurt wollen wir dieser Politik der Spardiktate, der rassistischen Abschottung und der Ausbeutung eine klare Absage erteilen:

Wir blockieren die EZB und damit einen zentralen Teil des EU-Krisenregimes, wir blockieren den Abschiebeflughafen Frankfurt, wir markieren Krisenprofiteure wie die Deutsche Bank und wir stören den kapitalistischen Alltag auf der Haupteinkaufsstraße Frankfurts, der Zeil!

In dieser Veranstaltung stellen wir euch gemeinsam mit Stephan (attac), Julia (TOP B3erlin), Martin (transact) und Janosch (FelS) die geplanten Blockupy-Aktionen vor: Warum blockieren wir die Europäische Zentralbank, welche Rolle hat sie in der Krisenpolitik? Wieso protestieren wir gegen die Deutsche Bank, was hat sie mit Landraub zu tun? Wie ist die Aktion am Abschiebeflughafen geplant, welche kreativen Aktionen können wir uns vorstellen, um die Zeil kräftig durcheinander zu bringen?

Außerdem gibt’s natürlich die wichtigsten Infos zum Ablauf der Aktionstage: Zur Anfahrt mit den Bussen, zum Antikapitalistischen Camp, zu den Blockaden und Aktionen am 31. Mai und zur Demonstration am 1. Juni.

Tickets könnt ihr übrigens jetzt schon kaufen: Im Red Stuff (Waldemarstr. 110) und bei Schwarze Risse (Gneisenaustr. 2a)!
Infos: http://berlin.blockupy-frankfurt.org/ | blockupy-frankfurt.org

blockupy Berlin: Mobilisierungs-Kundgebung in Berlin, Samstag 11.5., 14 Uhr Heinrich-Platz

Pressemitteilung
Bundesweites Blockupy-Bündnis

* Mobilisierungs-Kundgebung in Berlin, Samstag 11.5. 14 Uhr Heinrich-Platz
* 15 Uhr öffentliches Aktionstrainin des bundesweiten Blockupy Bündnisses

DSC_0789Am Samstag, 11.5.13, lädt das bundesweite Blockupy-Bündnis Medienvertreter zu einer Mobilisierungskundgebung für die Blockupy-Aktionstage am 31. Mai und 1. Juni ein. Auf der Kundgebung werden ab 14 Uhr Aktionskonzepte vorgestellt und verschiedene in die Vorbereitung involvierte Initiativen sprechen. Ab 15 Uhr wird eine öfentlichkeitswirksame Probeblockade trainiert. Insbesondere dabei werden sich Bilder für Medienvertreter ergeben, die einen Ausblick auf die Aktionstage geben werden. Ansprechparter des bundesweiten Blockupy-Bündnisses und der Berliner Blockupy-Plattform werden für Sie bereit stehen.

Ausrichter der Kundgebung ist die Berliner Blockupy-Plattform, die regionale Vorbereitungsgruppe für die Aktionstage und Ort der Vernetzung. So werden auf der Kundgebung unter anderem Vertreter vom Bündnis Zwangsräumungen stoppen, einer queerfeministischen Blockupy-Mobilisierungsgruppe und einer Blockupy-Hochschulvernetzung über ihre Anliegen mit Blockupy sprechen. Außerdem wird der gesamte Ablauf der Aktionstage sowie insbesondere das Konzept für Protestaktionen auf der Frankfurter Zeil am 31. Mai vorgestellt.

Bereits am Mittwoch, den 29. Mai wird das Blockupy Camp in Frankfurt geöffnet.

Am 31. Mai werden tausende Aktivistinnen und Aktivisten die Europäische Zentralbank blockieren, um gegen die von ihr im Rahmen der Troika vorangetriebene Verarmungspolitik in Europa widerstand zu leisten. Nachmittags finden weitere Protestaktionen etwa am Frankfurter Flughafen, der Deutschen Bank und der Einnkaufsmeile Zeil statt.

Am 1. Juni wird eine internationale aktivistische Demonstration ihren Widerspruch zum Krisenregime der Bundesregierung und der EU zum Ausdruck bringen. Anschließend beraten sich die Aktivistinnen und Aktivisten über Alternativen und Strategien für solidarische Krisenlösungen von Unten.

Das Blockupy-Bündnis wird getragen von Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener emanzipatorischer Gruppen und Organisationen, darunter die Interventionistische Linke, Attac, Occupy Frankfurt, Gewerkschaften, Jugend- und Studierendenverbände wie die Linksjugend Solid und die Grüne Jugend, das Erwerbslosen-Forum Deutschland, die Partei “Die Linke” und – in diesem Jahr dazu gekommen – das Netzwerk Friedenskooperative und das Bündnis “Ums Ganze”.

>Webseite der Blockupy-Plattform Berlin:

http://berlin.blockupy-frankfurt.org/

Pressekontakte:

 

* Hanno Bruchmann, Blockupy Frankfurt / Interventionistische Linke, Tel. 0176 20323380

 

* Blockupy Plattform Berlin, Zeil Aktion

Berliner VVN: Polnische und sowjetische Veteranen am 9. Mai 2013 im Treptower Park

Berlin, 7.Mai 2013

Pressemitteilung

der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten und

Polnische und sowjetische Veteranen am 9. Mai 2013 im Treptower Park

9_mai_poster_deuWir freuen uns, die beiden Veteranen Jakow Resnik und Jan Paciejewski am 9. Mai 2013 auf unserem Fest im Treptower Park begrüßen zu dürfen.

Jakow Resnik (*1925) wird gegen 13.30 sprechen und Jan Paciejewski gegen 16.00 Uhr.

Parkplatz am Rosengarten, Puschkinallee, unweit des sowjetischen Ehrenmals

Jakow Resnik wurde 1925 in Schepetowka in der Ukraine geboren. Seine Familie war nicht sehr religiös, beging aber die hohen Feiertage. Nach seiner Flucht vor den Deutschen im Jahre 1941 trat er 1943 als Pionier in die Rote Armee ein. Er kämpfte in der Ukraine, Moldawien, Rumänien, Jugoslawien, Ungarn und Österreich. Aus Wien kehrte er 1947 in seine Heimat zurück. In der Ukraine litt auch er unter den antisemitischen Beschränkungen für Juden bei der Studien- und Berufswahl. So konnte er nicht Jura studieren. Er arbeitete als Ingenieur in einer Textilfabrik, dann als leitender Angestellter eines Kombinats und Dozent. 1998 wanderte er nach Deutschland aus. Heute lebt er mit seiner Frau in Berlin und ist Vorsitzender des Klubs der jüdischen Veteranen der Roten Armee.

Jan Paciejewski(*1926), kämpfte als polnischer Partisan der BCh (Bauern-Armee). Er nahm während der Befreiung des Vernichtungslagers Majdanek durch die Rote Armee, im Umkreis des KZs an Aktionen gegen die SS teil. Als die 2. Polnische Armee Polen erreichte, trat er ihr bei, überquerte die Neiße und kämpfte in der Lausitz. Am 10. November 2012 nahm  er an den Aktionen gegen den Neonazi-Aufmarsch in Frankfurt Oder teil.

Weitere Informationen über unser Fest erhalten sie hier im Internet.

http://neuntermai.vvn-bda.de/

NaturFreunde Berlin: Ausbau der A 100 ist verkehrspolitische Irrsinn

Zum Spatenstich für die geplante Stadtautobahn A 100 erklärt der stellvertretende Vorsitzende der NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch:

 

Ausbau der A 100 ist verkehrspolitische Irrsinn

NaturFreunde fordern Ende der Verkehrspolitik der 50er Jahre

naturfreunde haende geschnittenBerlin, 07. Mai 2013 -– Die Berliner Politik scheint mit ihren Bauplanungen alle Negativrekorde überbieten zu wollen: Eine Flughafenplanung an den umweltpolitischen und verkehrspolitischen Realitäten vorbei, die Bebauung des Tempelhofer Feldes gegen den Mehrheitswillen der Berliner Bevölkerung, das Ignorieren eines gewonnen Volksentscheids bei Mediaspree mit einer Zerstörung einer einzigartigen kulturellen Infrastruktur und nun die teuerste und unsinnigste Autobahn Deutschlands.

 

Die geplante Verlängerung der A 100 ist verkehrspolitischer Irrsinn und eine riesige Verschwendung von Steuermitteln. Bundesverkehrsminister Ramsauer und der Regierende Bürgermeister von Berlin Wowereit setzten sich hier ein Denkmal für eine verkehrspolitische Fehlplanung. Die A 100 wird Berlin verkehrspolitisch nicht entlasten, sondern zu weiteren Staus und Verschmutzung in der Innenstadt beitragen. Verkehrspolitisch ist sie unnötig und umweltpolitisch unverantwortlich.

 

Die NaturFreunde fordern den Berliner Senat auf, diesen Irrsinn zu stoppen und mit dem Bundesverkehrsministerium zu verhandeln, die 500 Millionen für die Autobahn in den Neubau von Straßenbahnstrecken zu investieren. Wichtige verkehrspolitische Projekte für Berlin wären zum Beispiel:

  • Die Verlängerung der Straßenbahn von der Warschauer Straße bis zum Hermannplatz.
  • Der Neubau einer Straßenbahnlinie vom Alexanderplatz über den Potsdamer Platz bis zum Rathaus Steglitz.
  • Den Weiterbau der Straßenbahn vom Hauptbahnhof nach Moabit.
  • Den Anschluss des Märkischen Viertels an die Straßenbahn mit einer Verlängerung bis nach Frohnau.

 

Die jetzige Verkehrspolitik des Berliner Senats ist gescheitert. Der Senat verfolgt in Berlin eine verfehlte Verkehrspolitik der 50er Jahre. Noch immer wird die autogerechte Stadt geplant und einer nachhaltigen Verkehrspolitik vorgezogen. Mit diesem Steinzeitplanungen verbaut der Senat eine zukunftsfähige Verkehrspolitik für Berlin.

Protest statt Party: Wir pfeifen auf die A100 am 8.5.2013 um 12 Uhr in Neukölln

BISS_Logo a 100Kommt am Mittwoch, 8.5.2013 um 12:00 Uhr zum Protestcamp Neuköllnische Allee 33/ Ecke Grenzallee nach Berlin-Neukölln! Stadtplan-Link

 

Wir pfeifen auf die Verlängerung der Stadtautobahn A100! Bringt Trillerpfeifen mit.

Wir ziehen von dort wenige Hundert Meter in Richtung Grenzallee, Ecke Bergiusstraße, wo eine Stunde später der offizielle 1. Spatenstich zur A100-Verlängerung von Berlin-Neukölln nach Treptow stattfindet.
Zu diesem Trauerakt wurden wir eingeladen und wir sagen hiermit unsere Teilnahme zu!

Bitte leitet diesen Aufruf weiter und ladet eure Freunde ein!
Diese Demonstration als Veranstaltung bei Facebook

Plakat/ Flyer zur Protestaktion (pdf)

 

DIE LINKE: Lesen gegen das Vergessen. Berlin, Bebelplatz

logo-fraktion DIE LINKEFreitag, 10. Mai 2013 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Berlin, Bebelplatz, gegenüber der Humboldt-Universität

 

Lesen gegen das Vergessen

Lang ist die Liste der Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Werke am Abend des 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz, dem heutigen Bebelplatz, verbrannt wurden.

Unter dem Gejohle eines großen Publikums landeten über 20 000 Bücher auf dem Scheiterhaufen der Nazis. Nur wenige Jahre später brannten in Auschwitz Menschen …

Der israelische Künstler Micha Ullmann schuf 1995 auf dem Bebelplatz das Mahnmal einer versunkenen, leeren Bibliothek.

Alljährlich treffen sich hier Berlinerinnen und Berliner und ihre Gäste aus aller Welt, um an das Geschehene zu erinnern und aus Büchern zu lesen, die die Nazis für immer vernichten wollten.

In diesem Jahr lesen: Elfriede Brüning, Stefan Bergel, Roland Claus, Daniela Dahn, Gregor Gysi, Beate Klarsfeld, Heidi Kloor, Klaus Lederer, Gesine Lötzsch, Dieter Mann, Gisela May, Andreas Nachama, Regina Scheer und Studierende aus den USA

Veranstalter: Die LINKE im Bundestag

Einladung zum MainzerMedienDisput in Berlin am Donnerstag, 6. Juni 2013, 19.00 Uhr in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz

Die Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, Staatsministerin Margit Conrad und der MainzerMedienDisput laden Sie herzlich ein zu einer Debatte zum Thema:
Willy Brandt heute: Erinnerungslast oder visionärer Wegbegleiter?

Donnerstag, 6. Juni 2013, 19.00 Uhr in die Landesvertretung Rheinland-Pfalz beim Bund,
In den Ministergärten 6, 10117 Berlin.

Es diskutieren:
Egon Bahr, Autor: „Das musst du erzählen“ – Erinnerungen an Willy Brandt (2013)
Wibke Bruns, Autorin: Nachrichtenzeit. Meine unfertigen Erinnerungen (2012)
Gunter Hofmann, Autor: Willy Brandt und Helmut Schmidt, Geschichte einer
schwierigen Freundschaft (2012)
Moderation: Prof. Dr. Thomas Leif, SWR (www.2plusleif.de)

„Die Willy Brandts wachsen nicht auf Bäumen.“ – Erhard Eppler

Anmeldungen unter: veranstaltungen@lv.rlp.de bis spätestens 30.5.2013. Nach der Veranstaltung informelle Gespräche im formellen Rahmen mit Suppen-Buffet und Riesling aus dem Land, wo der beste Riesling der Welt wächst.

Mehr Information: Die Dossiers und die Dokumentationen zu den bisherigen MedienDisputen und zu medienpolitischen Grundsatzfragen können Sie kostenfrei unter http://www.mediendisput.de abrufen.


Einsortiert unter:rote reporter, Termine Tagged: 06. Juni 2013, BAG rote reporter/innen, Berlin, Egon Bahr, Gunter Hofmann, LiMA, Linke Medienakademie, MainzerMedienDisput, Prof. Dr. Thomas Leif, Wibke Bruns

Berliner Energietisch: Vattenfall den Stecker zieh’n

Pressemitteilung


Gemeinsame Aktion des Berliner Energietisches mit Brandenburger Umweltinitiativen

Energietisch VolksbegehrenAm heutigen Samstag haben erstmals Aktive des Berliner Energietisches zusammen mit CCS-Bürgerinitiativen aus Ostbrandenburg, Lausitzer Tagebaurandbetroffene sowie akut von neuen Tagebau bedrohte Menschen in Sichtweite des Kraftwerkes Klingenberg gegen die Energieerzeugung von Vattenfall protestiert. Gleichzeitig riefen die Beteiligten alle Berlinerinnen und Berliner auf, sich am Volksbegehren „Neue Energie für Berlin“ zu beteiligen.

Konkret wandten sich Sprecher gegen Vattenfalls Kohlepläne wie die geplanten neuen Tagebaue in der Lausitz und die damit verbundene klimaschädliche Energiegewinnung aus Braunkohle.

„Am Beispiel Klingenberg wird die ganze verfehlte Energiepolitik Vattenfalls deutlich. Anstatt wie versprochen 2016 auf Gas umzustellen, soll vier weitere Jahre die klimaschädliche Braunkohle verfeuert werden. Damit ist klar: Vattenfall ist kein Partner für die Energiewende, weder in Brandenburg noch hier in Berlin“, erklärt Stefan Taschner, Sprecher des Berliner Energietisches.

Aber auch die Gefahr für die Trinkwasserversorgung Berlins durch Vattenfalls Tagebaue wurde thematisiert. Steigende Sulfatgehalte in der Spree gefährden die Einhaltung der Trinkwassergrenzwerte in Berlin.

An der Aktion nahmen neben den Initiativen aus den beiden Bundesländern auch Brandenburger Landespolitiker, wie Sabine Niels und Benjamin Raschke (Bündnis 90/ Die Grünen) teil. Im Anschluss an die Kundgebung zogen die Aktiven aus, um für das Volksbegehren des Berliner Energietisches Unterschriften zu sammeln.

Das Volksbegehren sieht die Rekommunalisierung der Stromnetze und die Gründung eines berlineigenen Stadtwerkes vor. Bis zum 10. Juni muss das Bündnis aus über 50 Organisationen 200.000 Unterschriften sammeln, damit die Berlinerinnen und Berliner zur Bundestagswahl über die zukünftige Energieversorgung ihrer Stadt in einem Volksentscheid abstimmen können.

9. Mai 2013 – 68. Tag des Sieges über den Faschismus!

Herzliche Einladung

9. Mai 2013 – 68. Tag des Sieges über den Faschismus!

Liebe Freund_innen und Freunde:

9_mai_poster_deuWer nicht feiert – hat verloren!

Großes deutsch-russisch-internationales antifaschistisches Fest

Donnerstag, 9. Mai 2013 / ab 11.00 – 22.00 Uhr / auf dem Parkplatz am Rosengarten / Puschkinallee / Treptower Park

In diesem Jahr begehen wir den 68. Jahrestages des Sieges über den deutschen Faschismus. Ohne die unermesslichen Opfer der sowjetischen Frauen und Männer, wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen.

Viele unserer älteren Mitglieder und Freunde fanden als Antifaschistinnen und Antifaschisten Zuflucht in der Sowjetunion; viele kehrten in der Uniform der Roten Armee als Befreierinnen und Befreier zurück. Viele Verfolgte wurden von der Roten Armee aus den Konzentrationslagern und Gefängnissen befreit.

In diesem Jahr trauern wir um unser Mitglied Hanna Podymachina, Leutnant der 7. Abteilung, beim Stab der damaligen Südwestfront, die an der erfolgreichen Operation zur Einkesselung der 6. deutschen Armee in Stalingrad teilnahm. Sie ist vor wenigen Tagen am 17. April 2013 in Berlin verstorben.

Wir freuen uns den Veteranen der Roten Armee Jakob Resnik und Henryk L. Kalinowski vom 6. Brückenlege-Batallion der 2 polnischen Armee, er war als einer der ersten polnischen Soldaten in Berlin, begrüßen zu können.

Mit Sorge betrachten wir aber, dass sich seit Jahren die geschichtsrevisionistischen Angriffe in der Bundesrepublik und der Europäischen Union mehren, die den Beitrag der damalige Sowjetunion, der Rote Armee und der Partisaninnen und Partisanen zur Befreiung vom Faschismus negieren und relativierten solle.

Auch am 68. Jahrestag des Sieges über den deutschen Faschismus möchten wir uns bei allen bedanken, die zur Zerschlagung Nazideutschlands einen Beitrag geleistet haben. Der deutsche Antifaschist, Exilant und Veteran der Roten Armee Stefan Doernberg brachte es vor drei Jahren in seiner Rede auf unserem Fest zum 9. Mai auf den Punkt: »Die Rote Armee rettete die Zivilisation«.

In diesem Jahr ist der Jahrestag zugleich der 70. Jahrestag des Sieges der Roten Armee in Stalingrad am 2. Februar 1943. Die Schlacht von Stalingrad ist eine der wichtigsten Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und zusammen mit der Schlacht am Kursker Bogen der Wendepunkt im Kampf um die Befreiung vom Nazismus.

Seit vielen Jahren organisieren wir, die Basisorganisation 8.Mai der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e. V (Berliner VVN-BdA e.V.), ehrenamtlich unser nicht-kommerzielles Fest zum Tag des Sieges. Dabei haben wir tausende Gäste, Musikerinnen und Musikern sowie Freundinnen und Freunden dazu gewonnen mit uns zusammen zu feiern, zu essen und zu trinken. Der Kampf um den Frieden ist auch 68 Jahre nach der militärischen Zerschlagung des deutschen Faschismus durch die Armeen der Anti-Hitlerkoalition, die antifaschistischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern sowie Partisaninnen und Partisanen unsere tägliche Aufgabe.

An sie alle feierlich zu erinnern, ist der Anlass unseres fröhlichen Festes im Treptower Park, unweit des Sowjetischen Ehrenmals, und in diesem Geiste wollen wir am 9. Mai zusammen feiern.

Wir möchten Euch auf diesem Wege herzlich einladen und um Eure Unterstützung und Teilnahme werben.

Hitler kaputt! Ein Grund zu feiern!

Eure BO 8. Mai der Berliner VVN-BdA e.V.

Berlin: Aufruf zur Kundgebung am 6.Mai zum Gedenken an die Ermordeten des NSU

KOMMT ALLE AM 6. MAI UM 10 UHR ZUM KOTTBUSSER TOR (UNTER DER UNTERFÜHRUNG/ADALBERTSTRAßE), UM GEMEINSAM DEN VOM NSU ERMORDETEN ZU GEDENKEN!!!

UND ANSCHLIEßEND UM 12 UHR ZUR KUNDGEBUNG VOR DEM BUNDESTAG (PLATZ DER REPUBLIK)

Aufruf zum Gedenken an die Ermordeten des NSU

Am Montag, den 6. Mai beginnt der Prozess gegen fünf Mittäter_innen der NSU-Mordserie.

rassismusDie Medien stellen diesen Prozess immer mehr in den Mittelpunkt ihrer Berichterstattung und suggerieren der Öffentlichkeit, dass damit alle offenen Fragen hinsichtlich der NSU-Mordserie beantworten werden können. Doch das Kapitel NSU ist noch lange nicht abgeschlossen.

Wir erachten diesen Prozess als einen Scheinprozess! Denn offene Fragen bestehen nicht nur im Zusammenhang mit bekennenden Rassist_innen. Auch die politisch Verantwortlichen und staatlichen Institutionen sind den Angehörigen der Opfer unzählige Antworten schuldig und können sich durch den Prozess nicht aus der Verantwortung ziehen.

Nach mehr als einem Jahrzehnt müssen die politisch Verantwortlichen zugeben, dass hinter den Bombenanschlägen und der Ermordung von neun Menschen eine rassistische Motivation besteht. Unterstützt bzw.ermöglicht wurden jene Taten durch das Wegschauen, die Verschleierung und die falsche Spurensetzung von den sogenannten Sicherheitsbehörden, politisch Verantwortlichen, Medien aber auch der Zivilgesellschaft. Die Gefahr von rechts wurde kontinuierlich verharmlost und Neonazis strukturell und finanziell von staatlichen Institutionen unterstützt. Die vorhandenen rassistischen Denkmuster innerhalb dieser Institutionen und der Gesellschaft haben eine rechtzeitige Aufklärung verhindert.

Für uns steht fest, dass staatliche Organe eine (Mit-)Verantwortung, gar eine (Mit-)Schuld an den NSU-Morden und an der politischen Stimmung in Deutschland tragen. Die Verstrickungen von Polizei und Verfassungsschutz sowie die Kriminalisierung und Schikanierung der Opfer und ihrer Angehörigen, verdeutlichen den institutionellen Rassismus in Deutschland. Der in der Medienöffentlichkeit verwendete Begriff "Döner-Morde" verhöhnte die Mordopfer, entmenschlicht sie und bagatellisiert die Morde. Ausgerechnet die Medien, die diesen Begriff auf ihrer Titelseite platziert haben, sitzen jetzt im Gerichtssaal in der ersten Reihe, während nicht-deutschsprachige Medien im Gerichtssaal unerwünscht sind. Die Benennung der eingesetzten Sonderkommission für die Ermittlung der Mordserie als "SoKo Bosporus" verdeutlicht den Rassismus innerhalb staatlicher Institutionen. So wird Zudem der Eindruck erweckt, als handele es sich um Taten, die"fernab" bzw. "außerhalb" der hiesigen Gesellschaft stattfanden.

Für Antirassist_innen und Antifaschist_innen steht jedoch fest:
Rassismus in Deutschland ist kein Randphänomen, das am so genannten "rechten Rand" der Gesellschaft anzusiedeln ist. Rassismus ist tief in der gesamten Gesellschaft verankert und hat Struktur sowie Methode. Die staatlichen Institutionen verkennen dies. Damit solche Morde, sowie die Kriminalisierung und Schikane durch staatliche Institutionen gegenüber rassisfizierten Menschen endlich ein Ende nehmen, müssen wir selber Druck machen.

Wir gedenken den vom NSU Ermordeten:

Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat.

Außerdem fordern wir:
  • Kontinuierliche und kritische Auseinandersetzung mit Rassismus, dessen konsequente Bekämpfung, dort wo er vorkommt – in der gesamten Gesellschaft!
  • Abschaffung des Verfassungsschutzes!
  • Abschaffung aller ausgrenzenden Gesetze! Partizipationsrechte, gleichberechtigt und selbstbestimmt für alle in Deutschland Lebenden!
  • Schluss mit der diffamierenden und kriminalisierenden “Integrationsdebatte”!
Bündnis gegen Rassismus - Für eine gerechte, emanzipierte und solidarische Gesellschaft ohne Rassismus!