Linksfraktion

Meine Schlussrede in der Debatte um Änderungen der Landesverfassung auf dem „Kleinen Parteitag“ der sächsischen LINKEN am 23.2.2013 in Weinböhla

Zunächst bedanke ich mich für die faire und leidenschaftliche Diskussion – heute, zuvor in der Fraktion und an der Basis überall im Land. Ja, wir haben in der Frage keine 100% Überein-stimmung. Das ist Ausdruck lebendiger demokratischer Kultur und der Bereitschaft zum Mitden-ken und Mittun.
Eine gute Voraussetzung für eine gute Zukunft der LINKEN in Sachsen.

Es deutlich geworden: Wir tun uns noch schwer mit dem Sprung von der reinen Oppositions- zur Gestaltungspartei auf Landesebene – wie wir beschlossen haben.
In der Kommunalpolitik sind da viele Genossinnen und Genossen schon lange viel weiter.

Wer das Land und die Lebensbedingungen der Bevölkerung gestalten will, kann nicht bei der Kritik und dem Nein zum Status quo stehenbleiben. Hier ist unser Mut gefordert, Ja zu den Veränderungen zu sagen, die wir für nötig halten.

Die Bevölkerung will Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich, genügend Mittel für die Daseinsvor-sorge auf kommunaler Ebene vor Ort – und eine solide Finanzpolitik. Das wollen wir als LINKE in Sachsen auch. Dazu hatten sich auch Landesvorstand und Kreisvorsitzende mit ihrem Be-schluss vom 10. März 2012 bekannt.

Deshalb halte ich unser Verhandlungsergebnis zu den Änderungen der Verfassung in Partei und Bevölkerung in Sachsen für mehrheitsfähig.

Zugleich – und das haben die Diskussionen deutlich gemacht – kann dies, ich wiederhole, was ich zu Beginn gesagt habe, nur ein erster Anfang sein. Wir sollten nun gemeinsam und zusam-men mit politischen Partnerinnen und Partnern die CDU massiv unter Druck setzen, damit wir auch bei der direkten Demokratie in Sachsen ein gutes Stück vorankommen.

Von den erfolgreichen LINKEN Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern kann man ler-nen, dass man als LINKE unter kapitalistischen Bedingungen nur mit intakter Dialektik weiter-kommt. Der Verwirklichung der eigenen Ideale kommt nur näher, wer nicht vor Widersprüchen flüchtet, sondern versucht, sie nach bestem Wissen und Gewissen produktiv zu machen.

Wir lehnen die „Schuldenbremse“ generell als Mittel der Politik ab – wenn sie aber gegen den Willen unserer Partei bundesweit beschlossen und im Grundgesetz verankert wurde, dann haben wir meines Erachtens die Verpflichtung, für die Menschen trotz allem das Beste herauszuholen. Also die bestehende Schuldenbremse durch eine Landes-Regelung zu entschärfen. Das schafft man aber nicht durch ein Berührungsverbot nach dem Motto: Lieber eine schlechtere „Schuldenbremse“ ohne uns als eine sozial- und kommunalpolitisch verträglichere mit uns.

Deshalb habe ich für das Verhandlungsergebnis als Paket geworben – wie das auch Gewerk-schafter/innen machen, die ihren Mitgliedern zur Urabstimmung die erfreulichen Ergebnisse zusammen mit den „Kröten“ vorlegen, die im Interesse des Guten geschluckt werden mussten.

Im Übrigen, DIE LINKE sagt: Hartz IV muss weg und fordert gleichzeitig die Erhöhung des Re-gelsatzes auf 500 Euro und die Sanktionsfreiheit. Richtig so! Wir gestalten ein Gesetz, was wir ablehnen.
So ist das auch heute. Ich finde den sozialen Ausgleich als zu beachtenden Grundsatz bei der Haushaltsaufstellung und die Finanzgarantie für die Kommunen bei ihnen übertragenen Ausga-ben viel zu gut, als dass ich darauf wegen eines Tabubruches verzichten würde.

Nun muss ich aber zur Kenntnis nehmen, dass sich Genossinnen und Genossen in der Bun-despartei mit dem, was wir gerade in Sachsen tun, sehr schwer tun. Vielleicht auch, dass die Partei insgesamt noch nicht so weit ist wie wir in Sachsen.

Deshalb würde ich mich einerseits freuen, wenn ihr die Verhandlungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis nehmt.

Aber ich kann euch andererseits unter dem Eindruck dessen, was in den letzten Wochen in der Bundespartei abgelaufen ist, persönlich nicht empfehlen, der Beteiligung an der Erarbeitung des Gesetzentwurfs zur Umsetzung zuzustimmen, so wie es Gregor gerade auch empfohlen hat.

Deshalb schlage ich euch folgendes vor:
Ja zu dem Verhandlungsergebnissen zu sagen und
Nein zur Mitwirkung an den weiteren Schritten zu ihrer Übersetzung in einen Gesetzestext.

Zusätzlich würde ich euch zwei weitere Punkte zu Beschlussfassung vorschlagen.
Dazu würde ich euch aber den Beschlusstext austeilen lassen, damit ihr ihn mitlesen könnt, wenn ich ihn euch jetzt vortrage.

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Eröffnungsrede Kleiner Parteitag in Weinböhla am 23. Februar 2013

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Gäste!

Wenn man Verantwortung übertragen bekommt, muss man sich dieser Verantwortung auch stellen und sie wahrnehmen. Gerade für die Aufgabe, die wir heute als erstes zu lösen haben, ist mir bewusst, welche Bürde ein Amt auch mitbringen kann.

Unser letzter Parteitag in Chemnitz war mit dem schönen Motto

überschrieben: „Fragend schreiten wir voran“.

Wir müssen heute eine ganz wichtige Frage entscheiden:

„Wollen wir jetzt zum Motor für reale Veränderungen werden“?, so wie es  Katja, unsere Bundesvorsitzende am Mittwoch bei der Präsentation des Bundeswahlprogramms gesagt hat. Die Probe aufs Exempel unseres

fragenden Voranschreitens, mit dem zugleich etwas real verändert wird, könnte unsere Mitgestaltung bei der sächsischen Verfassungsdebatte sein.

 

Wir haben es dabei nämlich gleich in doppelter Hinsicht mit einer Situation zu tun, auf die es keine fertigen Antworten in der Schublade gibt. Mit einer Situation, in der man entweder fragend voranschreitet – oder erschrocken davonläuft. Wer aber die Welt verändern will, darf keine Angst vor

Veränderungen haben; deshalb fällt aus meiner Sicht das Weglaufen aus.

 

Erstmals seit 1990 hatten wir Verhandlungen mit vier weiteren Fraktionen zu führen. Regierungen, die aus zwei Parteien bestehen, haben

bekanntlich einen größeren Kommunikationsbedarf als Ein-Parteien-Regierungen, bei drei Partnern ist der Gesprächsbedarf noch komplexer. Hier saßen nun Vertreterinnen und Vertreter von fünf Fraktionen an einem Tisch, die zum Teil bisher ansonsten herzlich wenig miteinander zu tun

hatten. Dies betrifft insbesondere die beiden größten der beteiligten Fraktionen:

 

Zweitens war die Grundlage der Verhandlungen ein, wenn man es

traditionell-konservativ betrachtet, „unsittliches Angebot“: Wenn ihr uns ein Schuldenverbot in der Verfassung besorgt, das ihr ja gar nicht haben wollt, beschimpfen wir euch nicht im Landtagswahlkampf als

unverantwortliche Schuldenmacher.

 

Es gab Genossinnen und Genossen, die aus höchst ehrenwerten Motiven vor einem Jahr gesagt haben: Lasst das sein, verhandelt nicht, das kann nicht gut gehen. Die ganz große Mehrheit in Partei und Fraktion hat sich schließlich für eine andere Herangehensweise entschieden, die man so

zusammenfassen könnte: Wir haben eigentlich keine Chance, aber wir

wollen sie nutzen!

 

Also ging mein Vorgänger im Amt des Fraktionsvorsitzenden, André Hahn, „ohne Vorbedingungen“, wie er es zutreffend formulierte, in die

Verhandlungen.

Die Fraktion hat die Partei gefragt. Die Partei hat Ja gesagt.

Ich habe die Landespartei informiert.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben regelmäßig die Fraktion informiert.

 

Und als Mitte Oktober 2012 unser neuer Bundesvorsitzender Bernd

Riexinger in Dresden zu Besuch war, habe ich auf einer Fraktionssitzung den Zwischenstand der Verhandlungen einschließlich aller sächsischen Spezifika so ausführlich dargelegt, dass das nunmehr vorliegende Ergebnis in Berlin weniger Aufregung auslösen sollte, als in den letzten Wochen

erzeugt wurde.

 

Herausgekommen ist nach einem Jahr ein Dreifaches:

Schwarz-Gelb hat das im Koalitionsvertrag vorgesehene verfassungsmäßig verankerte Schuldenverbot nicht bekommen. Sondern wir haben eine Verständigung auf dem Tisch liegen, mit der die Wirkung der vom Bund

bereits beschlossenen und im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse auf Sachsen entschärft oder wie Peter Porsch diese Woche gesagt hat: gedrosselt würde.

Mit einfacher Mehrheit können bei Bedarf Kredite

aufgenommen werden, wenn die Steuereinnahmen mindestens drei

Prozent unter dem Niveau der letzten vier Jahre bleiben. Damit haben wir den landespolitischen Handlungsspielraum trotz der gegen den Willen der

LINKEN bundesweit geltenden Schuldenbremse deutlich erweitert.

 

 

Herausgekommen ist aber auch etwas, was es bisher in keinem

Bundesland gibt: Der soziale Ausgleich muss neben den Grundsätzen der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit künftig bei der Aufstellung des

Landeshaushalts berücksichtigt werden. Was das sowohl verfassungsrechtlich als auch politisch bedeutet, wird unser Mitglied in der

Verhandlungskommission Klaus Bartl anschließend in seinem Beitrag zur Einführung in die Diskussion darstellen.

 

Herausgekommen ist zugleich etwas, was sich nicht nur die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker schon lange gewünscht haben:

Nämlich eine verfassungsrechtlich garantierte, umfassende Finanzierung aller den Kommunen übertragenen Aufgaben. Insbesondere hierzu wird sich unser Mitglied in der Verhandlungskommission Sebastian Scheel in seinem Redebeitrag äußern.

 

Die Verfassung ist gerade für LINKE in Sachsen etwas sehr Wichtiges. Schließlich haben wir als Fraktion mehr als ein Dutzend Mal vor dem Sächsischen Verfassungsgericht erfolgreich geklagt und damit Politik der CDU-geführten Staatsregierung korrigiert. Natürlich wissen wir, dass eine Verfassung nur mittelbar gilt, also durch Übersetzung in Gesetze, Behördenhandeln oder eben in einen Rechtsstreit, der zu einem Gerichtsurteil führt, mit dem konkrete Maßstäbe formuliert werden. Das gilt für alle

Verfassungsartikel.

 

Für uns kann dieses Paket von Änderungen der Verfassung nur ein erster Anfang sein.

Daher schlage ich vor, dass wir zusammen mit SPD und GRÜNEN baldigst die Initiative für die nächste Runde der Verfassungsmodernisierung

eröffnen. Dabei sollte ein Mehr an direkter Demokratie, die Erleichterung von Volksbegehren und Volksentscheiden im Mittelpunkt stehen.

Und wir werden die CDU zu diesen Gesprächen einladen. Sollten sie sich einer Demokratisierung der Gesellschaft verweigern, dann werden wir im Rahmen des Landtagswahlkampfes deutlich machen, wer hier auf der

Demokratiebremse steht.

 

Fazit:

 

Unabhängig von der Frage, ob die LINKE Sachsen in der künftigen

Legislatur regiert oder opponiert, sind die Optionen und Möglichkeiten künftiger Handlungsfähigkeit der Fraktion DIE LINKE im Landtag in den

Bereichen Haushalt, sozialer Ausgleich oder Kommunalfinanzen mit einer Verfassungsänderung größer als wenn die Rechtslage so bleibt, wie sie heute ist.

 

Welchen Erfolg die Handlungsmöglichkeiten bringen, kann niemand

verlässlich bewerten. Sicher ist nur: Handlungsoptionen für eine

Landtagsfraktion der LINKEN wird es mit einer Verfassungsänderung

geben, die ohne Verfassungsänderung komplett ausfallen werden.

 

Ich habe vor einem Monat gesagt: Ich werde die politische Verantwortung für das Verhandlungsergebnis übernehmen und für das Ergebnis werben. Entscheiden müssen wir es zusammen.

Ich weiß: Ihr werdet die richtige Entscheidung treffen.

 

Glück auf!

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Neskovic verlässt Fraktion

Der parteilose Bundestagsabgeordnete Wolfgang Neskovic ist am Donnerstag aus der Linksfraktion ausgetreten. Er habe sich »viel Ärger eingehandelt«, heißt es in einer Erklärung des ehemaligen Bundesrichters, weil er als Mitglied der Linksfraktion »die Politik der rot-roten Landesregierung konsequent intern und öffentlich kritisiert habe«. Dafür sei er »mit unredlichen Mitteln bekämpft« worden. Neskovic will jedoch als unabhängiger Kandidat zu den Bundestagswahlen 2013 wieder antreten. Linksfraktionschef Gregor Gysi äußerte Bedauern über den Schritt. Mehr dazu auf neues-deutschland.de

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„Bürgerkompass“ gibt Staatsregierung Orientierung – Tillich muss handeln, der Worte sind genug gewechselt

Zu den Ergebnissen des Forums „Bürgerkompass“ der Sächsischen Staatsregierung und der Reaktion von Ministerpräsident Tillich darauf:

Sachsens Bevölkerung will bessere Bildung in kleineren Klassen bei gerechterer Bezahlung der Lehrkräfte, mehr Polizei gerade auch im ländlichen Raum, und sie will Mindestlöhne. Herr Tillich irrt, wenn er meint, dies zeige Kommunikationsbedarf. Nein, hier manifestiert sich akuter Handlungsbedarf für die Regierungspolitik! All dies, was den diskutierenden Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt, könnten wir in Sachsen längst haben, wenn nicht CDU und FDP die entsprechenden Anträge der LINKEN im Landtag abgelehnt hätten. Schlimmer noch: Gerade erst gestern haben die Koalitionsfraktionen ihren Stolz darauf bekräftigt, dass es im neuen Vergabegesetz des Freistaates keinen Mindestlohn gibt, wie von den demokratischen Oppositionsfraktionen gemeinsam gefordert. Der „Bürgerkompass“ sollte daher tatsächlich der Staatsregierung Orientierung geben. Meine persönliche Prognose angesichts mehrjähriger Erfahrung mit der Arbeitsweise dieses Ministerpräsidenten ist allerdings, dass es am Ende heißen wird: Schön, dass wir mal drüber geredet haben, kommen Sie gern wieder vorbei, aber gemacht wird was anderes. Dafür spricht leider auch der bisherige Umgang Tillichs mit dem Jugendkongress „ConFestival 2012“, bei dem er zwar sagte: „Wer sich einbringt, kann mitgestalten.“ Aber nichts von dem findet sich im Haushalt der Regierung oder in den Änderungswünschen der Koalition wieder. Im Übrigen standen im Mittelpunkt des Jugendkongresses ähnliche Forderungen wie jetzt beim „Bürgerkompass“. Und „Kommunikationsprobleme“ machte auch seinerzeit Bundeskanzler Gerhard Schröder bei seiner Agenda-2010-Politik geltend, an deren Richtigkeit er zugleich keine Zweifel zuließ. Das ändert nichts daran, dass aus damaliger wie heutiger Sicht diese Politik falsch gewesen ist.

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Linker Plan-B-Check

Die Linksfraktion hat bei ihrer Plan-B-Konferenz in Berlin darüber diskutiert, wie man ökologisches Wirtschaften und soziale Gerechtigkeit unter einen Hut bekommen kann. Katja Kipping machte dazu in ihrer grundsätzliche angelegten Rede einen Vorschlag: Die Linkspartei solle künftig all ihre Forderungen „einem Plan-B-Check unterziehen“. Drei Fragen müsse sich die Partei immer stellen. Erstens: Vermindern die Alternativen der Linkspartei Armut und Ausgrenzung? Beziehungsweise verschärfen sie das Problem wenigstens nicht? Zweitens: Reduzieren sie Ressourcenverbrauch und schädliche Emissionen? Beziehungsweise verschärfen sie das Problem wenigstens nicht? Und drittens: Erhöhen sie demokratische Teilhabe? Berichte über die Konferenz gibt es unter anderem hier, hier und hier auf neues-deutschland.de sowie in der Jungen Welt (hier). Die Linksfraktion hat die Veranstaltung ausführlich dokumentiert. Hingewiesen sei auch noch auf zwei Blogposts von tos, in denen es um den „Grünen Sozialismus“ (hier) sowie um eine Anhörung der Linksfraktion geht, bei der die ostdeutschen Erfahrungen mit dem sozial-ökologischen Umbau im Zentrum standen – mit Links auf eine Reihe von Studien (hier). (vk)

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Anwerbeversuch des VS

In Thüringen hat der Verfassungsschutz offenbar versucht, einen ehemaligen Mitarbeiter der Linkenpolitikerin Katharina König als Informant abzuwerben. Ein “ungeheuerlicher” Vorgang, wie auch die SPD meint. Denn König sitzt im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags, der auch die Verstrickung des Landesamtes in die Mordserie der Neonazis aufklären soll. Ein Blogbeitrag von tos auf neues-deutschland.de

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Welche Berufsverbote?

Die Opfer des Radikalenerlasses von 1972 sind weiter mit „Ignoranz und Geschichtsblindheit“ konfrontiert: Die Bundesregierung will nicht einmal von Berufsverboten sprechen und weist sogar den Vorwurf zurück, es seien kritische Organisationen bespitzelt worden. Ihren Kampf um Rehabilitierung wollen die Betroffenen fortsetzen. Über eine Petition und die Reaktionen der Bundesregierung darauf, die in den vergangenen Wochen etwas im Meer anderer Schlagzeilen untergegangen sind. Ein Blogbeitrag von tos auf neues-deutschland.de

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Suche nach Einstiegsfeldern

In letzter Zeit war immer einmal wieder vom „ostdeutschen Erfahrungsvorsprung“ die Rede. Und es wird davon sicher auch an diesem Montag ab 10 Uhr im Fraktionssaal der Linkspartei im Bundestag gesprochen werden – bei einer Anhörung, mit der die Suche nach Einstiegsfeldern in einen sozial-ökologischen Umbau fortgesetzt wird. Ein Hinweis von tos auf neues-deutschland.de

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Steiniger Weg

20. September 2012  Allgemein, Linksfraktion, Medien

Wer den steinigen Weg der Aufklärung beschreiten will, wird dies also auch innerhalb der bestehenden Öffentlichkeitsstrukturen versuchen müssen – in dem Wissen, dass diese so “systemrelevant” für den Status quo sind, wie es eine andere, demokratische Öffentlichkeit für den Bruch mit den falschen Verhältnissen sein wird. Ein Gastbeitrag über die Linke und die LINKE, Medienmechanismen und den Versuch, die kapitalistische Hegemonie zu brechen – von tos auf der Seite der Linksfraktion im Bundestag

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Netz für Alle 2012

In Berlin startet am Vormittag die „Netz für Alle“-Konferenz von Linksraktion und Rosa-Luxemburg-Stiftung. Den Anfang macht nach einer Begrüßung durch Gregor Gysi und Florien Weis der Zürcher Professor Felix Stalder mit einer Keynote zum Thema Digitale Solidarität: Im Internet habe das Teilen als Modus des Austausches „als äußerst produktiv und nachhaltig erwiesen“, wie es in der Ankündigung heißt. Es sei die „Aufgabe einer progressiven Netzpolitik dafür zu sorgen, dass dieses Labor offen bleibt und Potentiale des Netzes, solidarisches Handeln hervorzubringen, zu fördern.“ Mehrere Panels folgen, sie befassen sich unter anderem mit dem Kampf ums freie Netz, datenbasierten Darstellungen der Macht und der Frage, wer das Internet eigentlich kontrolliert. Am Nachmittag geht es um E-Democracy und ob es sich dabei um eine Möglichkeit der Beteiligung für alle handelt oder eher um Spielzeug für neue Eliten.

Mit einem der Diskutanten, Till Westermayer, ist am Freitag ein Interview im neuen deutschland erschienen, dessen Langfassung hier zu finden ist. Der meint da, es gebe „durchaus brauchbare netzpolitische Inhalte bei der LINKEN. Aber momentan wirkt die Partei auf mich nicht so, als sei sie in der Netzdebatte angekommen. Das Bild der LINKEN bestimmen andere. Personen, die netzpolitische Inhalte glaubhaft verkörpern, sehe ich nicht.“ Angesichts des Netzpolitik-Konferenz-Marathons, der derzeit durch Berlin zieht, hat Markus Beckedahl von netzpolitik.org der „Netz für Alle“-Konferenz immerhin attestiert, mit dem „spannendsten Programm“ aufzuwarten. Das vollständige gibt es hier, die Keynote von Stalder und eine zweite am Abend vom Blogger Glyn Moody werden ebenso im Livestream zu sehen sein wie drei der Panels, den Rest gibt es dann später als Video zu sehen. Getwitter wird auch, nicht nur von den Konferenz-Organisatoren selbst, sondern unter anderem von der nd-Netzredakteurin Katja Eichholz (hier) und vielen Teilnehmern, wie etwa Halina Wawzyniak (hier), Sebastian Koch (hier), Jörg Braun (hier) und Till Westermayer (hier). Hashtag ist #nfa12. (tos)

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