DIE LINKE

Rede Regionalkonferenz zur Verfassungsänderung in Sachsen am 6. Mai 2013

Liebe Genossinnen und Genossen,
verehrte Gäste,
lieber Markus Schlimbach, sehr geehrter Herr Leimkühler,

ich begrüße Sie und Euch herzlich zur ersten von fünf Regionalkonferenzen der sächsischen LINKEN zu Verfassungsänderungen in Sachsen, über die ab übermorgen der sächsische Landtag berät.

Für die LINKE Sachsen ist die Debatte zur Verfassungsänderung eine spannende, eine kontroverse, eine lernende, eine zutiefst politische Debatte. Für den einen oder andern unter uns LINKEN gilt diese Debatte als Lackmustest im politischen Betrieb.
Für mich persönlich ist eine Debatte, in der ich merke, dass es nicht immer leicht ist, Landes- und Fraktionsvorsitzender in einer Person zu sein.
Die Landtagsfraktion hat mehrheitlich gesagt:
Wir nehmen das Ergebnis vom 1. Februar zustimmenden zur Kenntnis.
Das hat das Parteigremium „Kleiner Parteitag“ mit dem Wort „würdigend“ sinngemäß auch getan, aber gleichzeitig auch, auf meinen Vorschlag – vor dem Hintergrund einiger Zuspitzungen auf der Ebene der Bundespartei – hin gesagt:
Jetzt aber Schluss mit dem Verhandeln, lasst alles Weitere mal die anderen machen.

Seit dem 30. April liegt nun der entsprechende Gesetzentwurf dem Parlament vor. Am Mittwoch dieser Woche findet die erste Debatte im Rahmen einer Landtags-Sondersitzung statt, zu der ich als Fraktionsvorsitzender für DIE LINKE sprechen werde.
Keine Sorge, ich werde heute hier keine Generalprobe für meinen Parlaments-Auftritt veranstalten. Ich kann zwischen Partei-, Fraktions- und Landtagsterminen unterscheiden, was bei diesem Thema besonders wichtig ist.

Ich kann feststellen: der Text des Gesetzentwurfes, um den sich nun alles im Landtag dreht, ist identisch mit der Verständigung zwischen den fünf Vorsitzenden der demokratischen Fraktionen, die ich am 1. Februar mit unterzeichnet habe. Ich habe am 1. Februar gesagt: Mit diesem Kompromiss werde ich in meiner Fraktion und Partei werben.

Da ich in einem Brief an alle Mitglieder meiner Partei in Sachsen die Chronologie bereits detailliert geschildert habe und unsere Gäste vermutlich als aufmerksame Zeitungsleser ebenfalls im Bilde sind, nur kurz so viel zum weiteren Verlauf der parteiinternen Diskussion:
Vier Kreisverbände verlangten einen Mitgliederentscheid mit dem Ziel der Rückkehr der Fraktion an den Verhandlungstisch, vier andere Kreisverbände forderten einen Mitgliederentscheid, der auf definitive Ablehnung des Verhandlungsergebnisses ausgerichtet war.

Im Rahmen einer von mir moderierten Verständigung der Kreisvorsitzenden kamen wir aus vielerlei praktischen Gründen überein, dass es statt Mitgliederentscheid lieber Regionalkonferenzen der Partei geben solle. So entschied es dann auch der Landesvorstand.

Ob sich dem dann noch eventuell ein Parteitag anschließt, wurde offengelassen. Dieser Verständigung folgte auch der jüngste Landesparteitag in Schkeuditz, bei dem große Einigkeit darüber herrschte, dass nun die Stunde der Mitglieder gekommen ist, vernehmbar das Wort in dieser Sache zu erheben.

Auch ich will dem jetzt nicht vorgreifen. Sondern ich möchte mich bei allen Genossinnen und Genossen bedanken, die schon bis heute dafür gesorgt haben, dass es sich um die lebhafteste Debatte zu einer Sachfrage handelt, die seit Menschengedenken in unserer sächsischen Landespartei geführt wurde. Offene Debatte ist das Markenzeichen unserer Partei, insofern war die heftige Diskussion über die Verfassungsänderungen Marketing allererster Güte – wenngleich unbeabsichtigt und ungeplant.

Das Votum des Kleinen Parteitages hatte praktische Folgen:
Wir haben bei der interfraktionellen Arbeitsgruppe nicht mehr mit verhandelt, also zu der Begründung des Gesetzentwurfes nichts mehr beigetragen.
Diese Abwesenheit hat sich natürlich ausgewirkt, dies will ich schon mal feststellen.
Ich denke, wenn wir am Verhandlungstisch geblieben wären, sehe die Begründung der Verfassungsänderung vor allem im Artikel 85 und 94 Absatz 2 anders aus. Insofern könnte ich feststellen: Nur mit einer starken LINKEN Partei findet tatsächliche soziale Gerechtigkeit in diesem Land statt.
Damit will ich ausdrücklich SPD und GRÜNEN nicht in den Rückenfallen, sie haben geleistet, was sie konnten. Wenn ein starker Partner, wie es die LINKEN in Sachsen ist, nicht mit am Verhandlungstisch sitzt, wird es auch für die zwei anderen Oppositionsfraktionen schwerer.

Ich bin mir sicher Sebastian Scheel wird in seinem Statement auf die nun vorliegende Begründung eingehen. Sebastian gehörte ja als Finanzexperte der Fraktion neben Klaus Bartl zu unseren Vertretern in der Verhandlungskommission bis zum 1. Februar.

Ich freue mich, dass sich Markus Schlimbach, stellvertretender Vorsitzender des DGB Sachsen und – ich glaube es ist kein Geheimnis – SPD-Mitglied, bereiterklärt hat, heute seine ablehnende Position – also eine Contra-Position zum Gesetzentwurf zu erläutern.
Herr Leimkühler als stellvertretender Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetages wird sich natürlich vor allem mit den Auswirkungen des Verhandlungsergebnisses auf die sächsischen Kommunen beschäftigen.
Ich werte dies Mal als Pro-Position, auch dafür meinen Dank – mit diesem kontroversen Input haben wir gewiss einen qualifizierten Ausgangspunkt für die Debatte des heutigen Abends.

Zum besseren Verständnis der Rahmenbedingungen dieser Regionalkonferenzen möchte ich noch etwas sehr Wichtiges klarstellen. Wir LINKE wollten wie die GRÜNEN weit mehr Punkte der Landesverfassung zwei Jahrzehnte nach ihrem Inkrafttreten auf den Prüfstand stellen. Ebenso wie die GRÜNEN haben wir aber schmerzlich zur Kenntnis nehmen müssen, dass es dafür zurzeit keine Partner gegeben hat. Man braucht für die Änderung der Verfassung aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit – LINKE und GRÜNE haben zusammen 38 von 132 Landtagsmandaten. Und selbst wenn wir die SPD – wo es ja auch viele inhaltliche Übereinstimmungen gibt – mit dazu nehmen, reicht es nicht für eine Verfassungsändernde Mehrheit.

Das heißt aber nicht, dass Themen wie mehr direkte Demokratie vom Tisch sind – im Gegenteil, wir werden sie rechtzeitig vor der Landtagswahl wieder aufrufen und Anlauf zu einer erneuten Verfassungsdebatte nehmen. Auch als Entscheidungshilfe für die Wählerinnen und Wähler im nächsten Jahr:
Wer mehr Bürgerbeteiligung und Volksgesetzgebung will, muss die CDU so lange schwächen, bis sie Fortschritte beim Verfassungsrecht in Sachsen nicht mehr blockieren kann!

Im Jahr 2004 haben wir erstmals das Ziel erreicht, die absolute Mehrheit der CDU zu brechen. 2014 sollten wir es schaffen, die CDU aus der Regierung zu verdrängen. Ob wir es sogar schaffen können, die CDU bereits im nächsten Jahr unter ein Drittel Anteil an den Landtagsmandaten zu drücken, dazu mögen uns die Bundestagwahlergebnisse in Sachsen eine erste Orientierung und viel Rückenwind geben! Ein Grund mehr, den Bundestagswahlkampf gerade auch aus sächsischer Perspektive sehr ernst zu nehmen!

Ich habe am 1. Februar gesagt, dass ich für die Verständigung zwischen den fünf demokratischen Fraktionen werbe, weil sie eine linke Handschrift trage. Damals habe ich drei Punkte genannt:

• Die gegen den Willen der LINKEN im Grundgesetz verankerte „Schuldenbremse“ wird für Sachsen entschärft – bereits bei einem Minus bei den Steuereinnahmen von minimal drei Prozent im Vergleich zu den letzten vier Jahren kann der Freistaat Sachsen auch künftig Kredite aufnehmen. Dieser Punkt findet sich auch im nun vorliegenden Gesetzentwurf.
• Der soziale Ausgleich wird neben Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit als weiterer Grundsatz bei der Aufstellung von Landeshaushalten künftig zu berücksichtigen sein. Auch dieser Punkt, den wir als LINKE ins Verhandlungspaket eingebracht haben, hat im Gesetzentwurf Bestand. Auf dieser Grundlage werden wir als Fraktion bei Bedarf gegen eine soziale Schieflage des Landeshaushalts klagen können. Allerdings ist die Gesetzesbegründung in unserer Abwesenheit arg dürftig geraten – deshalb werden wir nun bei den Beratungen im Landtag verdeutlichen, worum es uns hierbei geht.
• Auch der den Kommunen garantierte umfassende Mehrbelastungsaufwand für ihnen übertragene Aufgaben findet sich im fertigen Gesetzesentwurf. Allerdings gibt es in der Begründung Abstriche, auch hierzu werden wir uns kritisch zu Wort melden.

Kurzum: Die Abgeordneten der Fraktion stehen vor einer schwierigen Prüfung und Abwägung. Ich sage jetzt mal einen Satz ausdrücklich als Fraktionsvorsitzender: Wir sind allen Genossinnen und Genossen dankbar, die uns bei dieser schwierigen Aufgabe unterstützen und sich aktiv in diese Regionalkonferenzen einbringen.

In diesem Sinne: Die erste Regionalkonferenz der LINKEN in Sachsen zu Änderungen der sächsischen Verfassung ist eröffnet! Ich gebe das Wort weiter an den ersten externen Impulsgeber: Markus Schlimbach!

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DIE LINKE: Lesen gegen das Vergessen. Berlin, Bebelplatz

logo-fraktion DIE LINKEFreitag, 10. Mai 2013 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Berlin, Bebelplatz, gegenüber der Humboldt-Universität

 

Lesen gegen das Vergessen

Lang ist die Liste der Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Werke am Abend des 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz, dem heutigen Bebelplatz, verbrannt wurden.

Unter dem Gejohle eines großen Publikums landeten über 20 000 Bücher auf dem Scheiterhaufen der Nazis. Nur wenige Jahre später brannten in Auschwitz Menschen …

Der israelische Künstler Micha Ullmann schuf 1995 auf dem Bebelplatz das Mahnmal einer versunkenen, leeren Bibliothek.

Alljährlich treffen sich hier Berlinerinnen und Berliner und ihre Gäste aus aller Welt, um an das Geschehene zu erinnern und aus Büchern zu lesen, die die Nazis für immer vernichten wollten.

In diesem Jahr lesen: Elfriede Brüning, Stefan Bergel, Roland Claus, Daniela Dahn, Gregor Gysi, Beate Klarsfeld, Heidi Kloor, Klaus Lederer, Gesine Lötzsch, Dieter Mann, Gisela May, Andreas Nachama, Regina Scheer und Studierende aus den USA

Veranstalter: Die LINKE im Bundestag

Heraus zum 1. Mai – Alles Gute zum Internationalen Kampf- und Feiertag!

01. Mai 2013  Allgemein, DIE LINKE, NaturFreunde

DSC_0028Heute ist 1. Mai – wir sehen uns bei den Demos, Kundgebungen und Veranstaltungen der Gewerkschaften, bei den Blockaden und Gegenveranstaltungen gegen den Aufmarsch der Nazis und natürlich auch bei den antikapitalistischen und klassenkämpferischen Demos!

 

Alles Gute zum 1. Mai – dem Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiter_innenklasse!

 

 

Die Linke im Kreis Ludwigsburg sortiert sich neu

Bei seiner Jahreshauptversammlung vom letzten Mittwoch hat der Kreisverband Ludwigsburg der Partei Die Linke einen neuen Vorstand gewählt. Zunächst gedachten die Mitglieder der im Januar verstorbenen Barbara Hoffmann, die dem alten Vorstand angehört hatte. Bei den anschließenden Vorstandswahlen übernahm Sebastian Lucke das Amt des Sprechers von Hans-Jürgen Kemmerle. Nachfolgerin des langjährigen Schatzmeisters Werner Hillenbrand wurde Gudrun Glemser. Hillenbrand hatte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt und deswegen kürzlich auch sein Mandat als Ludwigsburger Stadtrat der Linken niedergelegt. Für ihn war wiederum Kemmerle in den Gemeinderat nachgerückt. Kemmerle, der gleichzeitig als Linker im Kreistag sitzt, gab nun aus Zeitgründen sein Sprecheramt auf.

Als Beisitzerinnen und Beisitzer gehören dem neuen Kreisvorstand der Linken Claudia Dziubas, Anne Jeziorski, Harald Frank, Friedhelm Hoffmann, Hans-Jürgen Kemmerle, Walter Kubach, Oliver Kube und Peter Schimke an. Kubach tritt bei der Bundestagswahl im September für die Partei Die Linke im Wahlkreis Neckar-Zaber an. Schimke kandidiert für die Linken im Wahlkreis Ludwigsburg. Der neue Sprecher des Ludwigsburger Kreisvorstands ist angehender Diplom-Pädagoge. Lucke war noch bis vor kurzem Bundessprecher der Linksjugend solid, dem Jugendverband der Partei Die Linke. Personell neu aufgestellt, will sich der Kreisvorstand nun besonders dem anstehenden Bundestagswahlkampf widmen und sich damit für ein möglichst gutes Abschneiden der Linken einsetzen.


Auch ohne Spaghetti ein positives Erlebnis

Girls'Day 25. April 2013Dieses Fazit zogen zwei Mittweidaer Gymnasiastinnen über ihren Girls’Day bei der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, auch wenn es zum Mittag statt der versprochenen Spaghetti nur Kartoffelsuppe gab.

Falk Neubert hatte beide eingeladen an diesem Tag mehr über den Alltag eines Abgeordneten sowie die Parlamentsarbeit kennenzulernen. Insgesamt 15 Mädchen hatten sich am Girls‘ Day der Landtagsfraktion beteiligt. Zu Beginn gaben die beiden Abgeordneten Heiderose Gläß und Heike Werner eine Einführung in die tägliche Arbeit von sächsischen Landtagsabgeordneten. Dem schloss sich ein Rundgang durch den Altbau des Landtags an, wo ihnen die Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten auf dem Gelände des sächsischen Parlaments gezeigt wurden. Danach standen mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Gesprächspartner zur Verfügung.

Falk Neubert wurden von zwei Mädchen aus dem Kreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge interviewt. Neben Fragen wie man Politiker wird, ob man noch genügend Freizeit hat und man den Beruf auch an jüngere Generationen weiterempfehlen würde, kamen auch einige Fachfragen. So wollte zum Beispiel eines der beiden Mädchen wissen, ob das Internet das Fernsehen ablösen wird. Falk Neubert verneinte dies für die nahe Zukunft, machte aber gleichzeitig deutlich, dass die Mediatheken den Übergang einleiten würden.

Celine John und Cassandra Rockstroh, die zwei Mittweidaer Gymnasiastinnen, zogen am Ende des Tages folgendes Resümee: „Im Unterschied zum Eindruck im Fernsehen, wo Politiker/innen als Leute dargestellt werden, die Reden halten und viel Geld verdienen, haben wir Menschen kennengelernt, die ständig hart arbeiten müssen und nur wenig Zeit für sich selbst haben. Es ist für uns eine gute Anregung, uns künftig öfter als bisher mit Politik zu beschäftigen, weil wir nun auch Einblicke in Hintergründe gewonnen haben.“ Damit zeigt sich, dass das Engagement der LINKEN beim Girls’Day mitzuwirken richtig und wichtig ist. So konnten wieder zwei junge Frauen für politische Vorgänge interessiert werden. Die Nachfrage, ob man in den Ferien auch ein Praktikum machen könnte, kam schließlich auch noch am Ende. Vielleicht sehen wir sie ja bald wieder. Wir würden uns freuen.(SP)

Cuba Si: Solidarität mit dem Volk von Venezuela!

Stellungnahme der AG Cuba Sí zu den Vorgängen in Venezuela

Por ahora y por siempre – viva el presidente! Viva Nicolás Maduro!
Solidarität mit dem Volk von Venezuela!
Solidarität mit seiner demokratisch gewählten Regierung!

kubaCuba Sí steht fest an der Seite des venezolanischen Volkes und seines demokratisch gewählten Präsidenten Nicolás Maduro. Wir rufen auf zur Solidarität mit dem bolivarischen Prozess in Venezuela! Wir fordern die Bundesregierung und die Regierungen der EU-Länder auf, das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Venezuela umgehend anzuerkennen und allen Versuchen einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes energisch entgegenzutreten.

Die rechte Opposition in Venezuela um den unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Henrique Capriles Radonski will das Ergebnis der demokratischen Präsidentenwahlen in Venezuela mit Gewalt ändern und provoziert Protest und Aufruhr. Es ist diese rechte Clique, die den bolivarischen Prozess in Venezuela von Anfang an bekämpfte, die den verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez als Diktator abstempelte und ihn im Jahr 2002 durch einen Staatsstreich stürzen wollte. Es ist diese bürgerlich-konservative Rechte, die sich der Welt gern als Demokraten und Pazifisten präsentiert. Sie ist es, die sich in diesen Tagen einmal mehr
als Feinde der Demokratie und als Putschisten entlarvt hat.

Und sie werden aus Europa und den USA unterstützt: Die Konrad-Adenauer-Stiftung fabuliert von einem „ungerechten Wahlkampf“, bezeichnet Nicolás Maduro als „vorläufigen Wahlsieger“ und spricht über eine „fehlende Legitimität“ der Regierung Maduro. Die Organisation Amerikanischer Staaten und die USA mischen sich mit der Forderung nach einer vollständigen Neuauszählung der Wählerstimmen offen in die inneren Angelegenheiten Venezuelas ein. Die EU will, dass alle Beschwerden gegen das Wahlergebnis geprüft werden. Eine Sprecherin der Außenbeauftragten der EU, Catherine Ashton, fordert, dass das Ergebnis von allen Seiten akzeptiert werden müsse.

Putschähnliche Zustände

Die gegenwärtige Situation in Venezuela erinnert an den Staatsstreich gegen Hugo Chávez vor 11 Jahren. Capriles, der schon 2002 in das Putschgeschehen verwickelt war, und seine Anhänger wollen das demokratische Wahlergebnis nicht anerkennen und den Chávez-Nachfolger Maduro im Präsidentenamt verhindern.

Bereits am Sonntag fielen die ersten Schüsse, bei denen ein Journalist verletzt wurde. Es gab Übergriffe auf Regierungseinrichtungen, Hackerangriffe auf die Internetseiten der venezolanischen Wahlbehörde, in Büros der Regierungspartei PSUV wurde Feuer gelegt, Anhänger der Opposition haben staatliche Supermärkte, die subventionierte Waren verkaufen, attackiert. Der Fernsehsender Telesur wurde belagert und mit Steinen beworfen, Mitarbeiter wurden bedroht. Die Putschisten haben Anhänger der Bolivarischen Revolution durch die Straßen gejagt, sie haben medizinische Versorgungszentren angegriffen, und kubanische Ärzte attackiert. Bisher haben die Unruhen 7 Tote und 61 Verletzte gefordert.Sie wollen die Bolivarische Republik Venezuela zerstören.

Dieser Putsch ist ein Angriff auf den Integrationsprozess in Lateinamerika.

Die rechte Opposition darf mit diesem Putschversuch nicht durchkommen. Das venezolanische Volk wird wie schon 2002 seine bolivarische Revolution verteidigen. Präsident Maduro hat wiederholt zu Frieden und Dialog zwischen den Venezolanern aufgerufen, und seine Anhänger gebeten, „kämpferisch, mobilisiert und ruhig“ zu sein. Viele Regierungen Lateinamerikas haben Maduro bereits ihre Glückwünsche zur Wahl übermittelt. Venezuela ist der Motor der lateinamerikanischen Integration und hat heute viele Verbündete in der Region. Die neuen Staatenbündnisse in Lateinamerika werden diesen Destabilisierungsversuchen der rechten Opposition nicht tatenlos zusehen.

Viva la Revolución bolivariana!
Viva el Presidente Nicolás Maduro!

Heike Hänsel (DIE LINKE): Bilanz der Entwicklungszusammenarbeit ist ein Armutszeugnis für Minister Niebel

Pressemitteilung


17.04.2013 – Heike Hänsel

heike-haensel1„Niebels Talent, sein Versagen in Worte wie Wirksamkeit und Effizienz zu hüllen, ist legendär. Doch am Ende seiner Entwicklungspolitik stehen schrumpfende Entwicklungsausgaben, Instrumentalisierung staatlicher Entwicklungshilfe für deutsche Wirtschaftsinteressen und Forcierung von Freihandelsabkommen, welche die Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerungen zerstören. Auch die wegweisende Yasuni-ITT Initiative im Amazonasgebiet fällt seiner Blockadehaltung zum Opfer. Dies ist alles andere als eine Erfolgsgeschichte“, erklärt Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Veröffentlichung des 14. Entwicklungspolitischen Berichts der Bundesregierung. Hänsel weiter:

 

„Erst vor kurzem musste Niebel noch zugeben, dass der ‚Rekordhaushalt‘ des BMZ gekürzt und damit das Ziel, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommen für die Entwicklungshilfe auszugeben (ODA-Quote), mit 0,39 Prozent deutlich verfehlt wurde. Dieser Trend wird weitergehen: In den nächsten Wochen werden EU-Freihandelsabkommen mit Peru, Kolumbien und Zentralamerika abgeschlossen, die Geldwäsche und Steuerhinterziehung Vorschub leisten und mit dem Liberalisierungsdruck die Existenzgrundlage vieler Kleinbauern und kleinen Unternehmen gefährden. Zwänge aus der fatalen Sparpolitik der Bundesregierung mit Schuldenbremse und Fiskalpakt sowie die Finanzkrise werden so in die Entwicklungsländer exportiert. Das ist kein Beitrag zu Entwicklung, sondern zu Ausbeutung dieser Länder. DIE LINKE setzt sich für Armutsbekämpfung, solidarische Wirtschaftsbeziehungen mit den Ländern des Südens und die Beendigung einer auf die wirtschaftlichen Interessen der reichen Länder bezogenen Entwicklungspolitik ein.“

1. Mai 2013 – Die Krise hat Sys­tem!

Wi­der­stand or­ga­ni­sie­ren – Ka­pi­ta­lis­mus be­kämp­fen – So­li­da­ri­tät leben!

Kür­zun­gen und Ein­schnit­te am Ar­beits­platz, im So­zi­al­sys­tem oder bei der Rente sind eben­so wie die Pri­va­ti­sie­rung von öf­fent­li­chen Leis­tun­gen mitt­ler­wei­le All­tag. Es stei­gen die Mie­ten und die Ne­ben­kos­ten, öf­fent­li­che Ein­rich­tun­gen wer­den ge­schlos­sen, der Nah- und Fern­ver­kehr wird für immer mehr Men­schen un­be­zahl­bar. Viele einst er­kämpf­te Leis­tun­gen – zum Bei­spiel im Ge­sund­heits­sys­tem – wur­den in den letz­ten Jahr­zehn­ten ge­stri­chen. Die Ein­füh­rung von Hartz IV hat dafür ge­sorgt, dass Mil­lio­nen Men­schen unter der Ar­muts­gren­ze leben müs­sen und schürt bei Er­werbs­tä­ti­gen die Angst vor dem so­zia­len Ab­stieg. Immer mehr Men­schen ste­cken in pre­kä­ren Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen und sind von Nied­rig­löh­nen, Lei­h­ar­beit oder be­fris­te­ten Jobs be­trof­fen.

Diese Ent­wick­lung fin­det nicht nur in Deutsch­land statt, son­dern glo­bal und die Fol­gen der eu­ro­päi­schen Fi­nanz­kri­se wer­den welt­weit auf die Be­völ­ke­rung ab­ge­wälzt. Die Kri­sen­ver­ur­sa­cher und die Pro­fi­teu­re blei­ben ver­schont, der Be­völ­ke­rung wer­den Spar­pro­gram­me und mas­si­ve Ein­schnit­te auf­er­legt. Ver­ant­wort­lich für diese Po­li­tik ist die so­ge­nann­te Troi­ka, be­ste­hend aus Eu­ro­päi­scher Kom­mis­si­on, Eu­ro­päi­scher Zen­tral­bank (EZB) und In­ter­na­tio­na­lem Wäh­rungs­fond (IWF).

Mit Hetz­kam­pa­gnen wird ver­sucht, die Men­schen zu spal­ten. Be­grif­fe wie die „fau­len Grie­chen“ sol­len sug­ge­rie­ren, dass es „der deut­sche Steu­er­zah­ler“ sei, der bei­spiels­wei­se für die Schul­den der Grie­chIn­nen auf­kom­men würde. Dabei bleibt un­er­wähnt, dass die Gel­der aus dem so­ge­nann­ten Ret­tungs­schirm als Zins­zah­lun­gen meist wie­der bei deut­schen Ban­ken lan­den. Die Ret­tungs­pa­ke­te hel­fen nicht den Men­schen in den je­wei­li­gen Län­dern. Sie si­chern die Pro­fi­te der Ban­ken und Kon­zer­ne in Eu­ro­pa, die ge­mein­sam mit ihren In­ter­es­sens­ver­tre­tern in der Po­li­tik die Krise erst ver­ur­sacht hat­ten.

Es gibt kei­nen Grund auf diese Hetze rein­zu­fal­len und uns mit den „ei­ge­nen“ Un­ter­neh­mern zu ver­bün­den! Statt uns als Be­schäf­tig­te zu spal­ten, soll­ten wir ge­mein­sam mit den Men­schen in an­de­ren Län­dern gegen das Sys­tem und die Ab­wäl­zung der ka­pi­ta­lis­ti­schen Krise auf die Be­völ­ke­rung kämp­fen und gegen die­je­ni­gen aktiv zu wer­den, die sie ver­ur­sacht haben!

Lasst uns also am 1. Mai, dem Tag, der wie kein an­de­rer für die Rech­te und In­ter­es­sen von uns steht, deut­lich ma­chen, dass der Ka­pi­ta­lis­mus uns nichts zu bie­ten hat! Denn genau die­ses Sys­tem ver­ur­sach­te die Kri­sen und wird auch wei­te­re schaf­fen, wenn wir nicht da­ge­gen an­ge­hen. Lasst uns ge­mein­sam am 1. Mai deut­lich ma­chen, dass wir einen Sys­tem­wech­sel brau­chen, in dem So­li­da­ri­tät, eine ge­rech­te Ver­tei­lung von Reich­tum und ein men­schen­wür­di­ges Leben für alle an­stel­le von Aus­beu­tung, Pro­fit­in­ter­es­sen und Ka­pi­ta­lis­mus ste­hen!

Her mit dem schö­nen Leben – Ju­gend braucht Zu­kunft!

Für immer mehr Ju­gend­li­che sind Lei­h­ar­beit, Prak­ti­ka, be­fris­te­te Stel­len und Jobs im Nied­rig­lohn­sek­tor nicht die Aus­nah­me son­dern mitt­ler­wei­le die Regel. 2012 haben sich 32 Pro­zent von ihnen in einem pre­kä­ren Ar­beits­ver­hält­nis be­fun­den, 44 Pro­zent der Haupt­schul­ab­sol­ven­tIn­nen waren be­reits län­ger als sechs Mo­na­te ar­beits­los. Die Ar­muts­quo­te bei Ju­gend­li­chen liegt mit 19 Pro­zent höher als in allen an­de­ren Al­ters­grup­pen. Feh­len­de und zu­rück­ge­hen­de Aus­bil­dungs­plät­ze er­schwe­ren die Si­tua­ti­on zu­sätz­lich, so dass viele in so­ge­nann­ten Maß­nah­men zur Be­rufs­vor­be­rei­tung lan­den. Letzt­lich schö­nen diese War­te­schlei­fen in ers­ter Linie die Sta­tis­ti­ken, die Be­trof­fe­nen haben davon in der Regel kei­nen Nut­zen. Die Zah­len in Deutsch­land sind er­schre­ckend, in an­de­ren eu­ro­päi­schen Län­dern sieht es für Ju­gend­li­che al­ler­dings noch schlech­ter aus: So liegt die Ar­beits­lo­sen­quo­te bei spa­ni­schen und grie­chi­schen Ju­gend­li­chen bei über 50 Pro­zent, bei por­tu­gie­si­schen be­trägt sie 35 Pro­zent und in Ita­li­en sind 31 Pro­zent der Ju­gend­li­chen ohne Ar­beit. Diese Si­tua­ti­on zeigt deut­lich, wel­che Aus­wir­kun­gen die­ses Sys­tem für die Men­schen hat. Für die Ju­gend wird es höchs­te Zeit, Wi­der­stand zu leis­ten!

Hin­ein in den an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Block!

Ihr fin­det uns am ver.​di Ju­gend Laut­spre­cher­wa­gen auf dem Ma­ri­en­platz
Mitt­woch, 1. Mai | 10.​00 Uhr Ma­ri­en­platz

Un­ter­stützt von:

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Berliner Energietisch: Fast 50.000 Unterschriften zur Halbzeit

*Pressemitteilung vom 11.04.2013

Fast 50.000 Unterschriften zur Halbzeit
Berliner Energietisch zieht nach zwei Monaten Bilanz*

Energietisch Volksbegehren48.700 Berlinerinnen und Berliner haben in den ersten beiden Monaten für das Volksbegehren “Neue Energie für Berlin” unterschrieben. Diese Zahl gab heute die Landesabstimmungsleiterin offiziell bekannt. Damit haben die Aktiven des Berliner Energietisches zur Halbzeit etwa ein Viertel der Unterschriften gesammelt die für einen Volksentscheid zur Bundestag notwendig sind. Es verbleiben nun noch zwei Monate für die noch fehlenden Unterschriften.

“Leider haben wir unser eigenes Zwischenziel vom 50.000 Unterschriften zur Halbzeit nicht ganz erreicht. Dennoch steht unser Energievolksbegehren auch weiterhin im Vergleich zu anderen Berliner Volksbegehren gut da. So hatte der Berliner Wassertisch zum gleichen Zeitraum 53.800 Unterschriften gesammelt. Trotzdem werden wir unsere Anstrengungen im nächsten Monat verdoppeln müssen, um auch weiterhin in der Erfolgsspur zu bleiben. Konkret heißt das: wir müssen mit deutlich mehr Sammlerinnen und Sammlern in Berlin präsent sein”, erklärt Michael Efler, Vertrauensperson des Volksbegehrens.

“Der kälteste März seit über 100 Jahren hat uns viele Unterschriften verschneit. Mit dem endlich beginnenden Frühling muss sich das ändern.
Bis zur nächsten Zählung am 11. Mai haben wir uns 100.000 Unterschriften zum Ziel gesetzt”, so Stefan Taschner, Sprecher des Berliner Energietisches.

Das Volksbegehren des Berliner Energietisches sieht die Rekommunalisierung der Stromnetze und die Gründung eines berlineigenen Stadtwerkes vor. Bis zum 10. Juni muss das Bündnis aus über 50 Organisationen 200.000 Unterschriften sammeln, damit die Berlinerinnen und Berliner zur Bundestagswahl über die zukünftige Energieversorgung ihrer Stadt in einem Volksentscheid abstimmen können.

Worte können Steueroasen nicht austrocknen

Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht

11.04.2013 – PRESSEMITTEILUNG – Sahra Wagenknecht

„Bundesfinanzminister Schäubles positive Äußerungen hinsichtlich eines Steuer-FBI sind scheinheilig. Noch vor wenigen Wochen haben sich die Vertreter der Regierungskoalitionen in der Debatte zu unserem Antrag zur Schaffung einer solchen Bundesfinanzpolizei ablehnend geäußert“, kommentiert Sahra Wagenknecht die aktuellen Äußerungen von Bundesfinanzminister Schäuble in der Offshore-Leaks-Diskussion.

Die ganze Pressemitteilung


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