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18 März Tag der politischen Gefangenen

Der 18. März ist der internationale Tag der linken und revolutionären Gefangenen. Die Solidarität mit denjenigen die aufgrund ihrer fortschrittlichen politischen Aktivitäten inhaftiert sind, ist heute notwendiger denn je. Denn gerade in der Krise des Kapitalismus kann Repression zu einem zentralen Instrument der Herrschenden zur Umsetzung ihrer Interessen werden.

 

Seit einigen Jahren ist die linke und revolutionäre Bewegung mit dem Thema Knast wieder ganz unmittelbar konfrontiert. Relativ lange waren hauptsächlich ehemalige AktivistInnen bewaffneter Gruppen aus den 1970er und 80er Jahren vom Knast betroffen. Obwohl die entsprechenden Organisationen längst aufgelöst waren, wurden ihre ProtagonistInnen in einer Art späten Rache zum Teil noch über Jahrzehnte inhaftiert. Die verschiedenen sozialen und politischen Bewegungen auf der Straße waren zwar stets auch von staatlicher Repression begleitet, Knast war aber eher selten Thema. Immer mehr sind auch diese Bewegungen aber wieder von diesem schärfsten legalen Mittel der Repression betroffen.

 

Im Angesicht der Krise versucht der Staat die potentielle Opposition auf der Straße mundtot zu machen. Ziel dabei ist es zu verhindern, dass sich die relativ weit verbreitete Unzufriedenheit mit dem kapitalistischen Krisenmanagement, mit Sozialabbau, steigenden Lebenshaltungskosten und Umverteilung zu Gunsten des Kapitals in entschlossenem Protest und Widerstand niederschlägt. Deshalb sind es momentan auch insbesondere kämpferische Aktionsformen wie selbstbestimmte Demonstrationen, massenhafter ziviler Ungehorsam oder Besetzungen, die kriminalisiert werden. Nach der Logik der Herrschenden sollen drakonische (Knast-) Strafen wie gegen Deniz K. wegen einer Rangelei mit Polizisten, gegen Tim wegen den Blockaden des Naziaufmarsches in Dresden oder gegen S-21 GegnerInnen wegen der Besetzung eines Teils des Baugeländes, die Bewegung einschüchtern und lähmen.

Ein anderer Grund für die Zunahme politischer Gefangener in der BRD, ist die gesteigerte Repression gegen migrantische Linke: Mithilfe des §129b (terroristische Vereinigung im Ausland) werden mittlerweile reihenweise Linke vor allem aus der Türkei und Kurdistan weggesperrt. Das Besondere: Bei einem 129b-Verfahren muss den Angeklagten keine konkrete Tatbeteiligung nachgewiesen werden. Aussagen – häufig in der Türkei unter Folter erpresst – die eine Mitgliedschaft in den entsprechenden Organisationen behaupten genügen meist für eine Verurteilung zu mehrjährigen Haftstrafen. Anschließende Abschiebungen in neue Haft und Folter sind dabei meist einkalkuliert.
Auch in Stuttgart sind momentan zwei kurdische Aktivisten mit einer 129b-Anklage konfrontiert. Sie sitzen nun schon seit fast 1 ½ Jahren in U-Haft. Ganz deutlich zeigt dieser Fall die politische Dimension der Repression: Vorgeworfen werden ihnen vor einem extra gebildeten „Staatsschutzsenat“ des Oberlandesgerichts, hauptsächlich legale und kulturelle Aktivitäten im Rahmen der kurdischen Bewegung in der BRD. Dass die Diffamierung des kurdischen Freiheitskampfes hier und in der Türkei als „terroristisch“, in den politischen und wirtschaftlichen Interessen des deutschen Kapitals im aufstrebenden Markt Türkei begründet ist, ist dabei allzu offensichtlich. Allerdings nicht ausschließlich: Der entfesselte europäisch/deutsche Imperialismus sieht sich durch linke und fortschrittliche Organisationen, die sich nicht vor den imperialistischen Karren spannen lassen, auch selbst bedroht. Allein die Möglichkeit, dass – wenn auch nur in Ansätzen – eine Alternative zu imperialistischen Krieg und Ausbeutung real werden könnte, reicht für deren gnadenlose, weltweite Bekämpfung.

Die Entwicklung einer immer aggressiveren Repression wird voranschreiten – insoweit sich die gesellschaftlichen Widersprüche zwischen denen die von der kapitalistischen Wirtschaftsordnung profitieren und denen die immer mehr unter diesem krisenhaften System zu leiden haben größer werden. Wenn wir also nicht den Kopf in den Sand stecken wollen, sondern an der Perspektive einer solidarischen an den Bedürfnissen aller orientierten Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung festhalten und uns dafür organisieren, müssen wir auch Antworten auf die Repression finden. Grundlage muss dabei die unbedingte Solidarität mit allen fortschrittlichen Menschen sein die von den Schlägen der Repression betroffen sind. Nur so kann die staatliche Strategie der Vereinzelung und Einschüchterung unterlaufen werden. Vor allem gefangene GenossInnen brauchen daher unsere Unterstützung und dürfen nicht alleine gelassen werden!

Darüber hinaus braucht ein ernsthafter Aufbau revolutionärer Strukturen, auch ein Bewusstsein über mögliche Gegenmaßnahmen gegenüber staatlichen Attacken. Ein sicherer Umgang mit Telefon, Handy und PC sollten daher genauso Selbstverständlichkeiten sein, wie der Schutz auf Demos vor Polizeiübergriffen. Es gilt abseits von Paranoia und einem Unterschätzen des Gegners, wirkungsvolle Gegenstrategien zu erarbeiten!

Ob auf der Demo, im Gerichtssaal oder im Knast – der Repression entgegentreten!

Freiheit für die politischen Gefangenen!

Den revolutionären Selbstschutz organisieren!

Revolutionäre Aktion Stuttgart

Anstehende Termine rund um den 18. März 2013 in Stuttgart: 

Mo. 18. März:

18 Uhr: Kundgebung zum Tag der politischen Gefangenen

JVA Stuttgart Stammheim

Do. 21. März:

8:45: Prozessbesuch beim aktuell laufenden Gerichtsverfahren gegen zwei kurdische Aktivisten nach § 129 b , In Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Solikreis.

OLG Stuttgart | Olgastraße 2 | S.Mitte

Sa. 23. März:

18 Uhr: Film “In prison my whole Life” über Mumia Abu Jamal, seit 32 Jahren politischer Gefangener in den USA, Journalist und ehemaliger Black Panther.
20 Uhr: Solivokü für die Rote Hilfe Stuttgart. Mit leckerem veganen/vegetarischem Essen. Wer vor Ort Rote Hilfe Mitglied wird, erhält zwei Freigetränke und kostenloses Essen.

Linkes Zentrum Lilo Herrmann | Böblingerstr. 105 | S-Heslach

Fr. 12. April:

19 Uhr: Veranstaltung “Freiheit für Deniz K.” zum aktuellen Stand der Solidaritätsarbeit und dem Verfahren gegen den in der JVA Nürnberg inhaftierten Antifaschisten. Organisiert durch das Solikomitee.

Linkes Zentrum Lilo Herrmann | Böblingerstr. 105 | S-Heslach

 

via : linksunten


Die Interventionistische Linke solidarisiert sich mit den Energiepreis-Protesten in Bulgarien

Die Interventionistische Linke hat eine Solierklärung zu Bulgarien veröffentlicht:
http://fels.nadir.org/de/899/sie-sollen-alle-abhauen-they

Sie sollen alle abhauen

Die Interventionistische Linke solidarisiert sich mit den Energiepreis-Protesten in Bulgarien

Bulgarien Protest (640x430)In den letzten Tagen und Wochen sind Zehntausende auf die Straßen der bulgarischen Städte geströmt, sie protestierten gegen die unbezahlbaren Energiepreise und die korrupte politische Klasse, wütend und entschlossen, bis die Regierung von Boiko Borissow am 20. Februar ihren Rücktritt erklären musste. Bulgarien, eines der ärmsten Länder Europas mit unverhältnismäßig hohen Lebenshaltungskosten, galt zuletzt als Musterschüler der europäischen Austeritätspolitik. Mit einer brutalen Sparpolitik und Schuldenbegrenzung vertiefte der Staat die Verarmung der bulgarischen Bevölkerung. Die hohen und steigenden Energiekosten auf der einen Seite, die skrupellosen Geschäftspraktiken der drei oligopolistischen Energiekonzerne Energo-Pro, ČEZ und EVN brachten das Fass zum Überlaufen.

Die meist gerufe Parole in diesen Tag in Bulgarien ist „Mafia! Mafia“. Die Mafia, das ist in Bulgarien das enge Geflecht aus Energiekonzernen, privatisierten Staatsbetrieben und sämtlichen politischen Parteien, ein Geflecht der Selbstbereicherung der Eliten und der Ausbeutung der Bevölkerung. Die Menschen haben jegliches Vertrauen in die Institutionen der vorherrschenden Form repräsentativer Demokratie verloren.

Und die dramatischen Entwicklungen in Bulgarien zeigen: Die Weltwirtschafts- und Eurokrise, die Krise der sozialen Reproduktion, die sozial-ökologische Krise und die Krise der politischen Repräsentation sind auf engste verknüpft und können nur in ihrer Gesamtheit gelöst werden.

Mit Sorge beobachten wir, dass nationale Parolen und Symbole die Demonstrationen in Bulgarien prägen. Umso dringlicher müssen wir als europäische Bewegungen gegen nationalistische, rassistische und faschistische Tendenzen und Kräfte in den Anti-Krisen-Protesten kämpfen – in Deutschland, Bulgarien und anderswo. Wir solidarisieren uns umso leidenschaftlicher mit denjenigen in der Bewegung, die sich als Teil einer transnationalen europäischen Protestbewegung gegen die Krisenpolitik der EU verstehen, und mit denjenigen, die diesen Protest mit dem Kampf gegen das AKW-Projekt Belene und das Fracking, die sozial-ökologisch verheerende Ausbeutung unkonventioneller Gasvorkommen, verbinden. Und wir begrüßen die Forderungen der Bewegung nach einer Enteignung der Energiekonzerne und nach einer Erneuerung der Demokratie mit direkten Mitwirkungsrechten für die Menschen.

Denn wir erkennen darin unsere eigenen Kämpfe wieder. Auch hierzulande steigen die Strompreise und damit die Profite der vier Stromkonzerne, geraten Menschen in Energiearmut und werden zu hunderttausenden vom Strom abgeklemmt. Der Kampf für die Enteignung der Energiekonzerne, für eine Vergesellschaftung der Energieversorgung und für ein Grundrecht auf Energie ist der gleiche Kampf, den die Menschen in Bulgarien führen.
Deshalb laden wir unsere Freund*innen in Bulgarien ein: Lasst uns diesen Kampf gemeinsam führen.

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They all need to go!

In the past days and weeks, tens of thousands have taken to the streets in Bulgarian cities. They are protesting against the unaffordable energy prices and the corrupt political class. Furious and determined, they demonstrated until the government of Boiko Borissow was forced to declare its resignation on February 20.

Bulgaria, one of the poorest countries in Europe with a disproportionately high cost of living, has most recently counted as a model student of European austerity policies. Through a brutal austerity program and debt limits, the state exacerbated the impoverishment of the Bulgarian population. High and rising energy costs combined with the ruthless business practices of the three oligopolistic energy corporations Energo-Pro, ČEZ and EVN to push it over the top.

The cry most frequently heard these days in Bulgaria is „Mafia! Mafia“.

The mafia – in Bulgaria this refers to a close network of energy corporations, privatized state companies and all political parties, a network of personal gain for the elite and the exploitation of the population. The people have lost all trust in the institutions of the prevailing form of representative democracy. And the dramatic developments in Bulgaria show that the global economic and Euro crisis, the crisis of social reproduction, the social ecological crisis and the crisis of political representation are tightly bound and can only be resolved in their entirety.

We are observing with concern that national slogans and symbols are making a mark on the demonstrations in Bulgaria. All the more quickly must we, as a European movement, fight against nationalist, racist and fascist tendencies and powers in the anti-crisis protests – in Germany, Bulgaria and elsewhere. We solidarize all the more passionately with those in the movement who understand themselves as part of a transnational, European protest movement against the crisis policies of the EU, and with those who connect this protest with the struggle against the nuclear energy project Belene and fracking – the devastating social ecological exploitation of unconventional gas deposits. We embrace the demands of the movement for a dispossession of energy corporations and for a renewal of democracy with direct participation rights for the people.

In these demands we recognize our own struggles. Here in Germany energy prices are rising, too, along with the profits of electricity companies.
People are getting caught in energy poverty and hundreds of thousands are being disconnected from power. The struggle for the dispossession of energy corporations, for a commoning of energy provisioning and for a basic right to energy is the same struggle that the people are fighting in Bulgaria. Therefore we invite our friends in Bulgaria: let us fight this struggle together!

Wir haben es satt!/Kampagne “Meine Landwirtschaft”: Protest vor Bundeslandwirtschaftsministerium

Liebe Interessierte an einer besseren und gerechten EU-Agrarpolitik,

wir haben es satt 2013 landwirtschaft agrarwenige Tage nach der “Wir haben es satt!”-Demo am 19. Januar 2013 wurde im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments über die Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik abgestimmt: die Ergebnisse waren enttäuschend! In den nächsten Wochen entscheiden nun noch das Europäische Parlament und der Europäische Rat über die Kommissions-Vorschläge.

Diesen Mittwoch muss sich aber zunächst Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner mit ihren Länderkollegen in Berlin über die künftige EU-Agrarpolitik einigen. Stellt sich Deutschland hinter die Pläne der EU-Kommission, die für weniger Pestizide, ein Ende des Bienensterbens und mehr Artenvielfalt auf unseren Äckern sorgen will? Werden Agrarsubventionen nur noch an Betriebe gezahlt, die ökologische Auflagen einhalten? Offiziell stellt sich Aigner zwar hinter die Kommissionspläne. Doch hinter den Kulissen macht sie Politik für die Agrarindustrie – und versucht die Pläne zu verwässern.

Umso wichtiger, dass wir Bürger/innen den Minister/innen unsere Forderungen nach einer ökologischen Agrarreform mit auf den Weg geben!
Diesen Mittwoch wollen wir daher mit einem Aktionsbild zeigen, dass wir Vielfalt auf dem Acker wollen: Menschen stellen in Kostümen Mais, Erbsen, Möhren, Äpfel, Bienen und Feldhasen dar. Sie halten Schilder mit unseren Forderungen in die Höhe. Die Minister laden wir zur Debatte mit uns Bürger/innen ein.
Können Sie zur Aktion kommen?

Zeit: Mittwoch, den 20. Februar 2013, 10:15 bis 11:30 Uhr
Ort: vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium, Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin. Stadtplanlink: http://tinyurl.com/aktionsort-bmelv

Spannend sind die Verhandlung zwischen Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner und ihren Kollegen aus den Ländern vor allem deshalb, da die Ministerin eigentlich an die Beschlüsse der Runde gebunden ist. In den Ländern gibt es seit der Niedersachsen-Wahl eine rot-grüne Mehrheit. Nun müssen wir dafür sorgen, dass die Länderminister/innen nicht vor der Lobbykampagne des Bauernverbands und der Agrarindustrie einknicken, denen auch Aigner in den letzten Monaten allzu oft das Wort geredet hat.

Die Aktion organisieren wir gemeinsam mit Campact, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der BUNDJugend und weiteren Partnern der Kampagne “Meine Landwirtschaft”.

Bringen Sie gerne ein großes Stück Obst oder Gemüse mit, das für Vielfalt auf dem Acker steht. Sagen Sie noch schnell Freund/innen und Bekannten Bescheid und leiten Sie diese Mail weiter!

Beteiligung am Protest gegen Naziaufmarsch in Dresden

Zahlreiche Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag beteiligen sich auch dieses Jahr an Mahn- und Gedenkveranstaltungen zum 13. Februar in Dresden sowie am Protest gegen den angekündigten Aufmarsch der Neonazis.

Zum 13. Februar 2013 in Dresden:

Ich begrüße es, dass der gesellschaftliche Konsens aller demokratischen Kräfte beim Umgang mit dem 13. Februar in Dresden, der 2012 erstmals zum Tragen kam, auch 2013 zustande gekommen ist. Ganz im Sinne dieses gesellschaftlichen Konsenses unterstützen wir als LINKE erneut alle friedlichen Aktionen, die dazu beitragen, die Nazis in die Schranken zu weisen und die Zivilgesellschaft vor denen zu schützen, die als geistige Erben der braunen Machthaber einen verbrecherischen Krieg verharmlosen.

Auch die Äußerungen der Polizeiführung und des Innenministeriums in diesem Zusammenhang sind sehr hilfreich und bürgerfreundlich gewesen. Möge der morgige Tag mit der friedlichen Entschlossenheit vieler Tausend Menschen ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einem Dresden sein, dessen Straßen und Plätzen künftig braune Aufmärsche erspart bleiben. Die bisherigen Erfolge seit 2010 machen dabei Mut.

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Prozessbegleitung ist erwünscht

Prozess070113_Flyer_VorderseiteVom 02. bis zum 03. Juni 2011 planten die  rechtspopulistische „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE) und die rassistische Internetplattform „PI-News“ ein sogenanntes „Islamkritisches Wochenende“. Diese rechtspopulistischen Zusammenschlüsse hetzen unter dem Deckmantel der Religionskritik gegen vermeintliche Muslime. Dieser kulturelle Rassismus schürt Ängste in der Mitte der Gesellschaft und bildet somit den Nährboden und Anknüpfungspunkte für faschistische Ideologien.

Als Auftakt dieses Wochenendes war eine Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz geplant. Dort sollte unter anderem der Islamfeindliche Hassprediger Robert Spencer auftreten, auf dessen Aussagen berief sich der norwegische Massenmörder  Anders Breivik bei der Begründung seiner Tat.

Ein breites Bündnis von antirassistischen Organisationen rief zu Protesten  gegen diese Veranstaltung auf. Durch den entschlossenen, kreativen und vielfältigen Protest mehrerer Hundert DemonstrantInnen konnte dieser Kundgebung größtenteils verhindert und ein deutliches Zeichen gegen rassistische Diskriminierung gesetzt werden. Einige AktivistInnen besetzten spontan die für die Kundgebung der Rassisten aufgebaute Bühne. Die Polizei beendete  diese Besetzung mit Hilfe  massiven Einsatzes von Pfefferspray und körperlicher Gewalt und nahm die BesetzerInnen vorübergehend in Gewahrsam. Hierbei wurde Verletzten ärztliche Hilfe lange Zeit verweigert. Auch der Protest vor der Bühne wurde mit massiver Gewalt beantwortet mehrere Personen mussten unter anderem wegen Platzwunden und Knochenbrüchen im Krankenhaus behandelt werden.

Gegen vier BühnenbesetzerInnen hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun Anklage wegen Widerstandes und Störung öffentlicher Versammlungen erhoben. Der erfolgreiche Antirassistische Protest gegen das „Islamkritische Wochenende“ soll delegitimiert und kriminalisiert werden.

Antirassimus ist und bleibt notwendig und legitim!

Zeigt euch solidarisch, beteiligt euch an der Prozessbegleitung!

Solidarische Prozessbegleitung und Kundgebung: 07.01.2013 | 8.00 Uhr | Amtsgericht Stuttgart, Hauffstraße 5 (U-Bahnhaltestelle: Neckartor)

Quelle: Linksunten

PS. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es danach hier einen Bericht geben.

 


Kesselklage die zweite

Die Klage gegen den Heilbronner Polizeikessel vom 1. Mai 2011 wird am 6. Dezember vor dem Stuttgarter Verwaltungsgericht fortgesetzt. Die Verhandlung wurde vertagt, nachdem neues Videomaterial aufgetaucht ist. Die fünf KlägerInnen möchten feststellen lassen, dass die Polizeitaktik am 1. Mai 2011 in Heilbronn, die die Kesselung hunderter Antifaschisten vorsah während den Naizis ihr Aufmarsch ermöglicht wurde, rechtlich unzulässig war.

Vor Verhandlungsbeginn findet vor dem Gerichtsgebäude eine Kundgebung statt.

Wir lassen uns nicht festsetzen!
Das Recht auf antifaschistischen Protest verteidigen!

6. Dezember 2012
Kundgebung: 10 Uhr, vor dem Gerichtsgebäude
Verhandlungsbeginn: 11 Uhr, Verwaltungsgericht Stuttgart (Augustenstr. 5.)

Quelle: AK Kesselklage


ISM für Politikwechsel

In Südeuropa wird gestreikt, im Rest des Kontinents gibt es in vielen Städten Solidaritätsbekundungen. Das Institut Solidarische Moderne, an dem unter anderem die Sozialdemokratin Andrea Ypsilanti, die Linkspolitikerin Katja Kipping und der Grüne Europapolitiker Sven Giegold beteiligt sind, hat den europaweiten Aktionstag zum Anlass genommen, sechs Zielpunkte für einen Politikwechsel zu formulieren. Ein Blogpost von tos auf neues-deutschland.de (vk)

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Zum Prozess gegen Dr. André Hahn: Es gibt in Sachsen und Thüringen kein Antifa-, sondern ein Nazi-Problem

Anlässlich des zweiten Verhandlungstages am Dresdner Amtsgericht im Prozess gegen den früheren Vorsitzenden der sächsischen Linksfraktion, Dr. André Hahn, wegen der Blockade des Naziaufmarsches am 13. Februar 2010 in Dresden erklären die Vorsitzenden der Fraktionen DIE LINKE in den Landtagen von Sachsen und Thüringen, Rico Gebhardt und Bodo Ramelow, heute in Erfurt:

Was sich derzeit vor dem Amtsgericht Dresden im Prozess gegen André Hahn abspielt, ist eine Farce. Die Kriminalisierung des friedlichen Protestes gegen Nazi-Umtriebe auf Straßen und Plätzen muss beendet werden. Dies gilt für dieses wie für alle anderen Verfahren, die wegen des erfolgreichen zivilgesellschaftlichen Widerstandes gegen den größten Naziaufmarsch Europas geführt werden. Wer sich Nazis friedlich und couragiert entgegenstellt, darf dafür nicht bestraft werden. Oberstaatsanwalt Schär hatte am 10. Oktober im Gerichtssaal seine Freude darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Marschpläne der Nazis in den Jahren 2010, 2011 und 2012 in Dresden vereitelt worden sind. Dazu passt nicht die von der Staatsanwaltschaft angezettelte Prozessflut insbesondere auch wegen des 19. Februar 2011. Es gibt in Sachsen und auch Thüringen kein Antifa-, sondern ein Nazi-Problem. Wir fordern daher die Staatsanwaltschaft als Ermittlungs- und Anklagebehörde auf, ihre Aufmerksamkeit auf die Verfolgung der von Nazis begangenen Verbrechen zu konzentrieren. Dass von unserer Region aus der „Nationalsozialistische Untergrund“ ein Jahrzehnt lang unbehelligt morden konnte, zeigt, dass es hierbei noch erheblichen Nachholbedarf gibt.

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Proteste gegen den Export von Leopard-2-Kampfpanzern in Freiburg, Heidelberg und Düsseldorf

Information für die Presse/Medien

 

 

 

 

 

 

Am 26. Oktober 2012 werden in Freiburg, Heidelberg und Düsseldorf gewaltfreie Aktionen gegen den Verkauf von Leopard-2-Kampfpanzern nach Saudi-Arabien, Katar und Indonesien stattfinden. Damit werden die Proteste gegen die Geheimbeschlüsse des Bundessicherheitsrates und die Exportvorhaben der deutschen Rüstungsindustrie fortgesetzt und verschärft.

 

Freiburg

In Freiburg wird ab 16.00 Uhr eine Protestkundgebung am Platz der Alten Synagoge stattfinden. Dazu ruft ein Bündnis von 13 Organisationen auf, dem außer den örtlichen Friedensgruppen u.a. auch Gewerkschaften (DGB, ver.di und GEW), das Eine Welt Forum Freiburg, Attac und der UStA der PH Freiburg angehören.

Bei der Veranstaltung werden Jürgen Grässlin, Sprecher der „Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!“, Luise Hoffmann-Grotzvon AmnestyInternational und der Schriftsteller Jürgen Lodemann sprechen. Musikbeiträge kommen von Theodor Ziegler sowie von Konstantin Wecker, der zwar nicht persönlich anwesend sein wird, aber Lieder und eine Grußbotschaft geschickt hat und Mitglied des Personenbündnisses „Legt den Leo an die Kette!“ ist.

Kontakt: Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden – Christoph Besemer
buero.freiburg@wfga.de, Tel. 0761-43284

 

Heidelberg

In Heidelberg wird um 15.00 Uhr eine Mahnwache vor dem Rüstungszuliefererbetrieb Rockwell & Collins (HD-Wieblingen, Grenzhöfer Weg 36) stattfinden.
Mia Lindemann vom Heidelberger Bündnis „Stoppt den Waffenhandel“ wird einen Redebeitrag halten und Jane Zahn & Ursula Kowald-Stöckmann werden Musik gegen Militarismus und Krieg machen.

Um 15.30 Uhr findet eine Demo-Straßenbahnfahrt zum Bismarckplatz mit anschließendem Demonstrationszug zum Bunsenplatz (Hauptstraße) statt begleitet von den Sambartistas.
Dort wird um 16.00 Uhr eine zweite Mahnwache durchgeführt.
Renate Wanie
von der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden spricht zum Thema „Stoppt den Waffenhandel – Legt den Leo an die Kette!“.

Kontakt: Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden – Renate Wanie
buero.heidelberg@wfga.de, Tel. 06221-161978

 

Düsseldorf

 

In Düsseldorf findet am 26.10. eine Blockadeaktion an der Zentrale der Leopard-Zulieferer-Firma Rheinmetall statt. Treffpunkt ist um 7.00 Uhr in Düsseldorf-Derendorf an der Ecke Ulmenstraße/Rheinmetallallee.

Die Protestaktion und gewaltfreien Blockade der Rheinmetall-Zentrale (Reinmetall Platz 1) wird bis ca. 12.00 Uhr andauern.

Danach führt ein Demonstrationszug zum Marktplatz/Rathaus, wo um 13.00 Uhr eine Kundgebung abgehalten wird.

Aus dem Aktions-Aufruf:

„Wir fordern von den Mitarbeitenden von Rheinmetall, am 26.10. das Geschäft mit dem Waffenhandel ruhen zu lassen, und vom Rheinmetall-Vorstand, den Ausstieg aus diesem Panzer-Geschäft zu beschließen!“

Aktionskonsens: „Wir wollen eine gemeinsame gewaltfreie Aktion vor der Rheinmetall-Zentrale am 26.10.12, Beginn 7.00 Uhr, durchführen, die sich mit Protest und Elementen einer Blockade/Menschenteppich/Umzingelung gegen den Leopard-Export nach Saudi-Arabien richtet. Um die Rheinmetall-Zentrale herum wird eine Dauermahnwache angemeldet. Wir werden die Zugänge zur Waffenschmiede besetzen. Im Falle polizeilicher Absperrungen findet unsere Blockade an den Durchlässen der Polizeiketten statt. Unsere politische Botschaft lautet: In der Zentrale der Waffenschmiede Rheinmetall, soll für einen Tag die Arbeit ruhen. Stattdessen soll der Konzern den Ausstieg aus dem Panzergeschäft beschließen. Um 13.00 Uhr werden wir zusätzlich eine Protestkundgebung am Marktplatz/Rathaus veranstalten.“

Neue Idee für Europa?

Was machen eigentlich die Gewerkschaften angesichts der sich zuspitzenden Krise? Sie suchen zumindest und gemeinsam nach Antworten auf die Frage, was zu tun sein könnte. Zum Beispiel Mitte November auf einer Konferenz in Essen, bei der Auswege aus der Krise, ein radikaler Politikwechsel und ein neuer Gesellschaftsentwurf für Europa auf der Agenda stehen. Ein Hinweis von tos auf neues-deutschland.de (vk, Foto: CC BY-SA 3.0)

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