Axel Troost

VertreterInnenversammlung im Wahlkreis Leipziger Land (Westsachsen) 1. Dezember 2012

Liebe Genossinnen und Genossen,
sehr geehrte Gäste!

Danke für die Einladung!

Ich hatte ja schon in diesem Jahr, im Mai, die Gelegenheit zu euch zu sprechen, deswegen hatte ich heute eigentlich zugesagt ins Vogtland zu fahren, aber die Genossinnen und Genossen im Vogtland, brauchen noch etwas Bedenkzeit, wem sie den nun für den Bundestag als Direktkandidat nominieren.
Da ihr dies heute auch entscheiden wollt, habe ich mich kurzfristig um entschieden und bin heute ein zweites Mal in diesem Jahr in euren Landkreis gekommen.

Und ich will auch gleich zu Beginn sagen, dass ich mich freue, das Axel Trost gesagt hat: wenn ihr wollt kandidiere ich noch einmal für den Deutschen Bundestag und wie könnte man dies Frage auch mit nein beantworten.

Nicht nur eurer Vorsitzender war erfreut, sondern auch ich, als Landesvorsitzender.

Einen Finanz- und Wirtschaftspolitiker solchen Formates möchte man nicht gerne verlieren. Nicht nur wir in Sachsen brauchen Axel mit seinem Wissen im Bundestag, sondern auch der Bundestag braucht einen streitbaren Politiker wie ihn.
Nicht nur, weil er keine inhaltliche Auseinandersetzung mit Sahra Wagenknecht in Fragen der Eurokrise scheut, sondern sich natürlich vor allem mit den politischen Mitbewerbern auseinandersetzt und klare linke Positionen vertritt.

Und noch ein Argument will ich nennen, eins was leider viel zu wenig beachtet wird, das ist seine Fähigkeit sich persönlich nicht als das Zentrum des Universums zu betrachten.

Ein Politiker, der immer Mensch geblieben ist. Der immer fair um die Sache streitet. Der eine andere Meinung vertreten kann und trotzdem nie auf die Idee käme zu sagen: Nur die gilt!

Also, meine Botschaft ist klar: Ich hätte gerne für Sachsen und damit für DIE LINKE Axel wieder im nächsten Bundestag.
Schafft ihr heute bitte die Vorrausetzungen dafür.

Liebe Genossinnen und Genossen

Ihr gehört zu den aktiveren Kreisverbänden im Landesverband Sachsen

Was tun?, stellt ihr nicht – wie Lenin – als Frage.

Sondern für euch ist dies eine Aussage: Was tun!
Oder Wir tun was!
Wir sind aktiv.
Wir bringen uns ein, im jetzt und hier.
Wir nehmen die Probleme in der Gesellschaft war.
Wir nehmen sie ernst und versuchen zu helfen.
Wir sind die Partei die sich kümmert.
Das hat uns vor vielen Jahren den Titel: Kümmererpartei eingebracht.

Ich glaube, wir tun gut daran, den Menschen nicht ständig zu erklären, wie schlecht es ihnen eigentlich geht, dass wissen sie selbst.
Es geht vor allem darum zu sagen:

Heh, wir haben Ideen! Vorschläge!
Es gibt Alternativen und:
Ja, wir können es tatsächlich besser als die jetzt Regierenden.
Weil, wir gelernt haben. Weil, wir auf die Menschen hören und nicht auf das Kapital.

Weil ihr das als Kreisverband berücksichtigt, gehört ihr zu den aktiven Kreisverbänden. Ihr habt wenig Zeit euch mit euch selbst zu beschäftigen – auch wenn ich weiß – das gibt es auch bei euch.
Das liegt in der Natur der Sache, dass es in großen Organisationen immer wieder auch zu solchen Erscheinungen kommt.
Es kommt ja darauf an, dass das politische überwiegt, dass andere ist Folklore und kann man nicht ganz vermeiden -

Ich denke, auch der Landesverband hat sich vor ein paar Jahren auf den Weg gemacht, dieses – gerade beschrieben – Ziel zu verfolgen, was auch euren Verband ausmacht.
Deswegen beschäftigen wir uns so viel mit politischen Leitlinien, wo es schon Stimmen in der Partei gibt:
Muss das sein?
Schaffen wir dies überhaupt?
Ihr müsst an das Alter der Basis denken usw.

Ja, dies sind tatsächlich alles wichtige Fragen und uns sind diese Fragen nicht unbekannt und wir diskutieren dies auch im Landesvorstand, aber:
Wir müssen da jetzt durch!
Wir brauchen jetzt diese Verständigung zu unserer politischen Agenda.
Das ist hart, auch für uns im Vorstand, aber wir wollen den Menschen ja sagen für was wir stehen und dazugehört auch:
Positionen zu überprüfen,
neu zu justieren oder auch
zu neuen Schlussfolgerungen zu kommen.

Liebe Genossinnen und Genossen,

wir müssen konkret werden, dafür hat vor allem die Landtagsfraktion einen wichtigen Anteil zu leisten.

Die Koalition in Dresden ist ja der Meinung, sie hätte dem Finanzminister den letzten Zitronensaft ab- oder herausgepresst.
Vermutlich sitzt der Finanzminister mit seinen MitarbeiterInnen zusammen und kann sich vor Lachen den Bauch nicht halten, weil dies natürlich nicht stimmt.
Nach dem die Koalitionäre großartig die Muskel spielen lassen haben, was sie so alles in den Haushaltsverhandlungen durchsetzten wollen, kann man feststellen, mehr als Muskelkater ist dabei nicht herausgekommen.

Wir dagegen halten Wort:
Unsere Alternativen sind Ergebnis, was wir seit Jahren im politischen Tagesgeschäft erklären und fordern:
Wir investieren in Köpfe. Das ist allemal nachhaltiger als in die eine oder andere Straßenbaumaßnahme.
Wie schon vor einer Woche angekündigt, werden wir mit Anträgen auf Höhergruppierung der Lehrkräfte an Grund-, Förder- und Mittelschulen in die Haushaltsverhandlungen gehen, das sind für die Jahre 2013 und 2014 jeweils 22 Millionen Euro.

Viele Jahre haben die Lehrerinnen und Lehrer ihren Anteil an einem ausgeglichen Haushalt des Freistaates geleistet und haben sich untereinander Solidarisch gezeigt und Entlassungen verhindert nun ist es an der Zeit auch mal Danke zu sagen mit einer Eingruppierung, die in anderen Bundesländern schon lange Normalität sind.
Hier müssen insbesondere CDU-Abgeordnete mit Einsichtsvermögen zeigen, ob sie sich weiter von der FDP vorführen lassen, die lieber mit dem Phantom „Oberschule“ spielt als für attraktive Arbeitsplätze im Lehrerbereich zu sorgen. Wenn Schluss sein soll mit der Niedriglohnpolitik in Sachsen, dann muss der Freistaat Sachsen Vorreiter sein.

Wir werden durch einen Änderungsantrag im Haushaltsbegleitgesetz das Sonderzahlungsgesetz wieder einführen. Ausgenommen von den Sonderzahlungen sind die Staatsminister, nicht weil die aus unserer Sicht zu viel Geld verdienen, sondern, weil sie es schlich nicht verdient haben, eine Sonderzahlung zu erhalten.

Die Summe von 23 Millionen halten wir für möglich, auch in den nächsten Jahren zu zahlen.
Hier werden wir dem Arbeitskreis Inneres der CDU Fraktion die Möglichkeit geben Farbe zu kennen, was ihre großartige Ankündigung wert ist, sich für die BeamtInnen als Beschäftigte des öffentlichen Dienstes einzusetzen. Das, was die Koalition anbietet reicht aus unserer Sicht bei weiten nicht aus.

Für die Umsetzung der von der sächsischen Landesverfassung garantierten Lernmittelfreiheit wollen wir jährlich 35 Millionen Euro bereitstellen. Hier hat die Regierung ungeachtet unmissverständlicher Gerichtsentscheidungen völlig versagt und keinen einzigen Cent vorgesehen. Der von CDU- und FDP-Fraktion gewünschte Nachschlag von fünf Millionen Euro im Jahr ist nichts anderes als der durchsichtige Versuch, die Kosten für Lernmittel im Wesentlichen in die kommunalen Kassen abzuschieben.

Ein besonderes Signal setzen wir mit unserem Vorstoß zur Einführung einer Feuerwehrrente, die Ministerpräsident Tillich zwar kurz vor der letzten Landtagswahl versprochen hat. Geschehen aber ist in drei Jahren effektiv nichts. Der Freistaat soll jedem ehrenamtlichen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren ab dem 60. Lebensjahr monatlich fünf Euro Rente für jedes Einsatzjahr bezahlen, wobei maximal 20 Jahre zugrunde gelegt werden – so kommen langjährige Kameradinnen und Kameraden auf eine Feuerwehrrente in Höhe von 100 Euro als Ergänzung ihrer Altersversorgung. Dafür stellen wir in den ersten beiden Haushaltsjahren jeweils 600.000 Euro ein.

Wir fordern seit Jahren die Absenkung des Betreuungsschlüssels in den Kindereinrichtungen. An unserem Ziel halten wir fest, dass wir den Schlüssel von 1:6 auf 1:4 im Kitabereich und von 1:13 im Kindergartenbereich absenken wollen. Mit dem von uns im Haushalt eingestellt Geld könnte man den Betreuungsschlüssel auf 1:5 und auf 1:12 absenken, wobei die vollständige Kostenübernahmen beim Land läge.
Im konkreten erhöhen wir die Zuschüsse im Jahr auf 2 373 und im Jahr 2014 auf 2 395 Euro pro Kind. Zurzeit wird 1.800 Euro gezahlt.
erhöht werden, um den Einstieg in die Verbesserung des Personalschlüssels und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Erzieher/innen sowie eine weitere Qualitätsverbesserung bei der frühkindlichen Bildung zu schaffen.
Aber auch bei der Jugendpauschale haben wir nachgebessert und 4,2 Millionen mehr eingestellt, damit würden ca. 15 Euro pro Kopf zur Verfügung gestellt, statt ca. 11 Euro und trotzdem wollen wir auch hier langfristig mehr erreichen.

Im Übrigen stellen wir 35 Millionen Personalstellen Inklusion im Bereich Kultus zur Verfügung. Dies ist für uns ein erster Schritt auf dem Weg einen Schule für tatsächlich alle Kinder.

Wir glauben, wir kommen mit unseren alternativen Vorschlägen unseren uns selbst gesteckten Gestaltungsauftrag für dieses Land nach. Dieses Land kann, dieses Land muss zukünftig besser regiert werden unsere alternativen zeigen, dass wir dazu in der Lage wären.

Was müssen wir tun? – Damit komme ich auf den Anfang zurück!

Wir müssen unsere Vorschläge nicht für Parteitagsbeschlüsse formulieren, sondern mit relevanten Kräften in der Gesellschaft debattieren, streiten und überprüfen. Sind unsere Vorschläge Alltagstauglich?

Hier haben wir noch Reserven. Deswegen haben wir ja auch den „DIALOG für Sachsen – Bewegung kommt von Links“ ins Leben gerufen.
Wir müssen die 19 Monate bis zu den Landtagswahlen nutzen um mit gesellschaftlichen Akteuren ins Gespräch, in den Dialog kommen.

Dazu verändern wir gerade in der Landespartei und in der Landtagsfraktion unser Arbeit- und Arbeitsweise.
So wird die Landtagsfraktion ab nächstes Jahr zweimal im Jahr an alle Haushalte eine Zeitung verteilen lassen, dafür stellen wir das „pvl“ ein. Alles hat ebbend seine Zeit.

Die Fraktion wird, mit mir an der Spitze, im nächsten Jahre dreimal zu Dialogtouren aufbrechen.
Weil, ich bin der Meinung im Plenarsaal findet kein Dialog statt. Dort halten alle nur Monologe, deswegen will ich raus zu den Menschen, vor Ort. So wie ihr das im Kreisverband macht.

Was wir brauchen ist aber auch eine Portion Selbstbewusstsein, nicht zu verwechseln mit Arroganz.
Ich meine, wir haben als LINKE bewiesen, dass wir dieses Land verändern können.
Wir haben bewiesen, dass wir Opposition können.
Wir haben bewiesen, dass wir vor Ort – wie in Borna – auch regieren können.

Warum sollten wir dies nicht auch auf der Landesebene können?
Meine Aufgabe lautet: Ein Politikwechsel in diesem Land darf nicht an der LINKEN scheitern, wenn dies SPD und Grüne machen, dann ist es ihre Verantwortung. Ich will dieses Land tatsächlich verändern.

Vielen Dan
k!

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Finanztransaktionssteuer zügig einführen

Axel Troost

Axel Troost

 

09.10.2012 – PRESSEMITTEILUNG – Axel Troost

“Dass sich nun elf Staaten auf die Einführung einer Finanztransaktionssteuer geeinigt haben und damit das Quorum für eine ‘verstärkte Zusammenarbeit’ im Rahmen der EU erreicht ist, ist eine positive Nachricht. Mit dieser Steuer können gesamtwirtschaftlich nutzlose Spekulationen eingedämmt und ein Obolus von der Finanzbranche eingefordert werden”, erklärt Axel Troost. “Jetzt müssen den Worten Taten folgen und die Finanztransaktionssteuer zügig eingeführt werden, sonst geht die Legislaturperiode in Deutschland zu Ende, ohne dass auch nur ein Cent von den Verursachern der Krise eingetrieben wurde.”

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Brief an den Bundestag

Die beiden linken Alternativ-Ökonomen Rudolf Hickel und Axel Troost haben in einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten (zu denen Troost selbst gehört) für die Rettung des Euro plädiert und sich gegen Exit-Strategien für einzelne Länder gewandt. Wie das neue deutschland berichtet, heißt es in dem am Donnerstag versandten Schreiben, dass eine Renationalisierung der Währungen im Euroraum zu »schweren politischen Schäden und nicht bewältigbaren ökonomischen Verlusten in allen Mitgliedsländern führen« würde. Laut Hickel lautet die Botschaft des Briefs, es lohne sich, den Euro zu retten. Mit dem Brief verschickten Hickel und Troost ein 20-seitiges Konzept mit dem Titel “Eurozone vor dem Ende?”,in dem sie u.a. für eine Banklizenz des Rettungsfonds, einen Schuldentilgungsfonds, eine Bankenunion und die strenge Regulierung der Finanzmärkte sowie für eine Ablösung des Stabilitätspaktes mit seinen Sparzwängen durch eine »Europäische Ausgleichsunion« plädieren. Exportüberschüsse sollten limitiert, Überschreitungen sanktioniert werden. Den gegen den Euro polemisierenden “Wutökonomen” wie Hans-Werner Sinn werfen Hickel und Troost vor, unwissenschaftlich zu argumentieren. Das Papier richte sich – so zitiert das nd Hickel – aber auch »stark an die Diskussion der Linken«, in der es ebenfalls »viel Verwirrung« gebe. (wh)

 

 

 

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Krisenpolitik mit Geranien

Schwarz-Gelb gegen Rot-Grün, so sieht das jedenfalls in den Nachrichten aus: Am Mittwoch soll es bei einem Gespräch im Kanzleramt um die Bedingungen gehen, unter denen SPD und Grüne dem Fiskalpakt (Gesetzentwurf der Bundesregierung) zustimmen. Im Zentrum der Debatte steht eine Finanztransaktionssteuer, beziehungsweise die Frage, wie ehrlich die Zusagen von Union und Liberalen sind, sich für diese und vor allem bis wann auf europäischer Ebene einzusetzen. Mit großen Gesten der Empörung konnten sich in den vergangenen Tagen vor allem die Sozialdemokraten als hartnäckige Verhandler gerieren, nachdem es am Wochenende Berichte gegeben hatte, denen zufolge die Regierung das Projekt einer Börsensteuer ohnehin nicht mehr bis zum Ende der Legislatur vorantreiben werde. Unter dem Strich haben alle politisch Beteiligten etwas davon: Der Streit lenkt vom wesentlichen ab, und das ist nicht die Abgabe auf Transaktionen an den Geldmärkten, sondern der Fiskalpakt in Verbindung mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus.

Die Linkspartei hat in der Diskussion ein Problem: Erstens, weil sie ein weiteres Mal bei der parteipolitischen Debatte über eine Forderung, die sie sehr früh, jedenfalls früher als andere erhoben hatte, nur noch als Randnotiz vorkommt. Und zweitens, weil es nicht so leicht in die medialen Diskurse einzuspeisen ist, dass man zwar für die Finanztransaktionssteuer sein kann, zugleich aber klarmachen muss, dass diese mit der Lösung der Eurokrise nichts oder jedenfalls nur sehr wenig zu tun hat. Katja Kipping hat nun in der Passauer Neuen Presse gefordert, „dass die Börsensteuer von den Fiskalpaktverhandlungen abgekoppelt wird“, damit die Abgabe, für die es „eine Allparteienmehrheit“ gebe, endlich eingeführt und nicht zerredet werde. Genau darauf setzen aber ein Teil von SPD und Grünen, die in der taktischen Bredouille sind: Würden sie dem Fiskalpakt die Zustimmung verweigern, müssten sie fürchten, in der veröffentlichten Meinung als verantwortungslos dazustehen, denn die offizielle Erzählung lautet: Ohne Fiskalpakt geht Europa unter.

Seit Tagen kritisieren Linken-Politiker, SPD und Grünen würden sich bei der Finanztransaktionssteuer auf eine „unverbindliche Goodwill-Veranstaltung“ einlassen, der Verhandler für die Linksfraktion, Richard Pitterle, spricht von einer “Verhandlungsshow”. Die Parlamentarische Geschäftsführerin Dagmar Enkelmann sagt, „die Regierung ergeht sich in Ausflüchten und Ausreden, SPD und Grüne fordern Zeitpläne und Zusagen ein, von denen sie wissen, dass sie für die Bundesregierung weitgehend unverbindlich bleiben. Die zentralen Probleme sind bisher ungelöst“. Axel Troost, Finanzexperte und neuer Parteivize der Linken, verweist darauf, dass beim Thema Börsenabgabe „SPD, Grüne und Linke mit ihren Forderungen an einem Strang“ ziehen – aber: „Die Finanztransaktionssteuer ist traditionell ein Instrument zur Finanzierung globaler Angelegenheiten, sprich Entwickungshilfe und weltweitem Umwelt- und Klimaschutz“, so Troost. „Der Bundestag darf sich nicht aus seiner Verantwortung gegenüber dem Rest der Welt stehlen, weil die Gelder aus der Steuer nun für die Eurokrise gebraucht werden.“

Damit ist die nicht einfache Positionen der Linkspartei umrissen: Welche Aufmerksamkeit kann sie gegen SPD und Grüne im Fiskalpakt-Streit mit ihren alternativen Forderungen behaupten, wie weit muss sie dabei im Interesse der parteipolitischen Konkurrenz und wie weit darf sie dabei im Interesse gemeinsamer Politikziele auf Abgrenzung setzen? Und schließlich: Wie gelingt es ihr, etwa durch den Anstoß einer Diskussion über die Verwendung der Einnahmen aus einer Börsenabgabe, den medialen Zusammenhang zwischen Finanztransaktionssteuer und Fiskalpakt aufzulösen – um gegen letzteren die politische Handlungsfähigkeit zu stärken.

Dazu gehört auch, nicht mit den offenbar schwierigen Bemühungen nachzulassen, parteiübergreifende Kooperation gegen das Spardiktat zu suchen. Für den linken Flügel der Grünen hat Hans-Christian Ströbele in der Tageszeitung erklärt, warum seine Partei seiner Meinung nach mit Nein stimmen soll. Die Berliner Zeitung berichtet am Mittwoch über Forderungenvom linken Flügel der Sozialdemokraten, die SPD-Spitze solle die Bedingungen für eine Zustimmung „deutlich nachschärfen“. Dazu wird es mehrere Anträge zum kleinen Parteitag am Samstag geben. Zu einem Antrag der Jusos, der klar die Ablehnung des Fiskalpaktes fordert, hat die Antragskommission kein Votum abgegeben – es werde voraussichtliche einen Initiativantrags des SPD-Vorstandes zu der Frage geben. Der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels Klaus Barthel sagte der Berliner Zeitung, „so wie das jetzt vorgesehen ist, kann man dem nicht zustimmen, seine Partei könne nicht zufrieden sein, wenn „der Misthaufen mit roten Geranien bepflanzt wird“.

Dass es am Ende trotzdem so kommt, ist zwar wahrscheinlich. Aber wäre es deshalb auch sinnvoll, mit dem Hinweis darauf jene in SPD und Grünen zu kritisieren, die sich gegen die Steinmeiers und Trittins vielleicht nicht durchsetzen können? Die nicht einfache Aufgabe für die Linke wäre es, einerseits auf ihren radikaleren Forderungen zur Lösung der Eurokrise zu beharren und zugleich dort unterstützend laut zu werden, wo sich Chancen auftun, auch kleinere Verschiebungen in der Hegemonie zu erreichen. Das Problem des Anti-Fiskalpakt-Lagers in der Gesellschaft ist zurzeit weniger, dass es zu klein ist, sondern vor allem, dass es über die Vereinzelung von Parteiströmungen, großen Teilen der Gewerkschaften (siehe unter anderem diesen Aufruf hier) und sozialen Bewegungen (etwa bei Attac) hinaus nicht zur politischen Praxis fähig ist. In den kommenden Tagen werden wahrscheinlich die entscheidenden Weichen in der deutschen Fiskalpakt-(und-ESM-)Debatte gestellt. Es hätte nicht geschadet, wenn am Mittwoch Zehntausende vor dem Kanzleramt ihre Meinung dazu gesagt hätten. Dann würde es in den Nachrichten auch nicht so aussehen, als ob das nur eine Angelegenheit zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb oder eine Frage der Finanztransaktionssteuer wäre. (tos, Foto: InAweofGod’sCreation, CC BY 2.0)

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Was machbar ist

Nach dem Parteitag ist vor der eigentlichen Arbeit: Der neuen Führung der Linken wird man keine Schonfrist zubilligen, niemand wird 100 Tage warten. Das klingt vielleicht ein bisschen ungerecht, ist aber den Umständen angemessen. Die Wahlen in Niedersachsen und im Bund 2013, die strategische und programmatische Aktualisierung, der organisatorische Rekonstruktionsbedarf, die kulturellen und emotionalen Risse in der Partei – all das erlaubt keinen Aufschub, keine Einarbeitungszeit, kein Warmlaufen. Katja Kipping hat in der Leipziger Volkszeitung bereits eine Tour der neuen Doppelspitze durch alle Bundesländer angekündigt und will dabei vor allem der Basis zuhören. Zudem soll es im Netz ein Blog für Mitglieder und Sympathisanten geben, in dem Vorschläge und Kritik diskutiert werden können. Als „Schlüssel zum Erfolg“ sieht Kipping „eine Kultur der Offenheit und ein Gestus: Fragend schreiten wir voran“. Auch der neue Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn spricht in der Mitteldeutschen Zeitung von einer Vertrauenskrise, die sich dadurch lösen lasse, dass die Linken „viel mehr als in der Vergangenheit miteinander reden und bereit sind, voneinander zu lernen“.

Generationswechsel, diesmal anders?
Der Göttinger Parteienforscher Jöran Klatt über den Parteitag – hier

Bis dahin wird es ein weiter Weg sein. Für jene, die dabei gewesen sind, wird auch die Erfahrung des Göttinger Parteitags prägend bleiben. Die große „Horror-Show“ (Lothar Bisky) blieb zwar aus, aber es wurden auch keine Brücken gebaut. Nach der knappen Wahl von Bernd Riexinger stimmten Delegierte des linken Lagers Triumphgesänge an, mancher hörte dabei sogar die Zeile „Ihr habt den Krieg verloren.“ Franz Walter spricht auf Spiegel online von einem „solchen Jargon von Freund-Feind“, den es „in dieser Fülle und Schärfe in der westdeutschen Parteienlandschaft zuletzt in den siebziger Jahren“ gegeben habe – „im Umfeld der damals berüchtigten sektiererischen Linkskonventikel“. Der Rat des Göttinger Parteienforschers: Es sei „unverzichtbar, dass sich in allen Flügeln der Linkspartei einige vernünftige Frauen und Männer zusammentun und ein integratives Zentrum bilden“. Vielleicht kann dieses Zentrum dann auch die Plattform positiver Resonanz werden: Es gibt ja selbst nach diesem Parteitag Nachrichten, die nicht so schlecht klingen: In einer Emnid-Umfrage gehen 60 Prozent davon aus, dass sich die Linkspartei wieder erholen wird.

Viele fragen sich nun, ob das Reformerlager geschwächt ist, ob der Lafontaine-Flügel obsiegt habe – und was das alles heißt. Positiv betrachtet könnte Göttingen der erste Schritt auf dem Weg aus dieser Konfliktlogik heraus sein. So, wie die Dinge in der Linken liegen, wird das vor allem „vom Verlierer“ erwartet: Aus dem Forum demokratischer Sozialismus hörte man nach der Sonntagnacht zwar Verbitterung, es gab auch Kritik – aber bisher ist noch nichts vom resignativen inneren Rückzug zu spüren, den es nach dem Geraer Parteitag ab, mit dem Göttingen im Vorfeld oft verglichen wurde. Dietmar Bartsch, der als erster in das Rennen um den Vorsitz gegangen war und verlor, sagt zum Parteitag, „nach all dem, was abgelaufen ist, war das kein schlechtes Ergebnis“. Andere ostdeutsche Landespolitiker haben sich so geäußert. Wulf Gallert meint, „letztlich glaube ich schon, dass da was machbar ist“.

Mit Matthias Höhn als Bundesgeschäftsführer, Raju Sharma als Schatzmeister und Caren Lay als Stellvertreterin sind die „Pragmatiker“ (eine Zuschreibung, keine Charakterisierung) nicht schlecht im Vorstand vertreten; die Rolle der beiden Vorsitzenden nicht zu überhöhen hätte nichts mit Demontage zu tun, sondern würde einem Politikmodell entsprechen, das mehr auf kollektive Kräfte setzt. Jan van Aken und Axel Troost sind auf ihre Weise unabhängige und vor allem sachkundige Politiker, womit an zwei Kernthemen der Partei, der Außen- und Friedenspolitik sowie der Beurteilung der Finanzkrise und der Konsequenzen personell die Grundlage für eine Weiterentwicklung, Aktualisierung von Positionen geschaffen ist. Bernd Riexinger als Vorsitzende und Sahra Wagenknecht als Stellvertreterin stehen für das, was Gregor Gysi in seiner Rede als „Interessenpartei“ bezeichnet hat, die nicht im Gegensatz zur „Volkspartei“ steht, sondern mit ihr strategisch verkoppelt werden muss. Hier liegt ja die große Leerstelle des bisherigen Vorstandes: diese strategische Aufgabe nicht wirklich angenommen zu haben. Und hier liegt letztlich auch die Schwäche der wichtigen Strömungsorganisationen – dass es auch ihnen nicht gelungen ist, eine die Widersprüche auflösende und attraktive Idee dazu zu entwickeln. Vielleicht muss über Modelle der organisatorischen Erweiterung über die Partei hinaus nachgedacht werden, über Plattformen, welche nicht nur politische Inhalte und strategische Gedanken von außerhalb in den Linken-Diskurs re-integrieren, sondern dabei gleich auch die Attraktivität der Partei in intellektuelle, kulturelle und unabhängige Zusammenhänge verbessern. Vielleicht kann es auch einmal hilfreich sein, einen beschlossenen Leitantrag nicht bloß im Protokollordner abzuheften, sondern als Material zu behandeln: öffentlich darüber zu reden, was aus so einem Papier folgen kann und muss, sowohl “von oben”, also von der neuen Führung, aber genauso “von unten”, an der Basis und in den Strömungen.

Dafür ist jetzt vielleicht auch mehr Zeit, mehr Ruhe. Es könnte jedenfalls so sein. Die Personalkuh ist vom Eis, die Probleme liegen offen auf dem Tisch. Wenn einige in den Schützengräben zurückbleiben, von denen Kipping in ihrer ersten Rede auf dem Parteitag am Samstag sprach, dann muss das vielleicht auch einmal mit größerer Lockerheit genommen werden als bisher. Es sind schließlich Gräben, in denen man kein politisches Gold findet und in denen die Truppen so tief stehen, dass sie aus ihnen heraus die Wirklichkeit nicht mehr sehen, sondern nur noch das eigene Spiegelbild. Wer sich darüber ärgert, dass die Junge Welt von einem, ja was eigentlich: Parallel-Parteitag berichtet, die „Demontage“ der neuen Parteiführung durch die Reformsozialisten herbeischreibt und, damit man das glaubt, zwar über Pfui-Rufe bei der Wahl Riexingers berichtet, nicht aber über das peinliche Triumphieren der Bartsch-Kritiker, dem wird Zeit gestohlen, die für Wichtigeres nötig ist. (tos, vk)

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Hochfrequenzhandel mit dem Holzhammer regulieren

29.05.2012 – PRESSEMITTEILUNG – Axel Troost

Axel Troost

Axel Troost

“Wie immer, wenn die Interessen der Hochfinanz berührt sind, will die Bundesregierung bei der geplanten Regulierung des Hochfrequenzhandels äußerste Vorsicht walten lassen. Statt des Skalpells, das Schwarz-Gelb ansetzen will, ist hier jedoch ein Holzhammer vonnöten. Das Problem sind nicht bestimmte Formen oder Auswüchse dieses Highspeed-Handels, sondern der Hochfrequenzhandel an sich”, erklärt Axel Troost zu Medienberichten, denen zufolge die Bundesregierung einen deutschen Alleingang plant, um den Hochfrequenz-Computerhandel mit Aktien einzudämmen.

Die ganze Pressemitteilung


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Die wirkliche Kraft

Wenn in Parteien, in linken zumal, plötzlich ganz viele Aufrufe veröffentlicht werden, dann ist die Lage wirklich schlecht und die Sorgen sind groß: dem Ältestenrat der Linken ist um „das Schicksal der Partei“ bange, es werden Briefe geschrieben, es wird Re-Politisierung verlangt, verschiedene Versionen eines Neustarts machen die Runde. Die Liste wird nun um einen weiteren Aufruf länger: „Wir sind die Linke“, heißt es in dem strömungsübergreifenden Appell, der unter anderem von Cornelia Möhring, Carolin Butterwegge, Joachim Bischoff, Christoph Spehr und Axel Troost auf den Weg gebracht wurde. Man sehe „die Gefahr, dass der Parteitag in einem Showdown endet, bei dem  wir alle als die Linke verlieren werden“, heißt es darin. „Die wirkliche Kraft der Partei geht in diesem Krisenszenario unter; sie wird übersehen und unterschätzt“ – es seien die Genossinnen und Genossen überall in der Partei, auf der Straße, mit ihren Erfahrungen und ihrem Engagement. „Sie haben das Zeug, Führungsaufgaben zu übernehmen – wir werden ihnen nicht gerecht, wenn wir sie ignorieren und nach einem Erlöser, einem Messias rufen.“

Der Aufruf hat inzwischen eine ganze Reihe Unterstützer gefunden, Katja Kipping ist darunter und auch Klaus Lederer. Vor allem aber Linke aus der so genannten zweiten und dritten Reihe, Leute, deren Namen nie fallen, wenn Personaldebatten sich immer schneller im Kreise drehen – eben jene, ohne die jeder „gewisse Kreis“ bloß eine potemkinsche Runde wäre. Der Weg zu einer dauerhaft starken Linken, heißt es in dem Appell, „ist länger, widersprüchlicher und fragiler, als es uns anfangs schien, als wir es wahr haben wollten“. Die „bundesweite gesellschaftliche Verwurzelung ist nicht überall so weit und nicht so tief gediehen, wie wir meinten und hofften“. Auch sei man zu früh „berauscht vom Erfolg“ gewesen und habe „zu wenig Sorgfalt darauf verwandt, das Netz unserer Partei zu festigen, die Fäden zu stärken und sie in die Gesellschaft einzuweben“.

Ältestenrat: Das Schicksal der Partei – hier
Joachim Bischoff u.a.: In schwerem Fahrwasser – hier
Ema.Li: Pluralistische Vielfalt statt monolithischer Einfalt – hier
Sozialistische Linke: Klare Botschaft – hier
Antikapitalistische Linke: Widerstand erfahrbar machen – hier
Bodo Ramelow, Thomas Händel: Die Einheit wahren – hier
Alternativantrag: Für eine neue Ära der Solidarität – hier

Wolfgang Gehrcke u.a.: Notwendige Re-Politisierung – hier
fds: Brief an die GenossInnen in NRW – hier
marx21: Neustart zur Bewegungspartei – hier

Der Aufruf “Wir sind die Linke” geht von „einer wirklich gefährlichen Situation für unsere Partei“ aus, sieht zwar noch nicht das Projekt einer Partei der Linken in Deutschland in Frage gestellt – allerdings müsse „die Art und Weise, wie wir bislang diese Partei gestaltet haben“ auf den Prüfstand. Einerseits „müssen wir die teilweise in unserer Partei vorhandene Logik ,Wir gegen alle/Wir haben die einzige Wahrheit‘ schnell und dauerhaft überwinden. (…) Auf der anderen Seite müssen wir immer wieder und Schritt für Schritt lernen, die Grenzen der ,Realpolitik‘ zu erweitern, indem wir uns in soziale Kämpfe einbringen und dazu beitragen, gesellschaftliche Konflikte zu führen“. Vom Göttinger Parteitag erwarte man „ein Signal der Gemeinsamkeit“, Beschlüsse, „die auf das praktische alltägliche Handeln unserer Partei abzielen“ sowie „eine selbstkritische Bilanzierung der fünfjährigen Entwicklung der Linken, bei der nicht mit dem Finger auf Einzelne gezeigt, sondern gemeinsame Lernaufgaben formuliert werden, an denen wir künftig arbeiten und wachsen können.“ (tos)

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Aufruf zur Krise

Heute streitet der Bundestag in erster Lesung über den Fiskalpakt. CDU und FDP sind dafür, SPD und Grüne irgendwie auch – jedenfalls wenn es eine Finanztransaktionssteuer obendrauf gibt. In diesem Punkt taktiert der Finanzminister, aber man darf vermuten, dass irgendein Kompromiss gefunden wird. Die Linke ist gegen den Fiskalpakt – steht aber mit dieser Ablehnung allein auf weiter parlamentarischer Flur und wird in die Gespräche zwischen den Fraktionen auch nicht einbezogen.

Rechtzeitig zur Bundestagsdebatte wurde jetzt ein Aufruf veröffentlicht, der sich gegen den europäischen Fiskalpakt und die gesamte bisherige Strategie der Krisenbewältigung wendet. Kritisiert werden die sozialen, ökonomischen und demokratiepolitischen Folgen des Merkel-Kurses; gefordert werden eine Finanztransaktionssteuer, Bürgschaften der Eurozone für Staatsanleihen und eine Orientierung der europäischen Geldpolitik auch auf beschäftigungspolitische Ziele – überhaupt eine Umkehr in der Europapolitik.

Interessanter als der Aufruftext ist die Liste der Unterzeichner. Initiiert haben den Aufruf Verdi-Chef Frank Bsirske, DGB-Vize Annelie Buntenbach, IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban, der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel und der Sozialwissenschaftler Steffen Lehndorff. Zu den Erstunterzeichnern gehören zahlreiche namhafte Wissenschaftler wie Elmar Altvater, Gustav Horn, Jürgen Habermas und  Ulrich Brand, Gewerkschaftsgrößen wie Michael Sommer, Franz-Josef Möllenberg, Klaus Wiesehügel und Franz Steinkühler. Dass sich ein solches Bündnis derart dezidiert für mehr Solidarität und Demokratie einsetzt, ist durchaus bemerkenswert. Inzwischen haben auch einige Linkspolitiker wie Thomas Händel, Katja Kipping, Lothar Bisky, Stefan Liebich und Axel Troost unterschrieben.

Dass der Aufruf noch maßgeblichen Einfluss auf das Schicksal des Fiskalpakts nehmen kann, ist unwahrscheinlich. Ebenso, dass die Linke sich im Bundestag mit ihrem Antrag durchsetzt, den Fiskalpakt abzulehnen und u.a. für eine EU-weite Vermögensabgabe einzutreten, mit der die Kosten der Krise finanziert werden könnten. Die Linke prüft deshalb schon mal prophylaktisch eine Klage gegen den Fiskalpakt vor dem Bundesverfassungsgericht. (wh)

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Finanztransaktionssteuer kurzfristig einführen

Axel Troost
Axel Troost

06.01.2012 – Pressemitteilung – Axel Troost

 “Eine schnelle Einführung der Steuer ist möglich und überfällig“, so Axel Troost, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Ankündigung eines Sprechers des französischen Präsidenten, eine Finanztransaktionssteuer noch im Frühjahr im nationalen Alleingang einführen zu wollen.

die ganze Pressemitteilung


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