Brokdorf

.ausgestrahlt: Plutonium-Transport mitten durch Hamburg geplant

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

Hamburg, 18. Mai 2013

Plutonium-Transport mitten durch Hamburg geplant

Nach Brand auf Atomschiff droht mit MOX-Transport von Belgien nach Brokdorf weit größere Gefahr / Atomkraftgegner fordern Absage des Transports

anti atom sonneNach Informationen der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt soll in den nächsten Tagen ein Straßentransport mit plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen vom belgischen Dessel zum schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Brokdorf rollen. Die insgesamt zwölf Brennelemente enthalten zusammen mehr als 200 kg Plutonium. Der Transport soll aller Voraussicht nach mitten durch die Millionenstadt Hamburg rollen.

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Kurz nachdem das ganze Ausmaß des Brandes eines Atomfrachters im Hamburger Hafen bekannt geworden ist, gibt es nun die nächste Hiobsbotschaft: Zwei LKW mit riesigen Mengen des Ultragiftes Plutonium sollen quer durch Belgien, Holland und Deutschland und mitten durch Hamburg rollen.

Wurde bei der Debatte über das brennende Schiff mit Uranhexafluorid noch darauf hingewiesen, dass solche Gefahrguttransporte quasi eine Alltäglichkeit für Hamburg darstellen, so lässt sich jetzt feststellen:
Der Transport von Material, mit dem sich 25 Atombomben vom Nagasaki-Typ bauen ließen und das schon in allerkleinsten Mengen tödlich ist, ist eine absolute Extremsituation.

Würde bei einem Unfall ein MOX-Behälter undicht und das Plutonium durch Brandeinwirkung über eine größere Fläche verteilt, dann hätte das in der dichtbesiedelten Millionenstadt Hamburg fatale Folgen.  Denn schon wer wenige Millionstel Gramm dieses Ultragiftes einatmet, ist akuter Krebsgefahr ausgesetzt. Außerdem ist Plutonium wie andere Schwermetalle hochtoxisch. Schon eine Dosis im zweistelligen Milligrammbereich ist für Menschen tödlich. Eine rechtzeitige Evakuierung in einer dichtbesiedelten Großstadt wäre kaum möglich. Konkrete Katastrophenschutzpläne für einen Unfall mit einem MOX-Transport gibt es nicht.

MOX-Brennelemente sind nicht nur bei Verkehrsunfällen ein unverantwortbares Risiko. Auch ihr Einsatz im Reaktor birgt zusätzliche Gefahren. Das wurde der Weltöffentlichkeit durch die Ereignisse im Reaktorblock 3 von Fukushima besonders deutlich. Atommüll aus MOX strahlt etwas doppelt so stark wie der aus herkömmlichen Uran-Brennelementen. Auch wenn wir den Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Brokdorf grundsätzlich ablehnen, sei gesagt: Das AKW könnte auch ohne MOX betrieben werden – und zwar deutlich sicherer.

Wir fordern die Behörden auf, den unnötigen Transport abzusagen und ein Konzept zu entwickeln, wie Unfälle mit diesem extremen Gefahrgut gehandhabt werden können, ohne dass Menschen zu Schaden kommen. Sollte der Transport nicht abgesagt werden, muss die Bevölkerung genau über Routen und Zeitpläne informiert werden, damit sie sich selbst schützen kann.

Den Landesregierungen von Niedersachsen und Schleswig-Holstein sei
gesagt: Der MOX-Transport enthält deutlich mehr Plutonium als die geplanten Castor-Transporte aus Sellafield, über die gerade die halbe Republik diskutiert. Die Innenminister der betroffenen Bundesländer, also auch Hamburg, können den Transport verhindern, wenn sie sich nicht in der Lage sehen, kurzfristig genügend Kräfte zu seiner Sicherung bereitzustellen. Dann muss das Bundesamt für Strahlenschutz die Transportgenehmigung zurückziehen.“

Bei den bisher letzten MOX-Transporten in Deutschland, als im Herbst
2012 das AKW Grohnde beliefert wurde, gab es entlang der ganzen Strecke Protestaktionen von Atomkraftgegnern – in Grohnde selbst massive Blockadeaktionen.

.ausgestrahlt: Nach den Wahlen: „Brokdorf und Fessenheim müssen vom Netz“

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

Hamburg, 7. Mai 2012

Nach den Wahlen: „Brokdorf und Fessenheim müssen vom Netz“

Atomkraftgegner: Wahlsieger in Schleswig-Holstein und Frankreich müssen atompolitische Versprechen zügig umsetzen.

Zu den atompolitischen Folgen der Wahlausgänge in Schleswig-Holstein und Frankreich erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation
.ausgestrahlt:

„Kommt es in Schleswig-Holstein zu einer Koalition aus SPD, Grünen und SSW, dann wird der atompolitische Knackpunkt die Zukunft des AKW Brokdorf an der Unterelbe. Brokdorf soll nach geltendem Atomgesetz bis Ende 2021 in Betrieb bleiben, obwohl es schlecht gegen Hochwasser und Flugzeugabstürze gesichert ist. Doch alle drei Parteien haben vor dem Urnengang im „Wahl-o-mat“ der Landeszentrale für politische Bildung der Aussage „Das Kernkraftwerk Brokdorf soll sofort abgeschaltet werden“ zugestimmt. Die Spitzenkandidaten von SPD und Grünen, Albig und Habeck, haben sich am 11. März an der Umzingelung des AKW beteiligt, zu der ebenfalls mit der Forderung nach sofortiger Stilllegung aufgerufen worden war.

Wir erwarten von SPD, Grünen und SSW, dass sie ihre Wahlversprechen bezüglich Brokdorfs zügig in die Tat umsetzen. Ergebnis der Koalitionsverhandlungen muss ein konkreter Plan sein, wie der Reaktor von der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht aufgrund der Sicherheitsmängel stillgelegt werden kann.

In Frankreich kann mit dem Wahlsieg von Françoise Hollande die Dämmerung des Atomzeitalters beginnen. Der künftige Präsident hat im Wahlkampf angekündigt, den Anteil des Atomstroms mittelfristig von 75 auf 50 Prozent reduzieren zu wollen. Das AKW Fessenheim am Oberrhein will er innerhalb der nächsten fünf Jahre stilllegen. Aus unserer Sicht muss Fessenheim sofort vom Netz, weil es mitten in einer Erdbebenzone liegt.
Die Anti-AKW-Bewegung in Frankreich muss nun kräftig Druck auf Hollande organisieren, damit er seine Versprechen zügig umsetzt. Wir werden sie dabei nach unseren Möglichkeiten unterstützen.“

X-tausenmal quer: PM: AKW Brokdorf 24 Stunden blockiert / “Es gibt keinen ungestörten AKW-Betrieb”

Nach 24 Stunden haben die Aktivistinnen und Aktivisten der Initiative X-tausendmal quer am Sonntagvormittag die Blockade des AKW Brokdorf beendet.

Eon ließ dreimal Tore von der Polizei räumen, um die am vergangenen Mittwoch begonnenen Revisionsarbeiten im AKW weiterführen zu können – die Aktivisten kehrten jedes Mal zurück. Bis zu 250 Menschen hatten an der gewaltfreien Sitzblockade teilgenommen.

“So wenig, wie es einen störungsfreien AKW-Betrieb gibt, gibt es einen ungestörten AKW-Betrieb”, sagte Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin von X-tausendmal quer. “Im AKW Brokdorf gab es seit 1986 bereits 210 meldepflichtige Ereignisse. Ein Super-GAU ist in jedem AKW jederzeit möglich. Deshalb versprechen wir: Wir werden keinen ungestörten AKW-Betrieb zulassen und weiterhin Zivilen Ungehorsam leisten.”

Die Blockade des AKW Brokdorf war ursprünglich für Pfingsten geplant. “Um der lange angekündigten Blockade zu entgehen, hatte Eon die Revision um eine Woche nach hinten verschoben – viele kamen trotzdem nach Brokdorf”, sagte Luise Neumann-Cosel. “Eon hat am Sonntagmorgen wegen uns einen Schichtwechsel vorgezogen – wir saßen trotzdem vor dem Tor. Diese Hartnäckigkeit der Anti-AKW-Bewegung sollten sich diejenigen vergegenwärtigen, die in den nächsten Wochen einem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke bis ins Jahr 2022 zustimmen wollen.”

 

Neue Qualität des Protestes: Gewaltfreie Sitzblockade am AKW Brokdorf / Unterstützerverbände äußern sich

Zahlreiche Organisationen unterstützen die am morgigen Samstag beginnende gewaltfreie Sitzblockade vor dem AKW Brokdorf und fordern einen konsequenten Ausstieg. Keinesfalls dürfe das AKW weitere zehn Jahre am Netz bleiben.

Im Folgenden begründen ausgewählte Unterstützerorganisationen ihre Beteiligung.

Thorben Becker, Energiereferent des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): “Ein Konsens unter den politischen Parteien ist noch längst kein gesellschaftlicher Konsens. Der BUND kämpft für einen möglichst schnellen Atomausstieg und beteiligt sich deshalb aktiv an der Blockade.”

Hendrik Paulitz, Atomexperte der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW): „Die Opposition muss jetzt darauf bestehen, dass die endgültige Stilllegung aller Atomkraftwerke durch eine Grundgesetzänderung abgesichert wird. Nur dadurch kann das erklärte Ansinnen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen vereitelt werden, künftigen Regierungen die Option der erneuten Laufzeitverlängerung zu ermöglichen.“

Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes der Naturfreunde: „Die Blockaden, die jetzt in Brokdorf stattfinden, stellen eine neue Qualität des Protestes dar. Jetzt beginnt der Kampf um ein möglichst schnelles Ende jedes einzelnen Reaktors.”

Gesine Agena, Sprecherin der Grünen Jugend: “Was die Bundesregierung vorlegt, ist kein Konsens, sondern ein schwarz-gelber Koalitionskompromiss. Als Grüne Jugend werden wir weiter auf der Straße aber auch innerparteilich für den schnellstmöglichen Ausstieg streiten.”

Sven Frye, Bundesvorsitzender der SJD – Die Falken: “Wir brauchen keine AKWs! Bei der Verlängerung der AKW-Laufzeiten ging es CDU, CSU und FDP nicht um Strom, sondern um die Profite der Energiekonzerne.”

Jutta Sundermann, Mitglied des Koordinierungskreises von Attac: “Die Atomkonzerne müssen endlich entmachtet werden. Der entschädigungsfreie und sofortige Ausstieg ist ohne weiteres zu rechtfertigen. Energiewende muss auch heißen, dass kleine, dezentrale Strukturen Vorrang haben vor den Begehrlichkeiten der Energieriesen.“

 

 

Hintergrund

Wegen der laufenden Revisionsarbeiten am AKW herrscht Hochbetrieb auf dem Gelände: viel mehr Fahrzeuge als sonst müssen die Tore passieren. Derweil sammeln sich Atomkraftgegnerinnen und -gegner im nahe gelegenen Camp und bereiten sich im Laufe des Tages mit Trainings auf die Blockaden vor. Für Samstagmorgen, 9 Uhr ist eine Demonstration zum AKW angekündigt. Der Schichtwechsel um 17 Uhr soll durch die Blockaden

X-tausenmal quer: Schichtwechsel durch Räumung erzwungen – wir kommen wieder!

18.06.2011

Schichtwechsel durch Räumung erzwungen – wir kommen wieder!

Pünktlich zum geplanten Schichtwechsel um 17 Uhr hat die Polizei das Nebentor (am Deich) des AKW Brokdorf frei geräumt. An die 100 BlockiererInnen wurden weggetragen.

Pünktlich zum geplanten Schichtwechsel um 17 Uhr hat die Polizei das Nebentor (am Deich) des AKW Brokdorf frei geräumt. An die 100 BlockiererInnen wurden weggetragen. Etliche Busse mit Arbeitern für die Revision des AKW fuhren hinein – die Arbeiterinnen und Arbeiter mussten sich dazu zunächst im AKW Brunsbüttel sammeln, um dann als Schub auf das Gelände fahren zu können. Drinnen stieg dann die abgelöste Schicht ein. Was für ein Aufwand, um ein AKW weiter zu betreiben… Die Polizei wurde dabei von Regierung und AKW-Betreiber Eon zum Büttel wirtschaftlicher Interessen gegen die Sicherheitsinteressen der Bevölkerung gemacht.

Die Räumung erfolgte von der Polizei weitgehend gewalftrei durch Wegtragen. Allerdings wurde bei der Räumung des mit zwei Menschen besetzten Dixi-Häuschens ruppig vorgegangen. Da von den Aktivisten keinerlei Gewalt ausging, ist das unverständlich. Eine Aktivistin wurde von einem Tripod (dreibeiniges Rohrgestänge) ageseilt. Die Polizei nahm die Personalien aller Geräumten auf.

Mit großem Aufwand hat der Atomkonzern Eon den ersten Schichtwechsel seit Beginn der Blockade erzwungen. Die Blockade am Haupttor (Ostseite des AKW) steht weiter – und das Nebentor werden wir nicht frei lassen. Die AktivistInnen sind entschlossen – und der Zugang für neue MitblockiererInnen ist weiter offen.

X-tausendmal quer: …kommt alle nach Brokdorf!

Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,

jetzt geht es los! Und wir verlieren auch keine langen Worte mehr,  wir wissen alle worum es geht…

…kommt alle nach Brokdorf!

- Heute: Beginnt das Aktionscamp
- Morgen: Aktionsvorbereitung im Camp mit Aktionstrainings und
Sprecher_innenräten
- Samstag und Sonntag: BLOCKADE!

- Aktuelles vom Camp
Der Campaufbau ist quasi abgeschlossen. Heute kommt als letztes noch  das große Zirkuszelt – sprich wer heute Nachmittag noch anreist, kann  mit beim Aufbauen helfen. Die Küche ist auch am Start und für  Verpflegung ist gesorgt. Aktuelle Fotos vom Campplatz, eine Info-  Karte von der Umgebung und einen Zeitplan vom Camp findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=109

- Was ihr mitnehmen solltet – kleine Packliste  Wir sind quasi an der Nordsee und da kann es auch mal windig, kühl und  regnerisch sein. Bitte denkt daran entsprechende Kleidung mitzunehmen.
Ganz wichtig ist natürlich für heiße Sonnentage (fettfreie) Sonnencreme  und Sonnenschutz, sowie Wasserflaschen (keine Glasflaschen). Wenn ihr  noch mal genau nachschauen wollt, was Mensch auf eine Aktion mitnehmen  sollte und was lieber nicht, dann findet ihr hier eine ausführliche
Packliste:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=111

– Wie soll unsere Blockade aussehen?
Mit einer oder mehreren Sitzblockaden werden wir uns auf den  Zufahrtstrassen zum AKW Brokdorf niederlassen — frei nach dem Motto:
“Wir kommen, um zu bleiben!”. Damit senden wir nicht nur ein Zeichen  an die Atomkonzerne und an die Angestellten im AKW, sondern über die  breite mediale Öffentlichkeit an die Politiker_innen und Regierende.
Welches Bild dabei von uns und unserer Aktion vermittelt wird, dass  gestaltet jedeR Einzelne von uns mit.
Trotz des ernsten politischen Anspruches, den wir haben, wollen wir  es uns auf der Straße auch gemütlich machen. Damit die Blockade unsere  Ziele und Grundhaltung ausstrahlt, ist eure Phantasie gefragt: Was  macht eine gelungene Aktion aus? Wie könnt ihr einzeln oder als  Bezugsgruppe die Aktion mitgestalten? Ein paar Assoziationen dazu:
Straßentheater, Kreidemalerei, Spielsachen, eine Endlager suche vor  Ort, Workshops, Musik und Tanz… und jetzt Ihr!

- Aktuelle Informationen von der Blockade (Blog und Twitter)  Vor, während und nach der Aktion werden wir euch im Blog auf unserer  Startseite und auch via Twitter auf dem Laufenden halten:
www.twitter.com/xquer

– Anreise
Wer mit der Bahn anreist, fährt am besten über Hamburg-Altona nach  Glückstadt (alle 30 – 60 min. Fahrtzeit: ca. 30 min). Von Glückstadt  aus wird es ab Donnerstagabend durchgehend bis einschließlich Samstag  in regelmäßigen Abständen Shuttles zum Camp geben. Am Sonntag werden  wir ab dem späten Nachmittag wieder zurück shutteln, vom Camp zum  Bahnhof in Glückstadt. Am Bahnhof in Glückstadt wird es einen Infopunkt  von uns geben,der die gesamte Zeit besetzt sein wird. Außerdem gibt es  ein Camp-Infotelefon, bei dem ihr euch im Fall der Fälle melden könnt:
0152/56366944
Alle weiteren Informationen zur Anreise findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=110

– Mit der Bitte um eine Spende
Wir setzen ein Zeichen, mit einer großen gewaltfreien Sitzblockade vor  dem Atomkraftwerk Brokdorf. Wir werden auf der Strasse sitzen, um  deutlich zu machen, dass alle AKW abgeschaltet werden müssen. Und zwar  jetzt und für immer. Dafür haben wir viel Zeit, Engagement, Kreativität  und auch einiges an Nerven investiert. Viele Menschen haben uns bei  unserer Arbeit mit großen und kleinen Spenden unterstützt. Dies ist  leider auch weiterhin notwendig, um die angefallen Kosten zu decken.
Zudem haben wir dieses Jahr nocht viel vor: mit gorleben365 entsteht  eine Dauerblockade vor dem brüchigen Salzstock und auch der nächste  Castor-Transport ist bereits für November angekündigt:

Unser Aktionskonto:
X-tausendmal quer
Konto 24 42 28 03
BLZ 258 619 90
Volksbank Clenze

Hinweis: wir sind selten gemein, meistens nützlich, aber nicht  gemeinnützig – weshalb wir keine Spendenbescheinigungen ausstellen  können. Vielleicht ein Grund mehr uns zu unterstützen.

Damit endlich Schluss ist mit der Atomkraft!

Deine Koordinationsgruppe von X-tausendmal quer  https://www.x-tausendmalquer.de

X-tausendmal quer: Kommt alle nach Brokdorf! – 16. bis 19. Juni

Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,

wir ihr wisst, wurde die Revision des AKW Brokdorf wegen den  angekündigten Blockaden um eine Woche verschoben. Doch die  Anti-AKW-Bewegung lässt sich nicht austricksen. Deshalb finden die  von X-tausendmal quer vorbereiteten und von vielen Organisationen  unterstützten gewaltfreien Sitzblockaden in Brokdorf eine Woche  später statt.
Brokdorf und acht andere AKW sollen noch viele Jahre weiterlaufen,  die meisten noch mehr als zehn Jahre. Dieses unkalkulierbare Risiko  wollen wir nicht hinnehmen und leisten deshalb gewaltfreien Widerstand!
In Brokdorf wird sich mit entscheiden, welche Deutung sich in der  Öffentlichkeit durchsetzt. Entweder „Der Streit um die Atomkraft geht  unvermindert weiter“ oder „Jetzt da der Ausstieg kommt, geht kaum noch  jemand auf die Straße“. Unsere Antwort ist klar: Wir werden nicht  ruhen, bis auch der letzte Atomreaktor endgültig stillgelegt ist!

Kommt alle nach Brokdorf! – 16. bis 19. Juni

- Donnerstag: Beginn des Aktionscamps
- Freitag: Aktionsvorbereitung im Camp mit Aktionstrainings und
Sprecher_innenräten

- Samstag und Sonntag: Blockade

- Anreise
Wer mit der Bahn anreist, fährt am besten über Hamburg-Altona nach  Glückstadt (alle 30 – 60 min. Fahrtzeit: ca. 30 min). Von Glückstadt  aus wird es ab Donnerstagabend durchgehend bis einschließlich Samstag  in regelmäßigen Abständen Shuttles zum Camp geben. Am Sonntag werden  wir ab dem späten Nachmittag wieder zurück shutteln, vom Camp zum  Bahnhof in Glückstadt. Am Bahnhof in Glückstadt wird es einen Infopunkt  von uns geben,der die gesamte Zeit besetzt sein wird. Außerdem gibt es  ein Camp-Infotelefon, bei dem ihr euch im Fall der Fälle melden könnt:
0152/56366944
Alle weiteren Informationen zur Anreise findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=110

- Unser Aktionscamp
Wir haben einen wunderschönen Campplatz in Sichtweite und nur ca. 3km  vom Aktionsstandort, dem AKW Brokdorf, entfernt. Auf dem Camp findet  ihr alle notwendige Infrastruktur: Gruppenzelte zum Übernachten (wobei  eure eigenen Zelte sehr willkommen sind), Toiletten, sanitäre  Einrichtungen, etc. Lecker verpflegen wird uns die Aktionsküche:
“Brokdorfer Küchenkollektiv”. Die genaue Adresse und eine Karte auf  unserer Webseite:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=109

- Email weiterleiten – mobilisieren!
Durch die Verschiebung können nun einige Leute, die sich extra  Pfingsten frei genommen, aber das kommende Wochenende verplant haben,  nicht teilnehmen. Umso wichtiger ist es, dass wir die verbleibenden  Tage gemeinsam nutzen, um nochmal neue Leute dafür zu gewinnen, sich an  den Blockaden zu beteiligen. Dafür haben wir eine Email vorformuliert,  die ihr an Freunde und Bekannte weiterleiten könnt – macht mit!
Den Emailtext findet ihr hier:
https://www.x-tausendmalquer.de/index.php?id=112

- Die Aktion unterstützen
Schön ist es auch, wenn sich Menschen auf den Weg nach Brokdorf machen,  die selbst nicht blockieren möchten, aber die BlockiererInnen  unterstützen wollen. Sei es durch Mithilfe in der Küche, durch  beobachtende Anwesenheit bei den Blockaden, durch Fahrdienste, was auch  immer. Es gibt viele spannende, und sehr wichtige Aufgaben! Kommt  einfach vorbei oder meldet euch gerne auch vorher bei:
mitmachen.brokdorf@x-tausendmalquer.de

Jetzt erst recht: Kommt alle nach Brokdorf!
Damit endgültig Schluss ist mit der Atomkraft!

Eure Koordinationsgruppe von X-tausendmal quer

NaturFreunde: Blockadekonzeption für Brokdorf voller Erfolg

NaturFreunde danken allen Beteiligten für die Vorbereitung der Aktionen

Berlin, 9. Juni 2011 – Zur Verschiebung der Revisionsarbeiten am AKW Brokdorf durch die Betreiberfirma erklärt das Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands Uwe Hiksch:

Seit gestern Abend ist es amtlich:  Der Atomkonzern Eon hat die Revisionsarbeiten am AKW Brokdorf auf den 15. Juni verschoben. Dabei ist völlig klar. Mit der kraftvollen Aktion der Anti-Atom-Bewegung, die in Zusammenarbeit von Block Brokdorf und X-tausendmal quer für die Pfingstfeiertage eine Massenblockade des AKW Brokdorf geplant hatte, haben wir Eon dazu gebracht, die Revision zu verschieden.

Dies ist wieder ein großer Erfolg in der Anti-Atom-Arbeit. Die Atomkonzerne sind zurzeit verunsichert und versuchen negative Schlagzeilen zu verhindern. Die angekündigten Massenblockaden sind der Anlass für die Verschiebung.

Doch verschoben wurde nicht nur die Revision, sondern auch die friedliche Blockade. Der Beginn ist nun für den 18. Juni geplant, das Aktionscamp öffnet aber schon am Donnerstag, dem 16. Juni.

Auch die NaturFreunde Deutschlands mobilisieren zur Blockade von Brokdorf. Mit eigenen Aktionen und Zelten wollen die NaturFreunde deutlich machen, dass sie einen Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bis zum Jahr 2022 ablehnen. Die NaturFreunde weisen seit mehr als dreißig Jahren darauf hin, dass mit der Nutzung der Atomkraft unbeherrschbare Risiken verbunden sind und der Betrieb von Atomkraftwerken einen grundgesetzwidrigen Tatbestand darstellt. Schon weil die Entsorgung des Atommülls nicht gesichert ist, dürfte es für kein Atomkraftwerk eine Betriebsgenehmigung geben.

Die NaturFreunde Deutschlands fordern den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Auch in den nächsten Jahren werden die NaturFreunde aktiv dazu beitragen, dass mit Aktionen direkt an den Atomkraftwerken für die Abschaltung jedes einzelnen Atomreaktors gekämpft wird.
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X-tausendmal quer: E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!

Hallo, ihr alle, die sich an der Blockade von X-tausendmal quer beteiligen wollt,

E.ON hat ihre Revisionsarbeiten verschoben – wir unsere Blockade auch!

Aktuelle Infos hier:

https://www.x-tausendmalquer.de/

In einer fast vierstündigen Telefonkonferenz haben wir vereinbart, unsere Termine zu verschieben.

Aktionscamp: ab Donnerstag, den 16.06.2011
Blockaden: ab Samstag, den 18.06.2011

Bitte korrigiert eure Webseiten!

Bitte verbreitet es in euren Strukturen über Sondernewsletter!

Unbedingt!!!!!!!!!!!!!!

Bitte helft mit, dass die spätere Blockade ein genauso kraftvolles Signal an die Politik wird, wie sie es zu Pfingsten geworden wäre!

Übermüdeter, aber immer noch widerständiger Gruß,

Matthias

 


X-tausendmal quer
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Block Brokdorf: BREAKING NEWS: Revision verschoben?

Nach Informationen von BLOCK BROKDORF plant e.on, seine langfristig für Pfingsten geplanten Revisionsarbeiten im AKW Brokdorf zu verschieben. Als Grund drängt sich der Mangel an verfügbaren Polizeikräften auf, um den massenhaften Widerstand entschärfen zu können, ohne hässliche Bilder der gewalttätigen Polizei à la Stuttgart 21 zu produzieren.

In jedem Fall macht die Strategie, sich vor dem Widerstand wegzuducken, deutlich, wie es uns als Anti-AKW-Bewegung gerade gelingt, Regierung und Atomkonzerne vor uns herzutreiben!

Gut so, denn die Beschwichtigungs- und Befriedungsstrategie hat schon viel zu viele Atomkraftgegner_innen eingelullt. Der Atomausstieg ist und bleibt aber Handarbeit und er wird nirgendwo anders entschieden als auf der Straße!

Wir werden heute Nacht in aller Ruhe die Lage analysieren und Euch ab Donnerstag weitere Informationen über unsere Planungen mitteilen.
Auf welche Reaktion auch immer wir uns heute einigen – ein bemerkenswerter Teilerfolg liegt schon darin, dass e.on seinen Schrottmeiler nicht mit neuen Brennstäben bestücken kann, wann und wie es ihnen beliebt. Sondern bestenfalls dann, wenn wir sie lassen!

Für den sofortigen Ausstieg aus der Atompolitik!
Energiekonzerne enteignen und vergesellschaften!