Demonstration

Friedrichshagener Bürgerinitiative: 17.6., 19 Uhr: 103. Montagsdemo

Das Urteil des OVG zur “Müggelseeroute” – Gedanken der Friedrichshagener Bürgerinitiative + Einladung zur 103. MONTAGSDEMO

Berlin, 16.6.2013

fluglärmAm Freitag wurde deutsches Recht gesprochen. Gerechtigkeit erfahren haben die Bürger jedoch nicht. Der Schaden für die Millionenmetropole Berlin-Brandenburg dürfte immens werden: Gefährdung der Trinkwasserversorgung, täglich ca. 130 Maschinen, die bei Ostwind über das gesamte Stadtgebiet einschließlich Bundestag und Kanzleramt fliegen und die Entwertung eines der schönsten Naherholungsgebiete der Stadt, die Müggelseeregion. Der falsche Standort für einen Großflughafen zeigt hier eiskalt und eindrucksvoll seine Wirkung!

Die von der Müggelseeroute neu betroffenen Anwohner hatten nicht die Gelegenheit, sich an der Planfeststellung für den BER zu beteiligen. Erst im Juli 2011 legten die zuständigen staatlichen Behörden endlich ihre Karten auf den Tisch und siehe da, die jahrelang propagierten Flugrouten galten nicht mehr. Künftig soll die Flugroute über den Müggelsee für die meisten Lärmbetroffenen (854.000 lt. DFS) des Willy Brandt Flughafens sorgen. Sie ist zugleich das Einfallstor für jährlich tausende Direktflüge über das Berliner Stadtgebiet. Seit der Flugroutenfestlegung formierte sich auch hier nun aktiver Widerstand gegen diese Form staatlicher Willkür, die absichtsvoll und fintenreich einen innerstädtischen Flughafen errichtet und damit wissentlich und willentlich die körperliche Unversehrtheit der Bürger und den kostbaren Lebensraum Natur zugunsten subventionierter Billigflieger opfert.

Die letzten zwei Jahre waren für alle Mitstreiter in der Bürgerbewegung eine lehrreiche Zeit. Wie organisiert man eine Menschenkette, wie eine Großdemonstration und wie ein Volksbegehren für ein Nachtflugverbot? Wie kann man mit anderen Betroffenen überregionale Bündnisse schmieden, wie mit der Presse ins Gespräch kommen und wie mit den handelnden Akteuren in der Politik? Eine spannende Frage war es natürlich auch, welche juristischen Möglichkeiten die Bürger hätten, um den Standort Schönefeld in seine Schranken zu weisen, um den Drehkreuzphantasien der Betreiber ein Ende zu bereiten.

Das Oberverwaltungsgericht hat den Fragestellern eine Lektion erteilt und sie auf ihren Platz in unserem Rechtssystem verwiesen. Und dennoch ist es dem Gericht nicht gelungen, auf der Basis der nach Lobbyarbeit riechenden Flug-Gesetze eine tatsächliche Klärung herbei zu führen, denn mit der Antwort der Justiz sind am Ende dieses Tages noch sehr viel mehr – noch sehr viel tiefer gehende Fragen offen. Zu versuchen, dies auf dem schwierigen Rechtsweg zu klären (notfalls bis zum EuGH), dafür werden die Bürger jetzt wieder Geld sammeln – die Gegenseite hat es da einfacher, sie bedient sich des Steuergeldes der Bürger!

Am Montag geht es daher weiter mit den Demos auf dem Friedrichshagener Marktplatz.

17.6., 19 Uhr: 103. Montagsdemo
Gastredner: Uwe Hiksch (NaturFreunde Deutschland), für die kämpferisch-musikalischen Töne sorgen Thilo Hoppe (Trompete) und Andrea Timm (Gesang, Gitarre), künstlerisch Satirisches gibt es von Peter Waschinsky, die Nachrichten der Woche analysiert Ralf Müller und Gewichtiges wird der eine oder andere Bürger zu sagen haben, moderiert von Michael Ehrenteit.

Demo: YES WE CAN: Obama die rote Karte zeigen

YES WE CAN: Obama die rote Karte zeigen

– US-Politik die Grenzen aufzeigen –

Mit der Wahl Barack Obamas verbanden viele die Hoffnung auf positive Änderungen der US-Außen- und Innenpolitik: Beschränkung der aggressiven imperialen Aggressions- und Rüstungspolitik der USA, tragfähige Friedensinitiativen im Mittleren Osten, Initiativen für weltweite Abrüstung, Schließung von Guantánamo, Schritte hin zur Beendigung des rassistischen Justizsystems und zu sozialer Gerechtigkeit.

Nach sechs Jahren seiner Regierung haben sich keine dieser Hoffnungen erfüllt, im Gegenteil. Die mörderischen Drohnenangriffe haben explosionsartig zugenommen, der sogenannte „Krieg gegen den Terror“ wurde intensiviert und unter seinem Deckmantel der Abbau demokratischer Rechte ausgeweitet, die Ausgaben für Rüstung und Krieg stiegen ins Unendliche, während sich Armut, Hoffnungslosigkeit und sozialer Zerfall in den USA verbreitet.

Ein Bündnis aus Friedens-, Bürgerrechts- und Solidaritätsbewegungen, Free Mumia Initiativen
rufen dazu auf, der Politik der US-Regierung die rote Karte zu zeigen.

Demonstration und Menschenkette am 17. 06. 2013 in Berlin

Auftakt um 17 Uhr am Bertolt-Brecht-Platzrote-karte-zeigen02a

Abschluss am Pariser Platz vor der US-Botschaft

„Krieg gegen den Terror“ beenden – Kampfdrohnen ächten

Die weltweite militärische Dominanz bleibt auch unter Präsident Obama erklärtes Ziel der US-Politik. US Kampfdrohnen morden und verbreiten Terror in Afghanistan, Pakistan, Jemen und Somalia. Unter der Führung des Oberbefehlshabers Obama sind US-Militär und Geheimdienste in Dutzenden von Ländern der gesamten Nah-Ost-Region und Afrika so wie in anderen Teilen der Welt aktiv. Die Souveränität schwächerer Länder und das Völkerrecht werden permanent verletzt, Menschenrechte missachtet. In Foltergefängnissen werden Menschen gequält. Guantánamo steht beispielhaft für diese Politik der US-Regierung.

Wir fordern: Die Liquidierung von Menschen durch Drohnen und Sondereinsatzkommandos muss beendet werden. Ächtung von Kampfdrohnen. Sofortige Schließung von Guantánamo. Entschädigung der Opfer und ihrer Angehörigen.

Ausweitung des Krieges in Afghanistan und Pakistan, militärische Aggressionen und Bedrohungen, Einmischung in andere Länder und ihre Subversion – es ist kein Ende in Sicht. 750 ausländische Militärbasen der USA sind die Einsatz- und Interventionszentren dieser und zukünftiger Kriege.

Wir fordern: „Bring all troops home“. Schließung aller US-amerikanischen Auslandsbasen.

Die USA sind Rüstungsweltmeister. Mit Rüstungsausgaben von 682 Milliarden Dollar ist die USA unter Obama verantwortlich für beinahe 40 Prozent aller weltweiten Rüstungsausgaben. Von den rund 19.000 Atomwaffen befinden sich fast 95 Prozent in den USA und Russland. Zwar verringern beide Staaten die Zahl ihrer Sprengköpfe. Jedoch modernisieren die USA ihr Atomwaffenarsenal und errichten einen Raketenabwehrschirm.

Wir fordern: Eine Welt ohne Atomwaffen und Raketenabwehrschirme. Die US-amerikanischen Atomwaffen in Büchel müssen abgezogen werden.

Demokratie und BürgerInnenrechte verteidigen – Rassistische Strafjustiz stoppen!

Demokratische- und Menschenrechte unterliegen in den USA einer permanenten Bedrohung. Überwachungstechnologien verschärfen repressive Kontrolle und Demokratieabbau. Der Sicherheitsstaat in den USA wird ausgebaut. Die Militarisierung der Polizei und der Einsatz des Militärs im Inland nehmen zu. 25% aller Gefangenen weltweit befinden sich in US-Haftanstalten (bei einem Weltbevölkerungsanteil von nur 5%). Mit den Gefangenen werden riesige Profite durch private Gefängniskonzerne erwirtschaftet. Die USA sind eine der wenigen Industrienationen, die weiterhin an der Todesstrafe festhalten. Seit 1977 sind mehr als 1300 Todesurteile vollstreckt worden.

Wir fordern: Die Wahrung demokratischer- und Menschenrechte; Beendigung der rassistischen und politischen Strafjustiz und der Todesstrafe; Freiheit für Mumia Abu Jamal, die Cuban 5 und für alle anderen politischen Gefangenen in den USA!

Der 25-jährige US-Soldat Bradley Manning machte Fakten zu Kriegsverbrechen, Folterungen, Korruption und geheimdienstlichen Intrigen während der Irak und Afghanistan Kriege öffentlich. Verantwortliche für die Verbrechen gingen straffrei aus, während Bradley Manning angeklagt wurde. Seit mehr als drei Jahren befindet er sich unter teils unmenschlichen Haftbedingungen in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wird ihm u.a. Geheimnisverrat und Feindesunterstützung.

Wir fordern: Freiheit für Bradley Manning. Nicht Bradley Manning gehört ins Gefängnis, sondern diejenigen, die Kriegsverbrechen begehen, vertuschen und verantworten. Der Mut von Bradley Manning verdient den Friedensnobelpreis.

Solidarität mit Lateinamerika – US-amerikanische Einmischung beenden

In vielen Ländern Lateinamerikas haben sich fortschrittliche Regierungen durchgesetzt. Seitdem verändern sich die Beziehungen zwischen den lateinamerikanischen Ländern untereinander und zum Norden. Mit den regionalen Integrationsprojekten bieten sich Alternativen zu den ungleichen Nord-Süd-Beziehungen an. Durch Geheimdienste und direkte Einflussnahme versucht die US-Politik die Interessen der internationalen Rohstoffkonzerne zu schützen und die Politik der Regierungen Lateinamerikas zu torpedieren.

Wir fordern: Keine Einmischung in die demokratischen Entwicklungen in Lateinamerika durch die USA. Sofortige Beendigung der Blockadepolitik gegen Kuba.

Bundesregierung muss handeln – für eine friedliche Außen- und Sicherheitspolitik

Vielfältig gemeinsam mit den USA setzt die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik (meistens im Rahmen der NATO) auf eine Politik der Aufrüstung, der militärischen Interventionen und der Durchsetzung von Wirtschafts- und Rohstoffinteressen gegen die Staaten des globalen Südens. Dazu wird auch die Anschaffung von Kampfdrohnen angestrebt. Von US-Standorten in Deutschland (Africom in Stuttgart und Ramstein) werden US-Drohnen in afrikanische Länder gesteuert. Die Bundesgierung scheint dies stillschweigend zu dulden und macht sich somit mitschuldig an diesen völkerrechtswidrigen Aggressionen.

Wir fordern: Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr; keine Nutzung deutschen Territoriums für die völkerrechtswidrigen US-Drohneneinsätze. Ende aller Auslandseinsätze der Bundeswehr. Die Bundesregierung muss die Außenpolitik konsequent auf eine gewaltlose Friedenspolitik ausrichten. Deutschland muss aktiv dazu beitragen, dass eine soziale und gerechte Entwicklung der Länder des globalen Südens möglich wird.

Berlin, den 31.05.2013

Blockupy Frankfurt: Nach Tausend Meter wurde ein Stück Demokratie zusammen geknüppelt

Pressemitteilung des Erwerbslosen Forum Deutschland vom 02.06.2013

Blockupy Frankfurt: Nach Tausend Meter wurde ein Stück Demokratie zusammen geknüppelt

DSC_0789Frankfurt am Main - Brutale Polizeigewalt, viele Verletzte und haufenweise Platzverweise: Massive Polizeikräfte haben am Samstag nach gut tausend Metern die Blockupy-Demonstration von ca. 20.000 Teilnehmern unterbunden. Vorausgegangen waren zwei eindruckvolle Tage des internationalen Widerstands im Herzen des europäischen Krisenregimes, die - von einigen Polizeischarmützeln abgesehen – friedlich waren und auf überwiegend positiv Resonanz stießen. Anscheinend von langer Hand geplant, setzte die Polizei jedoch gestern die Wünsche des hessischen Innenministeriums um. Eine Demonstration entlang der europäischen Zentralbank (EZB) musste unbedingt verhindert werden muss - trotz einer anders lautenden Entscheidung des hessischen Verwaltungsgerichtshofes vom Mittwoch.

Dazu Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland, das selbst mit zum Blockupy-Bündnis gehört:

„Nach Tausend Meter wurde ein Stück Demokratie brutal zusammen geknüppelt, ohne dass es dafür ernsthaft einen Anlass gegeben hat. Dabei wurden viele Verletzte billigend in Kauf genommen. Ich habe das Geschehen aus nächster Nähe beobachten müssen und bin immer noch entsetzt über das maßlose und unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei. Es ging zu keinem Zeitpunkt irgendeine Form der Gewalt von der Demonstration aus. Wenn allerdings Schutzkleidung, Regenschirme und Vermummung passive Bewaffnung bezeichnet wird und so zum Anlass genommen wird eine Demonstration zu verhindern, dann ist es mit unserer Demokratie wahrlich schlecht bestellt.  So etwas rechtfertigt keineswegs die Wünsche des hessischen Innenministeriums umzusetzen. Angesichts dieser Bilder kann ich Teilnehmern von Demonstrationen für die Zukunft nur noch empfehlen, sich ähnlich passiv zu bewaffnen, wie es die Polizei mit ihrer martialischen Bekleidung macht. Dann bleiben wenigstens die vielen Verletzun
gen erspart, wenn man demokratische Rechte in Anspruch nimmt.

Es ist das gute Recht, dass Betroffene des europäischen Krisenregime gegen dessen Politik gerade in Frankfurt protestieren und eine flächendeckende Ausbreitung der Agenda und Hartz IV-Politik verhindern wollen. Unsere Billiglöhne und Spardiktate haben mit zur Verelendung vieler unserer europäischen Nachbarn beigetragen. Wahrhafte Demokratie zeichnet sich dadurch aus, dass es andere und bessere Wege gibt, als die Politik des europäischen Krisenregimes unter maßgeblicher Herrschaft der Troika und Bundesregierung. 

Die Frankfurter Sicherheitsbehörden haben, wahrscheinlich auf Geheiß des hessischen Innenministers Boris Rhein, ein Stück des Infernos vom Freitag in Istanbul am Samstag nach Frankfurt am getragen. Dabei hätten sie es in der Hand gehabt den entstandenen Schaden von Blockupy 2012 wieder gut zumachen. So haben sie aber alles noch schlimmer gemacht. Welche demokratischen Werte soll man nun jungen Menschen glaubhaft vermitteln können?

Dem besonnen und solidarischen Verhalten aller anderen Demonstrationsteilnehmern muss gedankt werden. Die Situation hätte angesichts der Ohnmacht gegenüber dem Verhalten der Polizei eskalieren können. Somit hat sich der Blockupy-Konsens als richtig und wichtig erwiesen.“

Bradley Manning: Kundgebung in Berlin 1. Juni 15 Uhr Brandenburger Tor , Pariser Platz

Please Support Bradley Manning on June 1st, 

Bradley Manning USABitte Unterstützt Bradley Manning am 1. Juni vor dem Beginn des Prozesse am 3. Juni. Angeklagt wegen “Verrates an den Feind” droht ihm lebenslange Haft .

We call on the U.S. government in the name of humanity: Drop the charges against Bradley Manning of “aiding the enemy”.
Wir fordern von der amerikanischen Regierung im Namen der Menschlichkeit, die Anklage wegen »Unterstützung des Feindes« (Aiding the Enemy) gegen Bradley Manning fallen zu lassen.

»I want people to see the truth … because without information, you cannot make informed decisions as a public.« 

Bradley Manning

Kundgebung in Berlin 1. Juni 15 Uhr Brandenburger Tor , Pariser Platz 

http://www.freebradleymanning.net/?p=4552  http://www.facebook.com/events/445396188879615/" target="_blank">http://www.facebook.com/events/445396188879615/

Speaker at the June 1st in Berlin Redner am 1. Juni in Berlin (many thanks!)

Andy Müller-Maguhn is a member of the German hacker association Chaos Computer Club since 1986. He was appointed as a spokesman for the club in 1990, and later served on its board until 2012. Since 2012 member of the board of the Wau Holland Foundation. Co author of Cypherpunks: Freedom and the Future of the Internet from Julian Assange along with Jacob Appelbaum and Jérémie Zimmermann.

Andy Müller – Maguhn ist seit 1986 Mitglied der Deutschen Hacker-Vereinigung Chaos Computer Club. 1990 wurde er zum Sprecher des Clubs ernannt und war bis 2012 im Vorstand des CCC. Seit 2012 ist er Mitglied im Vorstand der Wau Holland Stiftung. Andy Müller-Maguhn ist Coautor des Buches “Cypherpunks: Freedom and the Future of the Internet” von Julian Assange gemeinsam mit Jacob Appelbaum und Jérémie Zimmermann.

Dr. Hans Coppi, Jr. born November 1942 in a women’s prison in Berlin is a German historian. His parents, Hilde and Hans Coppi, were active in the German Resistance and were both executed by the Nazis for treason against Germany. From 1990 to 1994, he was a researcher at the German Resistance Memorial Center in Berlin. From 1997 to 2002, he was the project director for the development of electronic archival resources at the Sachsenhausen Memorial. Coppi has been a freelance contributor at the German Resistance Memorial Center since 2003 and since 2004, the state chairman of the Union of Persecutees of the Nazi Regime in Berlin.

Dr. Hans Coppi Jr. geboren November 1942 in Berlin im Frauengefängnis Barnimstraße ist ein deutscher Historiker. Seine Eltern waren Hans und Hilde Coppi, Mitglieder einer Widerstandsgruppe gegen das Naziregime – hingerichtet wegen Hochverrates.
1997–2002 war er Projektleiter in der Gedenkstätte Sachsenhausen zur elektronischen Erschließung archivalischer Quellen des KZ Sachsenhausen. Seit 2003 ist er freier Mitarbeiter an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und seit 2004 Landesvorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN) in Berlin.

Elsa Rassbach is US citizen, filmmaker and journalist, who often lives and works in Berlin, Germany. She heads the “GIs & US Bases” working group in DFG-VK (the German affiliate of War Resisters International, WRI) and is active in Code Pink, No to NATO, and the anti-drone campaign in Germany.

Elsa Rassbach ist US-Bürgerin, Filmmacherin und Journalistin. Sie lebt und arbeitet of in Berlin. Sie leitet die “GIs & US Bases”-Arbeitsgruppe in dr DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) und ist akitv bei Code Pink, No to NATO und der Anti-Dronen-Kampagne in Deutschland.

Diani Barreto was born in the US . Media activist , artist. living and working in Berlin.

Diani Barreto geboren in den USA . Medienaktivistin , Künstlerin. Lebt und arbeitet in Berlin.

Daniel Luecking - born in 1979 – is a German Onlinejournalist and Veteran of the ISAF-Afghanistan-War. Currently he is trying to achieve asylum for afghan journalist-colleagues, who worked for NATO and need to get out of the land because they fear reprisals. Besides, he is coping with Post Traumatic Stress Disorder (PTSD) and depression as a result of his mission-experiences.

Daniel Lücking - geboren 1979 – ist deutscher Onlinejournalist und Veteran des ISAF-Afghanistan-Krieges. Momentan versucht er Asyl für die afghanischen Journalistenkollegen zu erreichen, die für die NATO gearbeitet haben und wegen der zu erwartenden Repressalien aus dem Land flüchten müssen. Er kämpft mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung und Depressionen als Auswirkung der Auslandseinsätze.

Annegret Falter is a Political Scientist and a journalist, member of the German Association of Science Writers (WPK); member of the board of Whistleblower Network (WBNW) and of the jury for the Whistleblower Award, a joint project of the Federation of German Scientists (VDW) and IALANA.

Annegret Falter, Politologin und Journalistin, Mitglied der Wissenschaftspressekonferenz (WPK). Mitglied im Vorstand von Whistleblower Netzwerk (WBNW) sowie der gemeinsamen Jury für den Whistleblowerpreis der IALANA und der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW).

blockupy Berlin: Mobilisierungs-Kundgebung in Berlin, Samstag 11.5., 14 Uhr Heinrich-Platz

Pressemitteilung
Bundesweites Blockupy-Bündnis

* Mobilisierungs-Kundgebung in Berlin, Samstag 11.5. 14 Uhr Heinrich-Platz
* 15 Uhr öffentliches Aktionstrainin des bundesweiten Blockupy Bündnisses

DSC_0789Am Samstag, 11.5.13, lädt das bundesweite Blockupy-Bündnis Medienvertreter zu einer Mobilisierungskundgebung für die Blockupy-Aktionstage am 31. Mai und 1. Juni ein. Auf der Kundgebung werden ab 14 Uhr Aktionskonzepte vorgestellt und verschiedene in die Vorbereitung involvierte Initiativen sprechen. Ab 15 Uhr wird eine öfentlichkeitswirksame Probeblockade trainiert. Insbesondere dabei werden sich Bilder für Medienvertreter ergeben, die einen Ausblick auf die Aktionstage geben werden. Ansprechparter des bundesweiten Blockupy-Bündnisses und der Berliner Blockupy-Plattform werden für Sie bereit stehen.

Ausrichter der Kundgebung ist die Berliner Blockupy-Plattform, die regionale Vorbereitungsgruppe für die Aktionstage und Ort der Vernetzung. So werden auf der Kundgebung unter anderem Vertreter vom Bündnis Zwangsräumungen stoppen, einer queerfeministischen Blockupy-Mobilisierungsgruppe und einer Blockupy-Hochschulvernetzung über ihre Anliegen mit Blockupy sprechen. Außerdem wird der gesamte Ablauf der Aktionstage sowie insbesondere das Konzept für Protestaktionen auf der Frankfurter Zeil am 31. Mai vorgestellt.

Bereits am Mittwoch, den 29. Mai wird das Blockupy Camp in Frankfurt geöffnet.

Am 31. Mai werden tausende Aktivistinnen und Aktivisten die Europäische Zentralbank blockieren, um gegen die von ihr im Rahmen der Troika vorangetriebene Verarmungspolitik in Europa widerstand zu leisten. Nachmittags finden weitere Protestaktionen etwa am Frankfurter Flughafen, der Deutschen Bank und der Einnkaufsmeile Zeil statt.

Am 1. Juni wird eine internationale aktivistische Demonstration ihren Widerspruch zum Krisenregime der Bundesregierung und der EU zum Ausdruck bringen. Anschließend beraten sich die Aktivistinnen und Aktivisten über Alternativen und Strategien für solidarische Krisenlösungen von Unten.

Das Blockupy-Bündnis wird getragen von Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener emanzipatorischer Gruppen und Organisationen, darunter die Interventionistische Linke, Attac, Occupy Frankfurt, Gewerkschaften, Jugend- und Studierendenverbände wie die Linksjugend Solid und die Grüne Jugend, das Erwerbslosen-Forum Deutschland, die Partei “Die Linke” und – in diesem Jahr dazu gekommen – das Netzwerk Friedenskooperative und das Bündnis “Ums Ganze”.

>Webseite der Blockupy-Plattform Berlin:

http://berlin.blockupy-frankfurt.org/

Pressekontakte:

 

* Hanno Bruchmann, Blockupy Frankfurt / Interventionistische Linke, Tel. 0176 20323380

 

* Blockupy Plattform Berlin, Zeil Aktion

DGB: 1. Mai 2013 – Unser Tag: Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.

 

Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit

 

Der 1. Mai ist UNSER TAG.
Denn es sind die Beschäftigten, die den Wohlstand dieses Landes erarbeiten.
Der 1. Mai ist unser Tag der Arbeit. Am 1. Mai demonstrieren wir für die Würde der arbeitenden Menschen!

DGB 1. mai 2013Die Gewerkschaften zeigen durch Mitbestimmung und Tarifpolitik, dass wir die Lage der arbeitenden Menschen verbessern können. Aber wir erleben seit Jahren, dass Arbeit entwertet wird. Aus sicheren Arbeitsplätzen wurden oft unsichere Jobs. Fast ein Viertel der Beschäftigten hängt im Niedriglohnsektor fest. Immer mehr Beschäftigte leiden unter schlechten Arbeitsbedingungen und Stress. Und immer mehr Menschen droht Altersarmut.

Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst: Die Mittelschicht bröckelt, die unteren Einkommen sinken, während der Reichtum der oberen zehn Prozent zunimmt. Sie besitzen mittlerweile weit über die Hälfte des Gesamtvermögens in Deutschland.

Europas Krise ist noch längst nicht ausgestanden. Die falsche Krisenpolitik mit ihren radikalen Kürzungsprogrammen sorgt für eine Spirale nach unten. Kürzen und Sparen trifft nicht die Krisenverursacher an den Finanzmärkten, sondern die Krisenopfer: sie trifft Beschäftigte, Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner sowie die junge Generation.

Wir wollen für alle Menschen gute Arbeit, ein sicheres Auskommen und ein Leben in Würde!

Dafür brauchen wir eine neue Ordnung der Arbeit.

Wir wollen:

  • die Stärkung der Rechte der Beschäftigten, der Mitbestimmung und der Tarifautonomie
  • Gute Arbeit statt perspektivloser Jobs
  • einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro
  • gleiches Geld für gleiche Arbeit in der Leiharbeit
  • Schluss mit der Diskriminierung von Frauen – auch in der Bezahlung
  • eine Rente, die zum Leben reicht. Deshalb: Sofortiges Ende der Rentenkürzungen
  • ein Investitions- und Konjunkturprogramm für ein sozial gerechtes Europa
  • eine solide Finanzierung für einen handlungsfähigen Staat, z. B. für Bildungsinvestitionen

2013 ist kein Jahr wie jedes andere. Am 2. Mai vor achtzig Jahren wurde die freie deutsche Gewerkschaftsbewegung durch die Nationalsozialisten zerschlagen. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wurden von den Nazis verhaftet, verschleppt, gefoltert und ermordet. Unsere Geschichte verpflichtet uns zum Handeln gegen Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz. Der 1. Mai ist unser Fest der Solidarität und kein Ort für Nazis.

1. MAI: UNSER TAG FÜR GUTE ARBEIT. SICHERE RENTE. SOZIALES EUROPA

Fehler im System? Rechter Terror und Faschistische Netzwerke

Am 17. April 2013 beginnt in München der Prozess gegen die faschistische Mörderin Beate Zschäpe, Mitglied des selbsternannten „Nationalsozialistischen Untergrundes“ („NSU“) und 4 direkte Unterstützer der Terrorzelle. Für den Samstag vor dem Prozessbeginn, den 13. April, mobilisieren bundesweit verschiedene antifaschistische, antirassistische, gewerkschaftliche und revolutionäre Organisationen und Parteien zu einer gemeinsamen Demonstration durch München. Das staatliche Wegsehen und der gesellschaftlich weit verbreitete Rassismus sollen dort als Nährboden der faschistischen, mörderischen Gewalt angeprangert werden.

 

13 Jahre lang mordete und bombte eine faschistische Terrorzelle in ganz Deutschland. In den Medien wurde viel über die Morde spekuliert. Den migrantischen Opfern der Nazigewalt wurden verschiedenste kriminelle Zusammenhänge nachgesagt, ihre Familien öffentlich diffamiert. Größere Öffentlichkeit und Empörung wurde lediglich bei der Erschießung der Polizistin Michele Kiesewetter 2007 in Heilbronn geschürt. Auch hier wurden jedoch erst einmal in der Nähe des Tatortes wohnende Sinti und Roma als Hauptverdächtige vernommen.

Ende 2011, etwa ein Jahr nach dem Erscheinen des rassistischen „Bestsellers“ von Thilo Sarrazin und der damit weiter geschürten rassistischen und sozialchauvinistischen Debatte, kam der Zusammenhang der Morde und damit die jahrelange organisierte faschistische Gewalt an die Öffentlichkeit. Die Angehörigen der Opfer wurden seitdem von den Behörden immer wieder in eine Rechtfertigungsposition gedrückt. Folgerichtig lehnten einige von ihnen im Frühjahr 2013 eine Einladung zu einem Treffen mit Bundespräsident Gauck ab.

 

Das Netzwerk
der faschistischen Terrorzelle

 

In der medialen „NSU“-Debatte wurde die faschistische Terrorgruppe und ihre Mitglieder wiederholt als „Einzelgänger“ oder „Extremisten unter den Rechten“ bezeichnet. Auch der Verfassungsschutz sprach bei der bewaffneten Gruppe von „Einzelpersonen“ und „Kleinstgruppen“ und zeichnet damit das Bild einer kleinen, vom Rest der rechten Szene abgekoppelten Gruppe. Die Realität jedoch spricht eine andere Sprache.

Der selbsternannte „Nationalsozialistische Untergrund“ hatte während der gesamten Dauer seiner Existenz nicht nur Kontakte in die faschistische Bewegung, sondern rekrutierte sich aus ihr und war dementsprechend fest verankert. Böhnhardt, Zschäpe und Mundlos – alle Mitglieder des NSU  waren schon Jahre vor der Zeit in der Illegalität aktive und bekennende Neonazis. Bereits Mitte der 90er Jahre warnten antifaschistische Strukturen vor den Aktivitäten des „Thüringer Heimatschutzes (THS)“, einem Zusammenschluss militanter Kameradschaften, dem die späteren Mörder zu dieser Zeit angehörten. Der „THS“ war mit seinen knapp 140 Mitgliedern mit etwa 40 „V-Männern“[1] zeitlebens von verschiedenen deutschen Geheimdiensten unterwandert. Auch Uwe Mundlos sollte während seiner Zeit bei der Bundeswehr vom Militärischen Abschirmdienst angeworben (MAD) werden, lehnte jedoch ab.

 

Doch auch nach dem Gang in die Illegalität, als dessen Auslöser 1998 der Fund von mehreren funktionsfähigen Rohrbomben in einer von Beate Zschäpe angemieteten Garage in Jena gesehen werden kann, blieben die Kontakte und die Vernetzung bestehen.

Ein Beispiel sind die Besuche von klandestin organisierten „Blood & Honour“ Rechtsrock-Konzerten der bereits illegalen Zwickauer Zelle. Schon 1998 schrieb Uwe Mundlos einen Artikel in „White Supremacy“, der damaligen Zeitschrift des internationalen militanten Neonazinetzwerks. Weitere Kontakte pflegten die drei faschistischen Mörder zum deutschen Ableger des KuKluxKlan (KKK), an dessen konspirativen Aktivitäten sie wiederholt bereits vor ihrem Leben im Untergrund teilnahmen.

Auch in finanzieller Hinsicht war Existenz der NSU nicht ohne Wechselwirkung: Die Zwickauer Zelle ist neben den Morden und mehreren Sprengstoffanschlägen in der gesamten BRD, für zwölf Banküberfälle mit einer Gesamtbeute von etwa 500.000 Euro verantwortlich. Von dem erbeuteten Geld finanzierten sie neben Waffen und ihrem Leben im Untergrund auch andere faschistische Strukturen. So sollen 20.000 Euro direkt an Neonazis in Südtirol geflossen sein.

Am deutlichsten wird die Verknüpfung der rechten Terrortruppe mit der faschistischen Bewegung jedoch über die Kontakte des NSU zur derzeit stärksten faschistischen Organisation in der BRD, der NPD. Mit Ralf Wohlleben wurde 2011 ein NPD‘ler und mit Carsten S. 2012 ein ehemaliger Thüringer JN-Funktionär wegen Unterstützung des „NSU“ festgenommen. Beide sitzen mit Beate Zschäpe im kommenden Prozess in München auf der Anklagebank. Carsten S. hatte zu den im Untergrund lebenden Telefonkontakt und besorgte diesen eine Schusswaffe.

Fest steht, dass gerade die NPD und deren Funktionäre dem „NSU“ weit näher stehen, als sie  zugeben: Die Politik der meist bieder auftretenden NPD unterscheidet sich von der der Nazimörder und militanten „freien Kameradschaften“ hauptsächlich in taktischen Fragen, zum Beispiel was Auftreten oder öffentliche Aktionsformen angeht. Die mörderische faschistische Ideologie die hinter dieser Politik steht, ist in beiden Fällen die gleiche. Einziger Unterschied: Die NPD ist gezwungen bei öffentlichen Äußerungen mehr Rücksicht auf die Legalität ihrer Struktur zu nehmen.

 

Bewaffnete Neonazis?
Keine Seltenheit!

 

Dass sich Neonazis und extrem Rechte bewaffnen und gezielt töten ist keine Seltenheit.

Regelmäßig kommt es zu größeren Waffenfunden bei Neonazis in der BRD. Immer wieder wird bei solchen Gelegenheiten betont, es handle sich eben um „Waffennarren“. Dabei existieren seit bestehen der BRD bewaffnete faschistische Organisationen. Den Anfang machte direkt nach dem zweiten Weltkrieg der sogenannte „Bund deutscher Jugend“ der sich aus ehemaligen Angehörigen faschistischer Verbände rekrutierte und neben umfangreichen Waffenlagern – u.a. mit NATO-Material gefüllt – auch schwarze Listen linker PolitikerInnen anlegte.

Die bewaffnete, militärisch aufgebaute Wehrsportgruppe Hoffmann war in den 1970ern bis zu ihrem Verbot 1980 für viele brutale Übergriffe verantwortlich. Bei der Durchsuchung eines Anwesens wurden unter anderem Granaten und Maschinenpistolen gefunden. Am 26.September 1980 verübte das Wehrsportgruppe Hoffmann Mitglied Gundolf Köhler einen Bombenanschlag auf dem Oktoberfest. 13 Menschen starben, 211 wurden zum Teil schwer verletzt. Auch in diesem Fall sprachen die Behörden von einem „Einzeltäter“ und das, obwohl der Verfassungsschutz V-Männer innerhalb der Wehrsportgruppe platziert hatte. Erst seit dem Bekanntwerden des „NSU“-Terrors 2011 fordert der Münchner Stadtrat eine erneute Aufnahme der Ermittlungen. In diesem Zusammenhang gab es auch mehrere Hausdurchsuchungen bei ehemaligen Wehrsportgruppe Hoffmann Mitgliedern, aufgrund des Verdachts, sie hätten Sprengstoff nach Jena gebracht.

 

Faschistische Morde?
Teil der Ideologie!

 

Seit 1990 wurden ca. 200 Menschen durch Faschisten in der Bundesrepublik ermordet. Auch in anderen Ländern auf der ganzen Welt gibt es faschistische und extrem rechte, bewaffnete Zellen. Die Morde des Rechtspopulisten Anders Breivik, der aus Hass auf den Islam und Antikommnismus im Jahr 2011 77 Menschen in Norwegen ermordete oder eines us-amerikanischen Mitglieds der sich selbst als faschistische „Elitetruppe“ sehenden „Hammerskins“ der 2012 sechs Menschen in einem Sikh-Tempel tötete, stehen nur beispielhaft für eine endlose Reihe rechter Morde in der ganzen Welt.

„Verwirrte Einzeltäter“, wie uns die Propaganda bürgerlicher Medien und staatlicher Stellen ständig weiß machen will, waren dabei so gut wie nie am Werk. Fast immer handelt es sich dagegen um Täter die mehr oder weniger in die Strukturen der extremen Rechten eingebunden sind. Sie handeln entsprechend ihrer Ideologie, die in allem was nicht in ihr beschränktes Weltbild passt eine Bedrohung sieht, die es auszulöschen gilt. Die angeblich so „verwirrten Einzeltäter“ und „isolierten Kleinstzellen“ stehen damit in der Tradition aller faschistischen Bewegungen und Systeme, deren grausamer Höhepunkt historisch der deutsche Faschismus war. Nicht „verwirrte Einzeltäter“, sondern ein planmäßig von den herrschenden Eliten an die Macht gebrachtes System, ist verantwortlich für die Zerschlagung jeglicher Opposition, den Weltkrieg mit 60 Millionen Toten und die industrielle und rational-organisierte Vernichtung von über 6 Millionen Jüdinnen und Juden, sowie hunderttausenden Sinti  und Roma, Behinderten, GewerkschafterInnen, SozialdemokratInnen und KommunistInnen.

 

Staatlicher Faschismus?
Staatlich unterstützte Faschisten!

 

Seit dem die faschistische Terrorzelle und die Aneinanderreihung von “Pannen“ bei der Arbeit des Verfassungsschutzes öffentlich geworden sind, werden verschiedene Interpretationsmöglichkeiten und Hintergründe diskutiert.

Offensichtlich ist die bewusste Nichtbeachtung der Faschisten durch den Verfassungsschutz. Dass der Geheimdienst nicht das ganze Ausmaß des rechten Terrors kannte mag sein, dass er gar nichts wusste scheint bei der heutigen Faktenlage aber mehr als nur unwahrscheinlich. Dass er dennoch – anders als bei Ermittlungen gegen linke Gruppen seine leider immensen Möglichkeiten nicht nutzte – erklärt sich aus der Verfasstheit und der eigentlichen Funktion dieser Behörde. Gegründet von hochrangigen Nazis, richtete sich der Verfassungsschutz seit seinem Bestehen vor allem gegen die linke und revolutionäre Opposition. Seine Aufgabe war es von Anfang an und ist es bis heute die bestehende ungleiche Verteilung von Produktionsmitteln, Reichtum und Macht mit geheimdienstlichen Mitteln abzusichern. Diese eigentliche Agenda der präventiven Aufstandsbekämpfung ist es, die es dem Geheimdienst schon strukturell verunmöglicht effektiv gegen faschistische Bestrebungen vorzugehen. Dafür ist er einfach nicht geschaffen.

Auf der anderen Seite deutet momentan recht wenig auf eine gezielte staatliche Steuerung der rechten Mörder. So hat keine größere Kapitalfraktionen oder der deutsche Verfassungsschutz ein objektives, direktes Interesse an faschistischen Terrorbanden, genauso wenig übrigens wie an einer allzu starken faschistische Bewegung. Auch wenn wir stets Verschärfungen der Ausbeutung, der Repression und auch einen aggressiven deutschen Imperialismus feststellen können, schaffen es die regierende, besitzende Klasse und deren Handlanger noch recht zuverlässig, ihre Macht und ihre Interessen mithilfe der bürgerlichen parlamentarischen Demokratie durchzusetzen.

Dass dies nicht so bleiben muss ist allerdings ebenso richtig wie die Feststellung, dass jetzige faschistische Szene durchaus auch einen gewissen Nutzen für die Herrschenden hat: Behördlicher, institutionalisierter Rassismus, die Sondergesetzgebung für Flüchtlinge, Massenabschiebungen und periodisch aufkommende rassistische Debatten in den Medien, erscheinen durch den Verweis auf die noch radikaleren Forderungen der „Rechtsextremisten“ als moderater und normaler Teil des politischen Meinungsspektrums.

Während dies den rechten Schlägern als Rechtfertigung ihrer Taten dient, waschen sich bürgerliche Politiker so, egal wie menschenfeindlich und rechts ihre Politik eigentlich ist, vom Vorwurf des Rassismus rein.

 


 

Baden-Württemberg

 

Im Zuge der „NSU“-Debatte kamen auch verschiedenste Kontakte nach Baden-Württemberg ans Licht: So wurden unter anderem Anschlagspläne von zwei Zielen am Stuttgarter Nordbahnhof gefunden. Zudem war die faschistische Terrorzelle auch in Ludwigsburg unterwegs. Zwei Polizeibeamte der Böblinger Bereitschaftspolizei waren Mitglieder des rassistischen KKK, dessen Hauptzentrale sich über Jahre im württembergischen Schwäbisch Hall befand. Einer der beiden ist der ehemalige Vorgesetzte der Polizistin Michele Kiesewetter und befand sich zum Zeitpunkt ihrer Erschießung, in der Nähe des Tatortes, am Heilbronner Hauptbahnhof. Der Reutlinger Neonazianwalt Stefan Hammer spielte mit seiner damaligen Neonaziband „Noie Werte“ die Hintergrundmusik für das  Bekennervideo der Zwickauer Faschisten. Seine Kollegin, die Raststätter Neonazianwältin Nicole Schneiders, welche früher selbst in der Thüringer NPD aktiv war, verteidigt heute den NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben.

 


 

Was nun?

Das Auffliegen des „NSU“ und die damit verbundene Debatte zeigt offen den systembedingten rechten Nährboden für faschistische Terrorzellen. Zwischen einem gesellschaftlichem Klima und Skandalanhäufungen in staatlichen Institutionen die eine solche rechte Terrorbande morden lassen und einer direkten Unterstützung und Förderung faschistischer Strukturen liegt ein qualitativer Unterschied.

Eine Gesellschaft die aus einem System entsteht, dass auf Ausgrenzung, Ausbeutung und Unterdrückung basiert, ist objektiv gesehen aber eben auch Grundvoraussetzung für faschistische Aktivitäten und Ideologie. Im Kapitalismus bestehen immer die Widersprüche zwischen den privilegierten Teilen der Gesellschaft und den Unterdrückten. Der Faschismus als potenziell letzte systemerhaltende Maßnahme bleibt daher auch solange das kapitalistische System besteht eine Herrschaftsoption.

 

Es gilt also uns zu einer starken und kämpferischen Front gegen diese zu tiefst menschenverachtende Ideologie und Bewegung mit allen, die kein Interesse am Faschismus haben, zusammentun. Anstatt den Staat und seine Behörden als Ansprechpartner oder effektiven Akteur im antifaschistischen Kampf anzusehen, müssen wir selbst antifaschistische Strukturen aufbauen und möglichst viele Menschen in diesen Abwehrkampf miteinbeziehen.

Unter dem Schutz einer schlagkräftigen und organisierten Antifaschistischen Aktion gilt es eigene revolutionäre Alternativen zum System zu propagieren und zu erkämpfen. Wir müssen Stück für Stück daran arbeiten eine solidarische, kollektiv organisierte Welt, ohne Ausgrenzung, Ausbeutung und Unterdrückung zu erkämpfen, in der faschistische Strukturen keinen Platz haben.

 

Für den Kommunismus!

 

 


 

[1]          So genannte „V-Männer“ sind aktive und bekennende Neonazis die dem Verfassungsschutz Informationen gegen Bezahlung liefern.

 


 

Revolutionäre Aktion Stuttgart

März 2013

www.revolutionaere-aktion.org

Quelle: linksunten

Literaturtips zum Thema „NSU“:

>>www.nsu-watch.info

>>www.antifainfoblatt.de

 

 

Aufruf der Antikapitalistischen Linken München [ALM]:

>>www.almuc.blogsport.eu

TERMINE:

3. April 2013:

Info-Veranstaltung mit GenossInnen

aus München

19 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann Stuttgart

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13. April 2013:

Bundesweite Demonstration in München

13 Uhr | Stachus

Tickets für die antifaschistische Busfahrt ab Stuttgart sind erhältlich bei:

Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart .

>>antifa-stuttgart@riseup.net

>>www.antifa-stuttgart.tk

 

Infoladen Stuttgart

>>Mo-Do von 17-19 Uhr Böblinger Str. 105, 70199 Stuttgart

>>www.infoladenstuttgart.tk


Gewerkschaften Solidarnosc, OPZZ, Forum, Sierpien80 und Kontra rufen zum Generalstreik auf

 

Nachdem am 11. März die Gespräche zwischen den Vertretern der Regierung und dem Gemeinsamen  Streikkomitee der Gewerkschaften (Solidarnosc, OPZZ, Forum, Sierpien80 und Kontra) ohne Ergebnisse verlief, riefen diese für den

26. März 6.00 bis 10.00 Uhr

zum Generalstreik in der polnischen

Region Górny Śląsk auf.

 

Forderungen der Gewerkschaften beziehen sich vor allen Dingen auf den Erhalt der Arbeitsplätze angesichts der Krise und der seit den neunziger Jahren gebeutelten Industrieregion.

So lesen wir:

  1. geht es darum die Firmen angesichts der Krise finanziell zu entlasten, um die Arbeitsplätze zu erhalten.
  2. Soll der Staat die Betriebe finanziell entlasten, die auf Grund des hohen Stromverbrauchs bei den erhöhten Preisen Pleite bzw. in den Osten gehen.
  3. Starke Einschränkung der Schrottverträge für Arbeiter, damit sie mit einem festen Arbeitsplatz auch in die Rentenkasse zahlen können.
  4. Liquidierung des Nationalen Gesundheitsfonds, damit die Gelder nicht in dunklen Kanälen verschwinden. Dafür Errichtung einer Krankenkasse.
  5. Beibehaltung der früheren Verrentung für Beschäftigten  in besonders gefährdeten Bereichen, weil sie sonst wegen Arbeitsunfähigkeit verarmen.
  6. Erhöhung der staatlichen Ausgaben für den Bildungssektor und dies nicht allein den überforderten Kommunen überlassen.

 

Von November 2012 bis zum März 2013 wurden in 600 Betrieben Referenden durchgeführt. Von den 150.000 Teilnehmern stimmten über 95% für den Generalstreik.

Kundgebung: Gegen NPD und Frei.Wild vor der ECHO-Verleihung!

Donnerstag, 21.03., 18:00
Donnerstag, ab 18 Uhr, vor dem Haus des Rundfunks, Masurenallee (Zugang:
U Theodor-Heuss-Platz)

Anlass sind eine NPD-Kundgebung und eine Frei.Wild-Fankundgebung gegen den Frei.Wild-Ausschluss vom ECHO-Preis. Die Rockband Frei.Wild war zunächst in der Kategorie “Rock/Alternative national” für den “Echo” nominiert worden. Daraufhin zogen die Bands Kraftklub und MIA ihre Teilnahme zurück, denn die Band Frei.Wild verbreitet völkisch-nationales und patriotisches Gedankengut und vertritt eine Blut-und-Boden-Ideologie. Der Sänger spielte fürher in der Naziband “Kaiserjäger” und engagierte sich in der rechten Partei “Die Freiheitlichen”. Mit ihren Texten ist die Band anschlussfähig für neonazistisches Gedankengut. NPD-Funktionäre waren schnell daran, die ideologische Nähe zu Frei.Wild zu betonen. Da hilft es auch nix, wenn Frei.Wild immer wieder sagen, sie hätten damit nichts zu tun.

Ausgerechnet die NPD spielt sich nun als Hüterin der Meinungsfreiheit auf. Ausgerechnet die Fans, die Kraftklub, MIA (und auch M.I.A.;) und alle, die sich kritisch zu Frei.Wild äußern mit Hasstiraden überziehen, wollen am Donnerstag Frei.Wild als Opfer dastehen lassen.

Wir überlassen ihnen nicht den öffentlichen Raum!
Frei.Wild verdrängen! NPD bekämpfen!

.ausgestrahlt: In 201 Städten Erinnerung an Fukushima und Protest gegen Weiterbetrieb von neun deutschen Atomkraftwerken

Pressemitteilung von .ausgestrahlt
2 Jahre Fukushima: 9.200 Menschen bei Mahnwachen
In 201 Städten Erinnerung an Fukushima und Protest gegen Weiterbetrieb
von neun deutschen Atomkraftwerken

anti atom sonneAm Nachmittag und Abend haben bundesweit in 201 Städten etwa 9.200 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner mit Mahnwachen an die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima erinnert und ihre Forderung nach der Stilllegung der neun deutschen Atomkraftwerke bekräftigt.

Die Mahnwachen fanden hauptsächlich in kleineren Städten statt, teilweise bei starkem Schneetreiben. Die Beteiligung reichte von 9 Personen in Wedel bei Hamburg, 15 in Wittenberge und 17 im badischen Wiesloch bis zu 160 Menschen in Trier, 150 in Lüneburg, 200 in Schweinfurt und 300 in Niederaichbach in der Nähe des AKW Isar.

Schon am Samstag waren bundesweit trotz teilweise unwirtlicher Wetterverhältnisse etwa 30.000 Menschen gegen den Weiterbetrieb von Atomanlagen auf die Straße gegangen.

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

“Niemand kann garantieren, dass die Atomkraftwerke in Deutschland die Zeit bis 2022 ohne schweren Störfall überstehen. In Japan sind innerhalb eines Jahres nach der Fukushima-Katastrophe alle 54 AKW abgeschaltet worden und trotzdem brach die Stromversorgung des Landes nicht zusammen. Auch heute laufen dort nur zwei Reaktoren, alle anderen stehen weiter still. Wieso sollte es dann nicht möglich sein, in Deutschland auf neun Meiler zu verzichten?”

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.