attac

Info-Veranstaltung zu den Blockupy-Aktionstagen: 15. Mai | 19h | Regenbogenfabrik | Lausitzerstr. 22

BLOCKUPY 2013: Blockieren – markieren – demonstrieren

Info-Veranstaltung zu den Blockupy-Aktionstagen vom 31. Mai bis 1. Juni in Frankfurt am Main.
https://www.facebook.com/events/142537429264758/?ref=ts&fref=ts

15. Mai | 19h | Regenbogenfabrik | Lausitzerstr. 22

DSC_0789Auch in diesem Jahr wollen wir wieder mit euch nach Frankfurt fahren, um gemeinsam gegen das EU-Krisenregime zu protestieren. Nach den großen Blockupy-Protesten gegen die autoritäre Krisenpolitik der europäischen Regierungen und der Troika aus EZB, IWF und Europäischer Kommission im vergangenen Jahr hat sich in Europa nichts zum Besseren verändert, sondern im Gegenteil hat sich die Lage verschärft: In Spanien und Griechenland ist fast jedeR dritte erwerbslos, das Gesundheitssystem ist zusammen gebrochen, die Situation von Flüchtlingen ist europaweit katastrophal.

In Frankfurt wollen wir dieser Politik der Spardiktate, der rassistischen Abschottung und der Ausbeutung eine klare Absage erteilen:

Wir blockieren die EZB und damit einen zentralen Teil des EU-Krisenregimes, wir blockieren den Abschiebeflughafen Frankfurt, wir markieren Krisenprofiteure wie die Deutsche Bank und wir stören den kapitalistischen Alltag auf der Haupteinkaufsstraße Frankfurts, der Zeil!

In dieser Veranstaltung stellen wir euch gemeinsam mit Stephan (attac), Julia (TOP B3erlin), Martin (transact) und Janosch (FelS) die geplanten Blockupy-Aktionen vor: Warum blockieren wir die Europäische Zentralbank, welche Rolle hat sie in der Krisenpolitik? Wieso protestieren wir gegen die Deutsche Bank, was hat sie mit Landraub zu tun? Wie ist die Aktion am Abschiebeflughafen geplant, welche kreativen Aktionen können wir uns vorstellen, um die Zeil kräftig durcheinander zu bringen?

Außerdem gibt’s natürlich die wichtigsten Infos zum Ablauf der Aktionstage: Zur Anfahrt mit den Bussen, zum Antikapitalistischen Camp, zu den Blockaden und Aktionen am 31. Mai und zur Demonstration am 1. Juni.

Tickets könnt ihr übrigens jetzt schon kaufen: Im Red Stuff (Waldemarstr. 110) und bei Schwarze Risse (Gneisenaustr. 2a)!
Infos: http://berlin.blockupy-frankfurt.org/ | blockupy-frankfurt.org

Bündnis umFAIRteilen Berlin ruft zum Aktionstag am 13. April ab 13 Uhr am Potsdamer Platz auf

Pressemitteilung

 

Bündnis umFAIRteilen ruft zum Aktionstag am 13. April ab 13 Uhr am Potsdamer Platz auf

 

UmFAIRteilen AktionstagMit einer Menschenkette und dem symbolischen Umverteilen von Geld für soziale Zwecke ruft das Bündnis umFAIRteilen am 13. April ab 13 Uhr zum Aktionstag auf. Vertreterinnen und Vertreter von Wohlfahrts- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften und UnterstüzerInnen des Bündnisses werden anschließend auf einer Kundgebung sprechen.

 

Susanne Kahl-Passoth, Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: „Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Berlin ist die Hauptstadt der Kinderarmut. Gerade die Kinder aus einkommensarmen Familien in Berlin leiden unter den Kürzungen im sozialen Bereich. Ich kann es nicht mehr hören, dass die klammen öffentlichen Kassen der Grund für Einsparungen sind. Damit muss Schluss sein. Wir als Diakonie fordern eine solidarische Gesellschaft, in der die Starken für die Schwachen einstehen.“

 

Ursula Engelen-Kefer, Sozialverband Deutschland: „In der Bundesrepublik erleben wir eine weitere Entsolidarisierung durch die Verschärfung der Umverteilung von unten nach oben. In den Euro-Krisenländern werden immer mehr Menschen ins Elend gestützt. Dringend erforderlich ist die Umkehr in der Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik: Vermögende müssen ihren solidarischen Anteil an der Krisenbewältigung leisten.“

 

Heidi Knake-Werner, Volksolidarität Berlin: „Berlin wird älter und ärmer. Immer mehr ältere Menschen beziehen eine Rente, die zum Leben nicht reicht. Besonders betroffen sind allein erziehende Frauen und diejenigen, die jahrelang zu Niedriglöhnen gearbeitet haben. Die Weichen in die Altersarmut hat die Bundesregierung mit ihrer grundfalschen Rentenpolitik gestellt.“

 

Astrid Westhoff, ver.di Berlin-Brandenburg: „Gerade wir in Berlin merken, was es heißt wenn Reiche nicht genug Steuern zahlen. Das heißt im Klartext: Öffnungszeiten in Ämtern und Bibliotheken werden eingeschränkt, Schulen und andere öffentliche Gebäude stehen im Sanierungsstau, und im Essen ist Pferd anstatt Rind, weil die Ämter nicht häufig genug kontrollieren können.“

 

Das Bündnis umFAIRteilen tritt deutschlandweit für die Einführung einer einmaligen Vermögensabgabe, einer Vermögenssteuer und dem Umverteilen von Reichtum für soziale Zwecke ein. Am 13. April werden in über 40 Städten Aktionen stattfinden. In Berlin wird es Informationen, Kultur und Talk geben, unter anderem mit den oben genannten Unterstützerinnen, mit VertreterInnen von GEW, NaturFreunden, Attac, AktivistIinnen von Zwangsräumungen verhindern, Hartz IV-Widerstand und blockupy Berlin.

 

Fototermin: 13.15 Uhr am Potsdamer Platz. In einer Menschenkette vom Spielcasino am Marlene-Dietrich-Platz zum Potsdamer Platz wird symbolisch Reichtum umverteilen.

 

Berlin, den 9.4.2013

 

Kontakt:

Büdnis umFAIRteilen

c/o DWBO

Lena Högemann, Pressesprecherin

Tel.: 030 – 820 97 111

Mobil: 0173 – 60 333 22

Email: diakonie-pressestelle@dwbo.de

Armuts- und Reichtumsbericht: „Umfairteilen statt vertuschen“

Pressemitteilung

UmFAIRteilen AktionstagBerlin, 6.3.2013. Das Bündnis „Umfairteilen“ hat heute vor dem Bundeskanzleramt gegen die „beschönigenden Änderungen“ am Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung demonstriert. Eine Person mit einer Maske von Vizekanzler Rösler (FDP) verfälschte mit Farbeimer und Pinsel an großen Texttafeln zentrale Aussagen des Berichts. Dagegen protestierten Bürgerinnen und Bürger mit Schildern und Sprechchören. Anlass für die Protestaktion war die Verabschiedung des Berichts im Bundeskabinett.

“Während sich die demokratiegefährdende Ungleichverteilung täglich verschärft, tut die Bundesregierung nicht nur nichts – sie organisiert auch noch ein monatelanges Possenspiel um den Armuts- und Reichtumsbericht“, sagte Jutta Sundermann vom Koordinierungskreis des globalisierungskritischen Netzwerks Attac. „Das ist ein Schlag ins Gesicht aller, die sich begründete Sorgen um die sozialen, politischen und ökonomischen Folgen dieser Entwicklung machen.“

“Nicht Halbwahrheiten und Beschönigung sind gefragt, sondern politisches Handeln. Es ist höchste Zeit, die Umverteilung von arm zu reich wieder umzukehren. Aus Gründen sozialer Gerechtigkeit und ökonomischer Vernunft gleichermaßen”, ist das Fazit Dieter Lehmkuhls, Mitinitiator der Initiative Vermögender für eine Vermögens-abgabe.

“Da die Bundesregierung offensichtlich Nachhilfe braucht, gehen mit dem Bündnis Umfairteilen – Reichtum besteuern auch in diesem Jahr Tausende auf die Straße. Wir fordern die Wiedereinführung einer dauerhaften Vermögensteuer, die Erhebung einer einmaligen, europaweit koordinierten Vermögensabgabe und eine wirksame Be-kämpfung von Steuerhinterziehung”, sagte Annette Sawatzki, vom Kampagnennetz-werk Campact.

Dem parteipolitisch unabhängigen Bündnis „Umfairteilen“ gehören über 20 zivilge-sellschaftliche Organisationen an: Vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac und dem Kampagnennetzwerk Campact, Gewerkschaften wie ver.di, GEW und NGG, Sozialverbänden wie dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und dem Sozialverband VdK über die Katholische Arbeitnehmerbewegung, Migrantenverbände, Jugend- und Studierendenorganisationen bis hin zu den Naturfreunden Deutschlands und der Ini-tiative Vermögender für eine Vermögensabgabe. Für den 13. April plant das Bündnis einen bundesweiten Aktionstag.

Tagung: Droht der große Kladderadatsch?

Droht der große Kladderadatsch?
Staaten retten die Banken! Wer rettet den Sozialstaat, das Klima und die Umwelt, weltweite Gerechtigkeit und Solidarität?

Programm:

10.30 -13 Uhr: Bricht der Kapitalismus zusammen?
Einschätzung der gegenwärtigen Krise, Grundsätzliches zum Zusammenbruch des Kapitalismus, Anmerkungen zur sog. Ökologischen Krise
Referent: Dr. Thomas Gehrig, Ffm, links-netz, Redaktion express

14.30 – 17.30 Uhr: Umfairteilen!? Transformation unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems?!
Warum machen die Naturfreunde bei der Kampagne „Umfairteilen“ und beim „Transformationskongress“ von DGB, EKD u.a. mit? Warum und wie gefährden die Finanz-, Umwelt- und Hungerkrisen die Demokratie, die Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme?
Fragen über Fragen! Wie lauten Antworten?
Referent: Uwe Hiksch, Berlin, Bundesvorstand Naturfreunde, ehemaliger MdB SPD und Die Linke

ab 19.30h: Klaus der Geiger und Antje von Wrochem, Straßenmusiker, Köln spielen uns und den Verhältnissen zum Tanz auf!

Termin: am Samstag, 01. Dezember 2012 ab 10.30 Uhr
Ort: Naturfreundehaus Elmstein, Esthalerstr. 63 – 67, 67471 Elmstein-Harzofen.
Tel. 06328 – 229, info@naturfreundehaus-elmstein.de,

www.naturfreundehaus-elmstein.de

Anreise ÖPNV: mit S-Bahn S1/S2, 8.34h ab HD, 8.55h ab MA-Hbf Richtung KL/Homburg bis Lambrecht(9.37h), ab Bahnhofvorplatz 9.43h mit Bus 517 Richtung Iggelbach bis Appenthal(10.02h). dann 20min per Fuß ins NFH oder dort rechtzeitig vorher anrufen (t: 06328-229) für Abholung.
Mit PKW: Fahrgemeinschaften bilden

Essen und Trinken im Naturfreundehaus. Sonderpreis für Übernachtung/Frühstück:
20 €/Bett. Spende als Teilnehmerbeitrag fürs Abendprogramm.

Eine Veranstaltung von Naturfreunde und attac Ludwigshafen, ver.di und Zukunftsforum Gewerkschaften Rhein-Neckar im Naturfreundehaus Elmstein

Politik mit Störtebeker

Seefahrer-Wortspiele und Piraten-Begriffe haben bekanntlich Konjunktur. Jetzt schreibt sich die Linkspartei folgende Forderung auf die Fahnen: „Wir ziehen mit der Störtebeker-Abgabe in den Wahlkampf und werden das auch nach der Wahl zur Bedingung machen“, sagt Bernd Riexinger. „Ohne das läuft mit uns nichts.“ Gemeint ist eine Reichenabgabe, wie sie gerade vom Netzwerk Attac vorgestellt wurde: Nach deren „Konzept für europaweit koordinierte Vermögensabgabe“ sollen die reichsten Europäer bis zu 80 Prozent ihres Vermögens erübrigen. Im Schnitt würde auf diese Weise ein Prozent der Gesellschaft mit durchschnittliche 50 Prozent belastet. „Das täte niemandem weh und wäre ein Beitrag zu größerer Verteilungsgerechtigkeit“, heißt es bei Attac - gerechnet wird mit europaweiten Einnahmen von etwa vier Billionen Euro.

Linken-Chef Riexinger hat gegenüber dem Nachrichtensender n-tv.de erklärt, nach Vorstellung seiner Partei solle „Superreichtum zu einer Sache für Historiker“ gemacht werden. „Wir müssen den überflüssigen Reichtum in den Händen Einzelner abpumpen und in die Realwirtschaft umleiten.“ Die Forderung wird nicht nur verteilungspolitisch begründet, Riexinger bezweifelte es „ganz nachdrücklich, dass es irgendwen glücklicher macht, wenn Einzelne ein Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro anhäufen“. Ähnlich hatte sich zuvor schon mehrfach seine Ko-Vorsitzende Kipping geäußert: „Wer braucht mehr als das 40-Fache des Ärmsten im Monat?“, fragte sie unlängst in einem Interview mit der Welt. „Bietet ein Einkommen von 40.000 Euro netto im Monat noch ein Mehr an Lebensgenuss?“

Was Klaus Störtebeker dazu gesagt hätte, weiß niemand. Die sprachliche Anleihe der Linken beim berühmt-berüchtigten Vitalienbruder verleitet dennoch zu historisch-kritischen Überlegungen – immerhin ist umstritten, wie sozial der vermeintliche Pirat tatsächlich war. In Zeiten, in denen sich eine Partei nach Seeräuber nennt, wird die „Störtebeker-Abgabe“ aber wohl nicht der letzte Begriff sein, der auf die politische Bühne drängt. Vor ein paar Tagen schon hatte Kipping gegenüber der Leipziger Volkszeitung gesagt, der Piratenpartei fehle „das Freibeuter-Gen“. Und: „Störtebeker wäre heute ein Linker.“ (tos)

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Bündnis Umfairteilen: Zivilgesellschaft fordert stärkere Besteuerung von Reichtum und ruft zu bundesweitem Aktionstag am 29. September auf

Pressemitteilung

03.08.12
Eine stärkere Besteuerung großer Vermögen zur Finanzierung des Sozialstaats und notwendiger Reformen fordert das Bündnis „Umfairteilen – Reichtum besteuern!“, das heute von Attac, ver.di und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband in Berlin vorgestellt wurde. Erstmalig manifestiert sich damit eine breite gesellschaftliche Bewegung für eine Politik der sozial gerechten Umverteilung in Deutschland. Das Bündnis, dem sich neben Attac, Gewerkschaften und Sozialverbänden auch Migrantenverbände, Jugend- und Studierendenorganisationen, die Initiative Vermögender für eine Vermögensabgabe sowie weitere zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen angeschlossen haben, warnt vor Kahlschlagkürzungen zu Lasten des Gemeinwesens und ruft zu einem bundesweiten Aktionstag am 29. September 2012 auf.

„In ganz Europa erleben wir derzeit eine brutale Kürzungspolitik, die zu gravierenden sozialen Verwerfungen führt und den gesellschaftlichen Frieden ernsthaft gefährdet. Wir werden uns nicht aus der Krise heraus sparen können. Wir brauchen endlich eine ehrliche Debatte über die Kosten der Krise und eines funktionierenden Sozialstaats auf der einen Seite und die ungleiche Verteilung von Reichtum auf der anderen Seite“, fordert Bündnisinitiatorin Jutta Sundermann von Attac Deutschland. Der öffentlichen Armut in Deutschland stehe ein Privatvermögen von über acht Billionen Euro gegenüber. Allein die privaten Vermögen des reichsten Prozents der Bundesbürger seien höher als alle Schulden von Bund, Ländern und Kommunen zusammen. Die positive Resonanz der ganz unterschiedlichen Partner, die in dem Bündnis erstmals zusammen agieren, belege, dass die Mehrheit der Bevölkerung nicht
länger bereit sei, die wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft zu akzeptieren.

Konkret fordert das Bündnis eine dauerhafte Vermögenssteuer sowie eine einmalige Vermögensabgabe. Darüber hinaus sei u.a. die stärkere Besteuerung hoher Einkommen, großer Erbschaften, finanzstarker Unternehmen und von Kapitalerträgen erforderlich. „Solange Deutschland ein Steuerparadies für Vermögende, Erben und Spekulanten darstellt, sind der Sozialstaat und seine Handlungsfähigkeit in den Bereichen Bildung, Umwelt, und Gesundheit bedroht. Um eine sozial gerechte Haushaltskonsolidierung und dringend notwendige öffentliche Investitionen zu gewährleisten, muss steuerpolitisch die Einnahmenseite gestärkt werden. Die Zeit ist reif für Umverteilung“, so Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

Das Bündnis appelliert an die Bevölkerung, sich mit zu engagieren und ruft zur Teilnahme am bundesweiten Aktionstag im September und darüber hinaus auf. „Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, der Sozialstaat sei ohne Kostensteigerungen zu haben. Wenn wir auch in Zukunft eine würdige Pflege im Alter, Bildungschancen für jedes Kind und eine Arbeitsmarktpolitik haben wollen, die keinen zurücklässt, müssen wir von einem Investitionsbedarf von über 20 Milliarden Euro ausgehen“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. „Die Reserven sind erschöpft. Ohne spürbare Umverteilung und eine neue Solidarität zwischen Reich und Arm wird es diesen Sozialstaat künftig so nicht mehr geben“, warnt Schneider.

Interessierte Einzelpersonen und Organisationen können sich auf der Homepage des Bündnisses als Unterstützer/innen registrieren lassen. Am 29. September 2012 findet ein bundesweiter Aktionstag als Auftakt der gemeinsamen Bündnisaktivitäten statt. Eine Vielzahl von weiteren Aktionen ist für das Jahr 2013 geplant.

Details unter: www.umfairteilen.de
Berlin, 3. August 2012
Pressekontakt: Gwendolyn Stilling, Tel. 030/24636-305, E-Mail: pr@paritaet.org

umFairteilen: Bundesweiter Aktionstag 29. September 2012

umfairteilen

umfairteilen

Fehlende Kita-Plätze, geschlossene Bibliotheken, mangelhafter Nahverkehr – der öffentlichen Hand fehlt das Geld für wichtige Investitionen. Dem stehen gigantische private Vermögen entgegen. Sie müssen wieder an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt werden – mit einer einmaligen Vermögensabgabe und einer dauerhaften Vermögensteuer.

Mit einem bundesweiten Aktionstag am 29. September 2012 fordern wir dies ein – in Berlin, Köln, Frankfurt, Hamburg und weiteren Städten. Machen Sie mit!

Unterzeichnen Sie unseren Aktionsaufruf!  Bestellen Sie Flugblätter und Plakate… Spenden Sie für den Aktionstag…


Einsortiert unter:Aufrufe Tagged: Alevitische Gemeinde Deuschland, Appell für eine Vermögensabgabe, Arbeiterwohlfahrt, Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, ATTAC, BAG rote reporter/innen, Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland e.V., Campact, Der Paritätische Gesamtverband, DGB Jugend, Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF), freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs), Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW, Kairos Europa, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen, medico international, NaturFreunde Deutschlands, SJD - Die Falken, Sozialverband Deutschland SoVD, Sozialverband VDK, umfairteilen, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Vermögensteuer jetzt, Volkssolidarität

Gegen Fiskalpakt und ESM

Am Freitag werden Bundestag und Bundesrat über die „gewaltigen Vertragswerke zur Euro-Rettung“ (Süddeutsche) ab: den Fiskalpakt und den ESM. Was die Kritik daran angeht, ist in den vergangenen Tagen viel geschrieben worden; was die Haltung der rot-grünen Opposition betrifft, ebenso. Politischer Widerstand kommt allenfalls von ein paar Linken aus SPD und Grünen, von der Linkspartei sowie sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und linken Gruppen. Zumeist bleibt es – wie beim DGB – bei Rhetorik, zur historischen Parlamentsabstimmung wird es wohl nur einige kleinere Proteste geben. Größere Wellen werden die Verfassungsklagen gegen ESM und Fiskalpakt schlagen.

In Berlin rufen NaturFreunde, Attac und Verdi zu einer Protestkundgebung um 16 Uhr vor dem Reichstag auf. „Der Fiskalvertrag zementiert eine ökonomisch unsinnige und unsoziale Politik.“, heißt es in einem Aufruf. Er zwinge „alle Länder zu einer Politik der Ausgabenkürzung. Die Folgen sind absehbar: Sozialabbau, niedrigere Löhne im Öffentlichen Dienst und Privatisierung in Bund, Ländern und Kommunen“. Der Europäische Stabilitätsmechanismus sei dagegen „de facto ein Bankenrettungsschirm. Milliardenschwer, steht er für eine Umverteilung der Kosten der Krise von arm zu reich und mit seinen enormen Kompetenzen für eine weitere Erosion von Demokratie in Europa“.

Bereits um 15 Uhr will FelS vor dem Kanzleramt „Gegen Krise und Kapitalismus“ protestieren. Man sei „diese neoliberale, unsoziale und anti-demokratische Politik ebenso leid wie die rassistischen Attacken auf die griechische Bevölkerung“, heißt es in ihrem Aufruf. „Reden wir stattdessen von den menschenverachtenden Folgen dieser Politik. Reden wir über die autoritäre Wende Europas und deutsche Niedriglöhne als Krisenursache. Reden wir vom unangetasteten Vermögen der Wenigen und dem Leid der Vielen. Reden wir von unserer Bewunderung für den Widerstand in der griechischen Bevölkerung. Fordern wir das Selbstverständliche: Echte Demokratie und ein gutes Leben in Würde für alle – in Europa und anderswo.“

Ebenso wie von FelS wird auch von dem Attac-Bündnis jeglicher Versuch von Rechtsradikalen zurückgewiesen, die Proteste gegen die EU-Politik der Bundesregierung für NPD-Positionen und Rechtspopulismus zu instrumentalisieren. Für 16 Uhr ruft die NPD zu einer Kundgebung auf, die laut Polizei am Potsdamer Platz stattfinden soll und unter dem Motto „Wir wollen nicht Zahlmeister Europas sein – Nein zum ESM!“ steht.

Die Linkspartei wird am Freitag als einzige im Bundestag geschlossen gegen Fiskalpakt und ESM stimmen. Gegner wird es freilich auch in anderen Fraktionen geben – aus ganz unterschiedlichen Motiven. Ablehnung wird auch von linken Abgeordneten von SPD und Grünen erwartet, die Linksfraktion hat mehrere Anträge gegen die Ratifizierung von ES und Fiskalpakt eingereicht. Der Bundesrat hat, um am Freitag unmittelbar nach dem Bundestag abstimmen zu können, auf alle ihm zustehenden Prüffristen verzichtet, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Das rot-rot regierte Brandenburg wird in der Länderkammer den Beschlüssen zu Fiskalpakt und ESM nicht zustimmen: weil die Linke dagegen ist.

Nach der Abstimmung ist dann vor der verfassungsrechtlichen Prüfung. Insgesamt sind Karlsruhe bereits fünf Klagen gegen Fiskalpakt und ESM angekündigt worden: unter anderem die Linksfraktion, die ehemalige SPD-Justizministerin Herta Däubler-Gmelin und der Verein „Mehr Demokratie“ und eine Kläger-Gruppe um den Nürnberger Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider sowie der CSU-Politiker Peter Gauweiler. Von dem liegt ein Klageentwurf bereits vor, die Verfassungsbeschwerden eines ungenannten Bürgers ebenso, sagte eine Sprecherin des Bundesverfassungsgerichts laut Nachrichtenagenturen. (tos)

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Proteste gegen Fiskalpakt – Abstimmung vor dem Bundestag

Anlässlich der Abstimmung des Bundestags über den Fiskalpakt am Freitag, 29.6.2012, rufen die NaturFreunde Deutschlands, Attac, ver.di Berlin und die VVN-BdA zu einer Kundgebung unter dem Motto „Demokratie und Solidarität statt Fiskalpakt!“ auf. Das Veranstalterbündnis fordert die Abgeordneten auf, den Fiskalpakt und den ESM abzulehnen.

Zeit 16 Uhr, 29. Juni 2012
Ort Reichstagswiese vor dem Reichstag (Platz der Republik), Berlin

Die Kundgebung findet teilweise parallel zu der Debatte über den Fiskalpakt im Deutschen Bundestag statt (Beginn 17:00 Uhr). Der Aufruf wird auch von der Partei DIE LINKE und der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD unterstützt.

RednerInnen (u.a.):
Sonja Staack, Vorsitzende ver.di Berlin
Uwe Hiksch , NaturFreunde Deutschlands
Alexis J. Passadakis, Attac Deutschland

Zur Kundgebung sind auch Abgeordnete eingeladen, die angekündigt haben, gegen den Fiskalpakt zu stimmen:
Christian Ströbele, Bündnis 90/Die Grünen
Sahra Wagenknecht, DIE LINKE

Uwe Hiksch, NaturFreunde Deutschlands: „ Der Fiskalpakt zerstört die Demokratie in der Europäischen Union. Wenn ein demokratisch nicht legitimiertes Gremium in die Haushaltshoheit der Parlamente eingreifen kann, ist dies ein Rückfall in die vorparlamentarische Zeit. Die NaturFreunde Deutschlands fordern konkrete Hilfen für die von der Krise besonders betroffenen Staaten und ein Ende der wirtschaftspolitisch unsinnigen Spardiktate.“

Sonja Staack, ver.di Berlin: „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können nichts für diese Krise – aber sie sollen ständig dafür zahlen. Mit dem Fiskalpakt wird die Sparpolitik in der EU zur Primärtugend erhoben. Darunter leidet die öffentliche Daseinsvorsorge, auf die gerade Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angewiesen sind. Darunter leiden alle, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, die der Staat nicht mehr leisten kann. Und darunter leiden die Löhne, die europaweit weiter gedrückt werden sollen. Deshalb ruft ver.di alle Bundestagsabgeordneten auf: Stimmt mit Nein!“

Alexis Passadakis, Mitglied in Rat von Attac: „Der Fiskalpakt ist ein undemokratisches und unsoziales Monster, das Europa weiter in die ökonomische Rezession drücken wird. Die Regierenden haben nichts aus der Weltwirtschaftskrise gelernt. Nicht die Ausgaben der staatlichen Haushalte sind das Problem, sondern die Einnahmeseite. Notwendig ist deswegen eine gerechte Besteuerung großer Vermögen, wie eine europäisch koordinierte Vermögensabgabe und ein Schuldenerlass für die öffentlichen Haushalte.“

Dirk Stegemann, Berliner VVN-BdA: “Der Fiskalpakt forciert soziale Ungleichheit und Rassismus. Wir sagen NEIN! Der Widerstand dagegen ist immens wichtig, darf aber nicht zu Lasten einer klaren Abgrenzung zu Nazis, Rassisten und Rechtspopulisten gehen. Mit denen sind weder Demokratie noch Freiheit oder Solidarität möglich.”
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Für Nachfragen/Pressekontakte am Freitag:
· Uwe Hiksch, NaturFreunde Deutschlands, (0176) 62 01 59 02, hiksch@naturfreunde.de
· Sonja Staack, ver.di Berlin, (0160) 96 71 60 06, sonja.staack@verdi-berlin.de
· Alexis Passadakis, Mitglied im Rat von Attac, (0170) 2 68 44 45, al

Offener Brief von 36 NGOs: Verfassungsschutz-Klausel gefährdet ge meinnützige Organisationen

OFFENER BRIEF

zur 1. Lesung des Jahressteuergesetzes 2013 am 28.06.2012 im Deutschen Bundestag
Verfassungsschutz und Gemeinnützigkeit zivilgesellschaftlicher Organisationen

26. Juni 2012

Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Bundestags,

am 28. Juni wird das Jahressteuergesetz 2013 in erster Lesung im Plenum des Deutschen Bundestages debattiert. In diesem Zusammenhang möchten wir, verschiedene als gemeinnützig anerkannte und bundesweit arbeitende Nichtregierungsorganisationen, Sie auf eine Klausel in der Abgabenordnung (AO) aufmerksam machen, die durch das vorgelegte Gesetz geändert werden soll. Diese neue Klausel würde dem Verfassungsschutz ermöglichen, ohne Anhörung der Betroffenen, faktisch über den Fortbestand und die Existenz einzelner gemeinnütziger Organisationen zu entscheiden (§ 51 Abs. 3 AO). Dies würde eklatant gegen rechtsstaatliche Prinzipien verstoßen.

Wir rufen Sie dazu auf, Ihre Stimme dem Gesetzesvorhaben zu verwehren und sich darüber hinaus für die ersatzlose Streichung des § 51 Abs. 3 AO einzusetzen!

Erläuterung
In § 51 Abs. 3 AO heißt es seit 2009 in Satz 3 in Bezug auf die Voraussetzungen der Steuerbegünstigung: „Bei Körperschaften, die im Verfassungsschutzbericht des Bundes oder eines Landes als extremistische Organisation aufgeführt sind, ist widerlegbar davon auszugehen, dass die Voraussetzungen des Satzes 1 nicht erfüllt sind.“

Durch die in der Gesetzesvorlage vorgesehene Streichung des Wortes ‚widerlegbar‘ würde, bei (auch unbestimmter) Nennung einer als gemeinnützig anerkannten Organisation in einem der 17 jährlich veröffentlichten Verfassungsschutzberichte des Bundes und der Länder, bei den Finanzämtern der Automatismus einer Versagung der Steuervergünstigungen ausgelöst. Der bisherige Ermessensspielraum der Finanzämter vor Ort entfiele ebenso wie die Möglichkeit der betroffenen Organisation, bei Finanzgerichten Rechtsschutz zu suchen.

Der 2009 eingeführte § 51 Abs. 3 AO bewegt sich generell in einer juristischen Grauzone, da der verwendete Begriff ‚Extremismus‘ ein unbestimmter Rechtsbegriff ist. Dies eröffnet der Willkür Tür und Tor (siehe Anlage). Jüngst haben mehrere Gutachten, darunter eines vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, festgestellt, dass die vom Verfassungsschutz verwendete Bezeichnung ‚Extremismus‘ kein definierter Rechtsbegriff ist. Dementsprechend wird er in keinem einzigen Gesetzestext verwendet – mit Ausnahme der AO seit 2009. Hinzu kommt, dass die Erwähnung von Organisationen in den Verfassungsschutzberichten keinen konsistent definierten Kriterien folgt.

Laut Bundesverfassungsgericht ist die Bezeichnung ‚extremistisch‘ ausdrücklich “eine Frage des politischen Meinungskampfes und der gesellschaftswissenschaftlichen Auseinandersetzung. Sie steht in unausweichlicher Wechselwirkung mit sich wandelnden politischen und gesellschaftlichen onte ten und su e ven insch t ungen” (1 BvR 1106/08, 08.12.2010).

Es besteht zwar die Möglichkeit, gegen die Nennung im Verfassungsschutzbericht vor dem Verwaltungsgericht zu klagen – was bereits in vielen Fällen erfolgreich getan wurde. Aber solche Verfahren ziehen sich oft über Jahre und brauchen finanzielle Ressourcen, die einer Organisation durch den Entzug der Gemeinnützigkeit gerade genommen werden. Ein solcher Entzug hätte zur Folge, dass eine Organisation zum einen nicht länger von der Körperschaftssteuer befreit wäre und zum anderen, dass Spenden an diese Organisation nicht mehr steuerlich abgesetzt werden könnten. Durch eine bloße Erwähnung in einem der Verfassungsschutzberichte könnte der VS also einen gemeinnützigen Verein – umgehend und ohne weitere Anhörung der Betroffenen – in der Existenz gefährden und der Insolvenz nahe bringen. Dies kann nicht Sinn und Funktion der Regelungen zur Gemeinnützigkeit sein. Bürgerschaftliches Engagement und zivilgesellschaftliche Arbeit sind konstitutiv für unsere demokratische Gesellschaft: Die Versagung von Gemeinnützigkeit verhindert die Beteiligung an der Gestaltung unseres Gemeinwesens!

Daher fordern wir Sie auf, der geplanten Änderung des § 51 Abs. 3 AO nicht zuzustimmen. Darüber hinaus muss der gesamte Absatz ersatzlos gestrichen werden. Es gibt keinerlei Legitimation dafür, dass ein Inlandsgeheimdienst über die Grenzen der demokratischen Zivilgesellschaft bestimmen und einzelne zivilgesellschaftliche Organisationen ohne feste Kriterien und ohne Anhörung der Betroffenen oder Verfahren existenziell gefährden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Erstunterzeichner:

.ausgestrahlt e.V.
Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.
Attac Deutschland
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
Bewegungsstiftung
Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BEN)
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Campact e.V.
Christliche Initiative Romero (CIR)
Engagierte Wissenschaft e.V.
Europäische Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie und Menschenrechte in der Welt e.V. (EJDM)
FoeBuD e.V.
Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e.V.
Greenpeace e.V.
Hamburgs aktive Jurastudierende
Humanistische Union e.V.
Informationsbüro Nicaragua e.V.
INKOTA-Netzwerk e.V.
Internationale Liga für Menschenrechte
Interkultureller Rat in Deutschland e.V.
JG Stadtmitte Jena
Komitee für Grundrechte und Demokratie
LobbyControl – Initiative für Transparenz und Demokratie
medico international
NaturFreunde Deutschlands
Netzwerk Friedenskooperative
Neue Richtervereinigung – Zusammenschluss von Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten e.V. (NRV)
Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.
Pro Asyl
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V.
ROBIN WOOD – Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.
Soziokulturelles Zentrum Conne Island (Projekt Verein e.V.)
Städtepartnerschaftsverein Wuppertal-Matagalpa e.V.
urgewald e.V.
Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.
WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V.