Todesstrafe

Annette Groth (DIE LINKE): Todesstrafe endlich weltweit ächten

Pressemitteilung


Todesstrafe endlich weltweit ächten

annette groth„Mit der Vorlage des jährlichen Berichts über die Todesstrafe leistet Amnesty International (AI) einen wichtigen Beitrag im Kampf um die weltweite Ächtung dieser bestialischen Bestrafung von Menschen. DIE LINKE unterstützt Amnesty in ihrer Forderung nach einer weltweiten Abschaffung der Todesstrafe“, so Annette Groth, menschrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum heutigen Bericht „Death Sentences and Executions 2012“. Groth weiter:

 

„Laut Amnesty International wurden im Jahr 2012 weltweit mehrere tausend Menschen durch die Todesstrafe hingerichtet. Allein der Iran, Irak und Saudi-Arabien sind für drei Viertel der registrierten Hinrichtungen verantwortlich. Einen absolut beklagenswerten Rückschritt haben die Länder Pakistan, Japan, Botsuana und Gambia gemacht, die nach einigen Jahren Moratorium wieder die Todesstrafe vollstreckt haben. Eine Schande für jede Regierung, die diese Form der archaischen Bestrafung durchführt. DIE LINKE appelliert gerade auch an die USA, in deren Bundesstaaten Arizona, Delaware, Florida, Idaho, Mississippi, Ohio, Oklahoma, South Dakota und Texas insgesamt 43 Exekutionen genehmigt wurden, die Todesstrafe endlich abzuschaffen. Darüber hinaus fordern wir die Verantwortlichen auf, die willkürliche Hinrichtung von Menschen in Form von extralegalen Tötungen mittels Drohnen oder Sondereinsatzkommandos sofort zu beenden. Gerade die USA sind jedes Jahr für Tausende von Toten durch Drohnenbeschuss oder Todeskommandos verantwortlich.“

Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal: Termine, Meldungen und Infos

mumiaplakat21.***   Termine

Rundreise – Dan Berger spricht über Politische Gefangene aus den USA, ergänzt von den Gefangenen Mumia Abu-Jamal, Oscar Lopez Rivera, Sundiata Acoli und David Gilbert:

Sa. 12.01.2013 Berlin, ab 10 Uhr auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz (inkl. „Postamt für Gefangene im Foyer – schaut vorbei) – Urania  – An der Urania 17 – 10787 Berlin – U-Wittenbergplatz
weiter Infos http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/

So. 13.01.2013 Stuttgart, 19 Uhr im Linken Zentrum Lilo Hermann
Linkes Zentrum Lilo Herrmann – Böblinger Str. 105 – 70199 Stuttgart

Mo. 14.01.2013 Frankfurt Am Main, 20 Uhr im Café Exzess
Café Exess – Leipziger Straße 91  - 60487 Frankfurt am Main

Di. 15.01.2013 Hamburg, 19 Uhr im Centro Sociale
Centro Sociale – Sternstraße 2 – 20357 Hamburg

Ausführliche Informationen und Dokumentationen zur Rundreise auf http://dragons.blogsport.de/

Podcasts von „Radio Aktiv“  http://cba.fro.at/series/1447
Radio Aktiv begleitet die FREE MUMIA Bewegung inzwischen seit über 5 Jahren und bringt beinahe jede Woche Hintergrundberichte und Beiträge von Mumia u.a. Gefangenen.

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2.***   Meldungen aus der Bewegung

Bericht: Reihe Repression und Widerstand USA (24.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/339483.shtml

Offener Brief des ehemaligen politischen Gefangenen Smily aus Stuttgart an Obama (23.12.2012)

http://de.indymedia.org/2012/12/339449.shtml

Berlin – Tag der Menschenrechte (11.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/338998.shtml

US Botschaft in Holland warnt vor FREE MUMIA Kundgebung (10.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/338959.shtml

The Unsilenced Voice of a ‘Long-Distance Revolutionary’ (09.12.2012 –engl)
http://www.truthdig.com/report/item/the_unsilenced_voice_of_a_long-distance_revolutionary_20121209

(Video) Long Distance Revolutionary “Christmas Cage”
http://www.youtube.com/watch?v=yKJCHZDnpZc&feature=em-subs_digest

An Mumias 31. Haftjahrestag schauten Unterstützer_innen auf den Ausbau der Gefängnisindustrie in der BRD: Gefängnisindustrie in Sachsen-Anhalt (09.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/338948.shtml

Verslag mumia manifestatie van 7 dec. (09.12.12 – nederlands)
https://www.indymedia.nl/node/11280

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3.***   Solidarität gegen Knast und Repression – Solidarität mit Gefangenen

Daniel McGowan aus der Haft entlassen! (30.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/339718.shtml

Festnahme in Dresden (26.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/339544.shtml

Sächsischer “Filz” erhebt Anklage (25.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/339509.shtml

Arab Spring, Occupy Wall Street, and mass incarceration: an interview on contemporary social movements with David Gilbert (political prisoner since 1981)
http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/17541328.2012.746045

Pressemitteilung: Rote Hilfe e.V. fordert Haftentlassung von Deniz K. -
Protest gegen Vorgehen von Polizei und Justiz (17.12.2012) http://www.rote-hilfe.de/presse/bundesvorstand/422-skandaloeses-urteil-im-politischen-schauprozess-gegen-deniz-k

California Prisoners reject CDCR proposal; threaten new hunger strike (17.12.2012 – engl) http://prisonerhungerstrikesolidarity.wordpress.com/2012/12/17/prisoners-reject-cdcr-proposal-threaten-new-hunger-strike/

(USA) Leonard Peltier – seit 1976 in Haft (16.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/339189.shtml

Knast: Wer sich beschwert, wird fertiggemacht (16.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/339157.shtml

Jackson Browne and Common Unite to Bring Leonard Peltier Home – Concert calls for the release of the jailed Native American activist (15.12.2012 – engl) http://www.rollingstone.com/music/news/jackson-browne-and-common-unite-to-bring-leonard-peltier-home-20121215

Strafvollzug 2012 – Eine Übersicht (13.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/339062.shtml

(jW) Rendite mit Gefangenen (07.12.2012)
http://www.jungewelt.de/2012/12-08/031.php

NYCLU Files Suit Challenging Solitary Confinement in New York State Prisons (06.12.12 – engl)
http://solitarywatch.com/2012/12/06/nyclu-files-suit-challenging-solitary-confinement-in-new-york-state-prisons/

“I plan on exercising every right that I have” to resist California grand jury, activist says (30.11.2012 – engl)  http://www.greenisthenewred.com/blog/california-grand-jury-animal-rights-brittany-kenville/6623/

Former Death Row Inmate Imprisoned for 30 Years in Texas With No Conviction (29.11.2012 – engl)
http://deathpenaltyinfo.org/former-death-row-inmate-imprisoned-30-years-texas-no-conviction

(Video) Daughter of former Black Panther talks about her father in solitary confinement (10.02.2012 – engl) http://www.youtube.com/watch?v=3o1Uj9s8YiY&feature=player_embedded

Russell Maroon Shoatz Speaks – political prisoner in SCI Greene (engl)
http://www.youtube.com/watch?v=4XF7_K1GoT8&feature=endscreen

Michelle Alexander Probes the Politics and Policies of the ‘New Jim Crow’ (29.11.2012 – engl)
http://www.wdetfm.org/shows/craig-fahle-show/episode/michelle-alexander-politics-new-jim-crow/

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4.***   Abschaffung der Todesstrafe – überall!

Jimmy Dennis – Todestraktgefangener USA (30.12.2012)
http://de.indymedia.org/2012/12/339751.shtml

A Busy Year for the Texas Executioner, but Hank Skinner Eludes Death Again (18.12.2012 – engl)
http://www.huffingtonpost.com/david-protess/hank-skinner-death-penalty_b_2317770.html

Louisiana death row inmate freed after 15 years – with a little help from DNA (7.12.2012 – engl)
http://www.guardian.co.uk/world/2012/dec/07/dna-testing-frees-man-death-row

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Wir hoffen, gut informiert zu haben. Bitte verbreite diese Nachrichten auch selbst weiter (z.B. in Blogs, über “Soziale” Netzwerke etc.).

Viele Grüße vom

Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal!

„Gesicht zeigen“ für Mumia

aus:Indymedia, zu finden hier: http://de.indymedia.org/2012/11/337576.shtml
Image

Ca. 60 Berliner Schüler_innen luden Anfang November eine Rednerin der Free Mumia Kampagne ein, in einer Schule über die Abschaffung der Todesstrafe und den Fall von Mumia zu berichten. Im Anschluss entstand das Foto.

Am 9. Dezember 1981 schoss der Polizist Daniel Faulkner den afroamerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal auf offener Straße in Philadelphia nieder, nachdem er zuvor bereits Mumias Bruder in einer rassistisch motivierten Kontrolle brutal zusammen geschlagen hatte. Faulkner wurde darauf hin ebenfalls erschossen. Mumia überlebte einen Lungendurchschuss und wurde später beschuldigt, den Beamten Faulkner ermordet zu haben, obwohl der Polizei bekannt war, dass der Tatverlauf ein völlig anderer war. Zeugen wurden unter Druck gesetzt und z.T. erfolgreich manipuliert, entlastende Beweise unterschlagen sowie andere frei erfunden. Im Sommer 1982 überzeugte ein auf Verfassungsbrüche spezialisierter Staatsanwalt zusammen mit einem politisch als äußerst rechts geltenden Richter die Jury, Mumia Abu-Jamal zum Tode zu verurteilen. Bis heute hat sich aufgrund des zugespitzten politischen Interesses and diesem Fall keine Instanz der US Justiz getraut, ein neues Verfahren einzuleiten.

Am 9. Dezember 2012 jährt sich nun Mumia Abu-Jamals Inhaftierung zum 31. Mal. Vor knapp einem Jahr mussten die Behörden endgültig das Todesurteil gegen ihn fallen lassen. Eine in mehreren Ländern aktive Solidaritätsbewegung hatte über zwei Jahrzehnte hinweg den nötigen öffentlichen Druck aufbauen können, um diesen geplanten Justzmord zu verhindern. In derselben Zeit wurden jedoch über 1200 weitere Gefangene in den USA hingerichtet und Tausende aus politischen Gründen mit ähnlichen Methoden wie Mumia inhaftiert. Derzeit sind in den USA knapp 2,5 Millionen Menschen im Gefängnisindustriellen Komplex eingesperrt – die allermeisten aufgrund ihrer Hautfarbe und Armut, die sie zum Ziel von Polizei- und Behördenwillkür macht.

Die erfolgreiche Verhinderung der Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal hat die Todesstrafe in den USA insgesamt in Frage gestellt. Die Durchsetzung der Freiheit von Mumia würde das Licht auf die grundlegenden Probleme der Justiz und letztendlich der gesamten Gesellschaft werfen, welche natürlich auch in vielen anderen Ländern auf der Welt existieren: Rassismus und Klassenjustiz.

In der BRD koordinieren sich verschiedene Gruppen und Einzelpersonen seit Herbst 2010 in einer Freilassungskampagne für Mumia Abu-Jamal: www.freiheit-fuer-mumia.de

Auf der Infoveranstaltung in einer Berliner Schule Anfang November wurde auch der Film “Justice On Trial” gezeigt, der neben dem Fall von Mumia Abu-Jamal alle anderen erwähnten Themen vorstellt. Nun sind weitere Filmvorführungen für die nähere Zukunft geplant.

Free Mumia: Abschaffung der Todesstrafe – Volksabstimmung im November 2012 in Kalifornien

Im November dieses Jahres gibt es in Kalifornien eine Volksabstimmung über die Abschaffung der Todesstrafe in diesem Bundesstaat. Mit 725 Gefangenen hat Kalifornien den größten Todestrakt der USA. Seit Februar 2006 sind die Hinrichtungen dort ausgesetzt, da Bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit der Todesstrafe vor den Gerichten “geprüft” werden.

Eine Abschaffung der Todesstrafe in Kalifornien hätte US-weite Ausstrahlung und würde nach den bereits erfolgten in New Jerseys, New Mexiko, Illinois und vor kurzem auch Connecticut ein deutliches Zeichen setzen.

Allerdings scheint es, als ob diese begrüßenswerte Initiative mit extrem bitteren Zugeständnissen verbunden sein wird. So machen Gefangene selbst zusammen mit Todesstrafengegner_innen darauf aufmerksam, dass sich nichts an der offen praktizierten rassistischen Haltung und den hauptsächlich auf finanziellen Eigenmitteln basierenden Verteidigungsmöglichkeiten ändern soll.

Im Gegenteil – die Todesstrafe soll mit weit weniger Berufungsmöglichkeiten durch Lebenslänglich ohne Bewährung ersetzt werden und das damit eingesparte Geld z.T. der Polizei und anderen Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung gestellt werden. Also genau jenen Institutionen, die mit massiven Zeugenbeeinflussungen, Falschaussagen und Unterschlagungen in den vergangenen Jahrzehnten für die übervollen Todestrakte sowie Gefängnisse der USA gesorgt haben. So begrüßenswert die endgültige Abschaffung der Todesstrafe in Kalifornien und weiteren Bundesstaaten wäre, darf sie nicht zu weiteren Ungunsten von Gefangenenrechten “erkauft” werden. Aktivist und Autor Julien Ball hat sich mit den Entwicklungen in Kalifornien genauer beschäftigt:

A closer look at SAFE California (24.05.2012) http://socialistworker.org/2012/05/24/closer-look-at-safe-california

Free Mumia: Wrap the US Embassy – Die US-Botschaft einwickeln

PRESSEMITTEILUNG
Samstag, 7. April, 14 Uhr – Wrap the US Embassy – Die US-Botschaft einwickeln:
Abschaffung der Todesstrafe und Freiheit für Mumia Abu-Jamal

Beim diesjährigen Ostermarsch in Berlin findet ein ungewöhnlicher Protest gegen die Todesstrafe statt: Aktivisten und Aktivistinnen aus der ganzen Bundesrepublik werden die Botschaft der USA am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor mit dem längsten Transparent der Welt umkreisen und damit symbolisch einwickeln.

Der Ostermarsch in Berlin beginnt um 12.30 Uhr auf dem Potsdamer Platz. Die gemeinsame Aktion der Friedensbewegung und der Free-Mumia-Bewegung beginnt um ca. 14.00 Uhr am Pariser Platz.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind der einzige Staat der „westlichen“ Welt, der seine Gefangenen hinrichtet und gehören damit zu den nur 10% der Staaten weltweit, die noch an der Todesstrafe festhalten.
Vor wenigen Tagen erschien der Bericht zur Todesstrafe 2011 von Amnesty International: Die USA belegen weltweit Platz 5 der Henkernationen – nach China, dem Iran, Saudi-Arabien und dem Irak und gefolgt von Jemen. Seit 10 Jahren sinkt die Zustimmung der Bevölkerung jedoch kontinuierlich, und 2011 hat mit Illinois bereits der 16. Bundesstaat die Todesstrafe abgeschafft, Oregon hat einen Hinrichtungsstopp verhängt.

Die Anti-Todesstrafen-Bewegung schenkt den USA besondere Aufmerksamkeit, weil die Abschaffung der barbarischen Strafe in diesem Staat auf der ganzen Welt Signalcharakter hätte.

Aber auch die oft vorgeschlagene Alternative – Lebenslänglich ohne Möglichkeit vorzeitiger Entlassung – ist unmenschlich. In den USA sind davon 41.000 Menschen betroffen, darunter der afro-amerikanische Journalist und Schriftsteller Mumia Abu-Jamal, der beinah 30 Jahre in der Todeszelle saß – zu Unrecht und unter Verstoß gegen die US-amerikanische Verfassung, wie der US Supreme Court im November 2011 bestätigte. Schon im Jahr 2000 stellte die wohl renommierteste Menschenrechtsorganisation Amnesty International in einem ausführlichen Bericht fest, nicht nur das Todesurteil, sondern auch der gesamte Prozess gegen Mumia Abu-Jamal habe „gegen die internationalen Mindeststandards verstoßen“, unter anderem, weil Abu-Jamals Schuld dort nie zweifelsfrei erwiesen worden sei.

Dennoch soll Abu-Jamal nun nach all den Jahren, die er widerrechtlich unter den brutalen Bedingungen der Todeshaft verbringen musste, nicht freigelassen werden, sondern bis an sein Lebensende im Gefängnis bleiben.

660 Meter Transparent in vielen Sprachen – darunter Chinesisch, Persisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hebräisch, Laotisch, Lettisch, Tamil und mehr – rund um die Botschaft rufen auf zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe, zur Freiheit für Mumia Abu-Jamal und zur internationalen Ächtung jahrzehntelanger Haftstrafen bis zum Tod.

Netzwerk gegen die Todesstrafe und für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal

Genug ist genug – Freiheit für Mumia – sofort!

Demonstration am 21. April 2012, Berlin – 16:00 – Rosa-Luxemburg-Platz


Seit mehreren Jahrzehnten wandelt sich die US Gesellschaft in eine Gefängnisnation. Ein Viertel aller weltweit inhaftierten Menschen sitzt laut UNO in den USA ein – 2,5 Millionen Gefangene. Dazu kommen noch etwa doppelt so viele, die in anderer Form unter der Kontrolle der Justiz stehen. Diese Grössenordnung hat historisch nur zwei Parallelen: die NS-Zeit und die Stalin-Ära. Ansonsten gibt es keinen Vergleich, was das Einsperren der eigenen Bevölkerung angeht – weder in realen Zahlen, noch im statistischen Verhältnis zur eigenen Bevölkerungsgrösse.

2,5 Millionen Gefangene – überwiegend People Of Color – erwirtschaften in der US-Gefängnisindustrie enorme Gewinne unter Zwangsarbeit. Seit 2011 arbeiten erstmals mehr Afro-Amerikaner_innen in dieser Zwangsindustrie als 1865 – dem Jahr der offiziellen Abschaffung der Sklaverei.

Der Grossteil der US-amerikanischen Gefängnispopulation ist durch Herkunft und Armut gekennzeichnet – nicht-weisse Menschen werden überproportional eingesperrt, meist für Eigentumsdelikte die in direktem Zusammenhang mit sozialer Ausgrenzung und Armut stehen.

Noch immer werden hunderte Gefangene aus den Bürgerrechtskämpfen der 60iger und 70iger Jahre festgehalten und hunderttausende Gefangene in den USA leben z.T. Jahrzehnte unter Isolationshaftbedingungen, die international als Folter gekennzeichnet sind.

Es ist kein Zufall, dass Sozialabbau, Lohnsenkungen und sog. Kriminalitätsdiskurse gleichzeitig ablaufen: bietet es den Herrschenden doch die Möglichkeit, sich jeder sozialen Verantwortung zu entledigen und gleichzeitig die Gewinne für Konzerne zu erhöhen. Nur dadurch ist das Entstehen der Gefängnisnation in den USA innerhalb weniger Jahrzehnte zu erklären. Wenn wir uns dem hier nicht entschlossen entgegen stellen, wird es für viele von uns in den kommenden Jahren ähnlich aussehen, wie für das ausgeschlossene Drittel der USA: ein Leben unter permanter Bedrohung des Freiheitsentzuges unter zementierter Armut.

Nicht von ungefähr macht dieses Modell der Ausbeutung von Gefangenen und der gleichzeitigen rassistischen Abschottung auch in anderen Ländern Schule. Während rund um die EU täglich Menschen bei dem Versuch der Einreise durch das brutale FRONTEX Regime sterben, beginnt auch hier die industrielle Ausbeutung von Gefangenen einhergehend mit der Privatisierung der Gefängnisse. Zwar steht die BRD noch ganz am Anfang dieser Entwicklung, aber die ersten Knäste unter privater Leitung (bei gleichzeitig überwiegend öffentlicher Finanzierung) sind bereits in Betrieb. Das Abschöpfen der Gewinne durch die privaten Betreiber folgt hier derselben neo-liberalen Logik wie in allen anderen Bereichen, in denen Konzerne ehemals staatlich-gesellschaftliche Bereiche übernommen haben.

Für Widerstand haben wir in Europa derzeit jedoch etwas bessere Vorraussetzungen. Wir sind nicht von der gesetzlich geregelten Todesstrafe bedroht. Zwar töten Justiz und Polizei auch hier regelmässig Menschen, müssen das aber noch immer vertuschen oder offiziell ignorieren. In den USA hingegen steht die Todesstrafe als direkte Bedrohung gegen alle, die nicht am gesellschaftlichen Reichtum teilhaben können. Das ist immerhin ein Drittel der Bevölkerung. Während es statistisch bewiesen ist, dass Staatsanwälte und Juries die Todesstrafe ungleich häufiger gegen People Of Color fordern und durchsetzen, haben alle zum Tode Verurteilten eines gemeinsam: sie alle können sich keine qualifizierte Verteidigung leisten und bleiben aufgrund der Gesetzeslage nach ihrer Verurteilung völlig chancenlos, selbst bei erwiesener Unschuld freizukommen.

Nicht nur Armut und ethnische Herkunft, auch politisches Handeln rückt Menschen ins Visier der Justiz. Hunderte Gefangene der Bürgerrechtsbewegungen sitzen seit Jahrzehnten in Haft. Immer wieder müssen Aktivist_innen, ob Umweltschützer_innen, lobalisierungskritiker_innen oder Occupiers mit Gewalt und Repression als Antwort auf ihr Engagement rechnen.

Gefängnisindustrie, Todesstrafe und politische Repression sind keine Randthemen – sie stehen einer Gesellschaft entgegen, die sich gegen Ausbeutung und Unterdrückung, aber FÜR soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde einsetzen.

Teil dieser Bewegung, damals wie heute, ist der afro-amerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal. Als ehemaliger Pressesprecher der Black Panther Partei in Philadelphia wurde er in einem Schauprozess 1982 zum Tode verurteilt. Er überlebte seine versuchte Ermordung bei der Verhaftung sowie mehrere Versuche des Staates, ihn hinzurichten, weil die weltweite Empörung über dieses Unrechtsurteil immer wieder starke Proteste hervorrief. Amnesty International stufte sein Verfahren als “Bruch internationaler Mindeststandards (…) für faire Verfahren” ein und forderte eine Neuverhandlung – etwas, wovor alle Beteiligten auf der Anklageseite grosse Angst haben. 2011 bestätigte dann sogar.der Oberste Gerichtshof der USA, dass Mumias Verurteilung zum Tode ein Bruch seiner verfassungsmässigen Rechte ist, hielt aber gleichzeitig den Schuldspruch aufrecht. Diese Logik entzieht sich allen, die dieses Verfahren genauer verfolgt haben. Als Akt der “Gnade” will es diese Justiz nun verstanden wissen, den ehemaligen Black Panther nach über 30 Jahren Todestrakt für den Rest seines Lebens im Gefängnis festzuhalten. Am 24. April 2012 wird Mumia voraussichtlich zum 30. Mal seinen Geburtstag in Haft verbringen.

Es reicht! In Washington D.C. werden am 24. April 2012 Menschen als Akt des zivilen Ungehorsams das Justiz-Ministerium besetzen. Sie fordern: FREE MUMIA ABU-JAMAL! STOP THE PRISON NATION!

In Berlin rufen wir alle auf, am Samstag, den 21. April für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal auf die Strasse zu gehen.

Wir fordern:
Freiheit für Mumia Abu-Jamal!

Stop the Prison Nation – weg mit der Gefängnisindustrie!

Abschaffung der Todesstrafe überall!

Freilassung der politischen Langzeitgefangenen in den USA!

16:00 – Rosa-Luxemburg-Platz

Abschlusskundgebung gemeinsam mit Aktivist_innen aus den USA vor der US Botschaft am Brandenburger Tor.

Schöneburgs Sicht

Neulich hatte die Brandenburger CDU, die immer noch versucht, dem Land die DDR auszutreiben, die tolle Idee, Justizminister Volkmar Schöneburg als heimlichen Fan der Todesstrafe zu entlarven. Ein CDU-Landtagsabgeordneter wollte so etwas mit Hilfe akribischer Exegese aus der Dissertation der Linke-Politikers herausgelesen haben, die dieser Mitte der 80er Jahre in der DDR zum Thema „Das kriminalwissenschaftliche Erbe der KPD 1919 bis 1933“ geschrieben hatte. Nachdem sich die kurzzeitige Aufregung wieder gelegt hat, bringt das Neue Deutschland nun einen Beitrag von Schöneburg zum Umgang mit der Todesstrafe in der DDR. Wer also wissen will, aus welchen Gründen in der DDR wie lange die Todesstrafe existierte und vollzogen wurde, wie die SED-Führung in juristische Verfahren eingriff und was Marx zum Thema Todesstrafe sagte, dem sei Schöneburgs Artikel „Der Mann ist doch krank – E.H.“ empfohlen. (vk)

flattr this!

Todesstrafe USA – Suche nach Gift geht weiter

aus: indymedia, Artikel hier
Weg mit der Todesstrafe – weltweit!

Im Dezember 2011 verhängte die EU Komission ein Ausfuhrverbot für das Präparat Natrium Thiopental, um europäischen Firmen Profite an der Todesstrafe in den USA zu verunmöglichen. Der bisherige Hauptexporteur, der dänische Pharma-Konzern Lundbeck verkaufte nun seine Patente und erzielte einen hohen Gewinn vor dem Hintergrund der Suche von US Bundesstaaten, Gefangene mit dem gesetzlich vorgeschriebenen 3-Gifte-Cocktail umzubringen.

Bei Hinrichtungen mit der Giftspritze werden den Gefangenen drei Chemiekalien in kurzer Abfolge injiziert. Sodium Thiopental war bis vor kurzem das erste davon. Aufgrund starker Kritik der Anti-Todesstrafen-Bewegung setzte der alleinige Hersteller Hospira Ende 2010 die Produktion aus, liefert allerdings weites gehend unbemerkt von der Öffentlichkeit weiterhin Pancuronium Bromide, die zweite Chemikalie. Während die meisten Hinrichtungen 2011 mit Sodium Thiopental (europäisch auch Natrium Thiopental) aus EU Ländern durchgeführt wurden, ist das legal inzwischen nicht mehr möglich. Indische Anbieterfirmen wurden aufgrund kürzerer Testphasen in der Entwicklung von der US Gesundheitsbehörde FDA nicht zugelassen. Lediglich Schweizer Firmen wie Naari oder Novatis scheinen den Anforderungen zu genügen, haben aber öffentlich zumindest Skrupel, sich an Hinrichtungen zu beteiligen.

In den USA haben die meisten hinrichtenden Bundesstaaten sehr schnell auf die enge Versorgungsenglage von Natrium Thiopental reagiert, seitdem ein Exportverbot aus der EU in die USA besteht. Es zeichnet sich eine ‘Alternative’ in mehr als 20 US Bundesstaaten ab. Wieder dabei ein “alter Bekannte”, der dänische Konzern Lundbeck. Er verkaufte vor kurzem die Patente für sein Produkt namens Nembutal, welches medizinisch ähnliche Eigenschaften wie Thiopental aufweist (  http://markets.on.nytimes.com/research/stocks/news/press_release.asp?docTag=201112221330BIZWIRE_USPRX____BW5788&feedID=600&press_symbol=42373 ).

Während sich Lundbeck noch im Herbst 2011 öffentlich gegen die Verwendung ihrer Produkte bei der Todesstrafe positionierten (nicht ohne mehrere Monate vorher an verschiedene Henker zu liefern), reden sie nun von ethischen Regeln, um die Kritik an ihrer Rolle in der US Todesstrafe zu umgehen. Mit dem Verkauf ihres Präparats samt Patent an die Firma Akorn Inc. aus Lake Forest in Illinois müssen sie nun nicht mehr selbst an die Gefängnisse liefern. Sie behaupten auch, einen “ethischen Weiterverkauf” des Giftes per Kaufvertrag eingebunden zu haben, der es u.a. Dritthändlern verbietet, sich an der Todesstrafe zu beteiligen.

Auch Akorn scheint Angst vor öffentlichem Imageverlust zu haben und gründete daher die 100%ige Tochterfirma Oak, die nun Produktion und Vertrieb von Nembutal übernehmen soll. Oak ist rechtlich auch an die “ethische” Regelung gebunden. Ob und in welcher Form Oak nun gedenkt, das teuer erworbene Patent anzuwenden, ist bisher unklar. Klar ist, dass es theoretisch für Hinrichtungen eingesetzt werden könnte. Sie (und Akorn) stehen nun unter Beobachtung, während Lundbeck sich ein großes Problem lukrativ vom Hals geschafft hat. 45 Millionen US-$ eine Nachzahlung von weiteren 15 Millionen nach drei Jahren erzielte der dänische Konzern von Akorn für ein Patent, mit dem sich vor dem us-amerikanischen Versorgungsengpass in der Todesstrafe kaum Geld verdienen ließ (  http://www.marketwatch.com/story/akorn-acquires-three-hospital-based-branded-injectables-from-lundbeck-2011-12-22 ).

2012 wurden bisher zwei Menschen in den USA hingerichtet.

Isolationshaft gegen Mumia aufgehoben

 

aus: indimedia, hier der link

Nach über sechs Wochen ist der afro-amerikanische Journalist und politische Gefangene Mumia Abu-Jamal aus der Isolationshaft im SCI Mahanoy entlassen und in den sog. “Normalvollzug” verlegt worden.

Dem vorausgegangen waren zahlreiche Beschwerden, Unterschriftensammlungen und eine Protestkundgebung vor dem Büro des zuständigen Gefängnisbeamten.

Mumia Abu-Jamal ist ein ehemaliger Black Panther Aktivist, der in den 1970iger Jahren als Journalist an der Ostküste der USA bekannt wurde. Für seine tiefschürfenden Berichte und Reportagen über institutionellen Rassismus, Korruption und Polizeigewalt erhielt er die Bezeichnung “The Voice Of The Voiceleess” (die Stimme der Stimmlosen). 1981 schob ihm die Polizei Philadelphias einen nie bewiesenen Polizistenmord unter. Er wurde von einer rassistisch manipulierten Jury unter Verwendung gefälschter Beweise 1982 zum Tode verurteilt. Aus dem Todestrakt heraus produzierte Abu-Jamal weiterhin (bis heute) Radiobeiträge. Außerdem schrieb er zahlreiche Artikel sowie inzwischen acht Bücher, in denen er u.a. dem Kampf gegen die Todesstrafe und für die Rechte von Gefangenen in den USA ein Gesicht gab. Seit Anfang der 1990iger Jahre kämpft eine weltweite Solidaritätskampagne um die Wiederaufnahme seines Verfahrens und letztendlich seine Freilassung. Aufgrund weltweiter Proteste setzten die Behörden mehrfach unterschriebene Hinrichtungsbefehle aus und in Berufungen vor Bundesgerichten wurde die Todesstrafe gegen Mumia wiederholt als Verfassungsbruch eingestuft.

Am 7. Dezember 2011 gab die Staatsanwaltschaft endgültig auf und verzichtete auf eine weitere Verfolgung der Hinrichtung. Mumia soll nach dem Willen der Justiz bis an das Ende seines Lebens inhaftiert bleiben, allerdings nicht mehr in Hochsicherheitsgefängnissen, sondern im “Normalvollzug”. Seit seiner Verlegung in das 180 Meilen nördlich von Philadelphia gelegene SCI Mahanoy am 14. Dezember 2011 war er allerdings fast kompletter Einzelisolation unterworfen. Beinahe wöchentlich dachten sich die Behörden neue haltlose Begründungen aus, um ihre aus Verärgerung über die nicht erfolgte Hinrichtung verhängten Sonderhaftbedingungen zu rechtfertigen. Dagegen hatte es starken Protest in den USA und darüber hinaus gegeben. Nun gaben die Behörden ihre schikanöse Rachehaltung auf.

Seit heute ist Mumia Abu-Jamal im Normalvollzug, wo er einerseits das Recht auf Kontaktbesuche mit Angehörigen und Freunden hat und ihm wesentlich erleichterte Kommunikationsmöglichkeiten zustehen. Andererseits ist er weiterhin unter Bedrohung durch die Aufrufe der rechten Polizeibruderschaft F.O.P., die indirekt Gefangene animieren, den kritischen Journalisten umzubringen.

Während Mumias Unterstützer_innen und seine Verteidigung weiterhin fieberhaft daran arbeiten, seine Freilassung nach über 30 Jahren Haft zu erwirken, hat Mumia heute einen weiteren Teilerfolg gegen ein Justizsystem errungen, dass Gefangene entmenschlicht und alles daran setzt, sie in ihrer Persönlichkeit zu zerstören.

http://www.freiheit-fuer-mumia.de/index.htm

Mumia in kompletter Isolationshaft

Am 7. Dezember gab die Staatsanwaltschaft von Philadelphia endgültig auf und erkannte an, was viele Menschen seit Jahrzehnten sagen: Mumias Todesurteil von 1982 hat keine rechtliche Grundlage. Der US Supreme Court hatte bereits im Oktober 2011 bestätigt, dass die Todesstrafe gegen den afroamerikanischen Journalisten einen Bruch seiner verfassungsmäßigen Rechte darstellte.

Nachdem Mumia fast 30 Jahre unter höchstrichterlich bestätigtem Unrecht im Todestrakt verbracht hatte, sollte er nun in den “Normalvollzug” verlegt werden. Am 10. Dezember wurde er in das SCI Mahanoy Gefängnis in Frackville, PA verlegt. Doch anstatt endlich Umschluss mit anderen Gefangenen, Besuche ohne Trennscheibe und erleichterte Kommunikation wahrnehmen zu können, ist Mumia seitdem einer kompletten Isolation ausgesetzt.

In einer rund um die Uhr beleuchteten kleinen Zelle darf Mumia keine Post schreiben, empfangen oder telefonieren. Alle seine persönlichen Sachen (juristische Akten, Notizen, Bücher, Schreibmaschine …) sind beschlagnahmt. Er verlässt die Zelle lediglich an Händen und Füßen angekettet. Andere Gefangene hat er im SCI Mahanoy noch nicht gesehen. Besuche sind komplett untersagt. Lediglich einige seiner Anwält_innen haben ihn bis jetzt dort zwei mal besuchen können. Er hat kein Papier. Seine letzten Kolumnen schrieb er auf alten Papierservietten, die er vom Anstaltsessen übrig behielt.

Die Zuständigen im SCI Mahanoy als auch die Gefängnisbehörde sagten bisher auf Anfrage, diese Art der “Administrativ-Haft” sei angeordnet, um zu entscheiden, in welche Sicherheitskategorie der Gefangene nun eingeordnet werden solle. Vor Weihnachten sei eine Entscheidung “urlaubsbedingt” nicht möglich gewesen. Inzwischen “prüfe” man aber weiter.

Verschiedene Aktivist_innen in den USA sehen darin inzwischen reine Schikane. Es sei überhaupt nicht üblich, einen Gefangenen im “Transit” – so die Bezeichnung für den Vorgang der Verlegung von einem Gefängnis in ein andres – dermaßen lange unter so brutalen Bedingungen festzuhalten. Diese Sonderbehandlung reihe sich vielmehr in die lange Liste der Drohungen ein, die die rechtsgerichtete Polizei-Bruderschaft FOP (1) und andere gegen Mumia seit Dezember 2011 ausgesprochen hatten. Sprecher_innen dieser Vereinigung freuten sich öffentlich auf “seinen Nachruf” oder gaben der Hoffnung Ausdruck, dass andere Gefangene das vollenden könnten, woran sie und die Justiz bisher gescheitert seien.

Wer das Schicksal des ebenfalls für einen untergeschobenen Polizistenmordes verurteilten Native American Leonard Peltier seit 1976 mitverfolgt hat weiß, wie real solche Drohungen sind. Peltier überlebte in den letzten Jahrzehnten drei auf ihn gezielte Mordanschläge im Gefängnis. Bei einem ist nachgewiesen, dass er von der Bundespolizei FBI organisiert wurde.

Hintergrund der Anklage und Verurteilung von Mumia Abu-Jamal war bereits 1982 seine kontinuierliche Berichterstattung über institutionellen Rassismus und Polizeigewalt. Er sollte damals schon zum Schweigen gebracht werden. Das ist bekanntlich über seine bisherigen 30 Jahre Haft nicht gelungen. Teil des staatsanwaltschaftlich gewollten “Schlussstriches” scheint es nun zu sein, Mumia nun komplett aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

Anton Mestin, ein Sprecher einer lokalen Free Mumia Gruppe (2) dazu: “Sie werden damit nicht durchkommen. Während seine Kolumnen noch immer veröffentlicht werden, intensivieren sich die Bemühungen um seine Freilassung. Noch in diesem Jahr werden Verteidigung und Bewegung die Weichen für Mumias Freilassung stellen. Genauso, wie die praktische Solidarität Tausender überall in der Welt die Hinrichtung des Journalisten verhindert hat, werden wir ihn zusammen bald raus holen. Pasaremos!”

 

aus: indymedia, Artikel findet ihr hier