dies und das

Zugfahren ist wichtiger als…

cropped-208995_4300048465810_921453035_n.jpgAlltagsrassismus in Zügen, oder der Traditionalisten mit faschistischem Gedankengut ist leider keine Seltenheit mehr. Ich selbst habe davon schon berichtet. Einem Freund und Genossen von mir hatte jetzt ebenfalls ein Erlebnis der dritten Art was er in einem Erlebnisbericht geschildert hat. Aber lest selbst:

Ein Erlebnisbericht von Ryk 

Sonntag, 28.04.2013. Nächtliche Rückfahrt vom Linksjugend-['solid]-Bundeskongress. Es ist unser vorletzter Zug von Stuttgart über Singen nach Konstanz. Zwei Gruppen bestehend aus ca. 15 jungen Männern steigen ein. Die erstere Gruppe, bestehend aus Fußball- und Frei.Wild-Fans ist relativ ruhig – fährt bis Rottweil. Die andere Gruppe hat Trachtenkleidung an. Auffällig laut sind letztere – das ist auch ok, wir sind schließlich keine Sittenwächter_innen, nur drei junge Linke.

Nicht nur durch Lautstärke und Trunkenheit fallen sie auf: Eine junge Amerikanerin läuft nichtsahnend in die Lederhosen hinein, und stellt auf Nachfragen fest, dass sie im falschen Zug ist. Anzüglich wird ihr „geholfen“: „I speak vaginalisch“, schlägt ihr aufdringlich zwischen schwanzfixierten Mackersprüchen und Gelächter entgegen – ich weiß nicht, ob es in dem Moment ihr Glück ist, dass Deutsch nicht ihre Muttersprache ist. Einer von uns erkundigt sich in Ruhe nach ihr. Zunächst zeigt auch einer der „Vernünftigeren“ Einsicht, dass das Verhalten eines Teils seiner Kumpels nicht in Ordnung ist.

Doch kaum, dass das Problem behoben scheint und die junge Frau aussteigt, schallmait es alle zwei Minuten mal mehr, mal weniger deutlich durch den Wagen: „Hau da, hau da, hau da – Ju(l)de, Ju(l)de, Ju(l)de“. Irgendwann wird klar, dass wirklich Juden gemeint sind. Sie skandieren „hau den Juden“. Oftmals motivieren sie sich mit Sätzen wie „tretet ihn“. Als dann „Schwuchteln und Zigeuner…“ gesungen wird, platzt mir die Hutschnur.

Ich weiß, dass wir zu wenige sind, um einzuschreiten. 10 Prolls gegen unseren Schlafmangel vom Sitzungswochenende ist halt prinzipiell eine schlechte Ausgangslage. Auch, um Argumente auszutauschen. Auf die restlichen Fahrgäste um uns herum scheinen wir auch nicht wirklich bauen zu können.

Ich suche also den Kontrolleur, den ich drei Wagen weiter finde. Der ist sichtlich schockiert über meine Schilderungen, sichert mir zu, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Es stellt sich jedoch raus, dass auch er sich nicht im Stande fühlt, was gegen die jungen Rassisten zu unternehmen, außer ihnen kurz mit Rausschmiss wegen des Lärms zu drohen.

Nachdem der Zugbegleiter wieder verschwindet, sind Beleidigungen wie „Ausgeburt der Hölle“ und „fett und besoffen“ noch die harmloseren Sachen, welche sie sich untereinander an den Kopf knallen. Die antisemitischen Äußerungen werden vorübergehend etwas weniger. Die vier, fünf 15 bis 22-jährigen Frei.Wild-Fans halten die Trachten-Burschies für obercool. Irgendwann gröhlt ein Teil von ihnen deren Reime mit, bis sie in Rottweil aussteigen. Dass dem kleinen Rest der Menschen im Zugabteil der Mob von Faschos sichtlich unangenehm ist, scheint beide Gruppen nicht zu jucken.

Die Trachten-Prolls feiern sich noch, dass sie super drauf waren. Dann dämpft schließlich ihre Müdigkeit zeitweise die braunen Äußerungen. Wir müssen bis Endstation mit ihnen ausharren und sind erleichtert, als der Kopfbremsen-Burschenbund rund 20 bis 25-jähriger endlich am gegenüberliegenden Gleis verschwindet. Neben ihnen steht noch Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn, das sich an den Sprüchen wohl nicht stört. Dagegen wird neben uns am Gleis ein betrunkener, verwirrter Mann von zwei genervten Polizisten etwas eindringlicher für sein nicht gerade angepasstes, wackeliges Dasitzen ermahnt. Als wir dem Anschlusszug zusteigen, verschwindet der Trachtenbund endlich aus unserem Sichtfeld, jedoch bleibt uns das mulmige Gefühl über deutsche Zustände und gesellschaftlich „akzeptablen“ Rassismus, Sexismus und Antisemitismus.

weitere Infos zu Ryk und der Story


Mannheim bei Nacht

Seit knapp 10 Jahren wohne ich nicht mehr in Mannheim. Viel ist in der Zwischenzeit passiert. Dinge ändern sich, Menschen ändern sich. Die Zeit in Mannheim war aber vor allem eins: Die Zeit meiner politischen Sozialisation. Und das JUZ Mannheim hat da eben auch einen ganz gehörigen Teil dazu beigetragen. Deshalb, aber nicht nur deshalb, empfehle ich Euch gemeinsam mit politischen FreundInnen, GenossInnen, ehemaligen und zukünftigen Gästen des JUZ am 27.04.2013 Mannheim bei Nacht zu genießen.

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Das Jugendzentrum in Selbstverwaltung „Friedrich Dürr“ feiert dieses Jahr seinen 40sten Geburtstag. Das wollen wir mit einer Nachttanzdemo feiern. Gleichzeitig wollen wir mit dieser Demo die Idee selbstverwalteter Freiräume verbreiten und unsere Solidarität mit den vielen Projekten ausdrücken, die entweder für ein selbstverwaltetes Zentrum kämpfen oder von Schließung bedroht sind.

40 Jahre Juz – 40 Jahre Unbequem!

Seit 1973 ist das Juz ein Anlaufpunkt für junge Menschen und Erwachsene. Das JUZ entstand aus dem Bedürfnis nach einem Ort, an dem Menschen jenseits des kapitalistischen Wahnsinns ihr Leben selbst gestalten können – durch politische Veranstaltungen, Partys, Konzerte und ganz einfach durch die Möglichkeit, sich ohne Konsumzwang zu treffen, auszutauschen und zu organisieren.

Damit ist das Juz sicherlich kein Juz im „klassischen“ Sinne, sondern vielmehr ein Ort blühender Subkultur, politischer Debatten, schmutziger Parties und gemeinsamen Handelns. Dadurch war das Juz natürlich immer auch ein Ärgernis für Spießer, Ordnungsfans und die CDU und hat in der Stadt teilweise für heftigen Streit gesorgt.

Anfang der Neunziger Jahre zum Beispiel hat die Stadt Mannheim das Gebäude in den Quadraten, in dem das JUZ 20 Jahre zu Hause war, an das Textilkaufhaus Engelhorn und Sturm verkauft. Wo sich früher Jugendliche außerhalb der kapitalistischen Verwertungslogik selbst organisierten und aktiv wurden, wird heute in einem „Strumpfhaus“ überteuerte Unterwäsche unter die Menschen gebracht. Seit dem steht das Juz eher abseits in der Neckarstadt am neuen Messplatz. Nichts desto trotz ist das Juz immer wieder überall in der Stadt präsent und sorgt für Aufruhr.juz Demo

Für Aufruhr sorgte auch der Namensgeber Friedrich Dürr. Wegen seiner Auflehnung gegen den deutschen Faschismus wurde Friedrich Dürr 1935 verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Doch selbst in der Gefangenschaft war er weiter aktiv. Maßgeblich beteiligt war er am Dachauer Aufstand, der die SS erfolgreich daran hinderte 30.000 Häftlinge kurz vor ihrer Befreiung durch die Alliierten zu deportieren und zu ermorden.
Der Name ‘Friedrich Dürr’ soll daran erinnern, dass konsequenter und unbeugsamer Antifaschismus trotz erbarmungsloser Unterdrückung und Repression durch die Nationalsozialisten existierte und dass dieser nach wie vor notwendig ist.
So ist das Engagement für eine befreite Gesellschaft auch schon immer Teil des Selbstverständnisses des Juz gewesen. Allerdings will sich das Juz nicht darauf beschränken mit warmen Worten und Pamphleten von der befreiten Gesellschaft zu reden, sondern versucht aktiv in seinem Alltag eine hierarchiefreie Organisation umzusetzen. Das ist nicht immer einfach, aber hat sich seit mittlerweile 40 Jahren bewährt.

Plätze und Häuser, die Alles anders wollen

Mit diesem Konzept steht das Juz zum Glück nicht alleine da. Auch in vielen anderen Städten gibt es Projekte, die sich Selbstverwaltung auf die Fahne geschrieben haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir bei allem einer Meinung sind sondern zeigt, dass die Idee selbstverwalteter Freiräume unterschiedlich gefüllt werden kann. Je nach Ausgangssituation, kann die konkrete Ausgestaltung und Organisation solcher Orte andere Formen annehmen. Was uns eint ist, der Wunsch unkommerzielle Kultur und emanzipatorische Politik zu ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und uns aus den Unterdrückungsmechanismen, die unseren Alltag bestimmen, ein Stück weit zu lösen. In Zeiten in denen Verwertungslogik und Fremdbestimmung jeden Winkel der Gesellschaft für sich beanspruchen, bieten selbstverwaltete Freiräume einen Gegenpol in dem es möglich ist ohne Leistungsdruck, Konkurrenz und Blick auf Gewinn die eigenen Interessen zu verwirklichen und sich dabei selbst weiter zu entwickeln.
Dies setzen wir um, indem wir ganz bewusst auf bevormundende Sozialarbeiter_innen verzichten und eben genau das tun worauf wir Lust haben. Dabei zählt die Meinung aller Besucher_innen und Aktiven gleich.
Das Konzept selbstverwalteter Freiräume stellt sich also direkt und konfrontativ gegen die herrschende Praxis, das Zusammenleben zu organisieren. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Initiativen für die Schaffung neuer Freiräume immer wieder vor großen Hürden stehen und zähe Kämpfe ausfechten müssen.

„Ich geb dir gleich Räumung!“

Damit nicht genug! Nicht nur neuen Projekten wird das Leben schwer gemacht, sondern auch den bestehenden Freiräumen werden Steine in den Weg gerollt. Sowie das Juz den Kapitalinteressen von Engelhorn und Sturm weichen musste, sind immer mehr Freiräume davon bedroht der Verwertungslogik zum Opfer zu fallen und sogar geschlossen zu werden. Wenn wir auf der Straße tanzen, dann nicht nur zum Feiern, sondern auch um den von der Schließung bedrohten Projekten und Räumen unsere Solidarität zu zeigen.

Freiraum tut not! Wegen und gegen Kapitalismus

Gezwungenermaßen setzen durch die Profitlogik des Kapitalismus Aufwertungsprozesse in den Städten ein, die aber mit Verdrängung, nicht nur selbstverwalteter Zentren, einher gehen. Was nützt einem beispielsweise noch eine weitere Luxus-Einkaufspassage in der Innenstadt, wenn man sich deshalb die Miete dort nicht mehr leisten kann und an den Stadtrand ziehen muss?
Kämpfe um selbstbestimmte Strukturen sind deshalb immer eng verbunden mit den Wünschen der Menschen nach einem Leben ohne Zwang.

In dem wir Projekte erstreiten, Häuser besetzen und uns nehmen was wir brauchen, stellen wir damit die Profitlogik und die bestehenden Besitzverhältnisse in Frage. Damit ist der Kapitalismus zwar noch lange nicht abgeschafft, aber wir haben einen Raum, davon zu träumen und Alternativen konkret anzupacken.

Treffpunkt: 27.04.13, 18.00 Uhr // HBF Mannheim

Quelle des Aufrufs: JUZ Mannheim

 

 


1. Mai 2013 – Die Krise hat Sys­tem!

Wi­der­stand or­ga­ni­sie­ren – Ka­pi­ta­lis­mus be­kämp­fen – So­li­da­ri­tät leben!

Kür­zun­gen und Ein­schnit­te am Ar­beits­platz, im So­zi­al­sys­tem oder bei der Rente sind eben­so wie die Pri­va­ti­sie­rung von öf­fent­li­chen Leis­tun­gen mitt­ler­wei­le All­tag. Es stei­gen die Mie­ten und die Ne­ben­kos­ten, öf­fent­li­che Ein­rich­tun­gen wer­den ge­schlos­sen, der Nah- und Fern­ver­kehr wird für immer mehr Men­schen un­be­zahl­bar. Viele einst er­kämpf­te Leis­tun­gen – zum Bei­spiel im Ge­sund­heits­sys­tem – wur­den in den letz­ten Jahr­zehn­ten ge­stri­chen. Die Ein­füh­rung von Hartz IV hat dafür ge­sorgt, dass Mil­lio­nen Men­schen unter der Ar­muts­gren­ze leben müs­sen und schürt bei Er­werbs­tä­ti­gen die Angst vor dem so­zia­len Ab­stieg. Immer mehr Men­schen ste­cken in pre­kä­ren Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen und sind von Nied­rig­löh­nen, Lei­h­ar­beit oder be­fris­te­ten Jobs be­trof­fen.

Diese Ent­wick­lung fin­det nicht nur in Deutsch­land statt, son­dern glo­bal und die Fol­gen der eu­ro­päi­schen Fi­nanz­kri­se wer­den welt­weit auf die Be­völ­ke­rung ab­ge­wälzt. Die Kri­sen­ver­ur­sa­cher und die Pro­fi­teu­re blei­ben ver­schont, der Be­völ­ke­rung wer­den Spar­pro­gram­me und mas­si­ve Ein­schnit­te auf­er­legt. Ver­ant­wort­lich für diese Po­li­tik ist die so­ge­nann­te Troi­ka, be­ste­hend aus Eu­ro­päi­scher Kom­mis­si­on, Eu­ro­päi­scher Zen­tral­bank (EZB) und In­ter­na­tio­na­lem Wäh­rungs­fond (IWF).

Mit Hetz­kam­pa­gnen wird ver­sucht, die Men­schen zu spal­ten. Be­grif­fe wie die „fau­len Grie­chen“ sol­len sug­ge­rie­ren, dass es „der deut­sche Steu­er­zah­ler“ sei, der bei­spiels­wei­se für die Schul­den der Grie­chIn­nen auf­kom­men würde. Dabei bleibt un­er­wähnt, dass die Gel­der aus dem so­ge­nann­ten Ret­tungs­schirm als Zins­zah­lun­gen meist wie­der bei deut­schen Ban­ken lan­den. Die Ret­tungs­pa­ke­te hel­fen nicht den Men­schen in den je­wei­li­gen Län­dern. Sie si­chern die Pro­fi­te der Ban­ken und Kon­zer­ne in Eu­ro­pa, die ge­mein­sam mit ihren In­ter­es­sens­ver­tre­tern in der Po­li­tik die Krise erst ver­ur­sacht hat­ten.

Es gibt kei­nen Grund auf diese Hetze rein­zu­fal­len und uns mit den „ei­ge­nen“ Un­ter­neh­mern zu ver­bün­den! Statt uns als Be­schäf­tig­te zu spal­ten, soll­ten wir ge­mein­sam mit den Men­schen in an­de­ren Län­dern gegen das Sys­tem und die Ab­wäl­zung der ka­pi­ta­lis­ti­schen Krise auf die Be­völ­ke­rung kämp­fen und gegen die­je­ni­gen aktiv zu wer­den, die sie ver­ur­sacht haben!

Lasst uns also am 1. Mai, dem Tag, der wie kein an­de­rer für die Rech­te und In­ter­es­sen von uns steht, deut­lich ma­chen, dass der Ka­pi­ta­lis­mus uns nichts zu bie­ten hat! Denn genau die­ses Sys­tem ver­ur­sach­te die Kri­sen und wird auch wei­te­re schaf­fen, wenn wir nicht da­ge­gen an­ge­hen. Lasst uns ge­mein­sam am 1. Mai deut­lich ma­chen, dass wir einen Sys­tem­wech­sel brau­chen, in dem So­li­da­ri­tät, eine ge­rech­te Ver­tei­lung von Reich­tum und ein men­schen­wür­di­ges Leben für alle an­stel­le von Aus­beu­tung, Pro­fit­in­ter­es­sen und Ka­pi­ta­lis­mus ste­hen!

Her mit dem schö­nen Leben – Ju­gend braucht Zu­kunft!

Für immer mehr Ju­gend­li­che sind Lei­h­ar­beit, Prak­ti­ka, be­fris­te­te Stel­len und Jobs im Nied­rig­lohn­sek­tor nicht die Aus­nah­me son­dern mitt­ler­wei­le die Regel. 2012 haben sich 32 Pro­zent von ihnen in einem pre­kä­ren Ar­beits­ver­hält­nis be­fun­den, 44 Pro­zent der Haupt­schul­ab­sol­ven­tIn­nen waren be­reits län­ger als sechs Mo­na­te ar­beits­los. Die Ar­muts­quo­te bei Ju­gend­li­chen liegt mit 19 Pro­zent höher als in allen an­de­ren Al­ters­grup­pen. Feh­len­de und zu­rück­ge­hen­de Aus­bil­dungs­plät­ze er­schwe­ren die Si­tua­ti­on zu­sätz­lich, so dass viele in so­ge­nann­ten Maß­nah­men zur Be­rufs­vor­be­rei­tung lan­den. Letzt­lich schö­nen diese War­te­schlei­fen in ers­ter Linie die Sta­tis­ti­ken, die Be­trof­fe­nen haben davon in der Regel kei­nen Nut­zen. Die Zah­len in Deutsch­land sind er­schre­ckend, in an­de­ren eu­ro­päi­schen Län­dern sieht es für Ju­gend­li­che al­ler­dings noch schlech­ter aus: So liegt die Ar­beits­lo­sen­quo­te bei spa­ni­schen und grie­chi­schen Ju­gend­li­chen bei über 50 Pro­zent, bei por­tu­gie­si­schen be­trägt sie 35 Pro­zent und in Ita­li­en sind 31 Pro­zent der Ju­gend­li­chen ohne Ar­beit. Diese Si­tua­ti­on zeigt deut­lich, wel­che Aus­wir­kun­gen die­ses Sys­tem für die Men­schen hat. Für die Ju­gend wird es höchs­te Zeit, Wi­der­stand zu leis­ten!

Hin­ein in den an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Block!

Ihr fin­det uns am ver.​di Ju­gend Laut­spre­cher­wa­gen auf dem Ma­ri­en­platz
Mitt­woch, 1. Mai | 10.​00 Uhr Ma­ri­en­platz

Un­ter­stützt von:

http://so­lid-​stutt­gart.​de/​

http://​www.​revolu­tio­nae­re-​ak­ti­on.​org/​

http://ju­gend-​ba­wue.​verdi.​de/​stuttgart

http://​stuttgart.​verdi.​de/​p_​k/​perspektive_​u_​35

http://​stuttgart.​verdi.​de/​p_​k/​wir-bezahlen-eure-krise-nicht

Zu­kunfts­fo­rum Stutt­gar­ter Ge­werk­schaf­ten


Tanzverbote-Nicht mit mir!

HasenfestBald also genaugenommen ab Freitag, ist ja wieder Ostern. So weit so Gut. Aufgrund der vielen freien Tage, ist da auch mal wieder Zeit sich mit der Familie zu treffen. Das mag einige mehr freuen als andere, is aber so. Eigentlich könnte mensch auch mal wieder richtig feiern und Tanzen gehen. Aber was ist das? Tanzverbot an Ostern.
Wo leben wir eigentlich? Und vor allem Wer macht den sowas?

Stehen tut’s hier:

Gesetz über die Sonntage und Feiertage (Feiertagsgesetz – FTG) in der Fassung vom 8. Mai 1995 (GBl. Nr. 17, S. 450) in Kraft getreten am 30. Juni 1995 

und zwar im §7

 §7

(1) An den Sonntagen und den gesetzlichen Feiertagen sind in der Nähe von Kirchen und anderen dem Gottesdienst dienenden Gebäuden alle Handlungen zu vermeiden, die geeignet sind, den Gottesdienst zu stören. Dasselbe gilt am 24. Dezember für die Zeit ab 17 Uhr und am 31. Dezember für die Zeit von 18 Uhr bis 21 Uhr.

(2) An den Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen mit Ausnahme des 1. Mai und des 3. Oktober sind während des Hauptgottesdienstes verboten:

1. öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel, Aufzüge und Umzüge, soweit sie geeignet sind, den Gottesdienst unmittelbar zu stören;

2. alle der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen;

3. öffentliche Veranstaltungen und Vergnügungen, zu denen öffentlich eingeladen oder für die Eintrittsgeld erhoben wird.

Im Klartext heißt das:

Tanzen –> Verboten ; Feiern–> Verboten; Demo gegen das Tanzverbot –> Verboten
Tanzverbote_linke

Ich lass mir allerdings das Tanzen nicht verbieten. Weder per Gesetz noch von der Kirche. Deshalb lade ich Euch herzich ein Tanzt an Ostern die eingestaubten Vorstellungen weg.  Meinen Sountrack gegen die Tanzrepression stell ich euch heute schon mal vor.

Wo es unter anderem Veranstaltungen gegen die Tanzrepression gibt findet ihr hier: Hasenfest

PS: Aus der Kirche austreten kannst du auch noch vor Ostern.

 

Gegen die Angriffe des Kapitals‭ – ‬Die revolutionäre Perspektive erkämpfen

Heraus zum Revolutionären‭ ‬1.‭ ‬Mai‭ ‬2013‭ ‬in Stuttgart‭!banner2013_2

Am‭ ‬1.‭ ‬Mai,‭ ‬dem internationalen Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter gehen wir‭ ‬zeitgleich mit Millionen Menschen in allen Teilen der Welt für eine Ende von Ausbeutung,‭ ‬Kriegen und weiteren alltäglichen Problemen des Kapitalismus auf die Straße.‭ ‬Gerade in Zeiten,‭ ‬in denen der Klassenkampf von oben zunimmt,‭ ‬die Ausbeutung in den Betrieben verstärkt wird,‭ ‬ohne Rücksicht auf die Umwelt und Menschenrechte Profite gemacht und gegen Proteste vorgegangen wird,‭ ‬ist unser gemeinsames entschlossenes Handeln entscheidend.‭ ‬Den aktuellen Protest-‭ ‬und Widerstandsaktionen der Menschen in Griechenland,‭ ‬Spanien,‭ ‬Portugal und weiteren Ländern,‭ ‬in denen die kapitalistische Krise bisher am heftigsten zu spüren ist,‭ ‬gilt daher unsere Solidarität.‭ ‬Die diesjährige‭ ‬1.‭ ‬Mai-Mobilisierung soll nicht zuletzt auch unsere im Frühjahr hier anstehenden Aktivitäten,‭ ‬insbesondere die Streiks und betrieblichen Aktionen und die antikapitalistischen Proteste im Rahmen der Blockupy-Aktivitäten in Frankfurt aufgreifen und stärken.

In diesem Jahr findet die revolutionäre‭ ‬1.‭ ‬Mai Demonstration in Stuttgart zum‭ ‬10.‭ ‬mal in Folge statt.‭ ‬Trotz aller Angriffe und Schikanen von Polizei und Justiz hat diese Demonstration,‭ ‬eingebettet in verschiedene Veranstaltungen und Aktionen rund um den‭ ‬1.‭ ‬Mai,‭ ‬immer mehrere hundert Menschen mobilisiert und in den letzten Jahren an Stärke gewonnen.‭
‬Die Revolutionäre‭ ‬1.‭ ‬Mai Demo wird wieder im Anschluss an die Demonstration der Gewerkschaften stattfinden,‭ ‬am Nachmittag gibt es im und vor dem Linken Zentrum ein großes Fest mit Infotischen und Kulturprogramm.‭

weitere  Infos zum revolutionären ersten Mai unter : erstermai-stuttgart.tk


Gegen die Angriffe des Kapitals‭ – ‬Die revolutionäre Perspektive erkämpfen

Heraus zum Revolutionären‭ ‬1.‭ ‬Mai‭ ‬2013‭ ‬in Stuttgart‭!banner2013_2

Am‭ ‬1.‭ ‬Mai,‭ ‬dem internationalen Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter gehen wir‭ ‬zeitgleich mit Millionen Menschen in allen Teilen der Welt für eine Ende von Ausbeutung,‭ ‬Kriegen und weiteren alltäglichen Problemen des Kapitalismus auf die Straße.‭ ‬Gerade in Zeiten,‭ ‬in denen der Klassenkampf von oben zunimmt,‭ ‬die Ausbeutung in den Betrieben verstärkt wird,‭ ‬ohne Rücksicht auf die Umwelt und Menschenrechte Profite gemacht und gegen Proteste vorgegangen wird,‭ ‬ist unser gemeinsames entschlossenes Handeln entscheidend.‭ ‬Den aktuellen Protest-‭ ‬und Widerstandsaktionen der Menschen in Griechenland,‭ ‬Spanien,‭ ‬Portugal und weiteren Ländern,‭ ‬in denen die kapitalistische Krise bisher am heftigsten zu spüren ist,‭ ‬gilt daher unsere Solidarität.‭ ‬Die diesjährige‭ ‬1.‭ ‬Mai-Mobilisierung soll nicht zuletzt auch unsere im Frühjahr hier anstehenden Aktivitäten,‭ ‬insbesondere die Streiks und betrieblichen Aktionen und die antikapitalistischen Proteste im Rahmen der Blockupy-Aktivitäten in Frankfurt aufgreifen und stärken.

In diesem Jahr findet die revolutionäre‭ ‬1.‭ ‬Mai Demonstration in Stuttgart zum‭ ‬10.‭ ‬mal in Folge statt.‭ ‬Trotz aller Angriffe und Schikanen von Polizei und Justiz hat diese Demonstration,‭ ‬eingebettet in verschiedene Veranstaltungen und Aktionen rund um den‭ ‬1.‭ ‬Mai,‭ ‬immer mehrere hundert Menschen mobilisiert und in den letzten Jahren an Stärke gewonnen.‭
‬Die Revolutionäre‭ ‬1.‭ ‬Mai Demo wird wieder im Anschluss an die Demonstration der Gewerkschaften stattfinden,‭ ‬am Nachmittag gibt es im und vor dem Linken Zentrum ein großes Fest mit Infotischen und Kulturprogramm.‭

weitere  Infos zum revolutionären ersten Mai unter : erstermai-stuttgart.tk


Gegen die Angriffe des Kapitals‭ – ‬Die revolutionäre Perspektive erkämpfen

Heraus zum Revolutionären‭ ‬1.‭ ‬Mai‭ ‬2013‭ ‬in Stuttgart‭!banner2013_2

Am‭ ‬1.‭ ‬Mai,‭ ‬dem internationalen Kampftag der Arbeiterinnen und Arbeiter gehen wir‭ ‬zeitgleich mit Millionen Menschen in allen Teilen der Welt für eine Ende von Ausbeutung,‭ ‬Kriegen und weiteren alltäglichen Problemen des Kapitalismus auf die Straße.‭ ‬Gerade in Zeiten,‭ ‬in denen der Klassenkampf von oben zunimmt,‭ ‬die Ausbeutung in den Betrieben verstärkt wird,‭ ‬ohne Rücksicht auf die Umwelt und Menschenrechte Profite gemacht und gegen Proteste vorgegangen wird,‭ ‬ist unser gemeinsames entschlossenes Handeln entscheidend.‭ ‬Den aktuellen Protest-‭ ‬und Widerstandsaktionen der Menschen in Griechenland,‭ ‬Spanien,‭ ‬Portugal und weiteren Ländern,‭ ‬in denen die kapitalistische Krise bisher am heftigsten zu spüren ist,‭ ‬gilt daher unsere Solidarität.‭ ‬Die diesjährige‭ ‬1.‭ ‬Mai-Mobilisierung soll nicht zuletzt auch unsere im Frühjahr hier anstehenden Aktivitäten,‭ ‬insbesondere die Streiks und betrieblichen Aktionen und die antikapitalistischen Proteste im Rahmen der Blockupy-Aktivitäten in Frankfurt aufgreifen und stärken.

In diesem Jahr findet die revolutionäre‭ ‬1.‭ ‬Mai Demonstration in Stuttgart zum‭ ‬10.‭ ‬mal in Folge statt.‭ ‬Trotz aller Angriffe und Schikanen von Polizei und Justiz hat diese Demonstration,‭ ‬eingebettet in verschiedene Veranstaltungen und Aktionen rund um den‭ ‬1.‭ ‬Mai,‭ ‬immer mehrere hundert Menschen mobilisiert und in den letzten Jahren an Stärke gewonnen.‭
‬Die Revolutionäre‭ ‬1.‭ ‬Mai Demo wird wieder im Anschluss an die Demonstration der Gewerkschaften stattfinden,‭ ‬am Nachmittag gibt es im und vor dem Linken Zentrum ein großes Fest mit Infotischen und Kulturprogramm.‭

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Antifaschistische Interventionen zum NSU-Prozess

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Am‭ ‬16.‭ ‬April beginnt in München der Prozess gegen Beate Zschäpe und fünf weitere Unterstützer des‭ „‬NSU‭“‬, am vorangehenden Samstag, den 13. April soll in München eine bundesweite antifaschistische Demonstration stattfinden.‭ ‬In Stuttgart und Ludwigsburg wird ein gemeinsamer Aktionstag im Vorhinein auf die Mobilisierung zu einer Busfahrt zur Großdemonstration hinweisen.

 

Die rechte Terrorzelle um Zschäpe ist jahrelang mordend durch die BRD gezogen und wurde dabei durch ein breites faschistisches Netzwerk unterstützt.‭ ‬Der staatliche Verfassungsschutz hing die gesamte Zeit über durch V-Leute zwar eng an den im Untergrund agierenden Nazis,‭ ‬war‭  ‬zugleich aber keineswegs an ihrer konsequenten Verfolgung und Festsetzung interessiert.

Um ein starkes Zeichen gegen rechten Terror und die Unterstützung faschistischer Strukturen durch den Staat zu setzen,‭ ‬soll am Samstag,‭ ‬den‭ ‬13.‭ ‬April,‭ ‬drei Tage vor Prozessbeginn,‭ ‬eine bundesweite antifaschistische Demonstration in München stattfinden.
Wir wollen aus Stuttgart in einem Bus gemeinsam mit möglichst vielen GenossInnen dorthin fahren.

Aktionstag
Im Vorfeld der Demonstration werden wir mit einem‭ ‬Aktionstag am‭ ‬Samstag,‭ ‬den‭ ‬30.‭ ‬März auf die Verstrickungen des NSU bis in unsere Region hinweisen:
Beginnen werden wir an diesem Tag mit einer antifaschistischen Kundgebung um‭ ‬12:00‭ ‬Uhr am‭ ‬Ludwigsburger Marktplatz.‭
Anschließend fahren wir gemeinsam nach Stuttgart,‭ ‬um ab‭ ‬15:00‭ ‬Uhr vor dem Norma in der Nähe des Nordbahnhofes,‭ ‬in dessen unmittelbarer Umgebung sich auch ein weiters Anschlagsziel der Terrorzelle befand,‭ ‬eine zweite Kundgebung abzuhalten.

Infoveranstaltung
Am‭ ‬3.‭ ‬April findet zudem eine Infoveranstaltung zur Demonstration in München,‭ ‬dem Prozess und dessen Hintergründen um‭ ‬19:00‭ ‬Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann in Stuttgart‭  ‬statt.‭ ‬Referieren werden GenossInnen aus München,‭ ‬die an der Organisation der Aktionen beteiligt sind.

Busfahrkarten gibt es auf den Vorfeldaktionen,‭ ‬Montags bis Donnerstags von‭ ‬17:00‭ ‬bis‭ ‬19:00‭ ‬Uhr im Infoladen Stuttgart,‭ ‬oder während der Volksküche jeden Samstag ab‭ ‬20:00‭ ‬Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann.‭ ‬Die Karten kosten‭ ‬15‭ ‬Euro pro Person.
Solltet Ihr Interesse an der Mitfahrt,‭ ‬aber keine Möglichkeit haben,‭ ‬die Karten direkt zu holen,‭ ‬meldet Euch einfach per Mail an: aabs.mail@gmx.de

 

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Quelle: linksunten


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