Frankreich

Protest gegen Endlagerprojekt Bure: 23. Mai 2013, 18 Uhr

STOP BURE INITIATIVEN c/o Bure Zone Libre, 2 rue de l’église, F – 55290 Bure und STOP BURE Trier im Antiatomnetz Trier, Pfützenstr.1, D – 54290 Trier

Gemeinsame Pressemitteilung          -           Bure/Trier den 20. Mai 2013

Atomkraftgegner rufen zum Boykott der öffentlichen Anhörung auf

nucleairenonmerci antiatomIm französischen Bure – 60 km von Nancy – 150 km von der deutsch-französischen Grenze soll ein riesiges End­lager für Atommüll entstehen, Atomkraftgegner protestieren seit vielen Jahren gegen diese zweit­größte Atoman­lage der Groß­region: ”Jetzt soll dem Projekt ab 23. Mai 2013 durch ein öffentliches Anhörungsverfahren im Nachhinein eine demo­kratische Legitimation verschaf­ft werden, dabei steht Bure von Anfang an für Täu­schung, undemokra­tische Vor­ent­scheidungen, fehlende Transparenz und keinerlei echte Bürgebeteiligung.“ so Markus Pflüger von Stop Bure Trier.

44 regionale Anti-Atom-Gruppen rufen zum Boykott der öffentlichen Anhörung und zu Protest auf: ”Wir werden nicht an dieser öffentlichen Anhörung teilnehmen und fordern den Abbruch der öffentlichen Anhörung über ”CI­GEO“ und ein Ende des Projekts der unterirdischen Lagerung von langlebigem hoch- und mittelradioak­tivem Atommüll in Bure oder anderswo!“ so Frank Linke von Bure Zone Lib­re. Die Atomkraftgegner des internat­ionalen Widerstandshauses setzen sich für ein Ende der Forschungen im Labor von Bure und den sofortigen Atomausstieg ein und wollen eine andere selbstbestimmte Zukunft für Region und kommenden Ge­nerationen.

Auch deutsche Gruppen unterstützen den Aufruf zum Boykott und Protest:

“Diese Anhörung ist eine undemokra­tis­che Alibiveranstaltung, statt einer entscheidungsoffenen echten Beteiligung wird hier ohne kritische Wissen­schaftler, Um­welt­verbände sowie ohne die Anrainerstaaten und deren Bevölkerung Demo­kratie simuliert, eine Propaganda­veran­staltung, die wohl die Kritiker beschäftigen soll, ohne Einfluß auf irgendwelche Entschei­dungen zu haben!“ kritisiert Markus Pflüger aus Trier, der auch im Vorstand des Vereins Bure Zone Libre ist.

”Für uns ist klar: wenn die Badewanne überläuft, muss zuerst der Wasserhahn ab­gedreht werden. Es reicht nicht einen Beobachter zu schicken, – wie bei Cattenom ist grenzüberschreitender Protest und Wi­derstand von Bevölkerung und Regierungen erforderlich! Denn wer schweigt stimmt zu: Regierungen geben der Atom­industrie sonst Rücken­deckung, denn für den Weiter­betrieb der Atomanlagen soll Bure als Scheinlö­sung für das ansich unlösbare Atom­müll­problem herhalten.

Wir fordern die saarländische Landesre­gierung sowie Luxemburg auf, ihr Stillschweigen zu be­enden und Position gegen die Großregion als Atomklo zu beziehen – Rheinland-Pfalz hat mit seinem Antrag ”Cattenom abschalten – kein Endlager in Bure“ vom 8.12.2012 einen guten Anfang gemacht! Hier zeigt sich wer sich ernsthaft für eine ökologische Energiewende einsetzt oder die zentralistische Riskio­technologie Atomenegerie durch Igno­ranz unterstützt!“ so Markus Pflüger

”Die Antiatombewegung dort braucht unsere grenz­übers­chreitnde Solidarität und praktische Unterstützung. Daher rufen wir alle auf sich anden Protesten ge­gen das Endlagerprojekt Bure in Lothringen zu engagie­ren, Auftakt der Protestaktionen gegen Atomkraft und die Abspra­che unter den Nukleokraten ist der 23. Mai 2013 von 18 bis 22 Uhr in Bure.“ so Frank Linke ”Hier werden wir unsere unmissverständliche Absage an das CIGEO-Projekt und die Atomkraft vor dem Fest­saal von Bure ausdrücken!“ Es ist der erste Termin des öffentlichen Anhö­rungsverfahren, das bis Oktober an 14 Orten nur in Frankreich stattfindet, Informationen in Deutschland oder Luxemburg sind nicht vorgesehen.

Zahlreiche Kritikpunkte am Endlagerprojekt werden seit Jahren totgeschwiegen so die Kritik der Atomkraftgeg­ner: ”Es gibt einen eklatanten Widerspruch zum französischen Gesetz, das drei Standorte vorschreibt – nur Bure zu unter­suchen ist eine il­legale Vorfestlegung. Zudem wurden mit millionenschweren Subventionen die Zustim­mung zu einem „Versuchslabor“ erkauft, dabei war von Anfang an klar, dass es kein ”Versuch“, sondern eine un­demokratische Vor­entscheidung gab, dies ohne echte Bürgerbeteiligung. Bei der gesamten Planung und Durch­setzung des Endlager­projekts fehlte Bürgerbeteiligung und Transpa­renz – jetzt sind Tatsachen und Abhängigkei­ten geschaffen worden. Die aktuelle Bürgerinformation ist eine Alibiveranstaltung und simuliert Demokratie, sie kommt eh zu spät und soll die Öf­fentlichkeit täuschen.

Merkwürdigkeiten und Vertuschungen gehören bei Bure dazu: Es gibt laut einer Untersuchung der Geologen Murrot und Mul­ler geologischen Verwerfungen im Ge­biet, diese fehlen auf der Karte der ANDRA. Das Gebiet hat einen grundwasserreichen Un­tergrund, was die Gefahr einer radioaktiven Verseu­chung erhöht – es geht um die hydrogeo­logischen Zusammenhänge z.B. bis ins Pariser Becken. Bure hat ein bedeutendes Geothermiepotential, was aber nicht untersucht,wird, daein Gesetz zumSchutz derNaturvorkommen dann eigentlich andere Nut­zungen verbietet. Zudem gibt es auch eine deutsche und europäische Beteiligung (EURA­TOM) – geht es also doch umein europäi­sches Endlager? DasProjekt muss auch dieangrenzen­den Regie­rungen in­teressieren, diese müssen eingebun­den werden undsollten sich einmischen – wer gegen Cattenom istmuss auch gegen Bure sein! DasEndlager inder Region von Bure wird anfangs übrigens eingroßes ungesichertes oberirdi­sches CAS­TOR-Lager, Grenzwerte werden dann nach oben gesetzt und radioaktive Emissionen undUnfälle sind wie in Cattenom leider wahrscheinlich.“

Blockupy Frankfurt – Widerstand im Herzen des europäischen Krisenregimes * 31. Mai und 1. Juni 2013: Wir kommen wieder!

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

blockupy transpiBlockupy Frankfurt kommt wieder: Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wird das Bündnis den europäischen Protest gegen die autoritär durchgesetzte Verarmungspolitik in der EU erneut auf die Straßen der Bankenstadt tragen – mit Aktionen zivilen Ungehorsams am Freitag und einer großen Demonstration am Samstag sowie anderen vielfältigen Protesten unter einem Dach.

Seitdem die Vollversammlung der Blockupy-Aktivist_innen dies Ende Dezember beschlossen hat, ist schon viel passiert. Es gibt jetzt erste Mobilisierungsmaterialien, eine neue Homepage (unter alter Domain), erste Zugeständnisse der Stadt in Bezug auf unsere Demo und einen Aufruf für dezentrale Aktionen am 13. März anlässlich des EU-Gipfeltreffens in Brüssel.

Viel Spaß beim Lesen!
blockupy-frankfurt.org

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Inhalt

  1. Aufruf zu Blockupy Frankfurt
  2. Mobilisierungsmaterialien
  3. Regionale Blockupy Frankfurt Bündnisse
  4. 13. März: Dezentraler europäischer Aktionstag
  5. News zur Demonstration am 1. Juni
  6. Aktueller Pressespiegel
  7. Spendenaufruf: Denn Protest kostet (leider) auch Geld

1. Aufruf: Blockupy Frankfurt!

Widerstand im Herzen des europäischen Krisenregimes 31. Mai und 1. Juni 2013

Auf dem letzten Aktiven-Treffen wurde nach einer fruchtbaren Debatte im Plenum der Aufruf des Blockupy Bündnis zu den diesjährigen Aktionstagen beschlossen:

Blockupy* ruft auch in diesem Jahr zu europäischen Tagen des Protestes in Frankfurt am Main gegen das Krisenregime der Europäischen Union auf. Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wollen wir den Widerstand gegen die Verarmungspolitik von Regierung und Troika – der EZB, der EU-Kommission und des IWF – in eines der Zentren des europäischen Krisenregimes tragen: an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler deutscher Banken und Konzerne – den Profiteuren dieser Politik.

Die Verarmungs- und Privatisierungsprogramme, die schon vor Jahrzehnten den Ländern des Globalen Südens aufgezwungen wurden, sind jetzt in Europa angekommen. Die deutsche Agenda 2010 war nur ein Modellprojekt für das, was in noch dramatischerem Umfang gegenwärtig insbesondere in Südeuropa durchgesetzt wird. Diese Verelendung wird sich – auch hier – noch weiter verschärfen, wenn wir uns nicht wehren: Es droht der weitere Abbau sozialer und demokratischer Rechte. Damit soll die Zahlungsfähigkeit für die Renditeerwartungen der großen Vermögen erhalten bleiben und durch die Verbilligung und Prekarisierung von Lohnarbeit die „ökonomische Wettbewerbsfähigkeit“ Deutschlands und (Kern-)Europas auf dem kapitalistischen Weltmarkt gesteigert werden.

Gemeinsam mit den Menschen im Süden Europas sagen wir: „Don’t owe, don‘t pay!“ (Wir schulden nichts, wir zahlen nichts!) und wehren uns dagegen, dass die Sanierung des Kapitalismus in Europa auf dem Rücken der Lohnabhängigen, der Erwerbslosen, der Rentnerinnen, der Migrantinnen und der Jugendlichen ausgetragen wird. Wir verweigern uns der Komplizenschaft mit der deutschen Krisenpolitik, die nicht nur katastrophale Folgen für die Lebensverhältnisse der Menschen im Süden Europas hat, sondern auch hierzulande die soziale Spaltung immer weiter vorantreibt. Deswegen kämpfen wir auch gegen die hier bereits erfolgten und in noch größerem Ausmaß drohenden Verschlechterungen von Lebens- und Arbeitsbedingungen, die zudem geschlechtsspezifisch ungleich verteilt sind und somit die Geschlechterungerechtigkeit verschärfen. Zu uns gehören Initiativen gegen steigende Mieten, kommunale Verarmung und Schikanen am Jobcenter, gegen Abschiebungen, Lager und Residenzpflicht.

Immer wieder wird versucht, uns zu spalten, z.B. mit dem Hinweis, ‚es wäre genug für die Griechen gezahlt‘. Keine Griechin, kein Grieche ist gerettet, vielmehr sind die Renditen von Banken und Konzernen gesichert worden. Wir widersetzen uns dem Versuch, mit solchen nationalistischen Parolen Beschäftigte, Erwerbslose und Prekäre in Deutschland und Griechenland, in Italien, Portugal und Frankreich oder anderen Ländern gegeneinander aufzuhetzen. Insbesondere bekämpfen wir alle (neo)faschistischen Tendenzen, Aufmärsche und Veranstaltungen. Wir wehren uns auch gegen jedwede reaktionäre oder rassistische Kriseninterpretation – gleich ob von „Unten oder Oben“ – gleich ob in antisemitischer, antimuslimischer oder antiziganistischer Form.

Wir sind Teil der internationalen Bewegungen, die sich seit Jahren gegen die Angriffe auf unser Leben und unsere Zukunft wehren, für soziale Rechte und Alternativen kämpfen, neue Formen von demokratischer Organisierung und solidarischer Ökonomie entwickeln. Wir widersetzen uns der autoritären Durchsetzung der Spar- und Reformpakete, die in eklatantem Widerspruch zu demokratischen Prinzipien steht, und treten für die Demokratisierung aller Lebensbereiche ein. Wir widersetzen uns der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen mit Krieg und Rüstungsexport. Wir widersetzen uns dem kapitalistischen Wirtschaftsmodell, das auf globaler Ausbeutung basiert, notwendig Armut und soziale Ungleichheit produziert und die Natur systematisch zerstört.

Wir tragen unseren Protest, unseren zivilen Ungehorsam und Widerstand an den Sitz der Profiteure des europäischen Krisenregimes nach Frankfurt am Main. Von polizeilicher und juristischer Repression, die Bewegungen an vielen Orten weltweit und auch uns trifft, lassen wir uns nicht einschüchtern, sondern begegnen ihr mit grenzüberschreitender Solidarität.

Setzen wir unsere Solidarität gegen die Politik der Spardiktate! Machen wir deutlich: Wir werden nicht zulassen, dass die Krise weiter auf den Rücken von abhängig Beschäftigten, Erwerbslosen, Rentner_innen, Prekären, Studierenden, Flüchtlingen und vielen anderen abgeladen wird, weder anderswo, noch hier. Die Frankfurter Protesttage schließen damit an die weltweiten Proteste des vergangenen Jahres, die Proteste im Frühling in Brüssel und anderswo sowie an die Bewegungen für einen Alter Summit in Athen an.

Wir werden gegen die Politik von Bundesregierung und der ganz großen 4-Parteien-Koalition, gegen die Politik von EZB, EU-Kommission und IWF demonstrieren.
Wir werden die EZB blockieren.
Wir werden die öffentlichen Plätze in der Wirtschafts- und Finanzmetropole Frankfurt okkupieren – wir sind BLOCKUPY!

*Blockupy ist ein bundesweites Bündnis, in dem zahlreiche Gruppen, Organisationen und einzelne AktivistInnen mitarbeiten. Wir sind in unterschiedlichen sozialen und politischen Gruppen oder Strömungen aktiv. Bisher beteiligen sich Attac-AktivistInnen, Gewerkschaften, antirassistische Netzwerke, Parteien wie Die Linke, Occupy-AktivistInnen, Erwerbsloseninitiativen, studentische Gruppen, Nord-Süd-, Friedens- und Umweltinitiativen, die Linksjugend [‘solid], die Grüne Jugend sowie linksradikale Zusammenschlüsse wie die Interventionistische Linke und das Ums-Ganze-Bündnis.

Weblink: blockupy-frankfurt.org/213/aufruf-blockupy-frankfurt/

2. Mobilisierungsmaterialien

Die ersten aktivierenden Plakate und Aufkleber von Blockupy Frankfurt waren kaum aus dem Druck, da waren sie schon wieder vergriffen. Deswegen haben wir eine neue Auflage gedruckt, die ab dem 7. März geliefert werden kann. Ihr könnt Plakate und Aufkleber unter blockupy-frankfurt.org/material/material-bestellen/ oder direkt per Mail material@blockupy-frankfurt.org bestellen. Bitte versucht bei eurer Bestellung nicht nur 25 sondern am Besten gleich 250 für eure Stadt oder euren Landkreis zu bestellen – das spart uns Arbeit und ihr könnt euch gleich mit andern zusammen schließen. Protest kostet auch Geld: u nd das Drucken von Plakaten und Aufklebern leider auch. Wir würden uns freuen, wenn ihr für eure Material-Bestellung auch etwas an das Blockupy-Bündnis spendet. Unsere Kontonummer für Spenden findet ihr am Ende dieses Newsletters.

Weblink: blockupy-frankfurt.org/material

3. Regionale Blockupy Frankfurt Bündnisse

In vielen Städten haben sich bereits Blockupy-Bündnisse gegründet, die die Aktionstage und die Mobilisierung dorthin auf lokaler Ebene organisieren, aber auch als eigenständige Akteure in ihrer Stadt auftreten und sich mit anderen Organisation und Gruppen vernetzen. Diese Bündnisse sind offen und neue Aktive immer herzlich willkommen.

Unter dem Reiter „Vor Ort“ auf der Homepage werdet ihr an die entsprechende Stadt weitergeleitet. Wenn ihr ein eigenes Bündnis gegründet habt, das noch nicht aufgeführt ist und ihr gerne eine Unterseite auf der Homepage hättet, schreibt uns doch gerne an mobi@blockupy-frankfurt.org.

Bereits bestehende Bündnisse:

  • Berliner Blockupy Plattform
    Web
    Nächstes Treffen: 5. März, 19:00 Uhr im Irving-Zola-Haus, Ohlauerstr. 12, Berlin
  • Blockupy NRW
    Web / Facebook
    Nächstes Treffen: 24.3. in Düsseldorf statt. Einladung und mehr Infos folgen…
  • Blockupy Freiburg
    Nächstes Treffen: 5. April, 19:00 Uhr im U-Asta
  • Bündnis Kassel
    Web
    Nächstes Treffen: 6. März, 19:00 Uhr im Philipp-Scheidemann-Haus
  • Krisenbündnis Marburg
    Web
    Nächstes Treffen: 11. März, 20:00 Uhr im DGB-Haus
  • NoTroika Rhein-Main
    Web
    Treffen: Freitags, 18:00 Uhr im DGB-Jugendclub, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, Frankfurt
  • Bündnis Blockupy Rhein-Neckar
    Web
  • Blockupy Wien
    Web
    Nächstes Treffen: 15. März, 18:00 Uhr im Amerlinghaus, Stiftg. 8, Wien

Weblink: blockupy-frankfurt.org/vor-ort/

4. 13. März: Dezentraler europäischer Aktionstag

Blockupy unterstützt den Aktionsaufruf gegen den EU-Gipfel Für einen Europäischen Frühling! Unsere Demokratie gegen ihr Spardiktat!

  • Beteiligt Euch am dezentralen Aktionstag am 13.3.
  • Beteiligt euch an der Kundgebung und Demonstrationen am 14.3. in Brüssel

Aus Anlass des nächsten Frühjahrsgipfels der EU am 14./15. März in Brüssel ruft ein im letzten Jahr an verschiedenen Orten initiiertes Bündnis aus sozialen Bewegungen, NGOs und verschiedenen Initiativen aus Europa zu europäischen Aktionstagen auf, um gemeinsam gegen die EU Politik, gegen das autoritäre Krisenmanagement und “For a European spring” – für einen europäischen Frühling – zu demonstrieren. Denn: Unsere Demokratie steht gegen ihre Austeritäts- und Sparprogramme!

Mit dezentralen Aktivitäten am 13.3. soll der Unterschiedlichkeit der Kämpfe in Europa Rechnung getragen werden – Gruppen in Spanien, Italien, Belgien, den Niederlanden, Dänemark und an anderen Orten bereiten jetzt schon Aktionen vor. Auch der Europäische Gewerkschaftsbund nimmt den Frühjahrsgipfel zum Anlass, Aktionstage europaweit auszurufen und gegen den Frühjahrsgipfel der EU zu demonstrieren. Der EGB ruft deswegen am 14.3. um 14.00 Uhr zu einer zentralen Kundgebung in Brüssel auf dem Place Jourdain, einem Platz in der Nähe des Europäischen Parlaments, auf. Aus Deutschland fahren zu der Demonstration am 14.3. Busse aus Düsseldorf/Köln, Berlin und Stuttgart/Frankfurt. Nähere Infos zu den Bussen nach Brüssel findet ihr unter (notroika.org)[http://notroika.org/artikel/blockupy-unterstuetzt-den-internationalen-aktionsaufruf-gegen-den-eu-gipfel-unsere]

Blockupy ist Teil dieses europäischen Prozesses. Deshalb rufen wir alle Gruppen, Krisenbündnisse, Organisationen und Bewegungen auf, sich an den europäischen Aktionstagen zu beteiligen. Informationen werden vom Blockupy Bündnis zusammengetragen und auf der Webseite zugänglich gemacht. Lasst uns also wissen, was ihr plant – und inspiriert andere.

Our Democracy against their austerity – für einen Europäischen Frühling!

Weblink: blockupy-frankfurt.org/181/blockupy-unterstuetzt-den-aktionsaufruf-gegen-den-eu-gipfel/

5. News zur Demonstration am 1. Juni

In einem ersten gemeinsamen Gespräch über die Blockupy-Aktionstage in diesem Frühjahr hat die Stadt den Anmeldern heute grundsätzlich grünes Licht für die geplante Demonstration am 1. Juni gegeben. Sowohl die Demoroute als auch der Ort der Abschlusskundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz vor der Europäischen Zentralbank waren unstrittig.

Die Demo startet am Baseler Platz. Von da verläuft die geplante Route am Mainkai entlang bis zur Kurt-Schumacher-Straße, zum Opernplatz und über die Taunusanlage zur Abschlusskundgebung vor der EZB auf dem Willy-Brandt-Platz. Erwartet werden rund 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa.

Weblink: blockupy-frankfurt.org/195/pm14022013/

6. Aktueller Pressespiegel

Die Polizei zahlt für Blockupy

“Frankfurts Ordnungshüter haben eine weitere gerichtliche Abfuhr erteilt bekommen. Fünf rechtswidrig festgesetzten Demonstranten vom 17. Mai 2012 müssen sie jeweils 500 Euro Schadensersatz zahlen. Weitere Klagen gegen die Polizei könnten folgen.” Frankfurter Rundschau, 5.2.2013 Link: http://www.fr-online.de/blockupy-frankfurt/blockupy-frankfurt-die-polizei-zahlt-fuer-blockupy,15402798,21638150.html

Blockupy kommt wieder

“Das kapitalismuskritische Blockupy-Bündnis bereitet die zweite Protestrunde vor. Am Freitag, 31. Mai, soll es Aktionen im ganzen Stadtgebiet geben, einen Tag später eine Demonstration mit 20.000 Teilnehmern.” Frankfurter Rundschau, 17.2.2013 Link: http://www.fr-online.de/rhein-main/blockupy-frankfurt-blockupy-kommt-wieder,1472796,21861750.html

Frankfurt am Main: »Blockupy« again

“20000 Teilnehmer erwarten die Anmelder der kapitalismuskritischen Demonstration, die sich gegen Spardiktate und die Verarmungspolitik der Bundesregierung, der Troika aus EZB, EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) richtet. »Don’t owe, don’t pay!«, ist die Parole: »Wir schulden nichts, wir zahlen nichts«. Die Sanierung des Kapitalismus dürfe nicht auf dem Rücken der Lohnabhängigen, Erwerbslosen, Rentnerinnen und Rentner, Migranten und Jugendlichen ausgetragen werden.” junge Welt, 19.2.2013 Link: http://www.jungewelt.de/2013/02-19/053.php

Linke gründen Blockupy-Bündnis

“Doch die Berliner Blockupy-Plattform will nicht nur die Werbetrommel für die Aktionstage in Frankfurt am Main rühren, sondern auch ganz konkret soziale Kämpfe in der Hauptstadt unterstützen. Einen ersten Probelauf hat das Bündnis bereits hinter sich: Gemeinsam mit zahlreichen sozialen Initiativen, Anwohnern und Nachbarn hat die Blockupy-Plattform in der vergangenen Woche ebenfalls zur Blockade einer Zwangsräumung in der Lausitzer Straße 8 in Kreuzberg aufgerufen.” neues deutschland, 20.2.2013 Link: http://www.neues-deutschland.de/artikel/813581.linke-gruenden-blockupy-buendnis.html

7. Spendenaufruf! Denn Protest kostet (leider) auch Geld…

Blockupy Frankfurt freut sich über jede größere oder kleinere Spende!

Für Überweisungen innerhalb Deutschlands: Zahlungsempfänger: Friedens- und Zukunftswerkstatt Verwendungszweck: “Spende Krise Ffm” Konto-Nr.: 200337319 Bank: Frankfurter Sparkasse BLZ: 50050201

Für internationale Überweisungen aus allen anderen Ländern: Zahlungsempfänger: Friedens- und Zukunftswerkstatt Verwendungszweck: “Spende Krise Ffm” IBAN: DE23 5005 0201 0200 3373 BIC: HELADEF1822

Weblink: blockupy-frankfurt.org/spenden/

Antiatomfestival in Bure / Lothringen

Antiatomnetz Trier im Friedens- und Umweltzentrum, Pfützenstr.1 54290 Trier

Pressemitteilung 11.9.2012

Das Antiatomnetz Trier unterstützt das Festival gegen das französische Endlagerprojekt in Bure, Lothringen

„Das 3. kleine Festival gegen die grosse Atommülldeponie“ findet am Wochenende 14. – 16.9.2012 im Nachbarort von Bure in Bonnet statt. Die dortige Gemeinde unterstützt den Widerstand gegen das erste europäische Endlager mitten in der Großregion Saar-Lor-Lux. (Trier – Bure 168 km Saar­brücken – Bure: 145 km Luxemburg – Bure 132 km (http://www.mg2.de/map.html)

„Das Festival bietet Musik, Zirkus, Informationsstände, Filme und Diskussion, dabei wird auch das Widerstands­haus besichtigt und im Gemeindesaal von Bonnet eine Ausstellung zur Gefahr der Atomkraft eröffnet“ erläutert Julia Bäuerlein von Stop Bure Trier die Veranstaltung der Atomkraft­gegner/Innen der Region. Kostenloses Eintritt und Camping vor Ort oder Über­nachtungen im Gemeindesaal, Kinderprogramm sowie eine Bio-Volksküche komplettieren das Angebot.

„Im lothringischen Bure soll eine Scheinlösung für das unlösbarer Atommüllproblem geschaffen werden, damit der atomare Wahnsinn inklusive Cattenom für den Profit der Atomindustrie weitergehen kann. Dabei sind weder Gorleben noch Bure sicher – die Bevölkerung der Großregion muss Bure auf die Tagesordnung setzen!“ ergänzt Markus Pflüger vom Antiatomnetz Trier. Wer Mitfahrgelegeheiten sucht oder bietet kann sich an atomausstieg@yahoo.de wenden

Infos/Kontakt: http://antiatomnetz.blog.de (Programm in deutsch) und
http://festivaldebonnet2012.noblogs.org

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Hintergrundinformationen zum aktuellen Stand des Endlagerprojektes:

“Frankreich buddelt am Atommüll-Endlager” Wirtschaftswoche 05.6.2012
von Ulrike Koltermann. In einem kleinen lothringischen Dorf entsteht
das erste europäische Endlager für Atommüll. Widerstand gegen das
Projekt gibt es im Land kaum – oder wird mit Geld im Keim erstickt.
http://www.wiwo.de/politik/europa/kernenergie-frankreich-buddelt-am-atommuell-endlager/6697862.html

“Überirdisches Atomüllager in Bure” Saarländischer Rundfunk 27.8.2012:
(dann rechts anklicken)
http://sr-mediathek.sr-online.de/beitrag_Video.php?id=13750&autoplay=1&startvid=8

.ausgestrahlt: Nach den Wahlen: „Brokdorf und Fessenheim müssen vom Netz“

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

Hamburg, 7. Mai 2012

Nach den Wahlen: „Brokdorf und Fessenheim müssen vom Netz“

Atomkraftgegner: Wahlsieger in Schleswig-Holstein und Frankreich müssen atompolitische Versprechen zügig umsetzen.

Zu den atompolitischen Folgen der Wahlausgänge in Schleswig-Holstein und Frankreich erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation
.ausgestrahlt:

„Kommt es in Schleswig-Holstein zu einer Koalition aus SPD, Grünen und SSW, dann wird der atompolitische Knackpunkt die Zukunft des AKW Brokdorf an der Unterelbe. Brokdorf soll nach geltendem Atomgesetz bis Ende 2021 in Betrieb bleiben, obwohl es schlecht gegen Hochwasser und Flugzeugabstürze gesichert ist. Doch alle drei Parteien haben vor dem Urnengang im „Wahl-o-mat“ der Landeszentrale für politische Bildung der Aussage „Das Kernkraftwerk Brokdorf soll sofort abgeschaltet werden“ zugestimmt. Die Spitzenkandidaten von SPD und Grünen, Albig und Habeck, haben sich am 11. März an der Umzingelung des AKW beteiligt, zu der ebenfalls mit der Forderung nach sofortiger Stilllegung aufgerufen worden war.

Wir erwarten von SPD, Grünen und SSW, dass sie ihre Wahlversprechen bezüglich Brokdorfs zügig in die Tat umsetzen. Ergebnis der Koalitionsverhandlungen muss ein konkreter Plan sein, wie der Reaktor von der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht aufgrund der Sicherheitsmängel stillgelegt werden kann.

In Frankreich kann mit dem Wahlsieg von Françoise Hollande die Dämmerung des Atomzeitalters beginnen. Der künftige Präsident hat im Wahlkampf angekündigt, den Anteil des Atomstroms mittelfristig von 75 auf 50 Prozent reduzieren zu wollen. Das AKW Fessenheim am Oberrhein will er innerhalb der nächsten fünf Jahre stilllegen. Aus unserer Sicht muss Fessenheim sofort vom Netz, weil es mitten in einer Erdbebenzone liegt.
Die Anti-AKW-Bewegung in Frankreich muss nun kräftig Druck auf Hollande organisieren, damit er seine Versprechen zügig umsetzt. Wir werden sie dabei nach unseren Möglichkeiten unterstützen.“

Kiel, Paris, Athen

Griechenland, Frankreich, Schleswig-Holstein, Thüringen – für die Linke in Europa und der Bundesrepublik geht es an diesem Wahlsonntag um eine ganze Menge. Auch wenn zwischen der kommunalpolitischen Stichwahl im ostdeutschen Freistaat und der ersten Wahl der Griechen seit Zuspitzung der Schuldenkrise durch das europäische Rettungsdiktat auf den ersten Blick Welten liegen, hängt das eine mit dem anderen doch zusammen: Es geht um Alternativen, es geht darum, dass Politik Spielräume zur Gestaltung hat, um mächtige Interessen Weniger und die Macht der Vielen, und auch um die Zukunft linker Politik: Welches Signal geht heute Abend von Athen aus? Kann ein Wahlsieg von Hollande in Frankreich den europäischen Austeritätszug bremsen? Schafft die Linke im Norden den Wiedereinzug in den Landtag? Und gelingt es der Partei in Thüringen, erstmals ein Landratsamt erobern? Wir versuchen, das Wichtigste von diesem wichtigen Wahltag hier zusammenzutragen. (vk, wh, tos)

20 Uhr: Nun ist die Wende in Frankreich halbamtlich: Francois Hollande hat Hochrechnungen zufolge die französische Präsidentenwahl gewonnen. Der Sozialdemokrat setzte sich mit 51,8 Prozent zu 48,2 Prozent gegen Nicolas Sarkozy durch – laut CSA.

19.20 Uhr: In Thüringen wurden Karl Koch in Brotterode-Trusetal und Frank Fiebig in Gräfenroda als Bürgermeister wiedergewählt. Neu als Bürgermeisterinnen gewählt sind Katja Wolff in Eisenach und Claudia Nissen in Kahla. Birgit Keller wird Landrätin in Nordhausen; Petra Enders heißt die neue Landrätin des Ilm-Kreises und Michaele Sojka die neue Landrätin in Altenburg.

19.10 Uhr: Das Neue Deutschland kommentiert die Wahl in Schleswig-Holstein: “Wer gehofft hatte, dass mit der Schwäche der LINKEN das gemütliche, übersichtliche Vier-Parteien-System zurückkehrt, der hat sich schwer getäuscht. Der Protest gegen das Etablierte, gegen Sozialabbau, gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten, gegen existenziell bedrohlichen Sparkurs, gegen das Durchreichen der Krisenkosten ganz nach unten – dieser Protest ist da, und er wird eher noch stärker. Vor ein paar Jahren hat ihn maßgeblich die Linkspartei eingefangen, derzeit artikuliert er sich über die Piratenpartei. Die LINKE muss nun mit ihrem ersten Ausscheiden aus einem Landtag fertig werden. Das ist ein Rückschlag, der sich nicht allein mit dem Schlagwort Personaldebatte erklären lässt – aber kein Parteiuntergang, wie mancherorts orakelt wird. Umso wichtiger wird nun die NRW-Wahl in einer Woche. Dass Totgesagte zäh sind, hat gestern erst die FDP bewiesen.”

19.05 Uhr: Die Thüringer Linke zieht es heute heraus: Katja Wolf ist die neue Oberbürgermeistein Eisenachs.

19 Uhr: Nach der Niederlage in Schleswig-Holstein erste Reaktionen aus der Linkspartei: „Das haben sie nicht verdient unsere Leute“, sagt Wulf Gallert. „Jetzt geht es um einen Erfolg in NRW und dann um eine vernünftige Analyse der Ursachen.“ Andreas Höppner meint: „Kopf nicht hängen lassen, sondern dran bleiben. Wir konnten /können es besser wenn wir uns wieder auf Gemeinsamkeiten / Stärken konzentrieren!“ Halina Wawzyniak findet das Ergebnis „bitter“ und sagt „Danke an alle Wahlkämpfer_innen und Danke für die erfrischende (Plakat)Kampagne.“ Kersten Artus erinnert daran, dass die Grünen „jahrelang in Schleswig-Holstein nicht im Landtag“ waren und sieht das als „historischen Trost. Klatsche für SPD sollte Sozis zu denken geben.“

18.45 Uhr: In Thüringen hat die Linke den Bürgermeisterposten in Kahla gewonnen. Auch der Ilm-Kreis wird wahrscheinlich eine Linke-Landrätin bekommen und Eisenach eine Linke-Oberbürgermeisterin.

18.30 Uhr: Klaus Ernst spricht in der ARD von einem “abolut enttäuschenden” Ergebnis, man habe das Wahlziel nicht erreicht. Der Linkenchef sieht dafür im wesentlichen drei Gründe: Bei der letzten Wahl habe die Partei größeren Zulauf erhalten, weil zugleich der Bundestag gewählt wurde – da gehe “unser Publikum” eher zur Wahl, so Ernst. Außerdem nannte der Gewerkschafter die Selbstbeschäftigung der Linken sowie die Piraten, das das Protestpotenzial aufgreifen würden und auch für Themen der Linken gewählt worden seien: “Die Piraten sammeln unser Protestpotenzial ein, weil die Menschen merken, dass täglich Politik gegen den Mehrheitswillen der Menschen im Land gemacht wird, weil sie Mindestlohn, keine Rente mit 67 und gerechte Gesundheitspolitik wollen.”

18.25 Uhr: Nun auch etwas genauere Zahlen aus Griechenland – die konservative Partei Nea Dimokratia kommt auf 17 bis 20 Prozent der Stimmen (2009: 33,5 Prozent); Pasok bricht völlig ein und wird bei 14 bis 17 Prozent gesehen, 2009 wurde die Partei noch von 43,9 Prozent gewählt. Der klare Gewinner ist das Linksbündnis Syriza, das in Prognosen mit 15,5 bis 18,5 Prozent taciert wird – 2009 erhielten die Linken noch 4,6 Prozent. Die Kommunisten von KKE liegen bei 7.5 bis 10.5, die Demokratische Linke Dimar bei 6 bis 9 Prozent. Schlechte Nachricht: Die Neonazi-Partei Chryssi Avgi (Goldene Morgenröte) ist wohl mit 6 bis 7 Prozent im Parlament.

18.15 Uhr: Die erste Horchrechnung in Schleswig-Holstein (ARD) – CDU 30,5 Prozent, SPD 29,7, Grüne 13,8 FDP 8,4, Piraten 8,2, SSW 4,6, Linke 2,4 Prozent. Und die Zahlen von ZDF: CDU 30,5, SPD 30,3, FDP 8,5, Grüne 13,3, Linke 2,5, SSW 4,5, Piraten 8,4.

18 Uhr: In Griechenland wird das Bündnis der Radikalen Linken Syrzia laut ersten Prognosen erstmals die stärkste Oppositionspartei.

18 Uhr: In Schleswig-Holstein ist die Linke in den ersten Prognosen dort gelandet, wo man es befürchten musste: mit 2,5 Prozent deutlich aus dem Landtag rausgeflogen. Die anderen Parteien nach ARD und ZDF: CDU 30,5 Prozent, SPD 29,5 bis 30,5 Prozent, Grüne 13 bis 14 Prozent, FDP 8,5 Prozent, Piraten 8,0 bis 8,5 Prozent, Südschleswigsche Wählerverband SSW 4,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt historisch niedrig: Bis eine halbe Stunde vor Schließung der Wahllokale hatten nur 55,6 Prozentabgestimmt.

18 Uhr: In Frankreich dürfte François Hollande gewonnen haben: Der belgische Sender RTBF berichtete von innoffiziellen Prognosen, nach dem der Sozialdemokrat um 18 Uhr rund 53 Prozent der Stimmen bekommen hat.

15.30 Uhr: Eine Agentur berichtet aus Griechenland: “Nach Angaben von Innenminister Tassos Giannitsis verlief die Wahl ohne nennenswerte Probleme. Die Wahlbeteiligung sei sehr hoch gewesen. Genaue Zahlen nannte das Innenministerium aber zunächst nicht.”

14.30 Uhr: Erste Ergebnisse für Frankfreich: François Hollande hat nach Angaben des belgischen Rundfunks RTBF bei vielen Auslandsfranzosen in Nord- und Südamerika die Stichwahl gewonnen: Danach holte er in Toronto (51 Prozent), Peru (55), Argentinien (51,7), Kolumbien (58,82) und Honduras (56) gegen Nicolas Sarkozy die Mehrheit. Der konservative Amtsinhaber liegt dagegen in Mexiko (47,3), Brasilien (47), Costa Rica (44,1) und Chile (44) vorn. Außerdem gibt es erste Angaben über die die Nachwahlbefragungen. Bei zwei Instituten lag Hollande demnach am Nachmittag mit 52,5 beziehungsweise 53 Prozent klar vor Sarkozy (47,5 bzw. 47). Die Wahllokale haben allerdings noch bis 20 Uhr offen.

14 Uhr: Die Wahlen in Schleswig-Holstein laufen weiter schleppend: Um 114 Uhr lag die geschätzte Wahlbeteiligung bei 37,7 Prozent. Bei der Wahl 2009 hatte sie zu diesem Zeitpunkt bei 48,6 Prozent gelegen – damals war allerdings zeitgleich auch Bundestagswahl.

12.30 Uhr: Bis zum Mittag haben in Frankreich bereits gut 30 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben – damit lag die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt etwa zwei Prozent hörer als bei der ersten Runde vor zwei Wochen, allerdings um etwa vier Prozent niederiger als zum Stichwahl-Mittag 2007, als Sarkozy und die Sozialdemokratin Ségolène Royal um die Präsidentschaft konkurrierten.

12 Uhr: Und wie steht es in Griechenland? “Das Volk schickt heute eine Nachricht an Europa”, sagt der Vorsitzende des linken Bündnisses, Alexis Tsipras, im TV. Es gebe keinen Platz für die “Barbarei der Sparprogramme” in Europa.

11.45 Uhr: Das Wetter? Die fehlenden parallelen Bundestagswahlen? Jedenfalls lag die Wahlbeteiligung in Schleswig-Holstein um 11 Uhr nur bei 17,7 Prozent, wie die Landeswahlleitung mitteilt – auf Basis von Schätzungen. 2009 hatten bis zur dieser Uhrzeit bereits 25,9 Prozent der Berechtigten abgestimmt, die Wahlbeteiligung lag damals unterm Strich bei 73,6 Prozent. In Serbien lag die Wahlbteiligung Meldungen zufolge hingegen höher als befürchtet: Bis 11 Uhr hatten elf Prozent der 6,7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgebeben. Wegen der schwersten sozialen und wirtschaftlichen Krise seit 15 Jahren war mit weniger Wählern gerechnet worden.

11.30 Uhr: Die Wahlen in Schleswig-Holstein gehen ihren Gang – und weil es sonst nicht viel aus dem Norden zu berichten gibt, senden die Agenturen das Übliche: Welcher Spitzenkandidat wo gewählt hat und wie optimistisch dabei den anwesenden Journalisten ins Auge geblickt wurde: Jost de Jager in Eckernförde, Wolfgang Kubicki in Strande bei Kiel, Robert Habeck in Flensburg, Anke Sporrendonk in Harrislee. Torsten Albig hatte bereits per Briefwahl abgestimmt. Wer fehlt? Genau: die Piraten und die Linke.

10 Uhr: Der “empörte Marsch” ist in Athen angekommen – die Aktion , die bereits mit politischen Wanderungen nach Madrid (im Sommer) und Brüssel (im Herbst) auf sich aufmerksam machte, kam am 5. Mai pünktlich zu den Wahlen in auf dem Syntagma-Platz an. Infos über den Marsch gibt es hier, ein Tagebuch (englisch) hier.

9.45 Uhr: Anhaltendes Daumendrücken gibt es in der Linkspartei. Petra Pau wünscht via Twitter in Schleswig-Holstein viel Erfolg, eine Fraktion im Kieler Landtag werde „auch für weitere NSU-Aufklärung gebraucht, wir sind erst am Anfang“. Janine Wissler twittert: „Der Norden braucht eine starke Linke!“ Björn Thoroe sagt: „Für soziale Gerechtigkeit, ein ausfinanziertes Schulsystem, die Millionärssteuer und konsequenten Antifaschismus!“ Kersten Artus meint, „das Hamburger Umland entscheidet“ die Landtagswahl im Norden und appelliert: „Wählen gehen. Gegen die Konsenssoße CDUSPDGRÜNFDP. Linke wählen!“ Bodo Ramelow blickt nach Thüringen: „Wir sind 7 mal dabei! 7 rote Kreuze sind möglich! Traut Euch Thüringer!“ Stefan Liebich wünscht via Facebook „den linken Kandidatinnen und Kandidaten in Schleswig-Holstein, Thüringen und Griechenland viel Erfolg und wünscht sich darüber hinaus, dass Sarkozy abgewählt wird.“ Und Andreas Höppner twittert: „Ganz viele drückende Daumen heute von mir für DIE LINKE Schleswig-Holstein-Landtagswahl und für die Thüringer LINKE-Kommunalwahl“. Aber im Netz ist manche skeptisch: “Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass Tweets à la “Wählt heute …!!” irgendwas bewirken außer Verdrossenheit?”

9.30 Uhr: Wann gibt es erste Ergebnisse aus Frankreich, wo die Wahllokale erst um 20 Uhr schließen? Wohl schon am späten Nachmittag. Französischsprachige Medien aus Belgien und der Schweiz haben angekündigt, berichtet eine Nachrichtenagentur, auf ihren Internetseiten schon vor 18 Uhr die ersten Prognosen zu veröffentlichen – in Frankreich ist das vor 20 Uhr verboten.

9.15 Uhr: In Frankreich wäre Francois Hollande der erste sozialistische Präsident seit 17 Jahren. Das hat bereits vor seinem möglichen Wahlsieg Hoffnungen geweckt – auch in der deutschen Linken. Hollande hat Steuererhöhungen für Großunternehmen und Vermögende angekündigt, außerdem fordert er die Ergänzung des von der Regierung Angela Merkel durchgedrückten Fiskalpaktes durch Wachstumsinitiativen. Dass der Sozialdemokrat seinen Wahlkampf mit einem Nein zu den Sparplänen begonnen hatte, mag die Aussicht auf eine französische Wende etwas schmälern. Klaus Ernst hofft dennoch auf ein Signal auch für die Bundesrepublik: „Der Ruf nach höheren Reichensteuern in Europa wäre nicht mehr zu ignorieren. Außerdem sieht man dort, dass Alternativen zum Finanzmarktwahnsinn nur zusammen machbar sind. Ich hoffe, dass es nach einem Sieg Hollandes auch bei SPD und Grünen Bewegung für ein gemeinsames Handeln der Parteien diesseits der Union gibt.“ Ernst sprach in diesem Zusammenhang den Vorstoß von Gregor Gysi an, in dieser Woche mit einem Brief an die Fraktionsspitzen von SPD und Grünen eine gemeinsame Initiative für die Wiedereinführung der Vermögensteuer vorgeschlagen hatte.

9 Uhr: In Griechenland sind die Wahllokale bereits seit sieben Uhr geöffnet – dass die konservativ-bürgerliche Neue Demokratie und die sozialdemokratische PASOK deutlich verlieren, gilt als sicher. Die ND dürfte die Wahl gewinnen und deshalb 50 Mandate zusätzlich bekommen, für eine Mehrheit wird es aber nicht reichen. Der Bürgermeister von Thessaloniki antwortete in der Taz auf die Frage, ob die Rechtsradikalen zulegen: „Das ist wahrscheinlich. In einer so großen Krise glauben die Menschen nur noch große Lügen, keine kleinen.“ Das Neue Deutschland sieht „die wichtigste Wahl seit Ende der Militärdiktatur 1974“, die Griechen entscheiden auch darüber, „ob das Land die mit den Gläubigern in EU, IWF und EZB getroffenen Vereinbarungen einhalten wird“. Und weil das so ist, wird bereits seit Wochen eine mächtige Drohkulisse aufgebaut, immer wieder ist die Rede von Parteien, die „mit teilweise radikalen Positionen auf Stimmenfang gehen“ – und Thomas Straubhaar fordert gar, Griechenland solle “zu einem europäischen Protektorat” werden. Gemeint sind nicht zuletzt die Linken Syriza, Dimar und KKE, die in Umfragen ganz gut wegkommen, es aber nicht geschafft haben, als Bündnis in die Wahl zu gehen. Ein Grund unter anderem: Differenzen über die europapolitische Zukunft Griechenlands und den Euro.

8.45 Uhr: “Parteien, was ist eigentlich schief gelaufen zwischen uns?” So beginnt der TV-Wahlspot der Linken in Schleswig-Holstein. Linke wählen. “Mensch, das muss doch mal gesagt werden.”

 

8.30 Uhr: Gewählt wird auch in Serbien, dort sind über 6,7 Millionen Wahlberechtigten aufgerufen, über die Besetzung von 250 Parlamentssitzen, das Präsidentenamt und Kommualvertreter zu entscheiden. “Politiker und Medien basteln darum herum zwei Schicksalsfragen: Bleibt Serbien auf EU-Kurs, was wird aus Kosovo? Aber die Menschen im Land drücken meistens ganz andere, zutiefst existenzielle Probleme”, heißt es im Vorbericht des Neuen Deutschland. Dass eine der großen Parteien sie lösen kann, glauben aber offenbar auch in Serbien immer weniger Menschen. In der Tageszeitung kommt die emeritierte Professorin Srbijanka Turajlic zu Wort: „Eine Partei in Serbien zu wählen hieße, ihr einen Persilschein für noch mehr Korruption und den Abbau demokratischer Institutionen zu geben.“ Wahlen finden heute außerdem in Armenien statt.

8.15 Uhr: Der Bundesschatzmeister der Linken hat noch einmal zur Wahl der Linken in Schleswig-Holstein aufgerufen: „So, Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, nun aber los. Aufstehen. Einmischen. Wählen gehen. Für soziale Gerechtigkeit“ twitterte Raju Sharma am Morgen. Daumendrücken für die Wahlen auch bei Halina Wawzyniak – die „viel Erfolg“ wünschte und nun gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Gremiums den Sonntag im Parteivorstand verbringt. Bereits am Freitag hatte Sahra Wagenknecht den Nord-Genossen noch einmal Mut gemacht: Man habe auch in Schleswig-Holstein noch eine Chance. In Umfragen lag die Linke zuletzt bei zwei Prozent.

8 Uhr: In Thüringen geht es heute unter anderem in sechs Landkreisen und vier kreisfreien Städten um die Entscheidung. Der MDR fasst die Ausgangslage hier zusammen. Interessant unter andere: In Eisenach, wo für die Linke Katja Wolf ins Rennen um das Oberbürgermeisteramt geht, unterstützt die Stadt-SPD den CDU-Kandidaten, während sich die Landes-Sozialdemokraten für die Linkenpolitikerin ausgesprochen haben. Nach dem ersten Wahlgang hatte es zudem einen gemeinsamen Appell von SPD und Linken gegeben, vor Ort gegenseitig Kandidaten zu unterstützen: „Dort wo sich regionale Gliederungen unserer Parteien zu einer Zusammenarbeit für die in der Stichwahl stehende Kandidatin oder den Kandidaten entscheiden, unterstützen wir diese Zusammenarbeit.“ Was das gebracht hat, wird man heute Abend sehen. Die Linke hofft darauf, dass Michaele Sojka im Altenburger Land, Petra Endes im Ilmkreis, Birgit Keller im Landkreis Nordhausen, Katja Wolf in Eisenach, Frank Fiebig in Gräfenroda, Claudia Nissen in Kahla und Karl Koch in Brotterode-Trusetal erfolgreich sind.

flattr this!

Sternfahrt-Picknick am AKW Fessenheim am 29. April 2012

Der Protest geht weiter:


Sternfahrt-Picknick am AKW Fessenheim am 29. April

Liebe Bürgerinnen und Bürger im Dreyeckland,
liebe Freundinnen der Fessenheim Stilllegung,

wie Sie wissen, wollen wir uns gemeinsam mit Ihnen am Wochende nach dem Tschernobyltag  und vor dem entscheidenden Wahlsonntag in Frankreich nochmals mit unseren Forderungen zu Wort melden:
Nach Tschernobyl und Fukushima nur eine Wahl:
Fessenheim stilllegen. JETZT!!!!

Ob mit dem Rad oder zu Fuß, ob mit dem Trecker oder dem Motorrad, selbst mit dem Auto:

Kommt mit allem, was Euch bewegt zum SternfahrtPicknick am 29. April um 14.00Uhr zum AKW.

 

Sternfahrt: Diese funktioniert eigenverantwortlich und selbstorganisiert. Wenn sich Menschen zur gemeinsamen Anfahrt verabreden, wollen wir die Treffpunkte gerne auf dieser Seite veröffentlichen.

Picknick: Sollten die eigenen Vorräte nicht reichen, so haben auch wir für Essen und Trinken gesorgt. Über Kuchen- und Kaffeespenden freuen wir uns.

Um auf das SternfahrtPicknick aufmerksam zu machen, gibt es in schönes Plakat und Flyer. Sie können an jedem Montag in Müllheim während der MontagsAktion für die Stilllegung Fessenheims ab 18.00Uhr vor der Sparkasse in der Werderstrasse abgeholt oder bei uns angefordert werden.

Ihre Hinweise und Anregungen – auf die wir uns freuen – können Sie uns über das Kontaktformular dieser Seite zukommen lassen. Machen Sie davon regen Gebrauch.

Für das AktionsBündnis Fessenheim stilllegen.JETZT!

NaturFreunde: Keine weiteren Subventionen für die Atomenergie


Die NaturFreunde Deutschlands fordern ein Ende der Debatte um eine höhere Subventionierung der Atomkraft in der Europäischen Union

 

Berlin, 13. April 2012 – Die aktuelle Debatte in der Europäischen Union über eine höhere Subventionierung der Atomenergie bremst den Ausbau der erneuerbaren Energien und verhindert somit eine zukunftsgewandte Energiepolitik in Europa.

 

Die Forderung der Regierungen von Frankreich, Großbritannien, Tschechien und Polen nach einer höheren Subventionierung von Atomkraft ist umwelt- und energiepolitisch falsch. Wenn sich diese Staaten mit ihren Forderungen durchsetzen, ist in Zukunft sowohl der Neubau von Atomkraftwerken als auch eine höhere Subventionierung von Atomenergie möglich. Durch eine solche Politik wird die rückwärtsgewandte Energiepolitik der Europäischen Union zementiert und der Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa verzögert.

 

Schon heute ist Atomenergie die volkswirtschaftlich teuerste Art der Energiegewinnung. Neben der direkten Subventionierung für die Forschung werden die volkswirtschaftlichen Kosten der Atomenergie in den Preis nicht mit einberechnet. Dies sind u.a. die Kosten für die Endlagerung des Atommülls, den jahrzehntelange Rückbau von Atomkraftwerken oder die Kosten, die bei einem GAU auf die Bevölkerung zukommen.

 

Als „völlig irrwitzig“ bezeichnet daher Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands, die Unterstützung von EU-Kommissar Oettinger für die Forderung von Frankreich, Großbritannien, Tschechien und Polen. „Die Energiepolitik der EU ist ein Bremsklotz für den europaweiten Ausbau der erneuerbaren Energien. Wenn Oettinger weiterhin auf den Ausbau der Atomenergie setzt, so macht er deutlich, dass sich die EU und er persönlich energiepolitisch in der Steinzeit befinden“, so Hiksch weiter.

 

Die NaturFreunde Deutschlands lehnen eine zusätzliche Förderung für Atomkraft entschieden ab. Sie fordern die Bundesregierung auf, sich dem Ansinnen der vier Länder im Europäischen Rat entgegen zu stellen und nicht nur in Deutschland, sondern europaweit auf einen Atomausstieg hinzuarbeiten.

 

Nein zu EURATOM

Eine zusätzliche Subventionierung der Atomkraft könnte beispielsweise durch den EURATOM-Vertrag erreicht werden. Mit der Kampagne „EURATOM? Nein danke!“ (www.euratom-nein-danke.de) fordern die NaturFreunde ein Ende der Subventionierung und Bevorzugung der Atomenergie vor den regenerativen Energien. Stattdessen bedarf es einer Europäischen Agentur für erneuerbare Energien. Sollte dies nicht gelingen, ist nach Meinung der NaturFreunde Deutschland ein sofortiger Ausstieg der Bundesrepublik aus dem EURATOM-Vertrag notwendig.

 

Internationalisierung des Widerstandes gegen die Atomenergie

In den nächsten Jahren ist es das Ziel der NaturFreunde in Deutschland, den Widerstand gegen die Atomenergie noch mehr zu internationalisieren. Nur durch eine enge internationale Kooperation der Anti-Atom-Bewegungen in den einzelnen Mitgliedsstaaten kann die Atomlobby innerhalb der Europäischen Union gestoppt und ein europaweiter Atomausstieg durchgesetzt werden.

 

Die NaturFreunde Deutschlands werden zusammen mit der Naturfreunde Internationale ihren Widerstand über die Ländergrenzen koordinieren. Die NaturFreunde Deutschlands fordern

 

  • · die Auflösung von EURATOM und die Schaffung einer Europäischen Agentur für erneuerbare Energien,
  • · den Austritt Deutschlands aus dem EURATOM-Vertrag,
  • · das Verbot der Betreibung oder des Exportes von Atomtechnologien im Grundgesetz,
  • · sofortige Beendigung des polnischen, britischen und tschechischen Atomenergieprogramms,
  • · einen sofortigen Stopp aller Planungen zur Erweiterung des tschechischen Pannenreaktors Temelin und einer Aufgabe des Ausbaus der Uranförderung in der Tschechischen Republik.

Anti-Atom: Menschenkette im Rhônetal: eine historische Mobilisierung für den Atomausstieg!

Ein Jahr nach dem Anfang der Fukushima-Katastrophe, leiden die Japaner immer weiter unter der radioaktiven Kontamination. Überall in der Welt wirkte dieser Unfall als Notsignal für eine nötige Energiewende, aber die französischen Politiker haben es bisher ignoriert und wollen nicht von Atomausstieg hören. Einige Wochen vor der Präsidentschaftswahl, wurde am 11. März 2012 ein außerordentlich großes Zeichen gesetzt, um sie zu erwecken.

Am Sonntag, den 11. März 2012, genau ein Jahr nach der Fukushima-Katastrophe, haben 60,000 Menschen zwischen Lyon und Avignon demonstriert, indem sie eine riesige Menschenkette gebildet haben.

Manche waren langjährige AktivistInnen; andere bezeichneten sich nur als « besorgte BürgerInnen »; manche lebten ganz in der Nähe von den 14 Reaktoren, und andere waren aus weit entfernten Regionen und aus Länder angefahren (aus Deutschland, Finnland, Russland, usw.). Hand in Hand auf einer 230-km-langen Strecke, so lang wie die Entfernung zwischen Fukushima und Tokyo, in der von Atomanlagen dicht besiedelten Region Europas haben sie solidarisch mit den JapanerInnen demonstriert. Sie haben ihren Willen stark geäußert, die Energiepolitik in der Hand zu greifen und Atomausstieg zu erhalten.

Nicht nur die Zehntausende Menschen, die an dieser von dem Anti-Atom-Netzwerk « Sortir du nucléaire » und dem Kollektiv « Kettenreaktion » organisierte Menschenkette teilgenommen haben, haben gezeigt, dass Atomausstieg bei den französischen BürgerInnen ein starker Drang ist. Die sehr freundliche Reaktion der AutofahrerInnen, die an diesem Tag auf der Route Nationale 7 der Menschenkette vorbeigefahren sind, beweist wie weit dieses Gefühl verbreitet wird.

Gleichzeitig haben in anderen Orten in Frankreich weitere Menschenketten für den Atomausstieg und solidarisch mit schwerbetroffenen Japan stattgefunden (in Bayonne, Bordeaux, in der Bretagne, in Nordfrankreich, usw.). In der ganzen Welt sind auch ähnliche Aktionen organisiert worden. Von Deutschland bis Brasilien über Mongolei, ist die Botschaft dieselbe: um die kommende Generation zu schützen, brauchen wir eine atomkraftfreie Zukunft.

Energieverschwendung bekämpfen, Gebäude abdämpfen, Energieeffizienz verbessern, saubere und arbeitsplatzschaffende erneuerbare Energien entwickeln: die Lösungen für die Energiewende sind uns bekannt. Jetzt brauchen wir eine politische Entscheidung, die unsere europäischen Nachbarn übrigens schon getroffen haben. Aber die französische Regierung, stark von der Atomlobby beeinflusst, beharrt in der Verneinung des Risikos und in ihrem Pro-Atom-Kurs.

Die Teilnahme an dieser Menschenkette beweist es: wenn die Politiker nichts hören wollen, sind Zehntausende Franzosen bereits, sich zu mobilisieren, um aus dieser Technologie des vergangenen Jahrhunderts auszusteigen. In einigen Wochen wird die Präsidentschaftswahl stattfinden, und die Kandidaten dürfen nicht mehr unsere Forderungen ignorieren. Wir brauchen ein Atomausstiegsszenario, die ältesten Atommeiler gehören sofort abgeschaltet, das EPR-Programm soll aufgegeben werden, und wir sollen dringend mit der Energiewende anfangen. Jetzt ist es endlich Zeit für die Politiker, dies zu verstehen!


Charlotte Mijeon
Chargée de campagne et des relations extérieures
Réseau “Sortir du nucléaire”
Fédération de 920 associations
Agréée pour la protection de l’environnement
9 rue Dumenge
69317 Lyon

Anti-Atom: Menschenkette im Rhônetal: eine historische Mobilisierung für den Atomausstieg!

Ein Jahr nach dem Anfang der Fukushima-Katastrophe, leiden die Japaner immer weiter unter der radioaktiven Kontamination. Überall in der Welt wirkte dieser Unfall als Notsignal für eine nötige Energiewende, aber die französischen Politiker haben es bisher ignoriert und wollen nicht von Atomausstieg hören. Einige Wochen vor der Präsidentschaftswahl, wurde am 11. März 2012 ein außerordentlich großes Zeichen gesetzt, um sie zu erwecken.

Am Sonntag, den 11. März 2012, genau ein Jahr nach der Fukushima-Katastrophe, haben 60,000 Menschen zwischen Lyon und Avignon demonstriert, indem sie eine riesige Menschenkette gebildet haben.

Manche waren langjährige AktivistInnen; andere bezeichneten sich nur als « besorgte BürgerInnen »; manche lebten ganz in der Nähe von den 14 Reaktoren, und andere waren aus weit entfernten Regionen und aus Länder angefahren (aus Deutschland, Finnland, Russland, usw.). Hand in Hand auf einer 230-km-langen Strecke, so lang wie die Entfernung zwischen Fukushima und Tokyo, in der von Atomanlagen dicht besiedelten Region Europas haben sie solidarisch mit den JapanerInnen demonstriert. Sie haben ihren Willen stark geäußert, die Energiepolitik in der Hand zu greifen und Atomausstieg zu erhalten.

Nicht nur die Zehntausende Menschen, die an dieser von dem Anti-Atom-Netzwerk « Sortir du nucléaire » und dem Kollektiv « Kettenreaktion » organisierte Menschenkette teilgenommen haben, haben gezeigt, dass Atomausstieg bei den französischen BürgerInnen ein starker Drang ist. Die sehr freundliche Reaktion der AutofahrerInnen, die an diesem Tag auf der Route Nationale 7 der Menschenkette vorbeigefahren sind, beweist wie weit dieses Gefühl verbreitet wird.

Gleichzeitig haben in anderen Orten in Frankreich weitere Menschenketten für den Atomausstieg und solidarisch mit schwerbetroffenen Japan stattgefunden (in Bayonne, Bordeaux, in der Bretagne, in Nordfrankreich, usw.). In der ganzen Welt sind auch ähnliche Aktionen organisiert worden. Von Deutschland bis Brasilien über Mongolei, ist die Botschaft dieselbe: um die kommende Generation zu schützen, brauchen wir eine atomkraftfreie Zukunft.

Energieverschwendung bekämpfen, Gebäude abdämpfen, Energieeffizienz verbessern, saubere und arbeitsplatzschaffende erneuerbare Energien entwickeln: die Lösungen für die Energiewende sind uns bekannt. Jetzt brauchen wir eine politische Entscheidung, die unsere europäischen Nachbarn übrigens schon getroffen haben. Aber die französische Regierung, stark von der Atomlobby beeinflusst, beharrt in der Verneinung des Risikos und in ihrem Pro-Atom-Kurs.

Die Teilnahme an dieser Menschenkette beweist es: wenn die Politiker nichts hören wollen, sind Zehntausende Franzosen bereits, sich zu mobilisieren, um aus dieser Technologie des vergangenen Jahrhunderts auszusteigen. In einigen Wochen wird die Präsidentschaftswahl stattfinden, und die Kandidaten dürfen nicht mehr unsere Forderungen ignorieren. Wir brauchen ein Atomausstiegsszenario, die ältesten Atommeiler gehören sofort abgeschaltet, das EPR-Programm soll aufgegeben werden, und wir sollen dringend mit der Energiewende anfangen. Jetzt ist es endlich Zeit für die Politiker, dies zu verstehen!


Charlotte Mijeon
Chargée de campagne et des relations extérieures
Réseau “Sortir du nucléaire”
Fédération de 920 associations
Agréée pour la protection de l’environnement
9 rue Dumenge
69317 Lyon

Demo am 11.03.2012: TSCHERNOBYL – FUKUSHIMA – CATTENOM?

UNTERSTÜTZER AUFRUF
DEMO – MENSCHENKETTE – MUSIK – AKTIONEN

Sonntag 11 März 2012 ab 13:00

Schengen; gegenüber vom Centre Européen – rue Robert Goebbels

- Die nukleare Katastrophe in Fukushima hat uns gezeigt, dass kein noch so hochtechnisiertes Land absolute Garantien für das „Funktionieren“ der Atomtechnik leisten kann.                                                   

- Seit der Inbetriebnahme des Atomkraftwerkes Cattenom haben sich über 700 meldepflichtige Vorkommnisse ereignet. Beim letzten Zwischenfall am 05.Jan.2012 hat sich Block 4, durch einen elektrischen Fehler der zufällig zum Verschluss des Dampfzufuhrventils geführt hatte, automatisch abgeschaltet.

- Bereits die kleinste Panne kann zur Katastrophe führen und die Großregion Saarland, Luxemburg und Frankreich wird auf Generationen hin unbewohnbar.

- Sicherheitstest sowie Stresstest für das AKW Cattenom, haben etliche Mängel transparent dargestellt und der Weiterbetrieb ist und bleibt ein Risiko!! Definitiv wurde im Stresstest nicht das maximale, sondern nur das minimale berücksichtigt. Selbst überaus notwendige Nachrüstungen werden erst bis 2020 oder gar bis 2030 in Erwägung gezogen, wenn überhaupt.

- Das Atomkraftwerk Cattenom leitet deutlich mehr radioaktive Stoffe, u.a. Tritium in die Mosel, als nach Stand von Wissenschaft und Technik erforderlich wären.

- Dies bestätigt mehr denn je unsere Forderung; Cattenom, sofort und unumkehrbar Abschalten!  – Ein Jahr nach dem Gau in Fukushima bilden wir zum Gedenken an die Opfer der Reaktorkatastrophe und gegen die zivile und militärische Nutzung der Atomenergie eine Menschenkette innerhalb des Dreiländerecks.

Erscheint zahlreich und lasst uns starke Zeichen für den sofortigen und grenzüberschreitenden Atomausstieg setzen – nur gemeinsam und zahlreich sind wir stark – je Mehr Menschen am Protest teilnehmen – desto größer sind unsere Chancen, dass auch in Frankreich die Politiker endlich verstehen, dass Atomenergie keine Zukunftschancen hat.

Deswegen unterstützt den Demo-Aufruf per Mail, auf eurer Internetpräsenz von Mund zu Mund, oder mit den euch gegebenen Möglichkeiten;

Ute Schlumpberger: cattenom-non-merci@online.de

Dagmar Ensch Engel: engel_d2002@yahoo.de

Veranstalter/in: Fraktion DIE LINKE  i. Landtag des Saarlandes