Chile

Pablo-Neruda-Schule bleibt – NaturFreunde bedanken sich bei Chemnitzer Stadtrat

Zur Entscheidung des Chemnitzer Stadtrates, die Pablo-Neruda-Grundschule nicht umzubenennen erklären das Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands, Uwe Hiksch und der Landesvorsitzende der NaturFreunde Sachsens, Tilmann Schwenke:

 

Wenige Menschen haben in ganz Europa die Hoffnungen und Sehnsüchte einer ganzen Generation für Freiheit und Frieden in Südamerika so verbunden wie Pablo Neruda. Pablo Neruda wollte mit seiner Dichtung seine Heimat Chile verändern. Er verstand sich immer als Dichter des einfachen Menschen. Seine Poesie sollte nicht die Poesie der Intelektuellen sein, sondern die Gefühle, Gedanken und Herzen der Menschen für eine gerechte Gesellschaft erreichen. Pablo Neruda stand im besten Sinne des Wortes für einen humanen und demokratischen Sozialismus.

Mit Sorge hatten die NaturFreunde auf die Abstimmung im Stadtrat von Chemnitz geblickt. Ihre Hoffnung diesen Dichter der Gerechtigkeit und der Freiheit weiterhin zu ehren hat sich durch die klare Entscheidung durchgesetzt. Pablo Neruda ist für viele NaturFreunde einer der Dichter der mit seinem Wirken und seinem literarischen Weg Grundüberzeugungen auch vieler NaturFreunde ausdrückt.

Pablo Neruda hatte sich aktiv für die Regierung des sozialistischen Präsidenten Salvador Allende eingesetzt, der am 11. September 1973 nach dem faschistischen Militärputsch ermordet wurde. Der Dichter und Schriftsteller war Mitglied der Kommunistischen Partei Chiles. Im Wahlbündnis Unidad Popular kämpfte er 1970 im Präsidentschaftswahlkampf für seinen Freund, den Sozialisten Salvador Allende. Mit der Wahl von Salvador Allende wurde der Traum eines demokratischen und freiheitlichen Sozialismus in Chile Realität.

Die NaturFreunde danken den Stadträtinnen und Stadträten von Chemnitz, dass sie mit großer Mehrheit die Umbenennung der Pablo-Neruda-Grundschule abgelehnt haben. Pablo Neruda – der Literaturnobelpreisträger von 1971 ist gerade auch heute ein guter Namensgeber für eine Schule. Durch die Beschäftigung mit den Werken von Pablo Neruda – von seinen Liebesgedichten bis zu seinen klaren politischen Statements, können Kinder die Auseinandersetzung mit der Hoffnung eines ganzen Kontinents spüren. Paplob Neruda hat den Menschen Südamerikas eine Stimme gegeben. Hat ihre Hoffnungen, ihre Wut und ihre Wünsche in das Rampenlicht gebracht.

Kein Besserer kann dazu anregen, Internationalismus und interkulturelle Solidarität zu leben und zu lernen.

Hier als PDF

Impressionen aus Chile

21. Juni 2011  Amerika, Ausland, Chile, Lateinamerika
3 Grad im Juni… und ab und zu wackelt der Boden Ein Erfahrungsbericht von Lemmy Caution Vielleicht liegt es daran, dass meine chilenischen Bekannten, Freunde und die Liebe meines Lebens sich den 40 annähern, oder sie wie ich überschritten haben. Vermutlich aber nicht. Zweifel über die chilenische Abkoppelung von den Alpträumen Lateinamerikas sind heute präsent [...]