Kreisparteitag der LINKEN im Havelland

11. Dezember 2011  Havelland

Heute fand der Kreisparteitag der LINKEN im Havelland statt. Ich habe nciht wieder als Kreisvorsitzende kandidiert. Meinen beiden Nachfolgern – Karin Heckert und Hendrik Öchsle – die die erste Doppelspitze in einem Kreisverband im Landesverband Brandenburg der LINKEN bilden, wünsche ich ganz viel Kraft, Leidenschaft, Durchaltevermögen und natürlich auch ganz viel Spaß.

Auf dem Kreisparteitag habe ich meine letzte Rede als Kreisvorsitzende gehalten. Diese sei hier dokumentiert:

Liebe Genossinnen und Genossen,
es gibt viel zu tun für uns LINKE in diesen Zeiten. Wir beobachten, wie nach der überstanden geglaubten Finanzkrise nun die Eurokrise tobt, die sich politischer Steuerung weitgehend entzieht, bisher kaum absehbare wirtschaftliche und finanzielle Risiken birgt und schwerste soziale Verwerfungen nach sich ziehen kann. Wir beobachten eine nach wie vor neoliberale Bundespolitik, eine anhaltende Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben und wir beobachten eine zunehmende Verunsicherung der Bevölkerung.
Wir als LINKE werden gebraucht, um gesellschaftliche Alternativen aufzuzeigen. Wir werden gebraucht als Partnerin für all jene, die dieser Entwicklung etwas entgegen setzen wollen. Wir zahlen nicht für eure Krise – das gilt auch weiterhin und wir haben die Aufgabe, den neoliberalen Antworten soziale und gerechte Alternativen entgegen zu setzen. Und wir werden gebraucht, um der Entsolidarisierung der Menschen innerhalb Europas entgegen zu wirken. Und machen wir uns nichts vor, niemand weiß, ob die Euro-Krise ihren Höhepunkt schon erreicht hat oder ob das bisher alles nur Vorgeplänkel ist. Niemand weiß, was das Pumpen von Milliarden in die Märkte tatsächlich bewirkt. Niemand weiß, ob auch nur ein einziger der Rettungsschirme, ob auch nur eines der Rettungspakete irgendeine positive Wirkung entfaltet oder vielleicht sogar kontraproduktiv ist. Wir als LINKE lagen, das zeigt sich spätestens jetzt, mit unserer Kapitalismuskritik, mit unserer Kritik an entfesselten Finanzmärkten und Turbokapitalismus gar nicht so falsch. Leider will man fast sagen, denn manchmal denkt man sich ja auch, ach, hätte ich doch falsch gelegen.
Nun, wir erleben derzeit die größte Krise des Finanzmarktkapitalismus seit mindestens 80 Jahren und wir als LINKE haben nun die Aufgabe, Lösungen aufzuzeigen, wie in dieser Situation eine Entwicklung hin zu einer sozialen, gerechten und ökologischen Wirtschaftsordnung gestartet werden kann. Dieser Aufgabe werden wir als LINKE in Deutschland aber nur unzureichend gerecht. Und das hat auch, aber nicht nur, etwas mit der Situation der Gesamtpartei zu tun. Natürlich haben uns die andauernden Personal- und auch inhaltlichen Stellvertreterdebatten von unserer eigentlichen Aufgabe abgelenkt. Fakt ist aber auch, dass die Lösungen des letzten Jahrhunderts nur noch zum Teil tragen. Fakt ist, dass die Gesellschaft eine so rasante Entwicklung genommen hat, durch die beschriebene Krise, aber auch durch technologischen Fortschritt – Stichwort Internet und Web 2.0 -, durch den anhaltenden Klimawandel und auch durch die Atomkatastrophe von Fukushima. Durch all diese Entwicklungen ist jede Politik gefordert, ihre Antworten zu überprüfen und Wirtschaft und Gesellschaft neu zu denken und neue Lösungen zu entwickeln.
Auf dem Bundesparteitag in Erfurt haben wir versucht, auf diese Fragen erste Antworten zu geben. Der dort beschlossene Programmentwurf ist ein wichtiger Schritt hin zu modernen sozialistischen bundesweit agierenden Partei. Mit dem Mitgliederentscheid zum Programm, können wir zeigen, dass wir eine gemeinsame inhaltliche Basis für unser politisches Wirken gefunden haben. Wir brauchen aber auch weiterhin den konstruktiven Streit. Dass wir da Nachholbedarf haben, auch das haben die letzten Monate gezeigt.
Es steht zu befürchten – das gehört zur Wahrheit dazu – dass die Personaldebatte auf Bundesebene in den nächsten Wochen wieder an Fahrt aufnimmt. Es steht die Frage nach einem Mitgliederentscheid um den Parteivorsitz, diese Frage wird vielleicht gerade jetzt in Elgersburg bei der Beratung der Landesvorsitzenden entschieden. Bis zum Bundesparteitag im Juni in Göttingen ist noch eine lange Zeit. Ich hoffe inständig, dass wir in dieser Zeit nicht nur über Personal reden sondern endlich wieder unseren eben geschilderten gesellschaftlichen Funktionen gerecht werden.

Liebe Genossinnen und Genossen,
ich habe eben schon die Beratung der Landesvorsitzenden in Elgersburg erwähnt. Eigentlich sollte heute Stefan Ludwig als Kandidat für den Landesvorsitz der LINKEN in Brandenburg hier bei uns sein und zur Landespolitik reden. Er muss aber Thomas Nord in Elgersburg vertreten und kann deshalb nicht bei uns sein. Ich habe es deshalb mit übernommen, hier ein paar Sätze zur aktuellen Landespolitik und zur Situation der Landespartei zu sagen.
Nach etwas mehr zwei Jahren in Regierung können wir eine positive Bilanz ziehen. Wir haben viele unserer Vorhaben bereits umgesetzt – Vergabegesetz mit Festschreibung von Mindestlohn, ganz aktuell Wahlalter 16 bei Kommunal- und Landtagswahlen, 2000 neue Lehrer in dieser Legislaturperiode, ein verbesserter Betreuungsschlüssel in den Kitas, Erhalt der Amtsgerichte, Aufhebung der Residenzpflicht für Asylbewerber usw. Wir haben auch Ziele nicht erreicht. Prominentestes Beispiel dafür ist wohl der Öffentlich geförderte Beschäftigungssektor, der vor allem wegen veränderter bundespolitischer Rahmenbedingungen nicht wie gewollt funktioniert. Dennoch können wir sagen: Wir verändern dieses Land. Und das ist auch nötig.
Nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und der Niederlage unserer Berliner GenossInnen sind wir in Brandenburg der einzige Landesverband der LINKEN in Regierungsverantwortung. Dadurch haben wir eine noch stärkere Verantwortung dafür, zu beweisen, dass LINKE in Regierung nicht bedeutet, dass unsere gesellschaftliche Verankerung schwindet und Wahlergebnisse schlechter werden. Wir müssen beweisen, dass wir auch in Regierungsverantwortung in der Lage sind, soziale, ökologische, demokratische Fortschritte zu erzielen und unser linkes Profil zu wahren.
Der Landesparteitag am 18. und 19. Februar 2012 wird die Weichen stellen für den Kurs der Brandenburger LINKEN bis zu den Wahlkämpfen in 2013 und 2014. Der neu zu wählende Landesvorstand wird die Aufgabe haben, diese Wahlkämpfe vorzubereiten und zu koordinieren. Und er wird die Aufgabe haben, gemeinsam mit der Landtagsfraktion die gerade begonnene Leitbilddebatte zu organisieren. Mit dieser Debatte wollen wir unsere Visionen für ein soziales, gerechtes und nachhaltiges Brandenburg entwickeln. Hier werden wir auch als Kreisverband die Aufgabe haben, uns intensiv mit unseren spezifischen Havelländer Erfahrungen einzubringen.
Eine weitere Aufgabe des Landesverbandes in den nächsten zwei Jahren wird die Umsetzung der Parteireform-Beschlüsse sein. Wir wollen durch die Parteireform unsere Strukturen fit machen für die kommenden Wahlkämpfe, eine verbesserte Kommunikation nach innen und außen gewährleisten, unsere technische Ausstattung verbessern, neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewinnen, die politische Bildung und Vorbereitung auf Funktionen unserer Mitglieder voran bringen, die Zusammenarbeit mit dem Jugendverband verbessern und unsere Kampagnenfähigkeit stärken. Es kommt nach dem Start der verschiedenen Projekte nun darauf an, die Parteireform zu einer Aufgabe des gesamten Landesverbandes und die Ergebnisse und Erfahrungen allen Kreisverbänden nutzbar zu machen. Alle Kreisverbände sind aufgerufen, sich in den Parteireformprozess einzubringen. Als Kreisverband Havelland haben wir dies bereits begonnen. Mitglieder unseres Kreisverbands sind in den Projekten Bildungsangebote, Kleine Zeitungen, E-Mail-Verteiler und Gruppen, Ideenpool Nachwuchsentwicklung, Kommunikation in den Kreisverbänden, Kulturelles Leben, Zusammenarbeit mit dem Jugendverband, Kommunikationsservice auf Landesebene und Weiterentwicklung landespolitischer Projekte tätig. Zudem sind wir gebeten, im Projekt Mentoring als Modellkreis zu fungieren. Wir sind als Kreisverband also an ganz vielen Themen der Parteireform beteiligt und ich danke ganz herzlich allen Genossinnen und Genossen, die sich im Namen unseres Kreisverbandes in diese Prozesse, teils sogar als Projektleiter mit eingebracht haben.

Der Landesparteitag wählt einen neuen Landesvorstand und ich will auch dazu ein paar Worte sagen. Nachdem Thomas Nord im späten Frühjahr erklärt hat, dass er im Februar nicht wieder als Landesvorsitzender kandidieren wird, Maria Strauß als Landesgeschäftsführerin bereits im Juni zu Helmuth Markov ins Finanzministerium gewechselt ist und auch Kirsten Tackmann nicht wieder als stellvertretende Landesvorsitzende kandidieren wird, wurde klar, dass ein weitreichender Wechsel des Personals an der Landesspitze bevor steht.
Der Landesvorstand hat sich daraufhin entschieden, einen Fahrplan aufzustellen, der versucht sicher zu stellen, dass das neue Führungsteam in einem sehr offenen Verfahren für sich werben kann. Deshalb sollten sich potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten für den geschäftsführenden Landesvorstand möglichst bis zum Sommer melden, alle Kandidatinnen und Kandidaten sollten sich dann auf den Regionalkonferenzen der Basis vorstellen.
Stefan Ludwig hat sich entschlossen als Landesvorsitzender zu kandidieren. Er ist, das wissen die meisten von euch sicher, bereits stellvertretender Landesvorsitzender und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Landtag. Er hat, weil er sagt, dass ein potenzieller Landesvorsitzender immer auch die Verantwortung hat, zu sagen, mit welchen Genossinnen und Genossen er in dieser Funktion glaubt, gut zusammenarbeiten und die anstehenden Aufgaben bewältigen zu können, Vorschläge für den geschäftsführenden Landesvorstand unterbreitet. Dazu gehören als Vorschläge für den stellvertretenden Landesvorsitz Diana als Bundestagsabgeordnete und Sozialexpertin sowie Thomas Domres als Landtagsabgeordneter und Energie- und Wirtschaftsexperte. Zum vorgeschlagenen Team gehören zudem Matthias Osterburg als Landesschatzmeister und Stefan hat mich als Landesgeschäftsführerin vorgeschlagen.
An dieser Stelle will ich kurz einen Punkt einschieben, der euch nicht in Überraschung versetzen wird, den ich aber auch nicht unerwähnt lassen will. Es stand ja schon in der Zeitung, dass ich nicht wieder als Kreisvorsitzende kandidieren werde. Und das will ich euch natürlich erklären. Mir hat die Arbeit als Kreisvorsitzende und die Zusammenarbeit im Kreisvorstand und mit euch allen total viel Spaß gemacht. Auch wenn ich am Anfang – jetzt darf ich das ja sagen – auch ein wenig Angst hatte, ob ich den Erwartungen und der Verantwortung, die ich da auf einmal hatte, wirklich gerecht werden kann, glaube ich, dass die letzten zwei Jahre gute Jahre für den Kreisverband waren. Die Arbeit in dieser Funktion braucht aber vor allem eines und das ist Zeit. Zeit an der Basis zu sein, Zeit, Sitzungen vor- und nachzubereiten, Zeit, Konzepte vorzubereiten, Presseerklärungen zu schreiben und Zeit über den Kreisverband, die Strukturen, die Kommunikation und die Inhalte, mit denen wir an die Öffentlichkeit gehen wollen, nachzudenken. Als der Weggang von Maria Strauß als Landesgeschäftsführerin bekannt wurde, musste ich mich innerhalb weniger Tage entscheiden, ob ich ihre Arbeit übergangsweise als Leiterin der Landesgeschäftsstelle übernehmen will. Und ich habe mich entschieden, diese Aufgabe zu übernehmen und seitdem fehlt mir eben diese Zeit. Ich war sehr dankbar, dass Karin und Hendrik mir in den letzten Monaten den Rücken frei gehalten und ganz viel Arbeit weggetragen haben. Nach dem halben Jahr in dieser Funktion auf Landesebene bin ich mir sicher, dass ich als Landesgeschäftsführerin im Februar kandidieren werde und hoffe natürlich auch gewählt zu werden und beides zusammen geht aus dem beschriebenen Grund Zeit nicht. Es wäre aber auch ansonsten problematisch, da man als Landesgeschäftsführerin für alle Kreisverbände da sein muss und es gäbe mit Sicherheit Rollenkonflikte mit beiden Funktionen. Deshalb kandidiere ich nicht wieder, obwohl ich eigentlich noch eine Menge Ideen hatte, wie wir den Kreisverband weiter nach vorn bringen können. Die MAZ hat mich im Interview gefragt, ob es nicht ein bissl kurz ist, zwei Jahre als Kreisvorsitzende und ich habe geantwortet, dass sich das Leben manchmal schneller ändert als man glaubt und gleichzeitig waren es zwar „nur“ zwei Jahre, aber diese waren unglaublich intensiv. Und ich hoffe jetzt einfach mal, dass, wenn irgendwann die Parteigeschichte des Kreisverbands Havelland geschrieben wird, diese zwei Jahre als genau das gewürdigt werden, was sie waren: arbeitsreich und intensiv.
Ich würde aber vermutlich nicht gehen, wenn ich nicht wüsste, dass es eine richtig gute Nachfolge gibt. Mal unabhängig davon, dass ich als Feministin immer für Doppelspitzen zu haben bin, und ich schon deshalb ziemlich stolz auf meinen Kreisverband wäre, wenn er der erste in Brandenburg wäre, der eine Doppelspitze wählt, glaube ich auch, dass Karin und Hendrik genau die richtigen sind, unseren Kreisverband nach vorn zu bringen. Doppelspitzen müssen nicht immer gut sein, aber dann, wenn die Beteiligten sich gut verstehen und gemeinsam miteinander diese Aufgabe übernehmen wollen, sind sie sinnvoll, weil sie Arbeit auf vielen Schultern verteilen und weil vier Augen einfach mehr sehen als zwei. Karin und Hendrik kennen den Kreisverband besser als jeder andere – auch besser als ich übrigens – , sie kennen auch die politischen Mitbewerber, sie haben bereits bewiesen, dass sie politisches Gespür und auch den nötigen Biss haben. Offen gestanden: Ich gehe gern um Platz zu machen für diese beiden und deshalb hoffe ich sehr, dass ihr heute hier dem Vorschlag folgt, zwei Vorsitzende zu wählen und Karin und Hendrik mit den guten Ergebnissen ausstattet, die sie aus meiner Sicht verdient haben.

Liebe Genossinnen und Genossen,
ich will die Gelegenheit an dieser Stelle nutzen, den Mitgliedern des Kreisvorstandes, der Finanzrevisionskommission und dem Mitglied im Landesausschuss herzlich für die Arbeit in den letzten zwei Jahren zu danken. Ihr alle habt einen richtig guten Job gemacht und ich bedanke mich herzlich für die Zusammenarbeit! Und natürlich wünsche ich dem heute zu wählenden Kreisvorstand alles Gute und maximale Kampferfolge in seiner Arbeit!

Liebe Genossinnen und Genossen,
es ist hier auch mein Auftrag, den Leitantrag des Kreisvorstandes mit der Überschrift „Für eine sozial gerechte, solidarische und ökologisch-nachhaltige Gesellschaft – In Verantwortung für die Zukunft“ einzubringen. Er ist Ergebnis der Arbeit des Kreisvorstandes in den letzten zwei Jahren und schlägt die Brücke zu den Aufgaben in der kommenden Zeit. Er ist ein Zeichen, dass es keinen Bruch in der Arbeit geben wird. Hier ist festgeschrieben, wie wir in den nächsten Jahren als Kreisverband agieren wollen und er baut auf, auf dem, was bereits erreicht wurde. Auf einzelne Aspekte will ich noch eingehen.
Als Kreisvorstand haben wir in den letzten zwei Jahren intensiv an der Verbesserung der Kommunikation innerhalb des Kreisverbandes gearbeitet. Als Regierungspartei auf Landesebene werden wir auch im Kreis viel genauer beobachtet und viel öfter von den Bürgerinnen und Bürgern gefragt, was wir da auf Landesebene so treiben. Die Herausforderung vor der die Partei steht ist einerseits, die Inhalte unserer Politik schnell und effektiv zu jeder Basisorganisation zu tragen und andererseits den Informationsfluss von der Ortsverbandsebene hin zur Landtagsfraktion und zu den MinisterInnen sicherzustellen. Wir haben versucht, Instrumente zu entwickeln, mit denen wir als Kreisverband unsere Kommunikation verbessern können. Deshalb haben wir die gemeinsamen Beratungen mit den BO-Vorsitzenden reaktiviert, wir haben regelmäßig in Ortsverbänden getagt und wir haben uns als Schwerpunkt gesetzt, die Website des Kreisverbandes zu qualifizieren und aktuell zu gestalten. Dies ist aus meiner Sicht gelungen. Im nächsten Schritt schlagen wir euch im vorliegenden Antrag des Kreisvorstandes vor, eine Kreiszeitung in Angriff zu nehmen. Machen wir uns nichts vor: Das wird ein sehr großer Kraftaufwand für alle Beteiligten, aber ich glaube, es lohnt sich. Wenn wir das schaffen haben wir im ersten Schritt ein Instrument, innerhalb des Kreisverbandes Informationen über Bundes- Landes- und Kreispolitik den Genossinnen und Genossen zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig kann das ein Instrument sein, Initiativen und Aktivitäten der Ortsverbände untereinander bekannter zu machen und vielleicht auch mal den Anstoß zu geben, das, was die Genossinnen und Genossen in Nauen sich ausgedacht haben, auch in Rathenow einzubringen und umgekehrt. Ein zweiter Schritt wäre dann, unsere Abgeordneten im Bundes- und Landtag sowie die Kreistagsfraktion in die Zeitung zu integrieren und wenn wir es dann noch schaffen, dies als Informationsmedium für interessierte Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln, haben wir die Chance, unsere Positionen ungefiltert in die Bevölkerung zu transportieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr diesem Vorschlag folgen würdet.
Harald wird ja in seiner Rede noch intensiv auf unsere Arbeit im Kreistag eingehen, dort zeigen wir derzeit und haben wir in den letzten zwei Jahren gezeigt, dass wir ganz konkrete und umsetzbare Vorstellungen haben, wohin dieser Landkreis sich entwickeln soll. Wir müssen uns aber auch nichts vormachen, es ist extrem schwierig, dafür auch Mehrheiten zu gewinnen. Das ist oft ermüdend und auch super frustrierend, dennoch müssen wir im Interesse der Bürgerinnen und Bürger dieses Landkreises weiter machen und dürfen nicht müde werden, für soziale Gerechtigkeit, für eine ökologische Kehrtwende, für gute Bildung und eine vielfältige Kultur im Havelland zu kämpfen.
Wir müssen aber, auch das ist in den letzten Monaten deutlich geworden, noch stärker als Kreisverband an inhaltlichen Konzepten arbeiten. Das kann die Kreistagsfraktion nicht allein wegschleppen, sie wird Unterstützung vom gesamten Kreisverband brauchen und vielleicht schaffen wir es ja, zumindest zu einigen Themen inhaltliche Arbeitsgruppen zu gründen, an denen sich auch Genossinnen und Genossen aus den Basisorganisationen, Ortsverbänden und Fraktionen in den Gemeindevertretungen und Stadträten beteiligen!
Die inhaltliche Basis, die wir dabei erarbeiten können wir gut gebrauchen. Die derzeitige Situation im Kreistag ist ja sicher nicht das Ende der Geschichte und auch hier im Havelland werden wir weiter daran arbeiten, linke Mehrheiten zu gewinnen.
In den letzten zwei Jahren haben wir bereits intensiv an verschiedenen Themen gearbeitet. Im Mittelpunkt stand dabei unter anderem die Energiepolitik, wo wir uns in Rathenow in der Diskussion um das geplante Steinkohlekraftwerk in Arneburg eingemischt haben, in Wustermark und Umgebung wurde intensiv über Sinn und Unsinn eines Gaskraftwerks gestritten, die Diskussion um die Errichtung einer Biogasanlage im Raum Pessin/Paulinenaue wurde von uns begleitet, ebenso wie die Debatten um die Windenergie in der Nauener Platte und die Errichtung eines Solarparks in der Döberitzer Heide. Für die Brieselanger, Wustermarker und Dallgower hat zudem das Thema Neuvergabe der Lizenzen für Strom- und Gasnetze eine große Rolle gespielt. Zu all diesen Themen werden wir sicher in den nächsten Monaten weiter arbeiten, heute liegt euch ein Antrag zur Energiepolitik aus der Kreistagsfraktion vor, dazu wird Harald nachher noch einiges sagen.
Wir haben sozialpolitisch in den letzten Monaten ebenfalls unser Profil geschärft, exemplarisch sei unser Engagement bei der Frage, ob das Havelland Optionskommune werden soll genannt. Wir haben hier nicht nur pauschal nein gesagt, was unserer bundespolitischen Position entspräche, sondern wir haben vielmehr formuliert, was wir konkret für die Betroffenen fordern, wenn wir in unserer grundsätzlichen Position unterliegen. Das war eine Strategie, die sich bewährt hat, weil sie uns auch nach einer Niederlage im Kreistag politische Handlungsspielräume erhalten hat und wir demnach schnell und konkret agieren konnten, obwohl wir in unserer grundsätzlichen Position unterlegen waren.
Wir haben uns in die kulturpolitischen Debatten eingebracht, die Entwicklung von Schloss Ribbeck kritisch begleitet und das Kulturhaus Rathenow verteidigt. Wir haben uns intensiv mit der demographischen Entwicklung des Havelland befasst und uns kritisch in die Diskussion um ein Demographieprojekt im Landkreis eingebracht. Weitere Schwerpunktthemen waren das Nahverkehrskonzept und die Neuorganisation des Rettungsdienstes. An all diesen Themen wollen wir auch künftig weiter arbeiten, im Leitantrag sind unsere inhaltlichen Grundsätze dazu benannt.

Liebe Genossinnen und Genossen,
ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit des Kreisvorstandes in den letzten beiden Jahren waren die Finanzen. Wir haben uns vorgenommen, die Kassenzusammenführung auf den Weg zu bringen. Inzwischen ist es fast geschafft: Sie wird zum Anfang des nächsten Jahres endgültig vollzogen. Gleichzeitig liegt euch heute der Entwurf einer neuen Finanzrichtlinie vor, die durch den Kreisvorstand erarbeitet und mehrmals mit den BO-Vorsitzenden diskutiert wurde. Dazu wird Daniel nachher noch einiges sagen.
Zu den Finanzen gehört aber auch, darauf hinzuweisen, dass wir in Sachen Einnahme- und Ausnahmeoptimierung noch einiges zu tun haben. Derzeit weist der Finanzplan des Kreisverbandes ein strukturelles Defizit aus, das wir zwar noch zwei oder drei Jahre aus den Rücklagen ausgleichen könnten, das scheint uns aber keine dauerhafte Lösung zu sein. Deshalb haben wir begonnen, die Ausgaben zu überprüfen und zu schauen, wo Einsparmöglichkeiten sind. Dabei werden wir um die Kosten für die Geschäftsstellen nicht herum kommen. Das heißt nicht, dass irgendjemand Geschäftsstellen schließen will, das will ich hier deutlich sagen. Das heißt aber, dass wir in den nächsten Jahren möglicherweise nach preiswerteren Räumen suchen oder aber auch mit den bisherigen Vermietern über die Höhe der Miete verhandeln müssen.
Um aber unsere Mittel für politische Arbeit dauerhaft zu erhöhen, braucht es auch eine Einnahmeoptimierung. Neben der Gewinnung neuer Mitglieder, die auch weiterhin eine Schwerpunktaufgabe sein wird, werden wir auch verstärkt an der Erhöhung unserer Mitgliedsbeiträge arbeiten müssen. Jede Genossin und jeder Genosse ist aufgerufen, die Höhe seines Mitgliedsbeitrages zu überprüfen. Allein, wenn wir es schaffen würden, dass jedes Mitglied 1 Euro mehr im Monat an Mitgliedsbeitrag zahlt, hätten wir ca. 4000 Euro mehr im Jahr, die wir für politische Arbeit gut gebrauchen könnten.
Beim Thema Finanzen will ich auch nicht verschweigen: Bei den Mandatsträgerbeiträgen haben wir mittlerweile eine Teilnahmequote von 70%. Das heißt, dass wir unser Ziel, für die nächsten Kommunalwahlkämpfe 20000 bis 25000 Euro anzusparen, erreichen können. Wenn wir bei der Zahlung der Mandatsträgerbeiträge nicht nachlassen, werden wir einen qualitativ hochwertigen Wahlkampf führen können und auch an der einen oder anderen Stelle mehr Wünsche berücksichtigen können, als dies beim letzten Mal der Fall war.
Allerdings, das will ich hier auch nochmal erwähnen, 70% Teilnahmequote heißt eben auch, dass sich 30% der Mandatsträgerinnen und Mandatsträger nicht beteiligen. Die Zahlung von Mandatsträgerbeiträgen ist ebenso wie die Zahlung von Mitgliedsbeiträgen einen statuarische Pflicht und ich finde es auch eine solidarische Frage, ob man, wenn man mit der Partei und für die Partei ein Mandat errungen hat, sich mit einem sehr geringen Teil seiner Aufwandsentschädigung an den künftigen Wahlkämpfen beteiligt. Jede Mandatsträgerin und jeder Mandatsträger hat davon profitiert, dass die Partei Wahlkampf geführt hat und wird davon ein weiteres Mal profitieren, wenn er oder sie wieder kandidiert. Deshalb plädiere ich hier noch einmal an alle, in den Fraktionen darauf hinzuwirken, dass sich möglichst alle Abgeordneten beteiligen!

Liebe Genossinnen und Genossen,
Ich wünsche uns allen einen erfolgreichen Parteitag, sachliche und inhaltsreiche Debatten und ein gutes Händchen bei den anstehenden Wahlen!

Mein letztes Interview als Kreisvorsitzende…

07. Dezember 2011  Havelland

Am Wochenende ist Kreisparteitag und ich trete nicht wieder als Kreisvorsitzende an. Das war für die MAZ Anlass genug, mich zum Interview zu bitten. Nundenn, hier ist es.

Andrea Johlige zieht sich nach zwei Jahren vom Parteivorsitz der Havelländer Linken zurück

NAUEN – Auf dem Kreisparteitag am Sonnabend in Nauen macht die Galionsfigur der Linken Platz für Hendrik Öchsle und Karin Heckert. Mit Andrea Johlige sprach Jana Einecke.

MAZ: Frau Johlige, wie geht es Ihnen und der Linken?

Andrea Johlige: Beiden geht es gut. Wir haben einen guten Bundesparteitag hinter uns und rüsten uns für künftige Aufgaben (lacht). Wir haben eine Leitbilddebatte und ab 2013, 2014 auch wieder Wahlkämpfe vor uns. Der brandenburgische Landesverband ist bundesweit der einzige, der noch in Regierungsverantwortung ist. Es gilt zu beweisen, dass es auch in dieser Situation möglich ist, Wahlergebnisse zu verteidigen.

Klingt nach einer Herausforderung. Ist Kreispolitik da vergleichsweise langweilig?

Johlige: Sagen wir es so: Ich mache schon gerne Kreispolitik, aber seitdem ich Leiterin der Landesgeschäftsstelle bin, habe ich gemerkt, dass Landespolitik sehr viel Spaß macht – zum Beispiel Parteikommunikation zu organisieren. Ich finde es superspannend, an der Politik-Entwicklung mitzuarbeiten. Das passt zu mir. Die Aufgaben auf Landesebene sind so groß, dass ich mich ihnen mit ganzer Kraft widmen will. Deshalb ziehe ich mich als Kreisvorsitzende zurück. Aber ich werde ja weiterhin im Kreistag sitzen – um weiterhin unsere Anliegen gegen die Zählgemeinschaft zu verteidigen.

Die Anträge Ihrer Fraktion werden im Kreistag ja regelmäßig abgelehnt. Ist das nicht frustrierend?

Johlige: Ja, manchmal ist es das. Es ist aber auch ein Stück weit das Los einer Oppositionspartei. Das Schicksal teilen wir mit den Grünen. Anträge werden im Übrigen überall dort abgeschmettert, wo die Parteien der Mehrheit keinen Wert darauf legen, dass alle Kreistagsparteien an der Kreispolitik teilhaben. Aber selbst, wenn es frustrierend ist: Wir werden immer weitere Anträge stellen, weil wir den Auftrag unserer Wähler haben, möglichst viel herauszuholen. Damit schaffen wir auch einen gewissen gesellschaftlichen Druck, der Gegner zu Zugeständnissen zwingen kann. Nehmen Sie etwa den Mindestlohn auf Bundesebene, den hat die Linke schon seit Jahren gefordert und inzwischen ist er bis ins bürgerliche Lager hinein ein Thema.


Sie sind seit ziemlich genau zwei Jahren im Kreisvorstand. Nicht besonders lange, oder?

Johlige: Das Leben ändert sich manchmal ganz schnell, auch das politische Leben. Jedenfalls war das so nicht geplant. Vor zwei Jahren hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich mal als Landesgeschäftsführerin kandidieren werde. Mag sein, dass es kurz war, dafür aber intensiv. Ich fände es aber eher unverantwortlich weiterzumachen, wenn ich wüsste, dass ich nicht mehr genug Zeit für den Kreisverband habe.

Wann wussten Sie, dass Sie sich zurückziehen wollen?

Johlige: Seit ich Leiterin der Geschäftsstelle in Potsdam bin, habe ich gesagt, dass ich ernsthaft darüber nachdenken werde, ob ich nicht mehr kandidiere. Ich habe das auch immer davon abhängig gemacht, ob Nachfolger in Sicht sind.

Karin Heckert und Hendrik Öchsle könnten die erste linke Doppelspitze in Brandenburg werden. Traut man einer einzelnen Person den Vorsitz nicht zu?

Johlige: Damit hat das nichts zu tun. Es gab im Kreisvorstand zwei Vorschläge – und das waren Karin Heckert und Hendrik Öchsle. Sie haben sich dann entschieden, dass sie es beide gemeinsam machen wollen. Und wir wollen die Arbeit auf möglichst viele Schultern verteilen. Die, die sonst schon so viel zu tun haben, also Harald Petzold als Kreistagsfraktionsvorsitzender, Diana Golze im Bundestag, sollten sich auch mehr zurückziehen können. Es gab überhaupt keine inhaltlichen oder persönliche Differenzen. Karin Heckert und Hendrik Öchsle sind sehr erfahren in diesem Kreisverband, sie kennen ihn wohl besser als jeder andere. Und sie verstehen sich gut.


Die Linke will ihre Kommunikation sowohl nach innen als auch nach außen verbessern. Was heißt das konkret?

Johlige: Es wird voraussichtlich bald eine Parteizeitung geben. Außerdem wollen wir unseren Internetauftritt aktueller und inhaltsreicher gestalten und auch unsere Ortsvereine dazu anregen, eigene Seiten zu betreuen. In jedem Fall sind wir daran interessiert, dass die Information schnell vom Minister zum Genossen kommt und umgekehrt.

Bleibt Ihnen überhaupt noch genug Zeit für die Kreistagssitzungen, sollten Sie im Februar gewählt werden?

Johlige: Das kann man sich organisieren. Man hat ja sowieso nie Feierabend.

Die Junge Union Havelland…

03. Dezember 2011  Havelland

… findet es ganz ganz wichtig, ein Verbot von DDR-Symbolen zu fordern. Und die Presse nimmt es zumindest so ernst, mich anzurufen und um ein Statement zu bitten. Ich habe dem Journalisten gesagt, das sich finde, dass die Junge Union sich mal um die wichtigen Dinge des lebens kümmern sollte. Bspw. darum, dass die Landesvorsitzende der CDU, Saskia Ludwig, in Zeiten einer Debatte zum Rechtsterrorismus in Deutschland den dem Sprachrohr der Neuen Rechten – der Jungen Freiheit . ein Interview zu geben.
Aber mal unabhängig aller Polemik. Ich finde es seltsam, dass sich die Jugendorganisation einer Partei mit solch unwichtigem und rückwärsgewandten Krams beschäftigt. Als gäbe es nichts wichtiges zu tun in diesem Land, angesichts der zunehmenden Verunsicherung der Bevölkerung wegend er Euro-Krise und deren Risiken und Verwerfungen, angesichts eines fortschreitenden Klimawandels, angesichts einer besorgniserregenden demographischen Entwicklung usw. Seltsam.

Update: Und das hat die BRAWO draus gemacht…

Kein Platz für Nazis!

18. April 2011  Havelland

Am 20. April will die NPD in Nauen eine Mahnwache anlässlich der Bombardierung von Nauen im 2. Weltkrieg abhalten. DIE LINKE. Havelland erklärt dazu:

Wir wollen ein demokratisches und weltoffenes Havelland. Das Havelland darf kein Ort sein, an dem Rechtsextremisten unwidersprochen ihre rassistische und menschenfeindliche Propaganda verbreiten können. Durch sogenannte Gedenkveranstaltungen wie diese werden die Traditionslinien zum Nationalsozialismus gestärkt und das geschichtliche Datum und das Gedenken von Menschen an Angehörige missbraucht. Die Gleichsetzung der Opfer alliierter Luftangriffe mit Opfern in Konzentrationslagern oder des Vernichtungskriegs verharmlost den Holocaust und ist der Versuch, die nationalsozialistische Gewaltherrschaft als Ursache für unsägliches Leid vollkommen auszublenden.

Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Gegenkundgebung ab 19 Uhr, Nauen, Lindenplatz (Berliner Straße), zu beteiligen. Wir wollen bunt und gewaltfrei zeigen, dass das Havelland keinen Platz bietet für rechte Hassparolen, für Geschichtsrevisionismus und Rassismus. Wir wollen zeigen, dass Demokratinnen und Demokraten sich gemeinsam für ein tolerantes und von zivilem Miteinander geprägtes Havelland einsetzen.

DIE LINKE. Havelland

Schlossbrunnen gefordert – LINKE will Steigerung der Attraktivität von Schloss Ribbeck

01. April 2011  Havelland

Schloss Ribbeck ist das touristische Wahrzeichen des Havellandes. DIE LINKE im Havelland hat eine intensive Diskussion zu Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Attraktivität des Schlosses beschäftigt und schlägt nun vor, auf dem Vorplatz des Schlosses einen großen Schlossbrunnen mit figürlichen Darstellungen aller bisherigen (inkl. dem derzeitigen) Schlossherren zu errichten. Dazu soll es einen Gestaltungswettbewerb zur Form und Gestaltung des Brunnens unter havelländer Künstlern geben. Der Landrat als derzeitiger Schlossherr könnte als Jury fungieren.

Zu diesem Vorschlag sagte die Kreisvorsitzende der LINKEN im Havelland, Andrea Johlige: „Ein solcher Schlossbrunnen könnte ein weiterer touristischer Höhepunkt in Ribbeck sein. Gleichzeitig würde die herausragende historische Bedeutung der Schlossherren vom Bau 1821/22 bis heute betont werden.“

DIE LINKE wird  in der nächsten Kreistagssitzung mit einem entsprechenden Antrag versuchen, diesem Projekt den Weg zu bahnen und hofft auf Zustimmung der anderen Fraktionen im Kreistag.

LINKE schlägt elf Punkte zur Ausgestaltung der Optionskommune Havelland vor

31. März 2011  Havelland

Das Land Brandenburg wird dem Bundesarbeitsministerium vorschlagen, dass die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Havelland Optionskommunen werden. Dazu erklären Harald Petzold, Vorsitzender der Kreistagsfraktion der LINKEN im Havelland und Andrea Johlige, Kreisvorsitzende der LINKEN im Havelland:

„Sollte das Bundesarbeitsministerium im Sinne des Vorschlags des Landes Brandenburg entscheiden und das Havelland Optionskommune werden, wird DIE LINKE die Umorganisation der Betreuung der Langzeitarbeitslosen konstruktiv aber gleichzeitig kritisch begleiten. Wir erinnern an den Antrag, den die Kreistagsfraktion der LINKEN bereits bei der Kreistagssitzung im November 2010 zur möglichen Ausgestaltung einer Optionskommune vorgelegt hat und der von der Zählgemeinschaft im Kreistag abgelehnt wurde. Darin hatten wir einen umfassenden Vorschlag zur Ausgestaltung der Optionskommune unterbreitet. Diesen aus elf Punkten bestehenden Vorschlag wollen wir hiermit erneuern, um sicherzustellen, dass die von Arbeitslosigkeit Betroffenen im Havelland umfassend gefördert werden und sich ihre Situation verbessert.“

Die elf Punkte, die aus Sicht der LINKEN zu berücksichtigen sind:

1.    Verbesserung der Betreuung der Betroffenen durch transparente Zuständigkeiten und persönliche Ansprechpartner und die Verbesserung der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt hat oberste Priorität,

2.    Ausweitung von sozial-integrativer Angebote wird angestrebt,

3.    Arbeitgeberservice soll kompetenter Ansprechpartner für Unternehmen vor Ort sein und die Vermittlung in überregionale Arbeitsplätze muss gewährleistet sein,

4.    Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, wie das 100-Stellenprogramm, nicht verringern und landespolitische Programme wie „Arbeit für Brandenburg“ sind zu nutzen,

5.    dafür Sorge getragen, dass arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sinnvolle Arbeit für die Betroffenen bieten und auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereiten,

6.    Betroffene nicht in Maßnahmen und Arbeitsplätze vermitteltn, bei denen sie unter der ortsüblichen Entlohnung bezahlt werden, und die Betroffenen keine Nachteile erfahren, wenn sie eine Tätigkeit ablehnen, bei der unter der ortsüblichen Entlohnung bezahlt wird,

7.    Qualifizierungsmaßnahmen auf den regionalen Arbeitsmarkt anpassen und auf Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt hinarbeiten,

8.    mindestens 90 Prozent der derzeit innerhalb der ARGE Beschäftigten der BA soll durch den Landkreis übernommen werden und alle Beschäftigten unbefristete Verträge erhalten,

9.    die gegenständliche Aufgabe wird von einem Kreistagsausschuss fachlich begleitet, dem alle Fraktionen mit Sitz und Stimme angehören und in dem Betroffenenvertretungen (bspw. Arbeitslosenverband) als zusätzliche, fraktionsübergreifende sachkundige Einwohner/innen Mitwirkungsrechte erhalten,

10. Bildung eines Beirates, der arbeitsmarktpolitische Instrumente berät und in dem der Kreistag und Betroffenenvertretungen Mitwirkungsrechte erhalten,

11. Berufung eines/r Beauftragten als Ansprechpartner/in für die Betroffenen auf Vorschlag des Arbeitslosenverbandes, die/der in Streitfällen vermittelt und Lösungsmöglichkeiten sucht.

Pressemitteilung: Brandenburg braucht Ideen für die Zukunft

07. Februar 2011  Brandenburg

Mit Freude haben wir zur Kenntnis genommen, dass “junge Wilde” in der SPD eine breite Debatte zu einem “Leitbild 2030″ für Brandenburg fordern. Lösungen für die Zukunft unseres Landes können nur gefunden werden, wenn viele verschiedene Ideen diskutiert werden. DIE LINKE hat ihre Ideen in ihrem Leitbild “Für ein zukunftsfähiges und solidarisches Brandenburg der Regionen” bereits auf den Tisch gelegt. Es weist neue Wege, wie die Herausforderungen durch rapide technologische Innovation, wirtschaftlichen Umbruch, sozialen Wandel und demographische Veränderung genutzt werden können, um Lebensqualität und Lebenschancen für alle Menschen im Land Brandenburg zu sichern und zu verbessern. Wir bieten der SPD an, gemeinsam über ein “Leitbild Brandenburg 2030″ für unser Land nachzudenken.

Der SPD-Nachwuchs hat Recht: Die Zukunft Brandenburgs darf nicht in einer kleinen Gruppe diskutiert werden. DIE LINKE hat das schon vor 3 Jahren erkannt und hat ihr Leitbild auf vielen Veranstaltungen mit den Menschen erarbeitet und debattiert. Nur so entstehen die besten Ideen und es kann für Brandenburg nur gut sein, wenn die SPD jetzt auch diesen Weg beschreitet.
Jetzt eine Debatte für ein “Leitbild Brandenburg 2030″ mit der SPD zu starten wäre auch für DIE LINKE ein wichtiges Signal. Uns scheint derzeit zu viel Kraft im alltäglichen Regierungsgeschäft zu stecken – wir brauchen aber auch eine Weiterentwicklung unseres Leitbildes. Es ist Zeit, uns wieder dem erfrischenden Prozess der Leitbild-Debatte von 2007/08 zu widmen, ihn wieder zu starten. Viele positive Ideen aus unserem Leitbild liegen ungenutzt in der Schublade. Das darf zum Wohle unseres Landes und der Menschen nicht sein. Für die  Zukunft Brandenburgs brauchen wir jede Idee. Daher unser Angebot an die SPD und unsere Forderung an die eigene Partei: Lasst uns mit Visionen und Tatkraft gemeinsam die politischen Realitäten zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger Brandenburgs verändern!

Andrea Johlige          Kreisvorsitzende DIE LINKE.Havelland

Peer Jürgens              Kreisvorsitzender DIE LINKE.Oder-Spree

Sascha Krämer          Kreisvorsitzender DIE LINKE.Potsdam

Sebastian Walter       Kreisvorsitzender DIE LINKE.Barnim

Dokumentiert: „Klimaschutz durch sozial-ökologischen Umbau und Wandel“

23. Januar 2011  Allgemein, Energiepolitik, Havelland

Diskussionsangebot der Kreistagsfraktion der LINKEN im Havelland für ein Konzept zum Klimaschutz im Landkreis Havelland

Der Klimawandel und der dadurch notwendig gewordene Klimaschutz sind, neben der Sicherung individueller Freiheit und der Selbstentfaltung der Persönlichkeit auf Grundlage sozialer Gleichheit bei der Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben, die größten Herausforderungen für eine zukunftsfähige Politik. Die Fraktion DIE LINKE. im Kreistag Havelland bekennt sich zu diesen Herausforderungen und will mit eigenen Konzepten, Vorschlägen und politischen Projekten dazu beitragen, dass auch künftige Generationen eine lebenswerte Umwelt und artenreiche Natur, saubere Luft und ebensolches Wasser in ausreichender Menge, hoher Qualität und für alle zugänglich, aber auch Rohstoffe und Energie zur Sicherung von umweltschonender und nachhaltiger Wertschöpfung vorfinden können.

Nach Auffassung der LINKEN ist diese Herausforderung nur durch einen konsequenten sozialökologischen und ökonomischen Umbau der Gesellschaft und eine entsprechende Änderung der bisherigen Politik zu erreichen. Dies erfordert kleine Schritte ebenso wie grundsätzlich neue Weichenstellungen. Allen Politikbereichen kommt dabei Verantwortung zu.
Mit den folgenden Vorschlägen bzw. Maßnahmen sollte der Klimaschutz im Landkreis gesteuert werden:
1. Raumordnung
a) Weitgehende Vermeidung weiterer Flächenversiegelung;
b) Wenn doch neue Flächenversiegelungen unvermeidbar sein sollten, dann Kopplung an Maßnahmen zum Ausgleich der CO2- und Energiebilanz (z.B. Genehmigung neuer Supermarkt-Ansiedlungen bzw. -Neuinvestitionen nur dann, wenn auf deren Dach auch eine Solaranlage errichtet oder eine andere Möglichkeit zur regenerativen Energiegewinnung genutzt wird).
2. Ansiedlungs- und Förderpolitik; kreiseigene Unternehmen
a) Nachhaltigkeit und Mindestlohn als Ausschreibungskriterien bei der Vergabe öffentlicher Aufträge;
b) Erarbeitung von Klimaschutz-Konzepten in den kreiseigenen Unternehmen bzw. den Unternehmen mit Kreisbeteiligung, Ziel: Energie-, Ressourcen- und Kosteneinsparung, schonender Umgang mit Natur, Umwelt und natürlichen Ressourcen; dadurch Erhöhung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen;
c) Initiierung von Kooperationen regional tätiger Firmen im Bereich der regenerativen Energien, der Kreisverwaltung und den Städten und Gemeinden mit dem Ziel des Aufbaus eines Kompetenzfeldes „Regenerative Energien“.
3. Energiepolitik
Energieeinsparung/Energieeffizienz:
a) Energiepasserstellung für alle kreiseigenen und nach Möglichkeit auch alle kreisangehörigen Liegenschaften in öffentlicher Hand  und nachfolgend Auflage eines überörtlichen kreislichen Investitionsprogramms, gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, zur Umsetzung der Untersuchungsergebnisse bzw. Nutzung möglichst aller Fördermöglichkeiten zur energetischen Ertüchtigung der Liegenschaften;
b) Energieeffizientes Sanieren und Bauen als Grundsatz kreislicher (und möglichst auch gemeindlicher) Bauinvestitionstätigkeit, Folgeabschätzung hinsichtlich der Betriebskosten und der Klimabilanz;
c) möglichst alle Schulen entwickeln Konzepte zur Energieeinsparung, an deren Erstellung und Umsetzung die Schülerinnen und Schüler aktiv mitarbeiten;
d) Etablierung einer mobilen unabhängigen Energieberatung;
e) Unterstützung von Energieeinspar-Bemühungen von Menschen mit geringem Einkommen -> Anreizsysteme schaffen, z.B. durch positive Anrechnung von Energieeinspar-Aktivitäten auf die erstattungsfähigen Kosten der Unterkunft;
f) Dezentralisierung der Energiebereitstellung unter Ausnutzung sämtlicher Energiequellen; bei Energiegewinnungsanlagen, bei denen Kraftwärmekopplung möglich ist, auf deren Einsatz bestehen.
Vorrang für Erneuerbare Energien – gesteuert, ohne Wildwuchs und mit den Menschen
a) Ermittlung aller Dachkapazitäten, die für die Erzeugung von Solarenergie infrage kommen könnten, und Erarbeitung eines Konzepts zur schrittweisen Erschließung dieser Kapazitäten;
b) 1000-Dächer-Programm für das Havelland in Koordination des Landkreises und in Kooperation mit Finanzierungsgebern, regionalen Anbietern, Städten und Gemeinden, aktive Öffentlichkeitsarbeit hierfür (Angebot von Gesamtpaketen ggf. auch mit finanziellen Anreizen/Förderung) auch in Verbindung mit der Solardachbörse des Kreises;
c) Neue Solaranlagen nur auf Dächern, bereits versiegelten Flächen und auf Flächen ohne weiteren anderen Nutzwert;
d) Nutzung aller Möglichkeiten zum Ersatz alter vorhandener Windenergieanlagen durch neuere mit verbessertem Wirkungsgrad; keine Ausweisung neuer Windeignungsgebiete in der unmittelbaren Nähe von Wohngebieten, in Naturschutzgebieten und in Wäldern;
e) Aufforderung an Städte und Gemeinden zur Erstellung von Konzepten zur Förderung und Einrichtung von Photovoltaik- und Windenergieanlagen;
f) Genehmigung von Biogasanlagen nur noch bei Sicherung örtlicher/regionaler Energie- und Wärmeversorgung und auf der Basis regional/örtlich vorhandener landwirtschaftlicher Abfallstoffe oder Rohstoffen von für Nahrungsmittellandwirtschaft ungeeigneten Flächen und der Fixierung des Einzugsbereichs; Vernetzung mit Kraft-Wärme-Kopplung oder einer Einspeisung in das Gasnetz; keine Neu-Genehmigung bei negativer CO2-Bilanz, z.B. durch Transporte über 20 km, oder Verarbeitung von Rohstoffen aus der Nahrungsmittellandwirtschaft.
Erarbeitung Regionaler Energiekonzepte und Rekommunalisierung
a) Beteiligung an der Erarbeitung eines Regionalen Energiekonzepts im Rahmen der Kommunalen Planungsgemeinschaft -> Nutzung von Fördermitteln des Landes dazu;
b) Prüfung, welche Nachhaltigkeits-Effekte eine Rekommunalisierung der Energieversorgung und der Netze im Landkreis bringen könnte; ggf. langfristig angelegte Initiative des Landkreises für Rekommunalisierung der Strom- und Gasnetze in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Städten;
c) Prüfung der Potentiale für virtuelle Kraftwerke bzw. eine Vernetzung von Energieerzeugern im Landkreis.
4. Verkehrspolitik
a) Zurückdrängen des Individualverkehrs;
b) Vorrang für ÖPNV; Prüfung anderer alternativer Finanzierungsmodelle bspw. eine allgemeine, sozial gestaffelte ÖPNV-Abgabe für jeden Kreiseinwohner bei kostenloser Nutzungsmöglichkeit der Angebote des ÖPNV;
c) Zielgruppengenauere Angebote eines bezahlbaren ÖPNV;
d) Anreizsysteme zur stärkeren Nutzung des ÖPNV; Vertaktung von Arbeits- und Gremienzeiten mit den Angeboten des ÖPNV; Angebote von Ruf- und Linientaxis zu Zeiten geringer Auslastung;
e) weitere Bemühungen um eine stärkere Verzahnung von Verkehrsangeboten und Schulanfangs- und -endzeiten;
f) stärkere Kooperation mit den ÖPNV-Partnern zur Senkung des Kraftstoff- und Energieverbrauchs, z.B. im Zusammenhang mit der ständigen Modernisierung des Fuhrparks;
g) Verbesserung von innerörtlichen Radwegen; Ausbau des Radwegenetzes im Zusammenhang mit der Nutzung des Rades als Verkehrsmittel zur und von der Schule und Arbeitsstelle;
5. Landwirtschaft und Landbewirtschaftung
Die Landwirtschaft ist in besonderem Maße vom Klima abhängig und beeinflusst es. Mit Veränderungen der Landbewirtschaftung trägt sie zur Minderung der Auswirkungen der Klimaveränderungen bei. Handlungsschwerpunkte auf Kreisebene sind alle Maßnahmen zum sparsamen Umgang mit den Wasserressourcen und dem Hochwasserschutz:
a) funktionsfähige zweiseitige Wasserregulierung mit verbessertem Wasserrückhalt in der Fläche;
b) Erhalt und Erweiterung der Windschutzstreifen für den Erosionsschutz und die Verbesserung des Wasserhaushaltes im Boden;
c) Umstellung der Landnutzungsverfahren zur Schonung des Humusgehaltes im Boden für den besseren Wasserhaushalt, die CO2-Bindung und Bodenfruchtbarkeit, Hinwirken auf regelmäßige Beobachtung des Humusgehalts im Boden;
d) Nitratgehalt im Grundwasser durch fachgerechte Düngung, d.h. im Einklang mit dem Wachstum der Pflanzen, reduzieren;
e) Programm zur Ökologisierung der Landwirtschaft und Ausbau des ökologischen Landbaus;
f) GenTech-freier Landkreis;
g) Fachgerechte Bewirtschaftung der Feuchtgebiete;
h) Verhinderung des Baus weiterer bzw. der Erweiterung bestehender Großmastanlagen;
i) Nachhaltige Waldbewirtschaftung.
6. Umweltpolitik und Naturschutz
a) Biodiversität: Dies umfasst die Vielfalt innerhalb der Arten und zwischen den Arten und die Vielfalt der Ökosysteme sowie Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Ökosysteme nicht nur in Schutzgebieten sondern auf der
ganzen Fläche des Landkreises;
b) Renaturierung nicht nur der Unteren Havel, sondern weitere Flüsse und insbesondere Kleingewässer im Einklang mit der Landbewirtschaftung und unter Beachtung des Binnenhochwasserschutzes.
7. Bildungspolitik
a) Förderung von Projekten und Maßnahmen zur Umweltbildung und -erziehung, gekoppelt mit Projekten zur Energieeinsparung bzw. -erzeugung sowie zur Müllvermeidung und Mülltrennung in den Schulen, in denen vor allem die Schülerinnen und Schüler aktiv (eingebunden) sind;
b) Organisation des fachlichen Austauschs der Schulen untereinander über ihre Projekte und deren Auswirkungen auf das Klima- und Umweltbewusstsein ihrer Schülerinnen und Schüler;
c) Organisation von Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte zur Initiierung von Klimaschutz-Projekten an den (eigenen) Schulen;
d) Auslobung eines Wettbewerbs um das beste Schul-Klimaschutzprojekt im Landkreis.
8. Abfallwirtschaft
a) Geeignete Maßnahme zur Sammlung von Wertstoffen, die vom System des Grünen Punkts nicht erfasst werden.

Presseerklärung: Spürbare Verbesserung der Betreuung in den Kitas

14. Januar 2011  Allgemein

Zur ersten Bilanz bei der Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes erklären der Rathenower Landtagsabgeordnete Christian Görke und die Vorsitzende der LINKEN im Havelland, Andrea Johlige:

Spürbare Verbesserung der Betreuung in den Kitas

Die Novellierung des Kita-Gesetzes im ersten Regierungsjahr der rot-roten Koalition hat sich als richtig erwiesen. Dies führte zu einer spürbaren Verbesserung der Betreuung in den Kindertagesstätten des Landes.

„Das novellierte  Kita-Gesetz ist am 1. November 2010 in Kraft getreten. Der Betreuungsschlüssel für Kinder unter drei Jahren wurde von 1 Erzieherin für 7 Kinder auf 1 zu 6 und für über Dreijährige von 1 zu 13 auf 1 zu 12 gesenkt. Die rot-rote Koalition stellt dafür – trotz angespannter Haushaltslage – künftig jährlich 36 Millionen Euro zusätzlich für die Kitabetreuung zur Verfügung. Mit diesem Schritt unterstreichen wir, dass es uns mit der Prioritätensetzung zugunsten der Bildung ernst ist“, so der Rathenower Landtagsabgeordnete Christian Görke.

Auch die parallel zum Kita-.Gesetz geänderte Kita-Personalverordnung hat sich bisher bewährt. Dadurch wurden die Zugangsmöglichkeiten für angehende Fachkräfte in den Kindertagesstätten erweitert, ohne die Qualität der Bildung, Betreuung und Erziehung aufs Spiel zu setzen.

„Jetzt kommt es darauf an, die Kindertagesstätten bzw. deren Träger bei der Qualifizierung von Quereinsteigern zu unterstützen. Dennoch ist aus Sicht der Partei DIE LINKE mit diesen Schritten das Ende der Fahnenstange bei der Personalausstattung der Kitas noch nicht erreicht. Bei entsprechenden finanziellen Möglichkeiten sollten weitere folgen“, erklärt die Vorsitzende der havelländischen LINKEN, Andrea Johlige.

Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr!

23. Dezember 2010  Allgemein, Persönliches

Liebe LeserInnen dieses Blogs,

ich wünsche Ihnen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr!

Mein Umzug nach Nauen wird Anfang Januar abgeschlossen sein. Aus diesem Grund ist es hier im Blog in der letzten Zeit auch etwas ruhiger geworden. Auch in 2011 werde ich Sie (dann auch wieder etwas regelmäßiger) über die Politik der LINKEN im Havelland und meine persönlichen Sichten auf ausgewählte Probleme informieren.

Bis dahin, machen Sie es gut,

Andrea Johlige