Archive for August, 2009
Werra-Bahn muss reaktiviert werden
0Zentrales Ziel der Verkehrspolitik muss darin bestehen, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und auszubauen. Aus diesem Grund unterstütze ich die Forderungen des Fahrgastverbandes PRO BAHN Bayern, den Lückenschluss für die Werrabahn zwischen Thüringen und Bayern vorzunehmen.
In der Folge der deutschen Teilung wurde die Werrabahn zwischen Eisfeld (Thüringen) und Coburg unterbrochen – bis heute! Nach der deutschen Wiedervereinigung 1989 wurde der Lückenschluss der Werrabahn immer wieder gefordert, aber nicht ernsthaft verfolgt. Das Vorhaben war politisch tot. Die Ursache war u.a., dass mit den Planungen einer ICE-Trasse Mitte der 1990er Jahre zwischen Nürnberg und Erfurt der Werrabahn – Lückenschluss als eine Konkurrenz
zu der Hochgeschwindigkeitsstrecke gesehen wurde.
PRO BAHN zeigt einige Vorteile des Lückenschlusses auf:
- Schneller Anschluss für Südthüringen an die ICE Strecke Berlin – München in Coburg und für Oberfranken an die ICE-Strecke Berlin – Frankfurt in Eisenach.
- Genügend Fahrgäste für einen ständigen ICE-Halt Coburg durch Vergrößern des Fahrgastpotentiales um ca. 300.000 Nutzer durch Erschließen Südthüringen bis über Meiningen und Suhl hinaus.
- Der Landkreis Sonneberg erhält Anschluss an das ICE-Netz über den ICE-Halt Coburg. Ansonsten bleibt der Landkreis abgehängt.
- Schaffen einer Alternative zum PKW für Pendler und Touristen zwischen Südthüringen und den fränkischen Wirtschaftsräumen vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und zunehmender Umweltbelastung und der Einführung der PKW-Maut.
- Deutlich mehr Fahrgäste auf der Werrabahn, vor allem auf dem schlecht ausgelasteten Teil zwischen Grimmenthal und Eisfeld.
- Im Güterverkehr erhält Südthüringen wieder Anschluss an die Zentren Süddeutschlands und Südeuropas.
- Die Region Nordwestoberfranken erhält im Güterverkehr einen schnellen und komfortablen Zugang zu den Nordseehäfen
- Schaffen von Güterverkehrskapazitäten abseits überlasteter Magistralen
- Verkürzen der Strecke und Fahrzeit aus Tschechien / Nordbayern zu den Nordseehäfen um mehr als 100 km. Aus dem Wirtschaftsraum Südthüringen können durch das Zusammenführen des regionalen Stückgut- und Containerverkehrs mit dem Gütertransitverkehr kostengünstig die Nordseehäfen erreicht werden.
Die Fraktion DIE LINKE will Mobilität für alle gewährleisten – nicht nur für die, die sich das leisten können. Öffentlicher Verkehr muss in öffentlicher Regie durchgeführt werden und bezahlbar sein. Eine Privatisierung der Deutschen Bahn und von Nahverkehrsunternehmen wird von der Fraktion DIE LINKE konsequent abgelehnt. Es sind flächendeckend Sozialtickets und eine SozialBahncard für einkommensschwache Menschen anzubieten. Soziale und ökologische Standards müssen verbindlich werden. Das Angebot des öffentlichen Verkehrs ist kontinuierlich auszubauen und zu verbessern. Dazu sind die Investitionen in den Ausbau der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur ebenso deutlich auszuweiten wie die Zuschüsse für die Verkehrsangebote.
Artikel aus der Neuen Presse Coburg
Flugblatt PRO BAHN
PRO BAHN Positionen
Bürgerbegehren gegen die Solarparks ablehnen – Ratsbegehren unterstützen
0Zum geplanten Bürgerbegehren in Neustadt bei Coburg erklärt der Bundestagskandidat der Partei DIE LINKE, Uwe Hiksch:
Bürgerbegehren gegen die Solarparks ablehnen – Ratsbegehren unterstützen
Wir brauchen auch in der Coburger Region eine neue umweltverträgliche Form der Energieerzeugung. Solarparks können für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieerzeugung einen wichtigen Beitrag leisten eine dezentrale und regionale Energieerzeugung umzusetzen. Aus diesem Grund spricht sich DIE LINKE gegen das Bürgerbegehren aus, dass versucht die zwei geplanten Solarparks in Brüx und Mittelwasungen zu verhindern.
Im Rahmen des Bundestagswahlkampfes werden wir für DIE LINKE deutlich machen, dass wir es für falsch halten, sich gegen den Beschluss des Neustädter Stadtrates zu stellen und die geplanten zwei Solarparks verhindern zu wollen. Es ist für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieerzeugung wichtig, dass regenerative Energieerzeugung – zum Beispiel auch in Solarparks – unterstützt wird.
Aus diesem Grund unterstützt DIE LINKE das Ratsbegehren, in dem gefordert wird dass in Brüx und Mittelwasungen Solarfelder entstehen können. Solarenergie ist umweltfreundlich und sichert Arbeitsplätze in Neustadt.