DGB: Aktionstag Arbeit – sicher und fair!
+++ Mitmachen am 23. Februar vor dem Bundeskanzleramt +++
DGB Aktion mit Michael Sommer am 23. Februar, 9.00 Uhr vor dem Bundeskanzleramt. Ab 9.30 Uhr findet die Kabinettsitzung statt.
Kolleginnen und Kollegen, unterstützt die Forderungen des DGB und der Gewerkschaften und beteiligt euch an unserer gemeinsamen Aktion!
Wir wollen für alle Menschen Gute Arbeit – sicher und fair!
Leiharbeit ist längst keine Ausnahme mehr, die nur zum Auffangen von Auftragsspitzen eingesetzt wird. Die Zahl der Leiharbeitnehmer hat sich in den letzten Jahren verdreifacht. Fast 1 Millionen Menschen sind inzwischen in der Leiharbeit beschäftigt. Ohne Eingreifen des Gesetzgebers wird Leiharbeit ab 1. Mai 2011 noch stärker zu Lohndumping missbraucht, denn sie ist dann ohne Einschränkung grenzüberschreitend möglich.
Leiharbeit ist für immer mehr Menschen tagtägliche Arbeitsrealität. Sie verdrängt reguläre und abgesicherte
Beschäftigung. Inzwischen werden Leiharbeiter auch als Streikbrecher eingesetzt!
Für diesen Missbrauch der Leiharbeit durch die Arbeitgeber zahlen die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter den Preis: sie
leben in ständiger Unsicherheit, weil „hire and fire“ gang und gäbe ist. Und für diese Unsicherheit und ständige
Flexibilität verdienen sie in der Regel 30 Prozent weniger, als fest angestellte Kolleginnen und Kollegen, die die gleiche Arbeit machen.
Wir fordern:
• Gleichen Lohn für gleiche Arbeit in der Leiharbeit ab dem ersten Tag der Beschäftigung
• Einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro
• Verhinderung von Lohndumping bei grenzüberschreitender Zusammenarbeit
• Ein Verbot zum Einsatz von Leiharbeitern in Betrieben ,die bestreikt werden
• Kein Dauereinsatz von Leiharbeitern in Betrieben und Verwaltungen
• Mehr Mitbestimmungsrechte der Personal- und Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit
• Schluss mit der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverhältnissen
• Wirksame Bekämpfung der Scheinselbstständigkeit
Gegen Lohndumping – für sichere und faire Arbeit. Der Gesetzgeber muss endlich handeln!