Dammbruch im hochwasserbedrohten US-AKW Fort Calhoun
Neue Hiobsbotschaften aus Nebraska, USA:
Am Sonntag ist der künstliche Schutzdamm um das AKW Fort Calhoun kollabiert und der Meiler steht nun vollständig im Wasser.
Zunächst ist daraufhin am Sonntag die externe Stromversorgung des Kraftwerks ausgefallen, da eine Umspannanlage und ein Transformator direkt am Gebäude überflutet wurden. Die Notstromdiesel konnten nach Angaben des Betreibers die Kühlung des Reaktorkerns und des integrierten Atommülllagers sicherstellen. Inzwischen sei eine externe Stromversorgung wieder hergestellt. Sollte die Kühlung ausfallen, droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze wie im AKW Fukushima.
Am Montag berichten US-Medien, dass das Wasser mittlerweile ins Turbinenhaus des AKW eingedrungen sei. Der Sprecher der Betreiberfirma teilte mit, dass dort kein nukleares Material lagere und alles “secure and safe” sei. Es würden Pumpen eingesetzt und Arbeiter prüften, ob der kollabierte Damm repariert werden könne oder ersetzt werden müsse.
Die Lage bleibt weiter sehr kritisch, denn das Hochwasser steigt und kann noch Monate anhalten. Über dem Gebiet wurde eine Flugverbotszone eingerichtet.
Die Nachrichtenlage in deutschen Medien ist weiterhin prekär. Wir verfolgen die dramatischen Entwicklungen in Fort Calhoun so gut es geht und werden unsere Einträge dazu hier updaten. Einen aktuellen Artikel gibt es bei der Süddeutschen Zeitung. Auch die AntiAtomPiraten berichten auf ihrer Seite.
von: ausgestrahlt