Berliner Wassertisch: CSS-Risiken sind zu hoch
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Sprecherteam des Berliner Wassertischs – Pressemitteilung 10.07.2011 ====================================================================
Der Berliner Wassertisch fordert, dass Berlin und Brandenburg dem Beispiel von Niedersachsen und Schleswig-Holstein folgen und sich nicht zum Speichergebiet von Kohlendioxid (CO2) erklären. Der Berliner Wassertisch hält das Risiko der Verseuchung des Grundwassers und die drohenden finanziellen Folgen für unverantwortbar.
Die CCS-Technologie (Carbon Dioxide, Capture and Storage), die der schwedische Staatskonzern Vattenfall in Brandenburg vorantreiben will, ist nicht nur unausgereift, sondern birgt unabsehbare Gefahren. Es ist unverantwortbar die Gefahr einzugehen, dass das Berliner Grundwasser, aus dem circa vier Millionen Menschen mit dem Lebensmittel Nr. 1 versorgt werden, verseucht wird. Es droht, dass Süßwasser zu Salzwasser wird und es durch giftige Schwermetalle geschädigt wird.
Am Donnerstag, 7. Juli 2011 wurde das Gesetz über die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid im Bundestag beschlossen. Das Gesetz lässt nicht nur die umstrittene CCS-Technologie, also die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid zu, sondern erlaubt auch jedem Bundesland, ob es diese Technologie in seinem Territorium zulässt.
Schleswig-Holstein und Niedersachsen, die als weitere Standorte neben dem Brandenburger Neutrebbin (Märkisch-Oderland) und Beeskow (Oder-Spree) von Vattenfall favorisiert werden, haben schon signalisiert, ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden, das diese Technologie in ihren Ländern untersagt. Brandenburg ist das einzige Bundesland, das gegen den Widerstand seiner Bevölkerung diese mit großen Gefahren behaftete Technologie zulassen will. Vattenfall verspricht Milliardeninvestitionen in Brandenburg, die dem Land verloren gehen könnten. Wir bebzweifeln, dass dieses Geld die möglichen finanziellen Folgeschäden und Gesundheitsgefahren aufwiegen kann, denen die Einwohner von Berlin und Brandenburg ausgesetzt werden sollen.
