S-Bahn-Tisch: Die Teilausschreibung der S-Bahn ist ein weiterer Nagel im Sarg des öffentlichen Nahverkehrs
Zu den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU erklärt Rouzbeh Taheri, Sprecher des Berliner S-Bahn-Tisches:
„ Die SPD ignoriert die eigenen Parteitagsbeschlüsse und ist vollkommen in der Privatisierungslogik aufgegangen. Die Teilausschreibung der S-Bahn-Strecken ist ein weiterer Nagel im Sarg des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin“.
Die Probleme bei der S-Bahn sind durch die Gewinnorientierung der S-Bahn und der deutschen Bahn entstanden. Anstatt die S-Bahn wieder zu einem gemeinwohlorientierten Unternehmen in öffentlicher Hand zu machen, werden nun mit der Ausschreibung weitere gewinnorientierte Unternehmen zur Übernahme von Teilstrecken eingeladen. Keine Rede von sozialen, ökologischen und technischen Standards, die für einen reibungslosen Betrieb nötig wären, so der Sprecher des S-Bahn-Tisches.
„ Die Profitlogik- die Hauptursache des Desasters bei der S-Bahn- wird fortgeschrieben. Es ist so als ob man die Pest mit der Cholera bekämpfen will“ , so Taheri weiter.
Der Berliner S-Bahn-Tisch hat mit 15.000 Unterschriften bereits dreiviertel der benötigten Unterschriften für ein Volksbegehren zur Rettung der Berliner S-Bahn gesammelt.
Taheri führt weiter aus: „Wir werden zusammen mit Fahrgästen, Beschäftigten , Gewerkschaften und allen Berlinerinnen und Berlinern unser Volksbegehren weiter vorantreiben. Wir werden verhindern, das die Berliner S-Bahn dem Privatisierungswahn des neuen Senats zum Fraß vorgeworfen wird.“
Kontakt: Rouzbeh Taheri 0163/48 46 736