Ja, X-tausendmal quer hatte einen Anteil an den erfolgreichen Protesten und Widerstandsaktionen gegen den Castortransport 2011!

1800 Menschen haben den letzten Straßenabschnitt zum Zwischenlager dicht gemacht. Direkt vor der Ortschaft Gorleben haben wir uns niedergelassen und dort mehr als 26 Stunden eine bunte, fröhliche und entschlossene Sitzblockade gestaltet.

Viele tausend Menschen, viel mehr als erwartet, sind gegen den Castor 2011 aktiv geworden. Das zeigt: Viele bleiben politisch wach, statt sich einlullen zu lassen! Auch wenn die Atomindustrie noch frohlockt, dadurch noch immer täglich Menschen geschädigt werden und in Gorleben ein ungeeignetes „End“lager ausgebaut, statt beerdigt wird…

- X-Tausende durchschauen das Spiel und lehnen die lebensfeindliche Praxis ab!
- X-Tausende streiten für das Leben und stellen sich quer!

Bei aller Freude über all die gelungenen Aktionen, gibt es doch auch Wermutstropfen. Denn Gewaltfreiheit und die Unversehrtheit von Menschen hatte nicht überall oberste Priorität. Unsere Sitzblockade wurde von der Polizei unverhältnismäßig geräumt. Schmerzgriffe waren die Regel, getragen wurden nur wenige und so wurden einige AktivistInnen von den Polizeikräften unnötigerweise verletzt. Darüber sind wir traurig, empört und wütend. Jetzt gilt es die Ereignisse zu analysieren, aufzuarbeiten und daraus Schlüsse für kommende Aktionen zu ziehen. Aber nicht nur die Polizei hat an verschiedenen Stellen im Wendland körperliche Gewalt zu verantworten, sondern auch vereinzelt AktivistInnen – und das, obwohl unter allen Initiativen der Grundkonsens gilt, dass bei den verschiedenen Aktionen niemand gefährdet werden soll. Jede/r Verletzte, egal auf welcher Seite, ist eine/r zu viel. Gewalttätige Eskalation führt außerdem dazu, dass die politischen Anliegen der Bewegung deutlich weniger transportiert werden.

Trotz der Wermutstropfen wollen wir aber auch die Sektkorken knallen lassen und uns über die vielen gelungenen Aktionen freuen. Insbesondere die Pyramide der Bauern verdient Anerkennung. Zum ersten Mal musste die Polizei eingestehen, eine Blockade nicht räumen zu können. Zum ersten Mal wurde auch in Frankreich massenhaft gegen Castor und Atomkraft protestiert. Das macht Mut und lässt uns hoffen, dass dies tatsächlich der letzte Castor-Transport in ‘s Wendland war.

Berichte, Stellungnahmen und Fotos findest Du auch auf unserer Website:
www.x-tausendmalquer.de