Anlässlich der Abstimmung des Bundestags über den Fiskalpakt am Freitag, 29.6.2012, rufen die NaturFreunde Deutschlands, Attac, ver.di Berlin und die VVN-BdA zu einer Kundgebung unter dem Motto „Demokratie und Solidarität statt Fiskalpakt!“ auf. Das Veranstalterbündnis fordert die Abgeordneten auf, den Fiskalpakt und den ESM abzulehnen.

Zeit 16 Uhr, 29. Juni 2012
Ort Reichstagswiese vor dem Reichstag (Platz der Republik), Berlin

Die Kundgebung findet teilweise parallel zu der Debatte über den Fiskalpakt im Deutschen Bundestag statt (Beginn 17:00 Uhr). Der Aufruf wird auch von der Partei DIE LINKE und der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD unterstützt.

RednerInnen (u.a.):
Sonja Staack, Vorsitzende ver.di Berlin
Uwe Hiksch , NaturFreunde Deutschlands
Alexis J. Passadakis, Attac Deutschland

Zur Kundgebung sind auch Abgeordnete eingeladen, die angekündigt haben, gegen den Fiskalpakt zu stimmen:
Christian Ströbele, Bündnis 90/Die Grünen
Sahra Wagenknecht, DIE LINKE

Uwe Hiksch, NaturFreunde Deutschlands: „ Der Fiskalpakt zerstört die Demokratie in der Europäischen Union. Wenn ein demokratisch nicht legitimiertes Gremium in die Haushaltshoheit der Parlamente eingreifen kann, ist dies ein Rückfall in die vorparlamentarische Zeit. Die NaturFreunde Deutschlands fordern konkrete Hilfen für die von der Krise besonders betroffenen Staaten und ein Ende der wirtschaftspolitisch unsinnigen Spardiktate.“

Sonja Staack, ver.di Berlin: „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können nichts für diese Krise – aber sie sollen ständig dafür zahlen. Mit dem Fiskalpakt wird die Sparpolitik in der EU zur Primärtugend erhoben. Darunter leidet die öffentliche Daseinsvorsorge, auf die gerade Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angewiesen sind. Darunter leiden alle, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, die der Staat nicht mehr leisten kann. Und darunter leiden die Löhne, die europaweit weiter gedrückt werden sollen. Deshalb ruft ver.di alle Bundestagsabgeordneten auf: Stimmt mit Nein!“

Alexis Passadakis, Mitglied in Rat von Attac: „Der Fiskalpakt ist ein undemokratisches und unsoziales Monster, das Europa weiter in die ökonomische Rezession drücken wird. Die Regierenden haben nichts aus der Weltwirtschaftskrise gelernt. Nicht die Ausgaben der staatlichen Haushalte sind das Problem, sondern die Einnahmeseite. Notwendig ist deswegen eine gerechte Besteuerung großer Vermögen, wie eine europäisch koordinierte Vermögensabgabe und ein Schuldenerlass für die öffentlichen Haushalte.“

Dirk Stegemann, Berliner VVN-BdA: “Der Fiskalpakt forciert soziale Ungleichheit und Rassismus. Wir sagen NEIN! Der Widerstand dagegen ist immens wichtig, darf aber nicht zu Lasten einer klaren Abgrenzung zu Nazis, Rassisten und Rechtspopulisten gehen. Mit denen sind weder Demokratie noch Freiheit oder Solidarität möglich.”
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Für Nachfragen/Pressekontakte am Freitag:
· Uwe Hiksch, NaturFreunde Deutschlands, (0176) 62 01 59 02, hiksch@naturfreunde.de
· Sonja Staack, ver.di Berlin, (0160) 96 71 60 06, sonja.staack@verdi-berlin.de
· Alexis Passadakis, Mitglied im Rat von Attac, (0170) 2 68 44 45, al