Friedensbewegung

NaturFreunde: Bundesregierung im Waffenexportrausch

0


NaturFreunde kritisieren den Verkauf von Panzern an Indonesien

 

naturfreunde haende geschnittenBerlin, 8. Mai 2013 – “Die Bundesregierung befindet sich ein einem regelrechten Waffenexportrausch”, erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands. “Saudi-Arabien, Katar, Ägypten – kaum ein Land, in dem es Menschenrechtsverletzungen gibt, scheint für die Bundesregierung bei der Lieferung von Panzern und schweren Waffen mehr ein Tabu zu sein.” Begründet würden die Lieferungen an die autoritären Regimes immer mit der angeblichen Sicherheitslage und mit geostrategischen Interessen Deutschlands in den jeweiligen Regionen.

Anlass der Kritik ist die Bestätigung einer Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion zur Genehmigung der Lieferung von 164 Panzern der Firma Rheinmetall an Indonesien. Geliefert werden sollen 104 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2, vier Bergepanzer und je drei Brückenlege- und Pionierpanzer. Genehmigt wurde auch die Lieferung von 50 modernisierten Schützenpanzern vom Typ Marder 1A2.

Die Bundesregierung nimmt dabei bewusst in Kauf, dass diese Panzer auch gegen ethnische Minderheiten in Indonesien eingesetzt werden. Menschenrechtsgruppen werfen der indonesischen Regierung seit Jahrzehnten vor, schwere Menschenrechtsverletzungen zu begehen und hierfür auch das indonesische Militär einzusetzen. Die Bundesregierung ignoriert diese Menschenrechtsverletzungen bewusst, obwohl nach intensiven Protesten von Menschenrechtsorganisationen in den Niederlanden im letzten Jahr der Verkauf von gebrauchten Leopard-2-Panzern an Indonesien durch das niederländische Parlament gestoppt wurde.

Hintergrund der Genehmigungen scheint das schleppende Geschäft der Waffenschmiede Rheinmetall zu sein. Der Konzern weist für das erste Quartal 2013 einen Verlust in Höhe von 19 Millionen Euro aus. Insgesamt ging der Konzernumsatz um etwa 13 Prozent auf 962 Millionen Euro zurück. Durch den Milliardenauftrag aus Indonesien sollen scheinbar die Bilanzen des Rüstungskonzerns aufgebessert werden. Menschenrechte bleiben bei diesem Waffendeal wieder einmal auf der Strecke.

NaturFreunde unterstützen Protest bei Hauptversammlung von Rheinmetall in Berlin

Die NaturFreunde rufen zur Protestaktion anlässlich der am 14.Mai 2013 im Berliner Maritim-Hotel stattfindenden Hauptversammlung der Aktionäre von Rheinmetall auf. Unter dem Motto „Rheinmetall entrüsten!“ fordern sie alle Aktionäre auf, ihre Rheinmetall-Aktien abzugeben. An diesen Aktien klebt Blut. Mit einem menschenrechtskonformen und verantwortungsbewussten

Umgang mit Investitionen sind Rheinmetall-Aktien nicht zu vereinbaren. Die Protestveranstaltung beginnt am 14. Mai 2013 um 9 Uhr vor dem Maritim-Hotel, Stauffenbergstr. 26, 10785 Berlin.

NaturFreunde aktiv im Bündnis „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“

Die NaturFreunde engagieren sich im Bündnis „Aktion Aufschrei“, das sich für ein Verbot von Rüstungsexporten und dessen Verankerung im Grundgesetz einsetzt. Die knapp 20 Trägerorganisationen kommen zumeist aus der Friedensbewegung sowie kirchlichen und entwicklungspolitischen Organisationen. Mehr Informationen unter: www.aufschrei-waffenhandel.de.

Aufruf zur Belagerung, Protestaktion und Kundgebung an der Rheinmetall-Zentrale am 13. Mai 2013 (12 –14 Uhr)

0

Keine Leopard 2-Panzer nach Saudi-Arabien!
Rheinmetall-Aktien abstoßen!

Aufruf zur Belagerung, Protestaktion und Kundgebung an der Rheinmetall-Zentrale
am 13. Mai 2013 (12 –14 Uhr)
in Düsseldorf-Derendorf

aktie rheinmetall blutRheinmetall baut mit am Leopard-2-Panzer, von denen 270 – 600 nach Saudi-Arabien exportiert werden sollen. Saudi-Arabien ist eine menschenrechtsverachtende Diktatur. Am 14.5. findet die Hauptversammlung der Aktionäre von Rheinmetall im Berlin im Maritim-Hotel statt. Dort werden auch Aktionen vorbereitet. Wir wollen am Vortag, 13.5., in Düsseldorf die Konzernzentrale belagern und die Blutaktien mit einer Demonstration und Besetzung des Eingangs der Zentrale anprangern.

Die Bundesregierung hat 2011 in geheimer Sitzung des Bundessicherheitsrats die Genehmigung für den Export von 270 Leopard-2 A7+- Panzern nach Saudi-Arabien erteilt. Die Firmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall sind die Profiteure dieses mörderischen Geschäfts. Rheinmetall rühmt sich: „Der Leopard 2 ist der leistungsfähigste Kampfpanzer der Welt und zugleich das Waffensystem mit der größten internationalen Verbreitung“ (Firmen-Seite).

Saudi-Arabien: Menschenrechte werden mit Füßen getreten: Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie. Die Verfassung des Landes enthält keine politischen Grundrechte. Oppositionelle Kräfte werden unterdrückt. 2011 hat Saudi-Arabien mit Panzern geholfen, die Demokratiebewegung im Nachbarland Bahrain zu zerschlagen.

Der Leopard 2 A7+-Panzer ist speziell ausgerüstet für den Einsatz gegen Aufständische in städtischen Gebieten. Er eignet sich damit zur inneren Repression. Zugleich soll er evtl. in einem Krieg gegen Iran zum Einsatz kommen.

Der Panzer-Export nach Saudi-Arabien widerspricht sogar den Exportgrundsätzen der Bundesregierung. Er ist durch nichts zu rechtfertigen. Er dient nur den Geschäftsinteressen deutscher Waffenschmieden und deutscher geopolitischer Interessenabsicherung.

Die Aktionäre von Rheinmetall haben eine Verantwortung: sie machen sich mitschuldig an Prepression und Krieg.

Unsere p o l i t i s c h e n Forderungen:
Die Bundesregierung muss die Exportgenehmigung widerrufen!
Die Aktionäre von Rheinmetall sind aufgefordert, den Vorstand nicht zu entlasten
und die Aktien abzustoßen!
Die Mitarbeitenden von Rheinmetall sind aufgefordert, die Produktion von Panzern
für Saudi-Arabien mit ihren Mitteln zu verhindern.

BETEILIGT EUCH am 13. Mai 2013 an den gewaltfreien Protestaktionen an der Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf-Derendorf, Rheinmetall Platz 1. (Vom HBF: Straßenbahnen 707 oder 715, Richtung Unterrath bis Tannenstraße).

Aktionselemente:
Um die Rheinmetall-Zentrale herum wird eine Dauermahnwache angemeldet. Wir haben ein Kundgebungs-Auto.
Wir wollen auf der Treppe zur Konzernzentrale Blutaktien verteilen und das Panzergeschäft anprangern. Weitere symbolische Aktionen sind in Planung. Bringt eigene Ideen mit! Die Aktion steht unter dem Schutz des Versammlungsrechts. Falls Teile der Versammlung aufgelöst werden, kann man sich zum öffentlich genehmigten Platz begeben. Nichtentfernen aus einer aufgelösten Versammlung kann evtl. als Ordnungswidrigkeit belangt werden.

Veranstalter: Aktionsbündnis Rheinmetall entrüsten!
Aktuelle Infos zur Aktion: www.leo-kette.de/Rechtsinfos: vgl. www.grundrechtekomitee.de/node/376
Infos zu weiteren Aktionen: aufschrei-waffenhandel.de

Grußbotschaft an die Internationale Friedenskonferenz in der Türkei

0

Grußbotschaft an die Internationale Friedenskonferenz in der Türkei

Berliner Friedensbewegung fordert: Keine PATRIOTs und AWACS in die Türkei!

Berliner Friedensbewegung fordert: Keine PATRIOTs und AWACS in die Türkei!

 

 

Wir, Berliner Friedensaktivistinnen und –aktivisten, erklären uns mit Eurer internationalen Friedenskonferenz solidarisch, die vom 25. – 29. April 2013 zum Thema “Imperialists out of Middle East! Stop War, stop NATO!” in Istanbul und Antiochia stattfindet.

Wir fordern im Rahmen einer Mahnwache, die wir am Freitag, den 26.4. abhalten, ein
Ende der Kampfhandlungen und Frieden für das syrische Volk und verlangen gleichzeitig von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, die an der türkisch – syrischen Grenze stationierten Patriot Raketen und AWACS abzuziehen. Sollten sie durch die NATO zum Einsatz kommen, hätte das verheerende Folgen, nicht nur für Syrien. Jede Einmischung von Außen ist völkerrechtswidrig und kann den gefürchteten Flächenbrand auslösen.

Deswegen fordern wir:

Keine Einmischung in Syrien!
Stoppt die Waffenlieferungen!
Dialog und Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition!

Wir wollen uns am internationalen Kampf gegen alle völkerrechtswidrigen Einmischungen beteiligen und auch unsere Kritik an der Teilnahme der deutschen Bundesregierung zum Ausdruck bringen.

Wir wünschen Eurer Konferenz viel Erfolg und würden uns freuen, wenn Ihr uns über Eure Ergebnisse unterrichtet.

In Solidarität
Gruppen der Berliner Friedenskoordination
Dt. Freidenker-Verband e.V., Landesverband Berlin
Türkische und kurdische Friedensaktivistinnen und –aktivisten

—————————-

Message of Greetings to the International Peace Conference in Turkey

We, Berlin peace activists, declare our solidarity with your International Peace Conference, taking place from the 25th to the 29th of April, 2013 on the issue of
“Imperialists out of Middle East! Stop War, stop NATO!” in Istanbul and in Antiochia.

We will be demanding, within the scope of a solemn vigil, which we will hold on Friday, 26.4, an end to the fighting and peace for the Syrian people, and at the same time, demand from the government of the Federal Republic of Germany to remove the Patriot Missiles and AWACSS stationed on the Turkish – Syrian border. Should NATO end up using them, the results would be disastrous, and not only for Syria. Every intervention from outside is contrary to international law and could result in the feared out break of war throughout the entire region.

Therefore we are demanding:

No Interference in Syria!
Stop the Arms deliveries!
Dialogue and negotiations are the order of the hour!

We want to contribute to the international struggle against all forms of intervention, which are contrary to international law, and also express our criticism of the participation of the German Federal Government.

We wish the conference to be a great success and would be very pleased if you would inform us of your results.

In solidarity:
Groups from the Berlin Peace Coordination
German Freethinker’s Society inc., Association from Berlin
Turkish and Kurdish peace activists

Berlin, 23rd of April, 2013

 

——————————

Türkiye’de düzenlenen Uluslararası Barış Konferansına selam mesajı

Biz Berlin barış eylemcileri olarak : ‘Emperyalistler ortadoğuyu terk et! Savaşa hayır!

NATO’ya hayır!’ başlıkları altında 25.-29. Nisan 2013 tarihleri arasında İstanbul ve Antakya’da düzenlediğiniz Uluslararası Barış Konferansına desteğimizi bildirmek istiyoruz.

26.04. tarihinde Suriye halkı için barış sloganı altında düzenleyeceğimiz bir etkinlik çerçevesinde çatışmaların hemen durmasını ve Almanya hükümetinden de Türkiye’de konuşlandırılan Patriot füzelerinin ve AWACS uçaklarının hemen geri çekilmesini talep ediyoruz. Bu silahlar NATO tarafından kullanıldığında Suriye halkı için telafi edilemez sonuçlara yol açacaktır. Her dış müdahele uluslarası hukuğa aykırıdır ve bölgenin kana bulanmasına neden olmaktadır.

Bu nedenlerle taleplerimiz:

Suriye’ye müdaheleye son!
Silah sevkiyatını durdurun!
Taraflar derhal masaya otursun ve diyaloğa başlasın!

Uluslarası hukuğa aykırı dış müdahelelere karşı mücadelemizi artırarak sürdüreceğimizi ve Alman hükümetinin politikalarına karşı protestomuzu tekrar dile getirmek istiyoruz.

Konferansınızın başarılı geçmesini umuyor ve konferansın sonuçları konusunda bizi
bilgilendirmenizden memnun olacağımızı belirtmek istiyoruz.

Dayanışma dolu selamlarla…
Berlin Barış Koordinasyonu
Alman Özgür Düşünürler Birliği (DFB) , Berlin seksiyonu
Türk ve Kürt barış eylemcileri

Berlin, 23 Nisan 2013

Bundesausschusses Friedensratschlag: Alle Soldaten aus Afghanistan abzuziehen

0

Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag

friedenKassel, 18. April 2013 – Zur Ankündigung des Verteidigungsministers, auch nach dem “Abzug” aus Afghanistan 600 bis 800 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan zu lassen, erklärte der Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag:

Eine Überraschung ist die Ankündigung de Maizières nicht. Seit Monaten wird in der NATO darüber diskutiert, wie man einerseits den Abzug aus Afghanistan bewerkstelligen kann, ohne die Kontrolle über das Land zu verlieren.

Denn genau darum geht es: Ein vollständiger Abzug vom Hindukusch würde zwar nicht dazu führen, dass die Sicherheit Deutschlands nun bedroht wäre; es würde aber wohl heißen. dass in Afghanistan politische Kräfte die Oberhand gewinnen, die man seit elf Jahren für das Böse schlechthin gehalten und entsprechend bekämpft hat. Damit müsste auch der alte Anspruch aufgegeben werden, eine der wichtigsten Regionen für den Transport von Erdöl und Erdgas aus Zentralasien aus der Hand zu geben. Der Krieg in Afghanistan ist ja nicht um der Menschen- und Frauenrechte Willen geführt worden – das wurde nur vorgeschoben -, sondern aus geostrategischen Interessen.

Ein Zweites kommt hinzu: Die NATO kann es sich nicht leisten einzugestehen, dass der Afghanistan-Krieg, den immerhin über 100.000 Menschen mit dem Leben bezahlen mussten, ohne sichtbaren Erfolg abgeblasen werden muss. Daher die Behauptung von der erfolgreichen Übergabe der “Sicherheitsverantwortung” an die Afghanen. Wäre dem so, dann könnten getrost alle NATO-Soldaten abziehen. Da es aber nicht so ist, müssen Tausende von ihnen weiter im Land bleiben um wenigsten zu versuchen, strategisch wichtige Positionen (z.B. Militärstützpunkte) zu behalten.

Wir stellen fest: Erstens: Der Krieg in Afghanistan war von Anfang an falsch und endet mit einer – allerdings nicht eingestandenen – Niederlage der NATO. Zweitens: Der Krieg hat Hunderte Milliarden US-Dollar gekostet; ein Aufbau des Landes hat nicht stattgefunden. Die Afghanistan-Mission war ein einziges Desaster. Drittens: Das Desaster wird kein Ende haben, wenn nun mit reduzierten Streitkräften versucht wird, den Anschein einer Kontrolle über das Land am Hindukusch aufrecht zu erhalten.

Die Friedensbewegung hält weiter an ihrer Forderung fest, alle Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Anstelle einer Fortsetzung des Krieges muss der zivile Aufbau unterstützt werden – dort, wo die Afghanen zur Hilfe bereit sind.

Für den Bundesausschuss Friedensratschlag:
Peter Strutynski (Sprecher)

NaturFreunde: Die Lieferung von Leopard 2-Panzern und Panzerhaubitzen an Katar ist nicht zu verantworten

0

NaturFreunde fordern Verbot von Rüstungsexporten

naturfreunde haende geschnittenBerlin, 19. April 2013 – „Der geplante Rüstungsdeal der Münchner Waffenschmiede Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit dem Emirat Katar ist nicht akzeptabel“, erklärtUwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands. „Die NaturFreunde fordern die Bundesregierung auf, diesen Waffendeal zu verhindern, und endlich die Forderung nach der Festschreibung eines Verbots von Waffenexporten im Grundgesetz zu unterstützen.“

Wie Krauss-Maffei Wegmann mitteilte, hat der Waffenproduzent mit Katar einen Vertrag über die Lieferung von 62 Kampfpanzern Leopard 2 und 24 Panzerhaubitzen 2000 abgeschlossen. „Der Riesenauftrag über nahezu 1,9 Milliarden Euro verstößt gegen menschenrechtliche und friedenspolitische Grundsätze“, so Hiksch.

Wieder einmal sollen für die Interessen der Rüstungslobby Waffen mitten in ein Spannungsgebiet geliefert werden. Das Emirat Katar ist de facto Kriegspartei im Bürgerkrieg in Syrien, da es Waffen an die Aufständischen liefert. Gleichzeitig ist es undemokratisch und begeht Menschenrechtsverletzungen.

Menschenrechte in Katar werden massiv verletzt

In Katar werden die Frauenrechte missachtet und Frauen diskriminiert. Das Land, das seinen Reichtum auf hunderttausende ausländische Arbeitsmigranten aufbaut, beutet diese aus und beschäftigt sie unter Bedingungen, die den internationalen Arbeitsnormen nicht entsprechen. Die Gerichte verhängen barbarische Strafen: Der Konsum von Alkohol oder „unerlaubte sexuelle Beziehungen“ werden mit bis zu 100 Peitschenhieben bestraft. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist in Katar erheblich eingeschränkt: Wer Kritik an der Armee, dem Emir oder der Religion äußert, wird mit hohen Haftstrafen bedroht. Auf den Übertritt vom Islam zu einer anderen Religion steht in dem völlig veralteten Rechtssystem die Todesstrafe.

Der UN-Menschenrechtsrat forderte Katar auf, die Lage der Menschenrechte deutlich zu verbessern und seine Verpflichtungen zur Umsetzung der Menschenrechte zu erfüllen. Nichts davon wurde umgesetzt. Dies scheint die Bundesregierung jedoch nicht zu interessieren und als Belohnung für diese menschenrechtspolitisch fatale Entwicklung in Katar wird das Regime mit hochmodernen Waffen überhäuft.

Mit dem Leopard 2 wird Katar einer der modernsten Kampfpanzer der Welt geliefert. Auch die Panzerhaubitze 2000 ist eines der modernsten Artilleriesysteme auf dem Rüstungsmarkt. Die Haubitze kann bis zu 40 Kilometer weit schießen und trifft auf diese Entfernung bis auf 30 Meter genau ihr Ziel.

Die NaturFreunde kritisieren, dass mit diesem neuen Rüstungsdeal die Bundesregierung ihre Rüstungsexportpolitik weiter forciert und Waffen in Spannungsregionen liefert. Für die Interessen der Rüstungsfirmen wird die zahlungskräftige Golfregion immer weiter hochgerüstet.

NaturFreunde aktiv im Bündnis „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“

Die NaturFreunde engagieren sich im Bündnis „Aktion Aufschrei“, das sich für ein Verbot von Rüstungsexporten und dessen Verankerung im Grundgesetz einsetzt. Die knapp 20 Trägerorganisationen kommen zumeist aus der Friedensbewegung sowie kirchlichen und entwicklungspolitischen Organisationen. Mehr Informationen unter: www.aufschrei-waffenhandel.de.

Berliner Ostermarsch 2013: 1000 Teilnehmende

0

Zum heutigen Berliner Ostermarsch unter dem Motto “Es ist an der Zeit: Sagt Nein!” sind mehr als 1000 Aktive gekommen um gemeinsam gegen Krieg, Rüstungsexport und die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft zu demonstrieren.

Kurze Reden wurden am Potsdamer Platz gegen die Rüstungskonzerne EADS, Boeing und Rheinmetall gehalten.

Der Ostermarsch startete am Potsdamer Platz und wurde durch drei Zwischenkundgebungen vor der US-amerikanischen Botschaft, den Rüstungslobbyunternehmen am Pariser Platz und dem Deutschen Bundestag kurz gestoppt.

Am Pariser Platz wurden klare Reden gegen die dort ansässigen Rüstungslobbyisten von Krauss-Maffei Wegmann, Diehl und Lockeed Martin gehalten.

Abschlusskundgebung war am Bundeskanzleramt, bei dem Sabine Schiffer und Jutta Kausch die Abschlussreden hielten.

DSC_0116Mehr als 40 Organisationen haben zum Ostermarsch in Berlin aufgerufen.

 

 

 

 

 

 

NaturFreunde rufen zur Teilnahme an den Ostermärschen auf

0

NaturFreunde Deutschlands kritisieren die zunehmende Militarisierung der Politik

 

naturfreunde haende geschnittenBerlin, 27. März 2013 – „Die Ostermärsche 2013 finden in einer Zeit statt, in der die Androhung, Vorbereitung und Führung von Kriegen und bewaffneten Interventionen zum integralen Bestandteil der deutschen Außenpolitik gehört,“ kritisiert Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands. Die NaturFreunde fordern die Parteien im Deutschen Bundestag auf, diesen falschen Weg zu beenden und zu einer friedlichen und militärfreien Außenpolitik umzukehren.

Die NaturFreunde setzen sich für einen sofortigen Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan und eine Beendigung des Patriot-Einsatzes in der Türkei ein. Mit militärischen Mitteln lässt sich kein langfristiger Friede sichern. Vielmehr verurteilen die NaturFreunde den Einsatz der Bundeswehr für geostrategische und wirtschaftliche Interessen.

Ausdrücklich solidarisieren sich die NaturFreunde mit der Friedensbewegung in Frankreich, die gegen die neokoloniale Politik der französischen Regierung in Mali demonstriert. Obwohl es über viele Bodenschätzen verfügt, ist Mali eines der ärmsten Länder der Erde, in dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben muss. Vor allem im Norden Malis werden viele Bodenschätze vermutet. Aus dieser Region deckt Frankreich einen großen Teil seines Uran-Bedarfs für die französischen Atomanlagen und die französischen Atomwaffen. Durch die massive Präsenz französischer Truppen in Mali und im Niger sollen die Uranproduktion im Norden Nigers und die Stellung Nigers als weltweit viertgrößter Uranproduzent abgesichert werden.

Drohnen weltweit ächten
Fast täglich werden Menschen in Afghanistan, Pakistan oder im Jemen durch Spezialkommandos der westlichen Armeen oder durch Drohneneinsätze getötet. In den letzten Jahren sind allein in Pakistan mehr als 3.000 Tote durch Drohnenangriffe zu beklagen. Die NaturFreunde unterstützen die bundesweite Kampagne „Keine Kampfdrohnen“ und fordern, den Irrweg der Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen sowie die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich aufzugeben.

Kampfdrohnen senken die Schwelle für bewaffnete Aggressionen. Der „Kampf gegen den Terrorismus“ betrifft immer größere Teile der Welt und tyrannisiert die Bevölkerung in den betroffenen Regionen. Die „gezielte” Tötung von Menschen innerhalb und außerhalb von Kriegen durch Drohnen und bewaffnete Einsatzkommandos ist die weltweite Wiedereinführung der Todesstrafe – ohne Anklage, gerichtliches Verfahren und Urteil. Die NaturFreunde setzen sich für ein weltweites Verbot und die völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen ein.

Waffenexporte verbieten
Die NaturFreunde fordern ein Verbot von Rüstungsexporten. Alle Bundesregierungen der letzten Jahre haben den Rüstungsexport aus Deutschland gefördert und die Sicherung der deutschen Rüstungsproduktion als weltweit führende Rüstungsanbieter unterstützt. Bei den Exporten belegt Deutschland den dritten Platz auf der Welt. Mehr als 30 Milliarden Euro an Exportverträgen zur Lieferung von schweren Waffen sollen in den nächsten Monaten beraten und genehmigt werden.
Gemeinsam mit den Gewerkschaften setzen sich die NaturFreunde für ein öffentlich gefördertes Rüstungskonversionsprogramm ein und wollen mit Betriebsräten und Belegschaften für die Beendigung der Rüstungsproduktion in Deutschland kämpfen.

Für eine Schule ohne Militär
Schulen und Bildungseinrichtungen müssen grundsätzlich zu militärfreien Einrichtungen werden. Die NaturFreunde unterstützen Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Einsatz für „Schulen ohne Militär“. Der massenhafte Einsatz von Jugendoffizieren an Schulen verletzt die Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention. Im Artikel 3 des Zusatzprotokolls der Kinderrechtskonvention ist geregelt, dass Minderjährige grundsätzlich nicht für den Militärdienst angeworben werden dürfen. Artikel 29 verlangt, dass „Kinder zu Frieden, Toleranz und Völkerverständigung erzogen werden“. Deshalb fordern die NaturFreunde die Kündigung der Kooperationsvereinbarungen von Bundesländern mit der Bundeswehr und unterstützen die Bündnisse für Zivilklauseln an Hochschulen.

Teil der Friedensbewegung
Die NaturFreunde Deutschlands sind seit mehr als 50 Jahren Teil der bundesdeutschen Friedensbewegung und waren Gründungsmitglied der Anti-Atomtod-Bewegung, aus der schließlich die Ostermärsche hervorgegangen sind. Die NaturFreunde engagieren sich in den Bündnissen „Schule ohne Militär“, „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“, für die Kampagnen „Keine Kampdrohnen“, „atomwaffenfrei.jetzt“ und im Vorbereitungskreis „1914-2014 – Einhundert Jahre 1. Weltkrieg“.

Friedensbewegung demonstriert gegen die “zunehmende Militarisierung der Politik”: 80 Ostermärsche in 100 Orten

0

Ostermärsche beginnen am Wochenende
“Krieg ist keine Lösung”
Friedensbewegung demonstriert gegen die “zunehmende Militarisierung der Politik”
80 Ostermärsche in 100 Orten

Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag

friedenKassel, Berlin, 21. März 2013 – Zu den bevorstehenden Ostermärschen der Friedensbewegung erklärten die Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, einem Bündnis zahlreicher lokaler und regionaler Basis-Friedensinitiativen, Peter Strutynski und Lühr Henken am Donnerstag in Kassel:

Die Premiere zu den diesjährigen Ostermärschen der Friedensbewegung findet bereits am kommenden Wochenende in Potsdam statt. Über 80 weitere Ostermärsche, die durch mehr als 100 Orte führen, werden dann am Osterwochenende folgen. Es sind etwa genauso viele wie in den vergangenen Jahren.

Zugenommen haben allerdings die Themen und Probleme, mit denen sich die Friedensbewegung auseinandersetzen muss. Soeben hat das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI bestätigt, dass Deutschland weiterhin hinter den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur weltweit ist. Rüstungsgüter gehen von hier in etwa 80 Staaten der Erde, darunter viele Entwicklungsländer. Besonders beliebt sind Waffen Made in Germany im Nahen und Mittleren Osten: Geliefert wird unterschiedslos an Saudi-Arabien, Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Kuwait – Staaten, die entweder wegen ihrer Missachtung der Menschenrechte oder wegen ihrer Verstrickung in regionale Dauerkonflikte nie und nimmer deutsche Waffen erhalten dürften. Doch die Einhaltung der eigenen Rüstungsexportrichtlinien ist der Bundesregierung keinen Pfifferling wert. In allen Ostermärschen steht das Rüstungsthema obenan auf der Agenda.

Neu hinzugekommen ist auch die Kritik an der Drohnenpolitik der Regierungskoalition. Die feste Absicht des Verteidigungsministeriums, bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr zu bestellen oder herstellen zu lassen, erntet entschiedenen Widerspruch sowohl in der Friedensbewegung als auch in der Öffentlichkeit. Auch wenn aus Regierungskreisen verlautbart, die Entscheidung über Kampfdrohnen erst im kommenden Jahr fällen zu wollen: Für die Friedensbewegung bedeutet das, den Druck auf Berlin so weit zu erhöhen, dass die Regierung auf diesen neuen Aufrüstungsschritt verzichten muss. Kampfdrohnen sind verfassungsrechtlich und völkerrechtlich außerordentlich umstritten und würden die Schwelle zum Krieg führen weiter senken.

Die weiteren Themen der diesjährigen Ostermärsche sind “alt”, aber deswegen noch lange nicht erledigt. In allen Ostermarsch-Aufrufen werden die Auslandseinsätze der Bundeswehr (von Afghanistan bis Mali) verurteilt und Regierung und Bundestag an den Grundgesetz-Auftrag erinnert, wonach die Bundeswehr nur der Landesverteidigung zu dienen habe. Mittlerweile wird ihr Umbau zu einer weltweit einsetzbaren Interventionsarmee (“Armee im Einsatz”) zügig vorangetrieben. Die Friedensbewegung fordert den Abzug der Truppen aus den genannten Ländern sowie aus der Türkei. Der dortige “Patriot”-Einsatz verschärfe nach Ansicht der Ostermarschierer nur den Konflikt mit Syrien. Dasselbe würde auch die Beendigung des Waffenembargos der EU bedeuten. Jede äußere militärische Einmischung in den syrischen Bürgerkrieg erhöht das Leiden der Bevölkerung und birgt die Gefahr eines regionalen Flächenbrandes.

Auch im Konflikt um das iranische Atomprogramm mahnt die Friedensbewegung zu einer realistischen Politik der Deeskalation. Selbst wenn wir unterstellen, dass Teheran an der Entwicklung der Atombombe bastelt (was keineswegs belegt ist), könnte der Iran durch einen “Präventivkrieg”, wie in Israel und die USA wohl ins Auge fassen (Obama: “Alle Optionen liegen auf dem Tisch”) davon langfristig nicht gehindert werden. Die Friedensbewegung schlägt den einzig gangbaren und völkerrechtlich gebotenen Weg der Verhandlungen mit dem Ziel einer atomwaffenfreien Zone im Nahen Osten vor.

Neben den friedenspolitischen Themen der “großen Politik” werden die Ostermärsche auch Konflikte und Probleme “vor Ort” aufgreifen. Dazu zählen beispielsweise der Kampf gegen die immer aggressiver auftretende Werbung der Bundeswehr in Schulen oder auf Jahrmärkten, die Zurückweisung von Rüstungsforschung an den Hochschulen, der Protest gegen besonders markante Militäreinrichtungen wie etwa die in Büchel gelagerten US-Atomwaffen, das Drehkreuz Ramstein für die Interventionskriege der USA, die NATO-Kommandozentrale in Kalkar oder das im Aufbau befindliche Ausbildungszentrum der Bundeswehr für den Städte- und Guerillakampf in der Colbitz-Letzlinger Heide (bei Magdeburg).

All diesen ungeliebten Entwicklungen setzen die Ostermärsche ihre Forderung nach einer Kehrtwende der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik gegenüber. Die Friedensbewegung, so heißt es in vielen Aufrufen, verweigert sich dem Zwangsdenken von Kriegspropaganda, Kriegsdrohungen und Kriegen. Sie hält fest an der Vision von einer Welt ohne Atomwaffen, von einem entmilitarisierten Europa der Völkerverständigung, von einer Bundesrepublik, von deren Boden kein Krieg, sondern, wie es im 2+4-Einigungsvertrag heißt, “nur noch Frieden ausgeht”.

Die zahlreichen Friedensinitiativen und lokalen Bündnisse, welche die Ostermärsche vorbereiten, sind guter Dinge, dass die Teilnehmerzahlen wieder an das gute Vorjahresergebnis heranreichen. Sicher sind sich aber alle darin, dass die Ostermärsche notwendiger sind als je zuvor.

Für den Bundesausschuss Friedensratschlag:
Lühr Henken, Berlin
Peter Strutynski, Kassel

Appell: Keine Kampfdrohnen!

0

drohnen-kreis01-150x150

 

drohnen gross

 

 

 

Wir sind gegen die Etablierung einer Drohnentechnologie zur Kriegsführung, Überwachung und Unterdrückung.

Aktuell ist die Bundesregierung offenbar entschlossen, die Bundeswehr mit unbemannten bewaffneten Flugzeugen (Kampfdrohnen) auszustatten.

Wir lehnen Kampfdrohnen ab, weil ihr Einsatz

  • die Schwelle zu bewaffneten Aggressionen weiter senkt,
  • “gezielte” Tötung von Menschen innerhalb und außerhalb von Kriegen bedeutet – ohne Anklage, Verfahren und Urteil,
  • die Bevölkerung betroffener Landstriche terrorisiert und sie an Leib und Leben gefährdet,
  • die Entwicklung autonomer Killer-Roboter befördert und noch schrecklichere Kriege zur Folge hätte,
  • eine neue Rüstungsspirale in Gang setzt.

Wir fordern von Bundesregierung und Bundestag,

  • den Irrweg der Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen sowie die diesbezügliche Forschung und Entwicklung aufzugeben und
  • sich für ein weltweites Verbot und völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen einzusetzen.

(PDF)

Unterstützen!

Sie können diesen Appell:

Der Aufruf wird unterstützt von:

 

  1. Aachener Friedenspreis e.V.
  2. AKF – Arbeitskreis für Friedenspolitik
  3. AK Rüstungskonversion
  4. Aktion Freiheit statt Angst e.V., Berlin
  5. Antikriegshaus Sievershausen
  6. Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier
  7. Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, OG Hannover
  8. attac Berlin
  9. attac Lindau
  10. attac Magdeburg
  11. attac Tübingen
  12. Augsburger Friedensinitiative (AFI)
  13. Berliner Arbeitskreis Uran-Munition
  14. Berliner Bündnis Schule ohne Militär
  15. Brandenburg – Berliner Initiative für Zivilklausel gegen Rüstungs- und Militärforschung
  16. Bremer Friedensforum
  17. Bremische Stiftung Rüstungskonversion und Friedensforschung
  18. Bundesausschuss Friedensratschlag
  19. Bündnis für die Zukunft Hannover
  20. Bürgerinitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung e.V.
  21. BI OFFENe HEIDe
  22. CCC – Chaos Computer Club e.V.
  23. CODEPINK Germany
  24. Coop Antikriegscafe Berlin
  25. Deutscher Freidenker-Verband
  26. Deutscher Friedensrat e.V.
  27. DFG-VK Bundesverband
  28. DFG-VK Bremen
  29. DFG-VK Hamburg
  30. DFG-VK Kiel
  31. DFG-VK Landesverband Baden-Württemberg
  32. DIDF (Föderation demokratischer Arbeitervereine)
  33. digitalcourage e.V.
  34. Digitale Gesellschaft e.V.
  35. Dortmunder Friedensforum
  36. Emder Friedensforum
  37. Essener Friedensforum
  38. FBK Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba e.V.
  39. FIfF – Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.
  40. FIW Friedensinitiative Berlin-Wilmersdorf
  41. Forum Friedensethik (FFE) in der Evangelischen Landeskirche in Baden
  42. Forum Friedenspsychologie e.V.
  43. Frauennetzwerk für Frieden e.V.
  44. Frauen wagen Frieden
  45. Friedensbüro Hannover e.V.
  46. Friedensforum Duisburg
  47. Friedensinitiative Köln Sülz/Klettenberg
  48. Friedensinitiative Zehlendorf e.V.
  49. Friedenskreis Castrop-Rauxel
  50. Friedenskreis Lübeck/Herzogtum Lauenburg
  51. Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg
  52. Friedensplenum Tübingen/Antikriegsbündnis
  53. Friedenswerkstatt Kiel
  54. GBM – Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e. V.
  55. Gegenuniversität in Gründung ]GIG[ (Sub-Committee on the Integration of Humanities)
  56. GEW-Ausschuss für Friedenserziehung (GEW-Hamburg)
  57. Gruppen der Berliner Friedenskoordination
  58. Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e. V.
  59. Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg
  60. Hiroshima-Arbeitsgemeinschaft Kiel
  61. IALANA – Juristen und Juristinnen gegen ABC-Waffen – Für gewaltfreie Friedensgestaltung
  62. IFFF-WILPF – Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit
  63. ILMR – Internationale Liga für Menschenrechte
  64. IMI e.V. – Informationsstelle Militarisierung
  65. Informationsstelle für Friedensarbeit – Meckenheim (Information Bureau for Peace Work)
  66. Initiative “Kein Militär mehr”
  67. Initiative Nordbremer Bürger gegen den Krieg
  68. Initiative gegen Waffen vom Bodensee
  69. IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.
  70. IPPNW – AK Süd-Nord
  71. IPPNW – Regionalgruppe Hamburg
  72. Kasseler Friedensforum
  73. Kölner Friedensforum
  74. Kooperation für den Frieden
  75. Komitee für Grundrechte und Demokratie
  76. Kriwi – Unterstützung internationaler Kommunikation kritischer WissenschaftlerInnen und IngenieurInnen e.V.
  77. Landesverband Berlin im Deutschen Freidenker-Verband e.V.
  78. Lebenshaus Schwäbische-Alb
  79. Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus
  80. Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg
  81. NaturFreunde Deutschlands
  82. NatWiss – NaturwissenschafterInnen-Initiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit
  83. Occupy Hamburg
  84. Ökumenische Aktion Ohne Rüstung Leben
  85. Ökumenisches Zentrum für Friedens-, Umwelt- und Eine-Welt-Arbeit e.V.
  86. Offene Arbeit Erfurt, Basisgemeinde des Evang. Kirchenkreises Erfurt
  87. Ostermarsch Rhein Ruhr Komitee
  88. pax christi – Bistumsstelle Mainz
  89. pax christi München
  90. pax christi – Regionalgruppe Düren
  91. PPF – Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden
  92. RAV – Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein
  93. RüstungsInformationsBüro Freiburg – RIB e.V.
  94. Thüringer Friedenskoordination/Aktionskreis für Frieden e.V.
  95. VVN-BdA – Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten
  96. VVN-BdA Landesvereinigung NRW, Kreisvereinigung Düsseldorf
  97. Würselener Initiative für den Frieden
  98. ZAA Zusammenarbeitsausschuss der Friedensbewegung Schleswig Holstein

 

 

Appell von Friedens- und Bürgerrechtsgruppen: „Keine Kampfdrohnen!“

0

22. März 2013

 

Presseerklärung zur Veröffentlichung des AppellsKeine Kampfdrohnen!

 

 

Appell von Friedens- und Bürgerrechtsgruppen:

Keine Kampfdrohnen!

 

Veröffentlichung des Aufrufs von zahlreichen Gruppen, Initiativen und Vereinen

 

 

friedenZahlreiche Friedens- und Bürgerrechtsgruppen wenden sich zum heutigen Beginn der bundesweiten Ostermarschaktionen mit einem gemeinsamen Appell gegen die Etablierung von Drohnen bei Kriegseinsätzen, zur Überwachung und Unterdrückung. Der Appell “Keine Kampfdrohnen!” richtet sich an Bundesregierung und Bundestag und fordert dazu auf, weder bewaffnete Drohnen anzuschaffen noch in deren Forschung und Entwicklung weiter zu investieren.

 

 

Anfang März trafen sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Friedens- und Bürgerrechtsbewegungen in Hannover, um über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Ausrüstung der Bundeswehr mit unbemannten, bewaffneten Drohnen (sog. Kampfdrohnen) zu beraten. Anlass dazu gaben die in letzter Zeit sich häufenden Überlegungen aus Regierungskreisen zur Anschaffung dieser neuen Waffen.

 

Daraus hervor ging der bundesweite Appell “Keine Kampfdrohnen!”, der bereits zum jetzigen Veröffentlichungszeitpunkt von rund 80 Gruppen, Verbänden und Initiativen in der Bundesrepublik mitgetragen wird[1]. Das breite Bündnis besteht aus Organisationen der Friedens- und Bürgerrechtsbewegung, Kirchengruppen und Gewerkschaften sowie Bürgerinitiativen.

 

Die Kampagne zielt auf die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren, die durch die Aufrüstung mit Kampfdrohnen und Aufklärungsdrohnen verbunden sind und fordert konkret von Bundesregierung und Bundestag den “Irrweg” der Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen sowie die diesbezügliche Forschung und Entwicklung aufzugeben und sich für ein weltweites Verbot und die völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen einzusetzen. Zudem wird sich das Bündnis um eine stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Gruppen auf internationaler Ebene bemühen.

 

Das Bündnis ruft ab sofort zur namentlichen Unterstützung des Appells auf und stellt dafür Unterschriftenlisten[2] bereit. Auf dem Internetportal

www.drohnen-kampagne.de

werden zudem die zusätzliche Möglichkeit einer Online-Unterstützung des Appells[3] sowie Informationen und Materialien zum Thema Drohnen angeboten.

 

 

 

 

Presseansprechpartner finden sich bei jeder der diesen Appell unterstützenden Gruppen, alternativ sonst hier:

 

Laura v. Wimmersperg, Friedenskoordination Berlin, Telefon 030 / 78 23 382 oder 0160 / 99 85 57 75

Peter Strutynski, Bundesausschuss Friedensratschlag, Kassel, Telefon 0160 / 97 62 89 72

Christoph Marischka, Informationsstelle Militarisierung, Tübingen, Telefon 07071 / 49 154

Go to Top