Marxistisches Forum

Aktuelles aus und über Kuba Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba

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Aktuelles aus und über Kuba
Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba

www.fgbrdkuba.de

Wir möchten allen Leserinnen und Lesern ein gesundes und auch kämpferisches neues Jahr wünschen und uns herzlich für die Unterstützung Kubas und der in den USA ungerechtfertigt inhaftierten fünf Kubanern bedanken.
Unser Dank gilt insbesondere den Mitgliedern der Freundschaftsgesellschaft, den Autoren, den Organisationen und zahlreichen Einzelpersonen, den Spenderinnen und Spendern und anderen Unterstützerinnen und Unterstützern.
Ein schönes Jahr 2013 !

Veranstaltungen:

Cena Cubana
Freitag, 4. Januar 2013, 18:00 Uhr
Komm e.V., Untere Seitenstr. 1, 90429 Nürnberg
mehr: http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.html#cena-cubana

Cuban Shorts – Kubanisches Filmfestival
10.-17. Januar 2013, 21:00-23:30 Uhr
Moviemento Kino Berlin Kreuzberg, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin
In Kooperation mit dem Moviemento Kino präsentiert das Freie Museum Berlin ausgewählte Kurzfilme des “Festivals für Jungen Film” aus Kuba
Veranstalter: http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.html#cuban-shorts

Kuba auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz
Samstag, 12. Januar 2013, Einlaß ab 10:00 Uhr
URANIA-Haus, An der Urania 17, 10787 Berlin
Zu Gast: Luis Morlote
Präsident Kulturstiftung Hermanos Saiz, Abgeordneter der Nationalversammlung
Während der gesamten Konferenz: Informationsstände von Kuba-Solidaritätsgruppen im Foyer
Weitere Gäste sind unter anderem:
Ignacio Ramonet (Frankreich, Direktor Le Monde Diplomatique en Español, Ehrenpräsident ATTAC und Autor von “Fidel Castro – Mein Leben“.
Hernando Calvo Ospina (Kolumbien, Journalist, ehemaliger politischer Gefangener) Autor von “Im Zeichen der Fledermaus” und “Originalton Miami“.
Zudem wird es Grussadressen der Cuban Five, von Mumia Abu Jamal und weiteren in den USA inhaftierten politischen Gefangenen geben.
Während der gesamten Konferenz:
Informationsstände von Kuba-Solidaritätsgruppen im Foyer.
Kuba auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz: http://www.fgbrdkuba-berlin.de/infos/info/rlk.html
Programm: http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/topic/199.konferenz_2013.html
Die Konferenz wird durch die Tageszeitung junge Welt ausgerichtet.
Dein Abo fehlt! Jetzt die Junge Welt bestellen: http://www.jungewelt.de/abo/

Eco Mujer Treffen
18.-20. Januar 2013
Pegasus Hostel, Str. der Pariser Kommune 35, 10243 Berlin

mehr: http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.html#hamburg-kuba

Fortschritt durch Integration?
1. Februar 2013, 20:00 Uhr
Bürgerzentrum Villa Leon, Schlachthofstr. / Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg

mehr: http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.html#lateinamerikawoche

Kunstwettbeberb “Deine Krativität für Cuba”
Einsendungen bis zum 15. April 2013

Deine Kreativität für Cuba!
In einem Jugend-Kunstwettbewerb suchen wir Vorlagen für 2 Wandgemälde, die auf Cuba als Zeichen der Solidarität verwirklicht werden sollen. Das Thema lautet: “Solidarität mit Cuba – Grundrechte der Jugend”. Ob Gemälde, Graffiti, Reliefs, Gedichte, Fotos oder Computerdesigntes – alles wird im Wettbewerb angenommen. Weitere Themenanregungen:
Wie wollen wir leben? Kostenlose Bildung für alle, Recht auf Arbeit, Ausbildung, kostenlose Gesundheitsversorgung, Mitbestimmung und Demokratie – Grundrechte der Jugend verwirklichen!
Eine andere Welt ist möglich- Danke Cuba für dein Beispiel!
Solidarität mit den Cuban 5 – Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Contra el bloqueo! Wirtschaftsblockade gegen Cuba durchbrechen
Für Völkerfreundschaft – gegen Rassismus und Krieg! Internationale Solidarität am Beispiel Cuba
Unter allen Einsendungen bis zum 15. April 2013 werden tolle Preise vergeben. Teilnahmebedingungen unbedingt beachten!
Weitere Infos und mehr: http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.html#kunstwettbewerb

Weitere Veranstaltungen und Ausstellungen:

http://www.fgbrdkuba.de/termine/kalender.html

Spendenaufruf:
Hurrikan Sandy über Kuba
bis zum 25. Novermber konnten 15.000 Euro auf das von Kuba eingerichtete Konto zur Beseitung der Hurrikanschäden überwiesen werden. Der Spenden stand hat sich inzwichen dem Betrag von 18.000 Euro angenähert, so daß wir die folgenden 5.000 Euro bald anweisen können.
Die Berichterstattung über die Folgen des Hurrikan waren bis waren bis Mitte November im allgemeinen geprägt von einem gehörigen Mißverhäktnis. Siehe hierzu:
Hurrikan Sandy: Empörung über Schieflage der medialen Berichterstattung
http://www.npla.de/de/poonal/4017-hurrikan-sandy-empoerung-ueber-schieflage-der-medialen-berichterstattung-
«Sandy» in den Schweizer Medien – Zynische Nabelschau
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/medien/zynische-nabelschau-1.17763176
Inzwischen sind Meldungen über die Situation in den betroffenen Karibikländern und die weiterhin benötigte Hilfe insbesondere für Kuba aus der Presse gänzlich verschwunden.
Wir bitten weiterhin um Spenden auf das
Spendenkonto der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba:

Kto.-Nr. 123 6900
bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00
Stichwort: “Hurrikan Sandy”
Online-Spenden unter:
https://secure.spendenbank.de/kreditkarten/karte.php?oid=2663710
Spendenaufruf, Flyer, Berichte, Fotos, Videos:
http://www.fgbrdkuba.de/fg/fgtxt/fg20121027-spendenaufruf-hurrikan-sandy.html

Cuba kompakt:

Ausgabe November 2012
Keine einseitige Freisetzung, Alan Gross bleibt in Haft + Verkaufsverbot für Medical Instruments, 15 cubanische Kinder blind + 188 Länder gegen die Blockade + Cuba Kompakt kostet Geld + Neue Steuerpolitik ab 2013 + Wie war das mit dem Reggaeton? + Pharmaproduktion umstrukturiert
Seite 1:  http://www.fgbrdkuba.de/ck/ck2012-12-s1.pdf
Seite 2: http://www.fgbrdkuba.de/ck/ck2012-12-s2.pdf

Presse:
Blockade gegen Kuba
Die Folgen der US-amerikanischen Wirtschafts-, Finanz- und Handelsblockade gegen Kuba betrafen insbesondere mehrere Bankverbindungen zwischen Kuba und Finanzinstituten außerhalb der Vereinigten Staaten. Siehe hierzu unsere Schwerpunktseite:
Blockade gegen Kuba: http://www.fgbrdkuba-berlin.de/infos/info/blockade-gegen-kuba.html

Aktuelle Nachrichten aus und über Kuba

Nachrichten über die wirtschaftliche Entwicklung mit Ausblick auf das Jahr 2013, die außenpolitischen Beziehungen Kuba zu anderen Ländern Lateinamerikas, das VIII. Internationale Kolloquium für die Freilassung der Cuban Five, die ersten Ergebnisse der Volkszählung in Kuba, Berichte über die internationale Kubasolidarität und vieles mehr:

http://fgbrdkuba-berlin.de/presse/presse.html

Mitglied werden:
Aufnahmeantrag:
http://www.fgbrdkuba.de/gs/mitgliedsantrag.pdf

Internetseiten der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba

Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.

Regionalgruppen:

FG-Berlin,
FG-Frankfurt a.M,

FG-Essen,

FG-Göttingen,
FG-Stuttgart,

FG-Bonn

 

Marxistisches Forum am 20.07.2012

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Das nächste Marxistische Forum findet statt:

 

20. Juli 2012
Berlin, Karl-Liebknecht-Haus, Saal 1, 15.00 Uhr
Wohin geht DIE LINKE? – Das 120-Tage-Programm der Vorsitzenden und seine bisherige Umsetzung.

Referent: Uwe Hiksch, Sprecher Marxistisches Forum

Kommunistische Plattform (KPF): Es gibt keinen Grund, das Wort Spaltung in den Mund zu nehmen!

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4. Juni 2012

Erklärung des Bundessprecherrates der KPF zum Göttinger Parteitag

In der Ausgabe der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” vom 3. Juni 2012 können wir über den gerade beendeten Göttinger Parteitag lesen: “Gysi spricht die Gefahr der Spaltung offen aus. Wenn das so weiter gehe, dann wäre es besser, … ‘sich zu trennen, als eine in jeder Hinsicht verkorkste Ehe zu führen.’”

Oskar Lafontaine, der nach Gregor Gysi sprach, merkte hierzu an: “Es gibt keinen Grund, das Wort Spaltung in den Mund zu nehmen. Ich bitte Euch alle: Lasst dieses Wort in Zukunft weg! Ich will Euch auch sagen, warum. Die Geschichte der Arbeiterbewegung lehrt, eine Spaltung ist nur dann erforderlich, wenn gravierende programmatische Unterschiede festgestellt werden, wenn die Einen – ich erinnere an Liebknecht und Luxemburg – gegen Krieg sind und die Anderen für Krieg sind, wenn die Einen für den Abbau des Sozialstaates sind und die Anderen gegen diesen Abbau sind, dann hat man Grund, sich zu trennen, aber nicht, weil man da oder dort Befindlichkeiten hat. Das ist doch kein Grund, ein politisches Projekt infrage zu stellen!”

Wir stimmen diesen Worten Oskar Lafontaines zu, bis auf einen Einwand: Es geht nicht primär um Befindlichkeiten. Es geht schon um prinzipielle Meinungsverschiedenheiten. Die gab es in unserer Partei von Anbeginn – nicht erst seit 2007 – sondern spätestens seit dem Sonderparteitag 1989. Doch nur in bestimmten Phasen führte diese Pluralität unserer Partei zu Zerreißproben; dann nämlich, wenn es um sogenannte Richtungsentscheidungen ging. Das war im Januar 1995 der Fall, als führende Protagonisten der PDS auf der 1. Tagung des 4. Parteitages äußerten, wenn die seinerzeit 25-jährige Studentin Sahra Wagenknecht in den Parteivorstand gewählt würde, stünden sie nicht zur Verfügung. Das geschah 2000 in Münster, als es – nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal – um die Einzelfallprüfung von Militäreinsätzen ging. Das erlebten wir nach der Wahlniederlage von 2002 in Gera und 2003 auf jenem Parteitag in Berlin, als die in Gera gewählte Führung nach einer Monate währenden Kampagne abgewählt wurde. Es gab auch eine wesentlich härtere Bezeichnung für diesen Vorgang.

Es ging 1995, es ging in Münster, Gera und 2003 in Berlin nicht um Befindlichkeiten, sondern um grundsätzliche Differenzen, die im Grunde genommen bis heute existieren. Sie haben unsere Partei dennoch letztlich nicht daran gehindert, Fortschritte zu erzielen und das politische Profil zu stärken. Immer wieder besannen wir uns auf die Gemeinsamkeiten und praktizierten sie im politischen Alltag.

2004/2005 lagen die Anfänge der Fusion von PDS und WASG, die 2007 zur Vereinigung beider Parteien führte. In den letzten sieben Jahren war unser teils sehr erfolgreiches Wirken maßgeblich mit der Arbeit und Überzeugungskraft von Oskar Lafontaine verbunden.

Es ist heute weder die Zeit noch der Platz, die Krisen der PDS zu analysieren und einzuschätzen, wie es zur aktuellen Krise der LINKEN gekommen ist. Diese Arbeit ist noch zu leisten, wenn wir für die Zukunft lernen wollen.

In Göttingen ist der große Crash abgewendet worden. Durch die Wahl Bernd Riexingers wurde wohl vermieden, dass sich womöglich beträchtliche Teile der im Westen organisierten LINKEN mit immensen Folgen aus der Partei verabschieden und dass es im Osten ebenfalls konzentriert Parteiaustritte gibt. Das Wahlergebnis war relativ knapp: Dietmar Bartsch erhielt etwas über 45 Prozent der abgegebenen Stimmen und Bernd Riexinger etwa 53 Prozent. Ein Kräfteverhältnis übrigens, aus dessen Widersprüchlichkeit sich vor allem ableitet, dass nur Miteinander gearbeitet werden kann.

“Wenn Teile der Partei”, so drückte es Klaus Ernst aus, “mit der neuen Führung genauso umgehen wie mit der alten, dann werden wir wieder ein Problem haben.”

Wir werden erleben, was in den kommenden Wochen und Monaten geschehen wird, wie sich insbesondere der neugewählte Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn und der wiedergewählte Bundesschatzmeister Raju Sharma engagieren, damit durch den Parteiapparat wesentliche Voraussetzungen für eine qualifizierte Vorstandsarbeit gewährleistet werden. Wir werden erleben, ob der neugewählte Vorstand sachorientiert arbeitet oder sich – wie viel zu oft in der Vergangenheit von PDS und LINKEN – von den bürgerlichen Medien die Selbsteinschätzung und die daraus resultierenden Konsequenzen diktieren lässt.

Die Vertreter der KPF auf dem Bundesparteitag waren sich einig, dass sich – bei allem Vergleichbaren – die aktuelle Krise der Partei nicht mit früheren gleichsetzen lässt. Es geht unseren politischen Gegnern nicht mehr in erster Linie darum, uns permanent Anpassungsdrücken auszusetzen und uns so möglichst zu “entzaubern”. Es geht mittlerweile um Liquidationsprozesse, da die Herrschenden auf Grund ihrer eigenen Lage prinzipiellem Widerstand die strukturellen Möglichkeiten nehmen wollen. Da wird mit allem Möglichen Druck gemacht, und manche Steilvorlage hierfür kommt aus den eigenen Reihen. Es geht um unsere weitere Existenz.

Und noch eine Anmerkung: Es war – gelinde gesagt – wenig hilfreich, dass die Bundesschiedskommission inszenatorisch, vor laufenden Kameras, faktisch ihren Bankrott erklärte, und somit den Eindruck vertiefte, die Partei sei weitgehend marode. Wir werden in diesem Kontext und in anderen Zusammenhängen erleben, wie die Mainstream-Medien in der Zeit bis zu den Bundestagswahlen ihre jetzt schon maßlose Hetze gegen DIE LINKE womöglich noch steigern werden.

Wenn die Partei dem nicht offensiv entgegentritt, vor allem durch gute Arbeit im Alltag aber ebenso durch Aufklärung über die Rolle der gewaltigen Medienkonzerne – dann wird es eng.

Wir werden als Kommunistinnen und Kommunisten in der Partei alles uns Mögliche tun, damit der neugewählte Parteivorstand seine Verantwortung auf der Basis des Erfurter Programms realisieren kann.

Protest: Für ein soziales Europa – Nein zum Fiskalpakt, 29.03.12, 8.30 vor Bundestag

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Die NaturFreunde und viele andere Gruppen rufen dazu auf, Nein zum Fiskalpakt zu sagen. Wir solidarisieren uns mit der Bevölkerung in den europäischen Ländern, die gegen Lohnraub und Sozialabbau demonstrieren und zeigen direkt am Bundestag, dass wir gegen Fiskalpakt, ESM und ESF protestieren. Wir fordern das sofortige Ende der krisenverschärfenden Kürzungspolitik und fordern den Deutschen Bundestag auf, die Ratifizierung des ESM-Vertrags sofort zu beenden.

 

 

Mit dem Druckmittel der Schuldenbremse soll europaweit der Sozialabbau forciert werden. Der Fiskalpakt wird den Ländern der EU nicht aus der Krise helfen. Im Gegenteil: Die Spardiktate hebeln demokratische (Haushalts-)Rechte aus und beschleunigen die Verarmung der Bevölkerung noch weiter. Die neoliberale Politik der Bundesregierung dient einzig der Stabilisierung der Banken und der Sicherung der deutschen Exportoffensive. Die Massenarmut immer größerer Teile der Bevölkerung wird hierfür bewusst in Kauf genommen.

Wir wollen unseren Protest und unsere Solidarität mit den kämpfenden Menschen in der EU vor dem Deutschen Bundestag zeigen und damit deutlich machen: Wir wissen, dass die Verantwortlichen für die Krise vor allem in Berlin und Brüssel sitzen!

 

 

Kommt deswegen Alle zum Protest gegen den Fiskalpakt  am 29.03.12 um 8.30 Uhr vor dem Bundestag (Ecke Ebertstraße)


Solidarität mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern statt Spardiktate und Bankenrettung!


 

Gebt diese Info weiter!

 

 

 

 

Bei ver.di findet Ihr den Aufruf hier:

http://berlin.verdi.de/veranstaltungen_und_termine/29_03_2012-kundgebung-gegen-den-fiskalpakt

Antikapitalistische Linke: Widerständigkeit – Opposition – Antikapitalismus: Für einen Kurs zur sozialistischen Massenpartei

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Widerständigkeit – Opposition – Antikapitalismus
Für einen Kurs zur sozialistischen Massenpartei

 

 

 

AKL-Erklärung auf der Bundeskonferenz am 15.1.2012 in Berlin

http://www.antikapitalistische-linke.de/article/461.widerstaendigkeit.html

Das Jahr 2011 war das Jahr der tiefen und strukturellen Krisen des Kapitalismus – und das auf allen Ebenen. Kein Tag verging, an dem die brennende Notwendigkeit einer linken Partei mit einer grundsätzlich alternativen gesellschaftlichen Perspektive nicht unterstrichen wurde.

1. Krise des Kapitalismus

Wir erleben die Fortsetzung einer schweren und in fast allen Teilen des Weltmarktes synchron ablaufenden Kapitalverwertungskrise. Nachdem die Folgen der Überakkumulation von Kapital und das Platzen der gigantischen Spekulationsblase im internationalen Spekulationsgeschäft mittels “Rettungspaketen”, “Konjunktur-Programmen” und Verstaatlichung von Bankenrisikokapital eingedämmt wurden, war die Folge absehbar: Die Verstaatlichung der Schuldenberge führt zur rasant steigenden Verschuldung der Staaten. Heute wird von den Kapitalverbänden und ihren Regierungen die zweite Phase eingefordert und organisiert: Die Verstaatlichung der Schulden soll in eine dauerhafte Vergesellschaftung umgewandelt werden, indem harte Kürzungsprogramme der staatlichen Haushalte auf Kosten der Mehrheit der lohnabhängigen und erwerbslosen Bevölkerung aufgezwungen werden. Das, was die Ideologen des Kapitalismus und ihre Presse als “Eurokrise” oder “Schuldenkrise” bezeichnen ist in Wahrheit nichts als eine Strategie des Finanzkapitals, um seine Pfründe und Anlagemöglichkeiten zu retten. Sein Ziel ist die nächste Runde in der Umverteilung gesellschaftlicher Reichtümer zugunsten der obersten 10 000 und damit die Fortsetzung und Wiederholung dessen, was am Anfang der gut zwei Jahrzehnte langen Überakkumulationsphase des Kapitals stand.

Auf der Strecke bleibt die bisher aufwändig gepflegte demokratische Bemäntelung der kapitalistischen Klassenherrschaft. Politische Parteien degenerieren zu reinen Klientel-Vereinen, deren einziger Programmpunkt darin besteht, die angeblichen “Sachzwänge” weg- oder schönzureden und in allen Sprachen “There is no alternative” zu verkünden. Parlamente und demokratisch gewählte Regierungen werden entmachtet und durch “Krisengipfel” und “Expertenregierungen” ersetzt, in denen die Kapitalvertreter das direkte Sagen haben. In der EU wird dies gekoppelt mit einer allen – auch vorher schon undemokratischen und abzulehnenden – Vertragsgrundlagen widersprechenden Diktatur der reichen Staaten über die armen. Die Aufhebung der Souveränität durch die insbesondere vom deutschen Kapital aufgezwungenen Kürzungsverträge berauben die Bevölkerung nicht nur ihrer ökonomischen, sondern auch ihrer politischen Errungenschaften.

Seit Jahren warnen AntikapitalistInnen vor den Wesensmerkmalen dieser neoliberalen EU. Dass sich unsere Befürchtungen so schnell und so heftig bewahrheiteten, ist kein Grund zur Freude. Auch dem letzten “Europhoriker” dürfte mittlerweile klar sein, dass im Kampf für Frieden, Völkerverständigung und soziale Gerechtigkeit diese EU nicht etwa Teil der Lösung, sondern Teil des Problems ist. An diesem Krisenszenario gibt es aus Sicht der LINKEN nichts zu regulieren oder mitzugestalten. Die Alternative heißt jetzt nicht mehr oder weniger Europa, sondern ein anderes, ein besseres Europa. Die derzeitigen EU-Verträge sind für ein solches Europa ungeeignet. Wir fordern eine Neugründung der EU, sowie eine Generalrevision der EU-Verträge. Dafür steht nur DIE LINKE.

Wir finden: Die Kosten der Krise sollen diejenigen bezahlen, die sie verursacht haben. Statt einer Umverteilung von unten nach oben ist eine Umverteilung von oben nach unten erforderlich – über Steuerpolitik und gewerkschaftliche Lohnkämpfe. Die wesentlichen Akteure in diesem Spiel – Großbanken, Versicherungen, Spekulanten – sowie die strukturbestimmenden Konzerne der Weltwirtschaft müssen entmachtet, entflochten und gesellschaftlicher Kontrolle unterstellt werden. Die Staaten müssen endlich von der Diktatur der Finanzmärkte befreit werden. Die Spielzeuge der Casinokapitalisten – Derivatehandel, Leerverkäufe, Kreditverbriefungen und wie der ganze Plunder sonst noch heißt – gehören verboten.

2. Stoppt den Krieg

Krisen im Kapitalismus bedeuten immer Erhöhung der Kriegsgefahr. Die bewaffneten Streitkräfte der kapitalistischen Staaten haben im letzten Jahr neue Kapitel der Missachtung des Völkerrechts aufgeschlagen. Die neokolonialistische Einmischung in afrikanische Staaten (Elfenbeinküste, Sudan u..a.), der Krieg in Libyen und die Drohungen gegen den Iran – sie alle sind ein Hohn auf das Völkerrecht. Gleichzeitig sind sie immer auch ein Kräftemessen der sich in härtester Konkurrenz gegenüberstehenden Nato-”Partner”, wer militärisch und später ökonomisch in den jeweiligen Ländern das Sagen hat.

DIE LINKE setzt den Kriegsvorbereitungen gegen Syrien und den Iran entschiedenen Widerstand entgegen. Wir weisen in diesem Zusammenhang alle Verleumdungsversuche gegen die UnterzeichnerInnen des Aufrufs ‘Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargo beenden’ zurück. Diese Verleumdungsversuche sind Teil der Kriegslügen.

Trotz Abzugspropaganda geht der Krieg in Afghanistan weiter und auch in anderen Regionen geht die Bundeswehr für deutsche Wirtschaftsinteressen über Leichen. Die Pläne der EU-Militärmission ATALANTA, Piraten in Somalia künftig auch an Land zu bombardieren, zeigen, dass auch die europäischen Eliten in ihrer Kriegsführung immer mehr Tabus ablegen. Massaker wie das von deutschen SoldatInnen mit verantwortete im afghanischen Kundus 2009 drohen zur Normalität zu werden.

Die LINKE ist immer nur so stark wie sie in Fragen des kapitalistischen Krieges hartnäckig Opposition bleibt. Bisher hat jede Zähmung einer linken, oppositionellen Partei mit dem Einknicken und Relativieren gegenüber bewaffneten Aktionen der herrschenden Klasse begonnen. Eine “Weltinnenpolitik” und “humanitäre Kriegseinsätze” darf es mit der LINKEN deshalb niemals geben. Wir werden uns auch 2012 gegen diese blutige Normalität, sowie gegen jedwede Versuche, unsere Partei zu “normalisieren” zur Wehr setzen. “Nie wieder Krieg!” bleibt einer der wichtigsten Leitsätze unserer Politik. Zu Einsätzen der Bundeswehr sagt DIE LINKE generell Nein. Das muss nicht im Einzelfall geprüft werden. Das gilt auch für den Einsatz von EU-Battle-Groups. Wir wollen nicht nur die Abschaffung der Wehrpflicht, sondern eine Abschaffung der Armee.

Zudem setzen wir uns dafür ein, dass die BRD ihre NATO-Mitgliedschaft unverzüglich kündigt. Sämtliche – deutsche wie ausländische – Militärbasen müssen schnellstmöglich geschlossen werden!

3. Nachhaltigkeit und Solidarität

Die Kriege und Kriegsdrohungen gegen die rohstoff- und ölreichen Regionen der Welt, die furchtbare Katastrophe in Fukushima bei der Nutzung der Atomenergie und die auch 2011 fortgesetzte Kette von folgenlosen Großtreffen aller Regierungen Welt zur Begrenzung der Klimagefahren haben eines gemeinsam gezeigt: Die kapitalistische Weltwirtschaft mit ihrem von Konkurrenz und privaten Profit geprägten Produktions- und Konsummodell treibt unaufhaltsam in eine existenzielle Energiekrise hinein, die die Grundlagen jeglichen gesellschaftlichen Lebens gefährdet. Die Alternative dazu ist weder ein “grüner Kapitalismus” noch ein “kleiner und am Großwerden gehinderter Kapitalismus”. Wir haben heute die Chance und die Aufgabe, ein neues, auf den Prinzipien der demokratischen Planung, der Nachhaltigkeit und der Solidarität beruhendes Gesellschaftsmodell zu propagieren und zu praktizieren – das muss das Leitbild einer neuen sozialistischen Massenpartei werden.

Das Jahr 2011 hat in Deutschland ein kleines Modell unseres Politikverständnisses zum Teilerfolg gebracht. Nur die Existenz einer hartnäckigen, stets Nein-sagenden und alle erforderlichen Strukturen einer selbstbestimmten Kultur eigenständig entwickelnden Massenbewegung hat zum Einknicken der Energiegroßkonzerne und ihrer Regierung in der Atomenergiefrage geführt. Die LINKE muss eine Partei der sozialen Bewegungen bleiben – das ist wichtiger als irgendwelche “Bündnisoptionen” für Regierungen.
Die LINKE muss in 2012 an der Seite der Anti-AKW-Bewegung stehen und dafür sorgen, dass ihr der Erfolg nicht durch eine weitere Verschleppung des Atomausstiegs, durch neue Vormachtstellung der Konzerne bei Ausbau der alternativen Energien und durch Spar- und Entlassungspläne bei den Beschäftigten der Energiekonzerne wieder genommen wird.

4. Delegitimierung des herrschenden Politikbetriebes

Das Personal der herrschenden Klasse ist ein Abbild der Krisen des Kapitalismus. Die Affären um Karl-Theodor zu Guttenbergs Plagiat und Christian Wulffs Kredit verdeutlichen die Abgehobenheit und Arroganz der Herrschenden. Doch Wulff ist nur die Spitze des Eisberges. Der Klüngel aus politischen Funktionsträgern und Wirtschaftsbossen liegt in der Natur des kapitalistischen Systems.

Die Menschen wenden sich immer mehr von diesem korrupten, prinzipien- und hoffnungslosen professionellem Politikbetrieb ab. Es hängt hauptsächlich von der Existenz einer glaubwürdigen linken Partei und alternativen gesellschaftlichen politischen Eingriffsmöglichkeiten für diese Menschen ab, ob sie sich wieder für die Zukunft und sich selbst engagieren oder ob sie in Atomisierung und Ohnmachtsgefühlen verbleiben. Eine “andere”, eine linke Partei ist gleichzeitig das wirksamste Mittel zu verhindern, dass braune, rassistische und antisemitische Banden noch mehr Zulauf erhalten.

Die LINKE darf sich deshalb nicht gemein machen mit der feinen Gesellschaft, die das Bestehende abfeiert und die Nase rümpft über den unzufriedenen Pöbel, die gleichzeitig die Hand aufhält und sich gegenseitig die Pfründe zuschachert. Die LINKE darf sich angesichts der Krisen des Personals der Herrschenden nicht in eine Allianz einbinden lassen, die “das Ansehen des Staates”, “den Respekt vor dem Amt”, die “Gemeinschaft der Anständigen” und wie die elenden Floskeln auch heißen mögen, verteidigen will und in jede Wohnstube und jede Talkshow hineinträgt. Die LINKE muss diese Symptome der Krise erklären und ausdrücklich die Legitimierung des herrschenden Politikbetriebes bekämpfen und in Frage stellen.

5. Nie wieder Faschismus

Die Nazimorde haben viele Menschen schockiert, aber wie zu erwarten war, packt die Regierung das Problem nicht an der Wurzel. Die bürgerlich kapitalistische Gesellschaft hat schon immer die rassistischen Terrorbanden geduldet und als “Einzeltäter” verharmlost. In der kapitalistischen Gesellschaft werden biologistische Menschenbilder wie der Sozialdarwinismus zugrunde gelegt, um ökonomisch nicht “verwertbare” Menschen politisch und sozial auszugrenzen. Damit wird die Grundlage geschaffen, an die FaschistInnen anknüpfen können.

In “normalen” Zeiten gehört zu ihrer Duldung gleichzeitig die Empörung und Abgrenzung gegenüber diesen Banden, die aber in “unnormalen” Zeiten fließend verschwinden, wenn die rechten Terrorbanden ihr schmutziges Geschäft gegen Linke, GewerkschafterInnen und soziale Dissidenten verrichtet.

Deshalb fordert DIE LINKE zurecht die Abschaltung aller V-Leute des “Verfassungsschutzes” aus der NPD, um ein erfolgreiches Verbotsverfahren auf den Weg bringen zu können, sowie die Auflösung der Geheimdienste. Wir fordern ein Verbot aller faschistischer Organisationen. Die großen Mobilisierungen von Dresden, Dortmund, Köln und anderswo haben bewiesen, dass nur eine breite antifaschistische Bewegung den rechten Spuk vertreiben und gleichzeitig die Menschen in neuer, solidarischer gesellschaftlicher Praxis zusammenführen kann. Wir haben in 2012 in dieser Hinsicht noch viel zu tun.

6. Mittendrin im Widerstand

Für die LINKE als Partei war 2011 kein gutes Jahr. Ihre gesellschaftliche Ausstrahlung und in Folge dessen auch der Zuspruch bei Parlamentswahlen hat nachgelassen. Die LINKE wird im Kindesalter von 5 Jahren von immer mehr Menschen bereits als Bestandteil des Establishments der Alten angesehen. Aus der Partei heraus munitionierte Mediendebatten der Selbstbeschäftigung und der Angriffe gegen Vorsitzende und Führung haben die Partei geschwächt. Dieser Trend muss durchbrochen werden. Programmatische Kühnheit und Frechheit im Auftreten müssen die Erkennungsmerkmale der LINKEN sein. DIE LINKE muss als Mitgliederpartei auf allen Ebenen sichtbarer und präsenter werden. Die parlamentarische Arbeit muss aus ihrer immer mehr zunehmenden Abgehobenheit in der Seifenblase des Parlamentarismus befreit werden. Hierfür ist eine Strömung wie die Antikapitalistische Linke heute unerlässlich.

Das Leitbild der Linken wird heute in vielen gesellschaftlichen Bereichen aufgegriffen, aber nicht mit der Partei die LINKE zusammengebracht. Immer mehr Menschen wehren sich gegen Sozialabbau und Perspektivlosigkeit. Die weltweite Occupy-Bewegung, Generalstreiks in Griechenland, Italien und Großbritannien, sowie zarte Pflänzchen von Klassenkämpfen auch in Deutschland (z.B. Charité-Streik in Berlin) und nicht zuletzt die Anti-Atom-Proteste in Frankreich und Deutschland öffnen Wege für eine Entwicklung jenseits kapitalistischer Ausbeutung. Am 18.2.2012 wird es hoffentlich ein drittes Mal gelingen, den jährlichen Naziaufmarsch in Dresden zu verhindern. Das sind die Strukturen, aus denen eine politische Oppositionskraft erwachsen kann und muss, für die Programm und Partei der LINKEN dann eine Heimat sein könnten.

Aufgabe der Partei DIE LINKE ist es, Teil dieser Bewegungen zu sein und ihnen eine Stimme zu geben, jedoch ohne sie zu instrumentalisieren. In solch geschichtsträchtigen, krisengeprägten Zeiten braucht es eine starke, antikapitalistische Partei DIE LINKE, die sich nicht durch Medienkampagnen in interne Auseinandersetzungen führen lässt, sondern offensiv dem Kartell aus Regierung und Wirtschaftselite die Stirn bietet.

Das Erfurter Parteiprogramm bietet dafür eine angemessene Grundlage. Auch der neue Parteivorstand, der im Juni 2012 in Göttingen gewählt werden wird, muss diesen Anforderungen entsprechen. Wir setzen uns ein für eine demokratische Streitkultur, für eine Diskussion mit- statt gegeneinander.

Der Vorstand muss den entschlossenen Kampf gegen die genannten Missstände verkörpern. Ein Vorsitzender, der für die Anbiederung an die SPD steht und dem es an jedwedem Klassenstandpunkt fehlt, kommt daher für die AKL nicht in Frage. DIE LINKE muss weiterhin “mittendrin” stehen im Widerstand gegen Krieg und Sozialabbau. Dieses “Mittendrin” hat zur Folge, dass unsere Partei im Bundestag “allein gegen alle” steht. Das ist alles andere als eine Schande oder ein Manko, da nur DIE LINKE konsequent die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung vertritt. Die AKL setzt sich dafür ein, dass DIE LINKE diese Rolle künftig noch konsequenter ausfüllt.

Kommunistische Plattform: Es gilt das Erfurter Programm von 2011

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Fünf Überlegungen des KPF-Bundessprecherrates zur Erklärung von Dietmar Bartsch vom 30.11.2011

»Der neue Parteivorstand«, so heißt es im Beschluss der 1. Tagung des 2. Parteitages der Par-tei DIE LINKE in Rostock am 15. und 16. Mai 2010, »übernimmt nach der Gründungsphase Verantwortung für die weitere Stabilisierung und das Zusammenwachsen der Partei und ihre Verankerung in der Gesellschaft. Er begleitet eine identitätsstiftende Programmdebatte in den Landesverbänden und organisiert mit Ihnen gemeinsam die kommenden Wahlkämpfe. Vor ihm steht die Herausforderung, zentrale Kampagnen zu führen und unser politisches Profil als Partei der sozialen Gerechtigkeit, der Demokratie, des Antifaschismus und des Friedens zu schärfen. »Für einen Politikwechsel – DIE LINKE stärken«, so war das Rostocker Arbeits-programm überschrieben.

In seiner Erklärung vom 30. November 2011 »Bei einem Mitgliederentscheid kandidiere ich für den Vorsitz der Partei DIE LINKE« schreibt Genosse Dietmar Bartsch: »Wir sind der Grundorientierung unseres Rostocker Parteitages nicht gefolgt, haben diesen Kurs nicht gehalten«.

Diese Feststellung wird nicht belegt. Das geht in dieser Absolutheit auch gar nicht. Wir hatten eine identitätsstiftende Programmdebatte, einen guten Programmparteitag und eine, hinsicht-lich der Führungsqualitäten verschiedener Landesvorstände durchaus unterschiedlich zu be-wertende, aber dennoch erfolgreiche Urabstimmung über das Programm. Und: Die Landesverbände haben – unter den Bedingungen schlimmster Hetze gegen unsere Partei – die Wahlkämpfe organisiert. Wir wissen, die Unzufriedenheit mit den 2011 erzielten Wahlergeb-nissen ist beträchtlich. Unsere Sicht darauf ist differenzierter. Wir äußerten uns dazu am 19. November auf der KPF-Bundeskonferenz und beschränken uns hier nur auf die entsprechen-den Kerngedanken.

Zu den Wahlkämpfen 2011

Wir zogen im Februar 2011, wenngleich mit Verlusten, erneut in die Hamburger Bürgerschaft ein. Auch die im März erzielten Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt waren nicht unbefriedigend.

Trotz der unerhörten antikommunistischen Hetze gelang es unseren politischen Gegnern zu Jahresbeginn nicht im gewünschten Maße, den Eindruck zu erwecken, die LINKE agiere jen-seits der Interessen ihrer potentiellen Wählerinnen und Wähler. Noch sechs Landtagswahlen und die Kommunalwahlen in Hessen und Niedersachsen standen da bevor. Die Ergebnisse bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz konnten nicht der Kommu-nismusdebatte angelastet werden. Natürlich lagen Ursachen für den Nichteinzug in die Parlamente auch in den jeweiligen Landesverbänden. Unleugbar war jedoch, dass die schrecklichen Ereignisse in Japan den Wahlkampf überschatteten und merklich zu den glänzenden Wahler-gebnissen der Grünen beitrugen. Anders hätte es aussehen können, hätten wir bei den Bürger-schaftswahlen in Bremen eine Schlappe erlitten. Doch auch hier gelang uns, wenngleich ebenfalls mit Verlusten, der Wiedereinzug in die Bürgerschaft.

Am 4. September wurde der Landtag in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Dort erzielte die LINKE ein besseres Ergebnis als bei den Wahlen 2005. Offenbar ist sie für viele Menschen im Alltag unverzichtbar – auch im Kampf gegen die Nazis. Und die Erinnerung an Sünden der Partei im Rahmen ihrer Regierungsbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern von 1998 bis 2006 war offenbar ein wenig verblasst. Nicht so in Berlin.

Nimmt man die Wahlergebnisse für unsere Partei im Jahr 2011 in ihrer Gesamtheit, so lässt sich ohne Zweckoptimismus sagen, dass es – ohne die Verluste klein reden zu wollen – erstaunlich ist, dass wir uns trotz einer Hetze, die sich andere Parteien im Land schlicht nicht vorstellen können, letztlich behauptet haben. Das zeugt von Unverwechselbarkeit zumindest in einigen Grundfragen und vom Vertrauen nicht weniger Menschen, dass die LINKE trotz all ihrer Unzulänglichkeiten, trotz eines beträchtlichen Maßes an Opportunismus eines Teils ihrer Protagonisten, sich als einzige der in den Parlamenten vertretenen Parteien mit einer gehörigen Portion sozialer und friedenspolitischer Kompetenz für das einsetzt, wofür sie gewählt wurde.

Koalitionsoption um den Preis der Selbstaufgabe

Wir haben, um noch einmal auf den Rostocker Parteitag zurückzukommen, unser Profil als Partei der sozialen Gerechtigkeit, der Demokratie, des Antifaschismus und des Friedens durchaus weiter ausgeprägt. Inzwischen haben sich – auf den Oppositionsbänken – insonderheit die SPD und die Grünen einige unserer elementaren Forderungen zu eigen gemacht. Im Wesentlichen im Widerspruch zu dem, was sie in ihrer Regierungszeit an Asozialem, Undemokratischem und Friedensfeindlichem durchgesetzt hatten. Doch in der Politik lebt man nie von originären Verdiensten und je länger Betrügereien zurückliegen, desto eher fallen sie dem Vergessen anheim. Diese Erfahrung wird von der LINKEN ungenügend berücksichtigt. Und mehr als das: Mit Rücksicht auf Koalitionsspekulationen für 2013 ziehen es manche Protagonisten in unserer Partei vor – statt der Wahrheit über zehn Jahre Rot-Grün und Rot-Schwarz die Ehre zu geben – über kaum etwas anderes zu reden, als über unser vermeintliches und manchmal auch reales Versagen. Doch dieses an Selbstaufgabe grenzende Verhalten hat nicht der Bundesvorstand zu verantworten, sondern all diejenigen in der Partei, die Kritik an der SPD mehr fürchten als eigene Identitätsverluste.

Nehmen wir die Feststellung in der Bartsch-Erklärung: »… gerade in unsicheren Zeiten wollen die Menschen wissen, wohin die Reise mit einer Partei geht. Und Druck auf die SPD ausüben zu wollen, damit sich die wieder an ihre alten Tugenden erinnert, das ist keine Basis für dauerhaften Erfolg.« Tatsächlich reicht dieser Druck nicht aus; aber eine wesentliche Voraussetzung für unsere eigene Glaubwürdigkeit ist er schon. Rot-Grün hat Deutschland wieder zu einer kriegsführenden Nation gemacht.
Rot-Grün hat die Hartz-Gesetze eingeführt. Rot-Grün hat wesentliche Maßnahmen des Demokratieabbaus zu verantworten. Wer darüber kaum reden will und zugleich das eigene neue Parteiprogramm bestenfalls halbherzig akzeptiert, darf sich nicht darüber beschweren, wenn über DIE LINKE immer weniger gesprochen wird.

Chemnitz 2003 und Erfurt 2011

Dietmar Bartsch meint, das Parteiprogramm biete eine Grundlage für Zusammenarbeit in der Partei und sagt zugleich: »Nun wird das Programm auf seine Politikfähigkeit getestet. Wir sagen, was wir wollen. Wenn wir allerdings nicht glaubwürdig zeigen, wie wir unsere Ziele erreichen können, werden uns nur wenige auf dem Weg der Veränderung folgen. Auf solche Zeichen warten viele unserer Anhängerinnen und Anhänger seit der letzten Bundestagswahl.« Das klingt, als hätten wir seit September 2009 nichts ernsthaftes mehr getan. Und was noch problematischer ist: Wer es so verstehen will, kann zu der Annahme kommen, die antikapitalistische Kritik im Programm und die Forderung nach einem Systemwechsel seien wertlos, weil wir gegenwärtig nicht überzeugend den Weg aufzeigen können, wie wir zu unserem Ziel – einer sozialistischen Gesellschaft – gelangen. Einer solchen Sichtweise zu folgen, käme dem Verzicht auf jegliche, über die Grenzen des Kapitalismus hinausweisende Gesellschaftsvorstellungen gleich. Und noch etwas: Bartsch‘s Position zum Parteiprogramm scheint von ZweiKommunistische Plattform der Partei DIE LINKE feln dominiert. Das Programm muss nicht erst auf seine Politikfähigkeit getestet werden. Es ist nicht zuletzt das Ergebnis einer seit Beginn des Fusionsprozesses 2004/2005 zunehmend antikapitalistischeren Politik. Und auch dieser faktische Richtungswechsel – weg vom Kryptischen des Programms von 2003 – war nicht dem etwaigen Voluntarismus einzelner Protagonisten der jetzigen Programmlinie geschuldet, sondern entsprach und entspricht den gesellschaftlichen Entwicklungen. Oskar Lafontaine hat diesen Entwicklungen eine adäquate politische Linie gegeben. Als nicht politikfähig hatte sich das Programm von 2003 erwiesen. Die Chance des Geraer Parteitages vom Oktober 2002, eine wirklich sozialistische Oppositi-onspolitik einzuleiten, wurde vertan – und nicht umsonst ging dem Chemnitzer Programmparteitag vom November 2003 im Juni desselben Jahres ein Sonderparteitag in Berlin voraus, auf dem der in Gera gewählte Parteivorstand entmachtet wurde.

Vielleicht will ja Dietmar zu den Programmpositionen von 2003 zurück? Nicht umsonst beruft er sich auf Dieter Klein. Der habe »dieser Tage beim ›Nachdenken über eine zeitgemäße Erzählung der Linken‹ dafür Anstöße gegeben und ein Viereck für ein emanzipatorisches Gesellschaftsprojekt genannt: Umverteilung von Lebenschancen und Macht; sozialökonomischer Umbau; partizipative Erneuerung der Demokratie; internationale Kooperation, Solidarität und Sicherheit.« Die Eigentumsfrage wird in dieser Aufzählung ebenso wenig gestellt wie die Forderung nach einem Systemwechsel; vergeblich sucht man den Begriff »Frieden«.

Bundestagswahlen 2013

Auch auf dieser Basis will Dietmar Bartsch die Bundestagswahlen 2013 vorbereiten. »DIE LINKE [muss] mit ihrer Politik präsent sein – eigenständig und bündnisfähig zugleich, mit-tendrin statt allein gegen alle.« Aber unser Credo ist nicht »Allein gegen alle.« Das Credo der anderen lautet: »Alle gegen die Linken, DIE LINKE eingeschlossen.« Natürlich würden die etablierten Parteien auf diese Position verzichten, würden wir uns ihren Standpunkten anpas-sen: Sie kritisieren die stetig zunehmende Destruktivität des Kapitalismus als dessen Aus-wüchse. Sie vermitteln die Illusion, dass der Kapitalismus ein menschliches Antlitz hätte, ohne diese Auswüchse. Und die führen sie auf das Versagen der Politik und auf die menschli-che Gier zurück. Letztere sei allen zu eigen – den Wallstreet-Zockern besonders, aber eben auch den Hartz-IV-Empfängern.

Würden wir uns dieser Art Kapitalismus-Kritik anpassen, so wären wir »Willkommen im Club«. »Antikapitalismus reicht nicht«, umschreibt Dietmar Bartsch diese schonende Kritik, ohne die es kein Ankommen in dieser Gesellschaft gibt, vor allem aber keine Möglichkeit der engen Kooperation mit der SPD. Ob man im Ergebnis dieser angestrebten Kooperation bei einer Fusion landen will – Egon Bahr forderte schon vor mehr als zehn Jahren, die SPD wolle ihr Blut zurück – darüber soll hier nicht spekuliert werden.

Dietmar Bartsch will »mit einer Vorsitzenden und mit anderen gemeinsam DIE LINKE wie-der auf die Erfolgsspur führen«. Diese Absichtserklärung kommt einer Totalabwertung der vom Bundesvorstand unter Leitung von Gesine und Klaus geleisteten Arbeit gleich. Diese Abwertung korrespondiert mit Mangel an Solidarität seitens mancher in der LINKEN, die sei-nerzeit beide für die Spitzenämter vorschlugen. Das ist die Crux, die tatsächlich erhebliches Krisenpotential impliziert.

Ohne antikapitalistische Grundsätze keine sozialistische Partei

Zurück zur Bartsch-Erklärung. Besonders auf drei Dinge käme es an:

  • Die Partei müsse in der Lage sein, anderen – die eigenen Genossinnen und Genossen eingeschlossen – die Hand zu reichen. Schließlich wolle DIE LINKE die Gesellschaft verändern und nicht bloß Recht behalten. Wem außerhalb der Partei speziell die Hand gereicht werden soll, wird nicht aufgeführt. Es steht zu vermuten, dass die DKP zum Beispiel nicht gemeint ist.
  • Die Partei brauche wieder ein politisches Ziel, für das sie mit gesellschaftlichen Mehr-heiten erfolgreich kämpfen kann. Suggeriert wird hier, wir hätten irgendwann gesell-schaftliche Mehrheiten gehabt – was niemals der Fall war – und hätten derzeit kein realistisches gesellschaftliches Ziel. Dann führt Dietmar stichpunktartig auf, welche Zielstellungen wir uns zu eigen machen sollten. Sie alle sind im Parteiprogramm, des-sen Alltagstauglichkeit er so bezweifelt, aufgeführt. Man fragt sich, welch tieferer Sinn sich hinter diesen ungedeckten, widersprüchlichen Aussagen verbirgt.
  • Drittens will Bartsch sich dafür einsetzen, »dass DIE LINKE eine moderne, wirksam organisierte und wirkungsvoll arbeitende Partei ist, in der die Mitglieder das Sagen haben.« Da ist wohl keine Differenz. Aber dann führt er aus, was er unter einer sol-chen Partei versteht. »Mir gefällt, was der italienische Linkspolitiker Nichi Vendola gesagt hat: ›Die alte radikale Linke hat sich genauso überlebt wie die reformistische. Was ich will, ist eine neue postideologische, pluralistische, populäre Linke, die sich vor allem auf das Neue, auf die Jungen und ihre Sprache einlässt.‹«

Es ist zu hoffen, dass wir uns zuvörderst auf die Interessen der Jungen in Griechenland, Spa-nien, Italien und andernorts – nicht zuletzt in diesem Land – einlassen, denen die Arbeit und die Kultur und somit die Zukunft genommen wird. Zugleich ist zu fragen: Wozu muss post-ideologisch sein, wer pluralistisch ist? Entweder eine plurale Partei ist dadurch charakterisiert, dass sie verschiedene ideologische Richtungen in sich duldet, ja sogar wünscht – weil Breite in diesen Zeiten eine Pflicht ist. Oder sie nimmt für sich in Anspruch, frei von Ideologie zu sein – postideologisch also. Die Behauptung, eine Partei könne ideologiefrei sein, hat für uns etwa den gleichen Realitätsgehalt, wie etwa der Wunsch nach einer mitgliederfreien Partei. Nur dass niemand einen solch absurden Wunsch hat. Natürlich, eine Partei – frei von Ideolo-gie und Mitgliedern – böte die Chance, ein extremes Maß an fiktiver Geschlossenheit zu ge-währleisten.

Wir wollen nicht zu sarkastisch werden. Dietmar möchte, dass der zitierte Ausspruch Vendo-las, in welchem real Existierendes durch Kryptisches ersetzt ist, zum Leitspruch für DIE LINKE wird: »Sie [DIE LINKE] muss den Übergang, den nächsten Schritt von der anti-neoliberalen Sammlungsbewegung hin zu einer modernen linken Partei schaffen. Zu einer so-zialistischen Partei.«

Wir sagen: Eine anti-neoliberale Sammlungsbewegung ist in der Gegenwart wohl die ent-scheidende Ausgangsbasis für antikapitalistische Abwehrkämpfe gegen Krieg, Demokratie-zerstörung, gegen wieder erstarkende Nazibanden, Sozialraub und Umweltvernichtung. Ohne Antikapitalismus kein Kampf um das letztlich sozialistische Ziel. Ohne antikapitalistische Grundsätze, wie sie im Parteiprogramm von 2011 verankert sind, keine sozialistische Partei. Für eine solche wollen wir unsere ganze Kraft einsetzen – auch in der unmittelbar bevorste-henden Etappe bis zum Göttinger Wahlparteitag im Juni 2012.

Berlin, 23. Dezember 2011, Bundessprecherrat der KPF

Aufruf zur Teilnahme an der LL-Demonstration am 15.01.2012

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Aufruf
zur Teilnahme an der Demonstration im Rahmen der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung am 15. Januar 2012
um 10.00 Uhr vom U-Bhf. Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde


Aus dem Zuchthaus Luckau schrieb Karl Liebknecht am 18. März 1917 an seinen Sohn: “Der Krieg und die vielen Mängel der Welt plagen und bekümmern Dich – jawohl – sie müssen jedes Gemüt umdüstern; aber aus der Nacht gibt´s Rettung, nur eine Rettung freilich: den Entschluss, die Beseitigung dieser Übel sich zum Lebenszweck zu setzen. Nur das Leben ist unmöglich, das alles laufen lassen wollte, wie es läuft. Nur das ist möglich, das sich selbst zu opfern bereit ist, zu opfern für die Allgemeinheit.” Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg blieben da noch 21 Monate Lebenszeit.

Am 15. Januar 1919 wurden sie von der Reaktion ermordet. Ihrem selbstgewählten Anspruch blieben sie treu bis in den Tod. Für diese unbedingte Lauterkeit ihres Charakters, die Konsequenz ihres Handelns und die unbestechliche Klarheit ihres Denkens hatten sich Rosa und Karl den Hass des sich damals wie heute der Profitmaximierung verpflichteten Systems zugezogen.

So wie sie wollen auch wir nicht einfach alles laufen lassen, wie es läuft. Wir demonstrieren gegen imperialistische Kriege und alle aggressiven Bestrebungen der EU und der NATO. Wir demonstrieren gegen jegliche Auslandseinsätze der Bundeswehr ebenso, wie gegen jede Art indirekter deutscher Kriegsbeteiligung und gegen die horrenden Rüstungsausgaben und mörderischen Rüstungsexporte.

Unsere Sympathie gilt allen Bestrebungen, den US-amerikanischen Hegemonieanspruch einzudämmen. Mit Hoffnung blicken wir auf die revolutionären Bewegungen Lateinamerikas und das sozialistische Kuba. Unsere ausdrückliche Solidarität gehört dem palästinensischen Volk und der israelischen Friedensbewegung. Wir wenden uns gegen alle neokolonialistischen Machenschaften – exemplarisch die dreiste und blutige NATO-Aggression gegen Libyen. Wir sind solidarisch mit all jenen Kräften, die sich schon seit Jahrzehnten für eine tatsächliche Unabhängigkeit des afrikanischen Kontinents von neokolonialen und neoliberalen Ausbeutungsstrukturen einsetzen.

Wir demonstrieren gegen wachsende Arbeitslosigkeit, gegen die unerträgliche Ausweitung des Niedriglohnsektors und besonders gegen die moderne Sklaverei der Leiharbeit. Wir demonstrieren gegen den grassierenden Sozialabbau und die damit einhergehende Entwürdigung von Millionen Menschen. Wir stellen uns gegen die unverschämten Beschränkungen bürgerlicher Freiheitsrechte unter der Flagge der Terrorbekämpfung.

Wir wehren uns gegen die stetig aggressiver agierenden Nazis und dagegen, dass diese in völliger Legalität mit profaschistischen Slogans Wahlkampf führen dürfen. “GAS geben”, hieß es bei der NPD; zynisch die Erinnerung an die Shoa suggerierend. “Wählen gehen für Thilos Thesen” plakatierte die ´Bürgerbewegung´ “Pro Deutschland”. Dieser Slogan steht – ob der es will oder nicht – für Sarrazin und die ihn puschenden Medien und somit für millionenfach veröffentlichten Rassismus, Nationalismus und Sozialchauvinismus. Wir demonstrieren gegen jeglichen Rassismus, gegen Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Nationalismus. Dem Antifaschismus, der internationalen Solidarität und dem Humanismus fühlen wir uns unbedingt verpflichtet.

Wir – Linke unterschiedlicher Strömungen – werden am 15. Januar 2012 friedlich unsere Standpunkte und Forderungen bekunden. Wir rufen zu einem breiten Bündnis auf.


sowie um 15.00 Uhr von der Joachimsthaler Straße/Ecke Kurfürstendamm zum Olof-Palme-Platz und zu den Gedenktafel/-stein im Tiergarten

Marxistisches Forum: GEDENK-LESUNG für Prof. Dr. Uwe-Jens Heuer

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Liebe Genossinnen und Genossen,

 

am 23. Oktober ist unser Genosse Uwe-Jens Heuer gestorben. Uwe-Jens war einer der Gründer des Marxistischen Forums und seitdem aktiv in der Koordination der Forums. Uwe-Jens war Motor und Diskussionspartner, ohne dem das Marxistische Forum sein heutige Entwicklung nicht genommen hätte. Für viele von uns war Uwe-Jens Berater und Freund.

 

Das Marxistische Forum möchte mit einer Lesung dem wissenschaftlichen und politischen Wirken von Uwe-Jens gedenken und ihm mit seinen eigenen Worten würdigen.

 

Aus diesem Grund wollen wir Euch zu einer

 

GEDENK-LESUNG

für Prof. Dr. Uwe-Jens Heuer

11. Juli 1927 – 23. Oktober 2011

einladen.

 

Aus Büchern, Aufsätzen, Vorträgen, Reden und Briefen
des marxistischen Wissenschaftlers und sozialistischen Politikers lesen einstige Mitstreiterinnen und Mitstreiter
am 16. Dezember 2011, 16 Uhr

im Rosa-Luxemburg-Saal des Karl-Liebknecht-Hauses.

 

Programmablauf:


vorab: Die vom Sprecherkreis des Marxistischen Forums in der Partei DIE LINKE am 27. Oktober 2011 im „neuen deutschland“ veröffentlichte Traueranzeige

 

sodann: Lesen von Texten

 

Es lesen:

 

Christa Luft, Norman Paech, Heidrun Hegewald, Friedrich Wolff, Ellen Brombacher, Kurt Pätzold,
Renate Richter, Hans Modrow, Hans-Otto Dill, Harry Nick, Erich Buchholz, Diether Dehm,
Erich Hahn, Daniel Lewin, Jochen Traut, Ekkehard Lieberam, Uwe Hiksch, Klaus Höpcke

Treffen des Marxistischen Forum

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Freitag,  18.11.2011
Die aktuelle Situation auf Kuba – ein Einschätzung zum Stand der kubanischen Revolution
Referat: Harry Grünberg, Vorsitzender Netzwerk Cuba
Karl-Liebknecht-Haus, Saal 1, 15.00 Uhr

 

 

Ablauf:

Das Treffen beginnt mit einer kurzen Erinnerung an unseren verstorbenen Genossen Uwe-Jens Heuer.

1. Referat
2. Diskussion zum Referat
3. Informationen aus dem Sprecherkreis

Über Eure Teilnahme freuen wir uns.

Mit sozialistischen Grüßen.
Sprecherkreis des MF

Kommunistische Plattform Berlin: Wir fordern: Schluss mit der Personaldebatte!

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(Erklärung der Teilnehmer der KPF-Aktivberatung Berlin vom 26. Oktober 2011)

„Gelten frische Beschlüsse eines gerade zu Ende gegangenen Parteitages für unsere Parteioberen nicht?“ fragt Lothar Ratai in einem ND-Leserbrief vom 26. Oktober 2011, und in einem anderen schreibt Günter Düring: „Ich befürchte, viele Menschen, die sich über den Erfolg des Parteitages ehrlich gefreut haben, werden sich nun einen Tag später fragen, was ist mit dieser Partei los?“

Diese Fragen bewegen auch uns, die Teilnehmer der Berliner Aktivberatung der Kommunistischen Plattform. Wozu musste Bodo Ramelow in der „Mitteldeutschen Zeitung“ Matthias Höhn als möglichen Bundesgeschäftsführer ins Spiel bringen? Warum fordern Wulf Gallert und Klaus Lederer in derselben Zeitung, die Wahl der Parteiführung vorzuziehen und den Wahlparteitag vor die Landtagswahl in Schleswig-Holstein Anfang Mai zu verlegen? Zwar schreibt Klaus Lederer im ND vom 26. Oktober, er überließe die Personaldebatten anderen, aber wozu dann dieser Vorschlag? Jedem, der dies so lesen will, ermöglichen Gallert und Lederer die Interpretation, die Partei mit Gesine und Klaus sei nicht einmal mehr knappe acht Monate handlungsfähig. Oder soll jemand glauben, irgendwer wolle die Vorstandswahlen vorziehen, um die jetzige Führung zu bestätigen? Wir fordern, diese erneute, in der Sache zerstörerische Personaldebatte sofort wieder zu beenden.

Und damit es keine Missverständnisse gibt: Damit meinen wir nicht die Ankündigung von Gesine Lötzsch, auch für den nächsten Parteivorstand wieder als Vorsitzende zu kandidieren. Keine Vorsitzende und kein Vorsitzender einer beliebigen Partei nähme auf Dauer hin, sich von jedem, dem gerade so ist, wie eine Interimslösung behandeln zu lassen. Gesine verdient unseren Respekt.

Noch einmal fordern wir: Schluss mit der Personaldebatte, die den bürgerlichen Medien erneut den Stoff liefert, uns als zerstrittenen Haufen zu denunzieren. Es steht genügend Arbeit an. Gemeinsam müssen wir die erfolgreiche Urabstimmung über das Programm organisieren. Zur Teilnahme an den Occupy-Bewegungen ist zu mobilisieren. Unsere Mitwirkung an antifaschistischen Aktivitäten erfordert unsere Kraft, nicht zuletzt am 18. Februar zur Verhinderung des Naziaufmarsches in Dresden. Die Luxemburg-Liebknecht Ehrung ist vorzubereiten. Und selbstverständlich sollten wir unsere Genossinnen und Genossen in Schleswig-Holstein im Wahlkampf unterstützen – gerade weil ihre momentane Ausgangslage nicht günstig ist. Arbeiten muss diese Partei und nicht sich erneut in Debatten zerreiben, in denen es um alles mögliche geht, nur nicht um diejenigen, denen wir eine Hoffnung sein wollen und müssen.

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