Recht auf Nahrung
Nach Fabrikeinsturz in Bangladesch: Kampagne für Saubere Kleidung fordert verbriefte Gebäudesicherheit
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[Berlin, 25. April 2013] – Angesichts der weiteren Katastrophe in einer Textilfabrik in Bangladesch fordert die Kampagne für Saubere Kleidung zusammen mit Gewerkschaften und Arbeitsrechtsgruppen aus aller Welt, die Käufer der bangladeschischen Textilien auf, endlich das bangladeschische Abkommen zu Brandschutz und Gebäudesicherheit zu unterzeichnen. Beim Einsturz des achtgeschossigen Gebäudes Rana Plaza nahe Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, sind nach aktuellen Angaben 167 Menschen ums Leben gekommen. Nahezu 1000 Menschen wurden verletzt. Das Gebäude beherbergte Fabriken in denen Kleidung genäht wurde. Die Fabriken führen international bekannte Marken als Kunden auf. Unter anderem wurden Label der spanischen Marke Mango und der britischen Marke Primark gefunden.
„Es ist unglaublich, dass die internationalen Käufer der Textilien sich immer noch weigern, ein verbindliches Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit mit Gewerkschaften zu unterzeichnen. Wie viele dieser Tragödien müssen noch passieren, bis sich die Unternehmen endlich zu einer Unterschrift bequemen?“, so Frauke Banse von der Kampagne für Saubere Kleidung.
„Im Moment sind die Familien der Opfer in Trauer um ihre Toten und die Gemeinden unter Schock. Aber sie und die vielen Verletzten sind ohne Einkommen und Unterstützung. Soforthilfe und langfristige Kompensationen müssen von jenen Unternehmen gestellt werden, die von Rana Plaza ihre Ware bezogen haben. Sie müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden, dass sie nichts unternommen haben, um diese Tragödie zu verhindern“, so Kirsten Clodius von der Kampagne für Saubere Kleidung.
Der Fabrikeinsturz zeigt erneut, dass die Selbstverpflichtungen der Unternehmen darin versagt haben, das Leben der ArbeiterInnen zu schützen. Die Kampagne für Saubere Kleidung warnt davor, dass das Sterben in den Textilfabriken Bangladeschs so lange weitergehen wird, bis Unternehmen endlich einem verbindlichen und unabhängigen Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit zustimmen. Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert deshalb die Unternehmen nochmals auf, umgehend das Bangladeschische Abkommen zum Brandschutz und Gebäudesicherheit zu unterzeichnen und umzusetzen. Mit dem Abkommen hat die Kampagne für Saubere Kleidung zusammen mit lokalen wie internationalen Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen ein umfassendes Aktionsprogramm entwickelt, das unter anderem unabhängige Gebäudeinspektionen, Trainings zu Arbeitsrechten, öffentliche Auskunftspflicht und eine Überarbeitung der Sicherheitsstandards vorsieht. Das Abkommen wurde bereits von Tchibo und PVH (Tommy Hilfiger und Calvin Klein) unterzeichnet.
Weitere Informationen
Bangladeschisches Abkommen zu Brandschutz und Gebäudesicherheit (englisch)
Heike Hänsel (DIE LINKE): Bilanz der Entwicklungszusammenarbeit ist ein Armutszeugnis für Minister Niebel
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„Niebels Talent, sein Versagen in Worte wie Wirksamkeit und Effizienz zu hüllen, ist legendär. Doch am Ende seiner Entwicklungspolitik stehen schrumpfende Entwicklungsausgaben, Instrumentalisierung staatlicher Entwicklungshilfe für deutsche Wirtschaftsinteressen und Forcierung von Freihandelsabkommen, welche die Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerungen zerstören. Auch die wegweisende Yasuni-ITT Initiative im Amazonasgebiet fällt seiner Blockadehaltung zum Opfer. Dies ist alles andere als eine Erfolgsgeschichte“, erklärt Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Veröffentlichung des 14. Entwicklungspolitischen Berichts der Bundesregierung. Hänsel weiter:
NaturFreunde: Entwicklungspolitischer Ansatz der Bundesregierung ist gescheitert
0Entwicklungspolitischer Ansatz der Bundesregierung ist gescheitert
NaturFreunde fordern Erhöhung des Entwicklungshaushaltes um mindestens zwei Milliarden Euro
Berlin, 17. April 2013 – Zum heute vom Bundeskabinett verabschiedeten 14. Entwicklungspolitischen Bericht der Bundesregierung erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:
Als die internationale Staatengemeinschaft im Jahr 2000 mit der Millenniumserklärung das Ziel formulierte, die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, bis 2015 zu halbieren, wurde diese Zusage als großer Erfolg gefeiert. 13 Jahre danach weist der Entwicklungspolitische Bericht der Bundesregierung darauf hin, dass „immer noch mehr als eine Milliarde Menschen mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag auskommen“ müssen. Der Bericht gesteht damit auch das Scheitern des bisherigen entwicklungspolitischen Ansatzes der Bundesregierung ein. Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Bundesregierung auf, ihren bisherigen entwicklungspolitischen Ansatz zu verändern und die zunehmende Förderung von Außenhandelsinteressen mit Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit sofort zu beenden.
Nur 0,39 Prozent des Bruttonationalproduktes fließen in die Entwicklungszusammenarbeit
Deutschland ist nicht „Marktführer der Entwicklung in der Welt“, wie es Entwicklungsminister Dirk Niebel gerne darstellen möchte. Stattdessen verfehlte Deutschland die ODA-Quote (Anteil der Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen) im Zeitraum von 2009 bis 2011 deutlich. Nur 0,39 Prozent des Bruttonationalproduktes werden für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt. Um die ODA-Quote nach den zugesagten Zielwerten einzuhalten, müssten die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit mehr als zwei Milliarden höher liegen.
Die NaturFreunde erwarten von der nächsten Bundesregierung, das sich dieser nicht akzeptable Zustand schnellstens ändert und der Entwicklungshaushalt deutlich aufgestockt wird. Zudem fordern die NaturFreunde, dass wieder die realen Interessen der Partnerländer ins Zentrum der Entwicklungspolitik zurückkehren, nachdem die Entwicklungszusammenarbeit im Interesse von privatwirtschaftlichen und marktwirtschaftlichen Interessen umgestaltet wurde.
Entwicklungspolitik darf keine Außenwirtschaftsförderung sein
Die immer stärkere Fokussierung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auf die Interessen der deutschen Wirtschaft wird im Entwicklungspolitischen Bericht zum Beispiel deutlich durch die stärkere Förderung von Public-Private-Partnership-Projekten. Wenn der Entwicklungsminister hier von einer „Win-win-Situation für die Welt, die Wirtschaft und den deutschen Steuerzahler“ spricht, ist das zynisch.
Denn die vorgenommene finanzielle Aufstockung für das „Programm für Entwicklungspartnerschaftsprojekte – develoPPP.de“ unterstützt einseitig die Interessen der deutschen Wirtschaft. Die NaturFreunde fordern auch deshalb eine klare Trennung von Entwicklungsfinanzierung und Außenwirtschaftsförderung.
Aufbau öffentlicher Strukturen muss Ziel der Entwicklungszusammenarbeit werden
Nur durch die Förderung von funktionierenden öffentlichen Strukturen in den Partnerländern, welche Grundvoraussetzung für eine existenzsichernde Daseinsvorsorge für alle Menschen sind, kann Armut in den Partnerländern bekämpft werden. Die Förderung und der Aufbau solcher öffentlichen Strukturen der Daseinsvorsorge müssen deshalb zentrales Ziel der Entwicklungszusammenarbeit werden. Die vom Entwicklungsministerium derzeit geförderten PPP-Modelle sind keine sinnvolle Weiterentwicklung der Entwicklungszusammenarbeit mit den Ländern des globalen Südens.
Enge Zusammenarbeit zwischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik ist falsch
Auch die immer stärkere Ausrichtung der entwicklungspolitischen Arbeit auf eine „enge Zusammenarbeit zwischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik“ ist falsch. Als positives Beispiel wird im Bericht Afghanistan genannt. Gerade Afghanistan zeigt jedoch ein Scheitern der zivil-militärischen Zusammenarbeit deutlich auf. Viele Entwicklungsorganisationen fordern deshalb die Beendigung dieser Strategie, die zivile Organisationen zu Kombattanten macht.
INKOTA: Online-Proteste für Brandopfer in Bangladesch
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Unternehmen müssen endlich Entschädigungen für Brandopfer in Bangladesch zahlen und Brandschutzabkommen unterzeichnen
INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung rufen zu Online-Protesten via E-Mail und Facebook auf, um so den öffentlichen Druck auf KiK und C&A zu erhöhen. Beide Unternehmen haben auch drei Monate nach dem Brand in der Tazreen Fabrik in Bangladesch noch keine angemessenen Entschädigungen an die Hinterbliebenen der Opfer gezahlt. Auch das mit bangladeschischen Gewerkschaften ausgehandelte Brandschutzabkommen haben sie bisher nicht unterzeichnet. C&A hat immerhin Entschädigungszahlungen zugesagt. Die versprochene Direktzahlung von 960 Euro pro verstorbenen Arbeiter deckt aber gerade einmal 4 Prozent der benötigten Gesamtsumme. KiK zeigt den Betroffenen weiter die kalte Schulter und bewegt sich gar nicht. Das müssen wir ändern!
„Wir freuen uns, dass C&A grundsätzlich zur Zahlung von Entschädigungen an die Hinterbliebenen bereit ist. Allerdings reicht die Summe bei weitem nicht aus”, erklärt Frauke Banse von der Kampagne für Saubere Kleidung. „Im Gegensatz zu C&A hat KiK sich im Fall Tazreen gar nicht bewegt. Mit dem Druck der Öffentlichkeit fordern wir die Unternehmen deshalb erneut auf, sowohl umfassende Entschädigungszahlungen zu leisten als auch das Brandschutzabkommen zu unterzeichnen.”
Das Entschädigungsprozesse auch ganz anders als im Tazreen-Fall ablaufen können, zeigt ein aktuelles Beispiel: Nachdem im Januar in der Fabrik Smart Export unweit der Tazreen Fabrik bei einem Feuer acht ArbeiterInnen gestorben sind, hat es einen Monat gedauert, bis zwei involvierte Unternehmen mit den lokalen Gewerkschaften Entschädigungen ausgehandelt hatten. Dabei orientierten sich die Unternehmen an bangladeschischen Präzedenzfällen und internationalen Standards. Dies zeigt, wie Unternehmen in einer solchen Katastrophe reagieren können. C&A, KiK und andere bei Tazreen involvierte Unternehmen sind nun aufgefordert, dem Beispiel von Smart Export zu folgen.
Sie können etwas tun! Beteiligen Sie sich an unseren Online-Aktionen und forderen Sie KiK und C&A auf, endlich angemessene Entschädigungen zu zahlen und das Brandschutzabkommen zu unterzeichnen.
Zur Facebook-Aktion von INKOTA
Hintergrundstudie zu den Bränden in Bangladesch und Pakistan „Fatal Fashion”
NaturFreunde: Die deutsche Tourismuspolitik muss sozialökologischer werden
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Die Bedürfnisse der vom Tourismus betroffenen Menschen sollten im Mittelpunkt stehen
Berlin, 6. März 2013 – Anlässlich des Beginns der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:
Die Bundesregierung muss ihre Tourismuspolitik dringend verändern: Statt der wirtschaftlichen Interessen der internationalen Tourismuskonzerne müssen endlich die Bedürfnisse der vom Tourismus betroffenen Menschen in den jeweiligen Zieldestinationen in den Mittelpunkt gestellt werden. Diese benötigen bedarfssichernde Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie den dauerhaften und verlässlichen Schutz ihrer natürlichen Ressourcen.
Seit mehr als 100 Jahren führen die NaturFreunde Menschen in die Natur, damit sie sich dort erholen können. Doch der vorherrschende, stark ökonomisch dominierte Massentourismus gefährdet mittlerweile massiv die sozialökologischen Grundlagen des Tourismus.
Verschärfter Wettbewerb führt zu sozialen und ökologischen Problemen
Besonders kritisch sehen die NaturFreunde, dass durch den verschärften Wettbewerb und die Zunahme der „last-minute-Angebote“ touristische Leistungen oft weit unter dem Gestehungspreis angeboten werden. Der zunehmende Kostendruck führt besonders in den Zieldestinationen zur weiteren Missachtung von Umweltschutzvorschriften und verhindert die Durchsetzung von sozialverträglichen Arbeitsbedingungen und existenzsichernden Löhnen.
Die NaturFreunde Deutschlands fordern eine grundsätzliche Umorientierung hin zu einem nachhaltigen Tourismus. Sie setzen sich für die Festlegung von internationalen Mindeststandards bei der Sicherung der Arbeitsbedingungen der im Tourismus Beschäftigten sowie den Schutz der Umwelt in den Tourismusdestinationen ein.
Die NaturFreunde Deutschlands fordern von der Bundesregierung,
> die Mittel im Bundeshaushalt für die Entwicklung und Finanzierung von Projekten im Sektor des sozialen und ökologischen Tourismus deutlich aufzustocken;
> alle öffentlichen Förderungen für Tourismusunternehmen und -verbände an die Einhaltung von sozialen und ökologischen Mindeststandards und die Einhaltung von Tarifverträgen zu koppeln;
> sich für die Schaffung von effektiven Kontrollmechanismen zur Einhaltung von Menschenrechten im Tourismussektor einzusetzen;
> sich dafür einzusetzen, dass alle internationalen Abkommen zur Förderung des Tourismus und zur Förderung von Investitionen internationaler Tourismusunternehmen so weiterentwickelt werden, dass die Umwelt geschützt, Menschenrechte gesichert und die Rechte der vom Tourismus Betroffenen gewahrt werden.
Die bedeutet vor allem:
• international verbindliche Standards durchzusetzen, damit in wasser- und landarmen Tourismusgebieten der Bau von Golfplätzen und großen Hotelanlagen den Zugang der Bevölkerung zu Wasser und Land nicht verhindert;
• internationale Regeln für Kreuzfahrtschiffe weiterzuentwickeln, damit die zunehmende Verschmutzung der Meere durch den Kreuzfahrttourismus eingedämmt wird;
• international verbindliche Standards durchzusetzen, damit durch den zunehmenden Massentourismus in Ländern des globalen Südens die Rechte auf Nahrung, sauberes Trinkwasser und sanitäre Grundversorgung nicht eingeschränkt werden;
• ein verbindliches internationales Abkommen durchzusetzen, dass Tourismusunternehmen verpflichtet, die ILO-Kernarbeitsnormen, die UN-Leitlinien über Wirtschaft und Menschenrechte sowie die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen konsequent einzuhalten.
Wir haben es satt!/Kampagne “Meine Landwirtschaft”: Protest vor Bundeslandwirtschaftsministerium
0Liebe Interessierte an einer besseren und gerechten EU-Agrarpolitik,
wenige Tage nach der “Wir haben es satt!”-Demo am 19. Januar 2013 wurde im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments über die Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik abgestimmt: die Ergebnisse waren enttäuschend! In den nächsten Wochen entscheiden nun noch das Europäische Parlament und der Europäische Rat über die Kommissions-Vorschläge.
Diesen Mittwoch muss sich aber zunächst Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner mit ihren Länderkollegen in Berlin über die künftige EU-Agrarpolitik einigen. Stellt sich Deutschland hinter die Pläne der EU-Kommission, die für weniger Pestizide, ein Ende des Bienensterbens und mehr Artenvielfalt auf unseren Äckern sorgen will? Werden Agrarsubventionen nur noch an Betriebe gezahlt, die ökologische Auflagen einhalten? Offiziell stellt sich Aigner zwar hinter die Kommissionspläne. Doch hinter den Kulissen macht sie Politik für die Agrarindustrie – und versucht die Pläne zu verwässern.
Umso wichtiger, dass wir Bürger/innen den Minister/innen unsere Forderungen nach einer ökologischen Agrarreform mit auf den Weg geben!
Diesen Mittwoch wollen wir daher mit einem Aktionsbild zeigen, dass wir Vielfalt auf dem Acker wollen: Menschen stellen in Kostümen Mais, Erbsen, Möhren, Äpfel, Bienen und Feldhasen dar. Sie halten Schilder mit unseren Forderungen in die Höhe. Die Minister laden wir zur Debatte mit uns Bürger/innen ein.
Können Sie zur Aktion kommen?
Zeit: Mittwoch, den 20. Februar 2013, 10:15 bis 11:30 Uhr
Ort: vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium, Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin. Stadtplanlink: http://tinyurl.com/aktionsort-bmelv
Spannend sind die Verhandlung zwischen Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner und ihren Kollegen aus den Ländern vor allem deshalb, da die Ministerin eigentlich an die Beschlüsse der Runde gebunden ist. In den Ländern gibt es seit der Niedersachsen-Wahl eine rot-grüne Mehrheit. Nun müssen wir dafür sorgen, dass die Länderminister/innen nicht vor der Lobbykampagne des Bauernverbands und der Agrarindustrie einknicken, denen auch Aigner in den letzten Monaten allzu oft das Wort geredet hat.
Die Aktion organisieren wir gemeinsam mit Campact, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der BUNDJugend und weiteren Partnern der Kampagne “Meine Landwirtschaft”.
Bringen Sie gerne ein großes Stück Obst oder Gemüse mit, das für Vielfalt auf dem Acker steht. Sagen Sie noch schnell Freund/innen und Bekannten Bescheid und leiten Sie diese Mail weiter!
NaturFreunde: Protest: Keine Profite mit dem Hunger! Nahrungsmittelspekulationen verbieten!
0Protest: Keine Profite mit dem Hunger! Nahrungsmittelspekulationen verbieten!
Montag 18.02.2013
- Ort: Potsdamer Platz, vor der Deutschen Bank
- Uhrzeit: 15.00 – 16.00 Uhr
- Verantwortlicher: Vorstand
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Die NaturFreunde führen eine Aktion vor der Deutschen Bank durch, um gegen Nahrungsmittelspekulationen zu demonstrieren.
Wir haben ein großes (6 Meter) Transparent mit der Aufschrift:
Keine Profite mit dem Hunger!
Nahrungsmittelspekulationen verbieten!
www.bankwechsel-jetzt.de
Wir würden uns freuen, wenn sich andere Gruppen mit Transparenten und netten Ideen anschließen würden. Wir NaturFreunde werden mit ca. 5 – 8 Leuten da sein.
Der Protest ist:
Deutsche Bank Investment & FinanzCenter
Potsdamer Platz 11
10785 Berlin
(f)Hintergrund:
Lebensmittelspekulation: Jetzt Deutsche-Bank-Konten kündigen
Immer mehr Bankkunden fragen sich: Was macht meine Bank eigentlich mit meinem Geld?“ Klar positioniert hat sich jetzt die Deutsche Bank, die weiterhin auf Lebensmittel-Preise wetten will. Damit spekuliert sie mit dem Hunger in der Welt. Die NaturFreunde Deutschlands lehnen dieses Geschäftsgebaren ab und rufen Kunden der Deutschen Bank auf, ihr Konto zu einer sozial und ökologisch verantwortungsbewussten Alternativbank zu verlegen. Ein Übersichtsteht auf: www.bankwechsel-jetzt.de
Weltweit hungern fast eine Milliarde Menschen. Doch viele Banken, Fonds und Versicherungen wetten auf die Entwicklung von Nahrungsmittelpreisen, nur um eigene Profite zu maximieren. Auch ihren Kunden bieten sie Wetten auf die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln an, etwa bei Reis, Soja, Weizen oder Hirse. Dieses Geschäft mit dem Hunger ist pervers.
Zwar behauptete jetzt Jürgen Fitschen, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, dass „Untersuchungen kaum stichhaltige Belege für einen Zusammenhang dieser Geschäfte mit dem Hunger in der Welt erbracht“ hätten. Allerdings bilden diese sogenannten Gutachten und Untersuchungen, die häufig von den Profiteuren der Spekulation finanziert werden, keine seriöse Grundlage für eine Debatte.
Weil auch Jay Ralph, Vorstandsmitglied der Allianz-Versicherung, erklärte, die Allianz „sei zu dem Schluss gekommen, dass Investitionen an den Agrarterminbörsen der Landwirtschaft und der Ernährungslage weltweit nutzten und nicht zum Hunger beitrügen“, empfehlen die NaturFreunde Deutschlands auch Allianz-Kunden, zu ethischer agierenden Versicherern zu wechseln.
Denn beide Vorstände verschweigen, dass sie vorrangig an der Generierung von hohen Gewinnen interessiert sind. Da die selbst gesetzten hohen Renditenziele in den üblichen Geschäftsfeldern nicht mehr zu erreichen sind, erschließen diese Unternehmen nun neue Profitmöglichkeiten.
Die NaturFreunde Deutschlands werben dafür, das alle Kunden von Banken und Versicherungen sehr genau prüfen, wie diese Unternehmen ihr Geld verwenden. Die NaturFreunde Deutschlands wollen erreichen, das sich Banken, Versicherungen und Fonds auf Mindestbedingungen verpflichten, die Gewinne durch Spekulation mit Nahrungsmittel, Gewinne durch Landraub, Rüstungsproduktion und Atomkraft ausschließen.
NaturFreunde sind Gründungsmitglied im Bankwechselbündnis „Bankwechsel jetzt!“
Im sogenannten „Bankwechselbündnis“ haben sich Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, um die Idee des politisch motivierten Bankwechsels zu verbreiten. Die NaturFreunde Deutschlands sind einer der Gründungsmitglieder des Bündnisses.
Mehr Informationen auf www.bankwechsel-jetzt.de
Oxfam-Untersuchung zu Landgrabbing: Schwache Regierungen erlauben reiche Beute
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Investoren zielen speziell auf Staaten mit schlechter Regierungsführung
Berlin, 7. Februar 2013. Investoren kaufen oder pachten gezielt Land in Staaten mit schlechter Regierungsführung, weil dort niedrige rechtsstaatliche Standards bestehen und besonders hohe Gewinne winken. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung von Oxfam. Drei Viertel von 56 Ländern, in denen im Zeitraum von 2000 bis 2011 Landgeschäfte getätigt wurden, schnitten in puncto Regierungsführung besonders schlecht ab. „Dort, wo Menschen nicht die Möglichkeit haben, ihre Rechte einzufordern, können Investoren schnell und billig Land pachten oder kaufen“, erklärt Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale. „Arme Menschen verlieren dabei oft ihr Land, ohne eine angemessene Entschädigung zu erhalten.“
Zahlen und Analyse
Für die Untersuchung wurden die Datensätze der „Land Matrix“ der International Land Coalition – einer Datenbank mit Landgeschäften größer als 200 Hektar – und die Weltbankindikatoren, die gute Regierungsführung messen, miteinander in Beziehung gesetzt. Zu diesen Indikatoren zählen Mitspracherecht und Rechenschaftspflicht sowie Rechtsstaatlichkeit, staatliche Regulierung und Korruptionskontrolle. Die Analyse ergab, dass Länder, in denen große Landgeschäfte getätigt werden, bei diesen Indikatoren um durchschnittlich 30 Prozent schlechter abschneiden als jene ohne solche Landgeschäfte. Sierra Leone beispielsweise rangiert weltweit im unteren Viertel bei dem Indikator Rechtsstaatlichkeit und in der unteren Hälfte bei den Indikatoren Mitspracherecht, Rechenschaftspflicht, staatliche Regulierung und Korruptionskontrolle. In den letzten zehn Jahren wurde in dem westafrikanischen Staat ein Drittel (32 Prozent) der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche verkauft.
Oxfam fordert strengere Regeln
Oxfam fordert die Regierungen, die Weltbankgruppe und die Investoren auf, ihre Regeln bzw. Standards zu verschärfen und Landgrabbing zu beenden. Bei den Landgeschäften müssten dringend Transparenz hergestellt und allen Betroffenen die entsprechenden Informationen zugänglich gemacht werden. Außerdem sei eine vorherige Konsultation der Betroffenen zwingend erforderlich. „Die Land- und Wasserrechte von armen Menschen müssen gestärkt werden, so wie es in den freiwilligen Leitlinien zur Landnutzung des UN-Welternährungsausschusses festgelegt ist“, fordert Wiggerthale. Nur so könne sichergestellt werden, dass großflächige Investitionen und Landgeschäfte die Ernährungssicherheit eines Landes nicht untergraben und das Recht auf Nahrung von armen Menschen nicht verletzen.
Fakten, Tabelle & Fotos zum Download
Um den Landausverkauf anzuprangern, werden heute symbolisch riesige „SOLD“ (Ausverkauft)-Schilder vor weltweit bekannte Sehenswürdigkeiten wie das Opernhaus in Sydney oder das Lincoln Memorial in Washington gehalten.
Fotos zum Download finden Sie hier (frei bei Angabe von Oxfam und des Fotografen, s. Bildbeschreibungen):
http://wordsandpictures.oxfam.org.uk/?c=13109&k=874bd5992c
Ein Fact-Sheet (auf Englisch) und eine Tabelle/Grafik gibt es hier:
NaturFreunde zu Lebensmittelspekulation: Deutsche-Bank-Konten kündigen
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NaturFreunde Deutschlands rufen Bankkunden zum Bankwechsel auf
Berlin, 23. Januar 2013 – Zur Ankündigung von Deutsche-Bank-Vorstand Jürgen Fitschen, dass die Bank weiterhin auf Lebensmittel-Preise wetten werde, erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:
Immer mehr Bankkunden fragen sich: Was macht meine Bank eigentlich mit meinem Geld?“ Klar positioniert hat sich jetzt die Deutsche Bank, die weiterhin auf Lebensmittel-Preise wetten will. Damit spekuliert sie mit dem Hunger in der Welt.
Die NaturFreunde Deutschlands lehnen dieses Geschäftsgebaren ab und rufen Kunden der Deutschen Bank auf, ihr Konto zu einer sozial und ökologisch verantwortungsbewussten Alternativbank zu verlegen. Ein Übersicht finden Sie auf: www.bankwechsel-jetzt.de
Weltweit hungern fast eine Milliarde Menschen. Doch viele Banken, Fonds und Versicherungen wetten auf die Entwicklung von Nahrungsmittelpreisen, nur um eigene Profite zu maximieren. Auch ihren Kunden bieten sie Wetten auf die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln an, etwa bei Reis, Soja, Weizen oder Hirse. Dieses Geschäft mit dem Hunger ist pervers.
Zwar behauptete jetzt Jürgen Fitschen, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, dass „Untersuchungen kaum stichhaltige Belege für einen Zusammenhang dieser Geschäfte mit dem Hunger in der Welt erbracht“ hätten. Allerdings bilden diese sogenannten Gutachten und Untersuchungen, die häufig von den Profiteuren der Spekulation finanziert werden, keine seriöse Grundlage für eine Debatte.
Weil auch Jay Ralph, Vorstandsmitglied der Allianz-Versicherung, erklärte, die Allianz „sei zu dem Schluss gekommen, dass Investitionen an den Agrarterminbörsen der Landwirtschaft und der Ernährungslage weltweit nutzten und nicht zum Hunger beitrügen“, empfehlen die NaturFreunde Deutschlands auch Allianz-Kunden, zu ethischer agierenden Versicherern zu wechseln.
Denn beide Vorstände verschweigen, dass sie vorrangig an der Generierung von hohen Gewinnen interessiert sind. Da die selbst gesetzten hohen Renditenziele in den üblichen Geschäftsfeldern nicht mehr zu erreichen sind, erschließen diese Unternehmen nun neue Profitmöglichkeiten.
Die NaturFreunde Deutschlands werben dafür, das alle Kunden von Banken und Versicherungen sehr genau prüfen, wie diese Unternehmen ihr Geld verwenden. Die NaturFreunde Deutschlands wollen erreichen, das sich Banken, Versicherungen und Fonds auf Mindestbedingungen verpflichten, die Gewinne durch Spekulation mit Nahrungsmittel, Gewinne durch Landraub, Rüstungsproduktion und Atomkraft ausschließen.
NaturFreunde sind Gründungsmitglied im Bankwechselbündnis „Bankwechsel jetzt!“
Im sogenannten „Bankwechselbündnis“ haben sich Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, um die Idee des politisch motivierten Bankwechsels zu verbreiten. Die NaturFreunde Deutschlands sind einer der Gründungsmitglieder des Bündnisses.
Mehr Informationen auf www.bankwechsel-jetzt.de
Mobilisierungs- und HelferInnentreffen: Wir haben es satt! am 10.1.13 in Berlin
0liebe MitstreiterInnen für eine bäuerliche, faire und gesunde Landwirtschaft,
wir wünschen euch ein gutes und gesundes neues Jahr! Mit frischem Schwung sind wir gestartet – weiter geht es nun auf Hochtouren in Richtung Demo.
In zwei Wochen ist es soweit: am Samstag, den 19.1.2013, geht zum dritten Mal ein breites Bündnis aus VerbraucherInnen, TierschützerInnen, UmweltschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern auf die Straße um für eine Agrarwende zu demonstrieren. Denn: Wir haben Agrarindustrie satt! Wir wollen: Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!
Damit auch die nächste Demo ein großer Erfolg wird, brauchen wir eure Hilfe! Wir müssen Berlin gemeinsam in den nächsten 14 Tagen wachrütteln!
Wir laden euch daher herzlich ein zu unserem zweiten Mobilisierungs- und HelferInnentreffen in Berlin
am 10. Januar 2013 um 18:30 Uhr
in die Markthalle IX in Kreuzberg (Wegbeschreibung unten).
- Wir suchen dringend engagierte Helfer/innen, die in Berlin und im Umland plakatieren, hierfür gibt es das druckfrische DinA 1 Plakat für Berlin!
- Aktionskoch Wam Kat braucht Helfer für die Demo-Suppe: Schnippeln am 18. Januar 2013 und Kochen am 19. Januar 2013
- Wir brauchen wieder über 50 Ordner/innen und 40 Spendensammler/innen und viele mehr!
Wer schon vor dem HelferInnentreffen aktiv werden will: die Berliner Materiallager freuen sich über euren Besuch!
Holt euch dort Plakate, Flyer und Aufkleber! Geht in euren Bioladen, Weltladen oder ein Reformhaus, sprecht Kirchen-, Jugend- oder Pfadfindergruppen an, geht an die Unis und Hochschulen – Studierendenvertretung und Fachschaften sind gute AnsprechpartnerInnen – und verteilt, plakatiert. Das Material muss raus.
Hier findet ihr die Berliner Materiallager http://www.wir-haben-es-satt.de/start/mobilisieren/materialien/. Auf dieser Seite kann man auch weiterhin Pakete bestellen.
Bitte leitet diese E-Mail auch an andere Interessierte weiter!
Wir freuen uns euch am 10. Januar 2013 in der Markthalle zu treffen!