Verkehrspolitik

Friedrichshagener Bürgerinitiative: 17.6., 19 Uhr: 103. Montagsdemo

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Das Urteil des OVG zur “Müggelseeroute” – Gedanken der Friedrichshagener Bürgerinitiative + Einladung zur 103. MONTAGSDEMO

Berlin, 16.6.2013

fluglärmAm Freitag wurde deutsches Recht gesprochen. Gerechtigkeit erfahren haben die Bürger jedoch nicht. Der Schaden für die Millionenmetropole Berlin-Brandenburg dürfte immens werden: Gefährdung der Trinkwasserversorgung, täglich ca. 130 Maschinen, die bei Ostwind über das gesamte Stadtgebiet einschließlich Bundestag und Kanzleramt fliegen und die Entwertung eines der schönsten Naherholungsgebiete der Stadt, die Müggelseeregion. Der falsche Standort für einen Großflughafen zeigt hier eiskalt und eindrucksvoll seine Wirkung!

Die von der Müggelseeroute neu betroffenen Anwohner hatten nicht die Gelegenheit, sich an der Planfeststellung für den BER zu beteiligen. Erst im Juli 2011 legten die zuständigen staatlichen Behörden endlich ihre Karten auf den Tisch und siehe da, die jahrelang propagierten Flugrouten galten nicht mehr. Künftig soll die Flugroute über den Müggelsee für die meisten Lärmbetroffenen (854.000 lt. DFS) des Willy Brandt Flughafens sorgen. Sie ist zugleich das Einfallstor für jährlich tausende Direktflüge über das Berliner Stadtgebiet. Seit der Flugroutenfestlegung formierte sich auch hier nun aktiver Widerstand gegen diese Form staatlicher Willkür, die absichtsvoll und fintenreich einen innerstädtischen Flughafen errichtet und damit wissentlich und willentlich die körperliche Unversehrtheit der Bürger und den kostbaren Lebensraum Natur zugunsten subventionierter Billigflieger opfert.

Die letzten zwei Jahre waren für alle Mitstreiter in der Bürgerbewegung eine lehrreiche Zeit. Wie organisiert man eine Menschenkette, wie eine Großdemonstration und wie ein Volksbegehren für ein Nachtflugverbot? Wie kann man mit anderen Betroffenen überregionale Bündnisse schmieden, wie mit der Presse ins Gespräch kommen und wie mit den handelnden Akteuren in der Politik? Eine spannende Frage war es natürlich auch, welche juristischen Möglichkeiten die Bürger hätten, um den Standort Schönefeld in seine Schranken zu weisen, um den Drehkreuzphantasien der Betreiber ein Ende zu bereiten.

Das Oberverwaltungsgericht hat den Fragestellern eine Lektion erteilt und sie auf ihren Platz in unserem Rechtssystem verwiesen. Und dennoch ist es dem Gericht nicht gelungen, auf der Basis der nach Lobbyarbeit riechenden Flug-Gesetze eine tatsächliche Klärung herbei zu führen, denn mit der Antwort der Justiz sind am Ende dieses Tages noch sehr viel mehr – noch sehr viel tiefer gehende Fragen offen. Zu versuchen, dies auf dem schwierigen Rechtsweg zu klären (notfalls bis zum EuGH), dafür werden die Bürger jetzt wieder Geld sammeln – die Gegenseite hat es da einfacher, sie bedient sich des Steuergeldes der Bürger!

Am Montag geht es daher weiter mit den Demos auf dem Friedrichshagener Marktplatz.

17.6., 19 Uhr: 103. Montagsdemo
Gastredner: Uwe Hiksch (NaturFreunde Deutschland), für die kämpferisch-musikalischen Töne sorgen Thilo Hoppe (Trompete) und Andrea Timm (Gesang, Gitarre), künstlerisch Satirisches gibt es von Peter Waschinsky, die Nachrichten der Woche analysiert Ralf Müller und Gewichtiges wird der eine oder andere Bürger zu sagen haben, moderiert von Michael Ehrenteit.

NaturFreunde: BER-Urteil ist Rückschlag für die betroffenen Lärmopfer

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NaturFreunde Berlin prüfen Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig sowie Klage vor dem Europäischen Gerichtshof

 

naturfreunde haende geschnittenBerlin, 14. Juni 2013 –  Zum heutigen Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zur Klage der NaturFreunde Berlin wegen der fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung der Flugrouten über den Müggelsee erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:

 

Mit der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts wurden die wichtigsten Klagepunkte der NaturFreunde Berlin vom Gericht nicht aufgegriffen. Die NaturFreunde halten an ihrer Auffassung fest, dass die Festlegung von Flugrouten über den Müggelsee ohne jegliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und ohne FFH-Prüfung gegen geltendes EU-Recht verstößt.

 

Die NaturFreunde Berlin können diese Entscheidung des Gerichts, insbesondere aufgrund des laufenden Vertragsverletzungsverfahrens durch die EU-Kommission, nicht nachvollziehen und werden gemeinsam mit den neun Einzelklägern klären, ob sie gegen dieses Urteil in Revision gehen. Das eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland zeigt deutlich, dass Flugroutenfestlegungen ohne vorherige UVP- und FFH-Prüfung gegen EU-Recht verstoßen.

 

Die NaturFreunde Berlin werden zudem prüfen, ob sie eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof vorbereiten, um grundsätzlich klären zu lassen, dass sich deutsche Gerichte an die klaren Vorgaben der EU-Richtlinien halten müssen.

 

Mit der heutigen Entscheidung des Gerichtes ändert sich nichts an der Überzeugung der NaturFreunde, dass es sich bei der Planung und beim Bau des Flughafens BER um ein großes Desaster handelt. Die NaturFreunde werden sich weiter dafür einsetzen, dass diese Fehlplanung beendet wird, und engagieren sich juristisch, aber vor allem auch politisch, für eine Veränderung der Flughafenpolitik in Berlin und Brandenburg.

Flashmob A100 stoppen! Wir legen uns quer! 16.6.2013 um 15 Uhr am Ostkreuz

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Flashmob A100 stoppen! Wir legen uns quer! 16.6.2013 um 15 Uhr am Bahnhof Berlin-OstkreuzMacht alle mit beim
Flashmob A100 stoppen! Wir legen uns quer!
am Sonntag 16.6.2013 um 15 Uhr am Bahnhof Ostkreuz

 

Ausgang Hauptstr./ Markgrafendamm vor der A100-Tunnel-Baugrube

 

Autobahn A100 nach Treptow und Friedrichshain bedeutet mehr Stau, Dreck, Lärm und Unfälle! Nicht mit uns!

 

> Sei um 15 Uhr an der Ecke Hauptstr./ Markgrafendamm am Ausgang vom Bahnhof Ostkreuz
> Hol dir von uns ein Stop-A100-Plakat und eine Staubschutzmaske oder bring eigene Transparente und Verkleidung mit
> Warte unauffällig am Straßenrand
> Wenn die rote Posaune ertönt:
Geh auf die Straße und leg dich quer!
> Beim Signal 5 Minuten später: verlass die Fahrbahn als wäre nichts geschehen

 

Mail diese Info weiter! Stell sie in deinen Blog! Druck den Flyer zum A100-Flashmob aus und verteile ihn!
Dieser Flashmob als Facebook-Veranstaltung. Bitte lade alle deine Freunde dazu ein!

 

Das Plakat zum Flashmob A100 stoppen! Wir legen uns quer! (pdf)
Der Flyer zum Flashmob A100 stoppen! Wir legen uns quer! (pdf)
Mehr Infos zu dieser Protestaktion folgen in Kürze.

 

Bitte keine Parteisymbole oder Parteiwerbung beim Flashmob!

NaturFreunde Berlin: Mehdorn abschalten – Flughafentragödie BER beenden!

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NaturFreunde Berlin fordern Aufsichtsrat des Flughafens BER auf, „Dampfplauderer Mehdorn“ zu entlassen

 

Berlin, 05. Juli 2012 – Zur aktuellen Debatte über den Flughafen BER erklärt der stellvertretende Vorsitzende der NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch:

 

naturfreunde haende geschnittenEs war von Anfang an ein Fehlgriff, den gescheiterten Bahnmanager Hartmut Mehdorn als vermeintlichen „Retter“ für das gescheiterte Flughafenprojekt BER zu verpflichten. Herr Mehdorn hat schon bei der Bahn einen Scherbenhaufen hinterlassen. Mit seiner „Gigantonomie“ hat er in seiner Amtszeit die Deutsche Bahn in eine falsche verkehrspolitische Richtung gelenkt. „Stuttgart 21“ ist dafür nur das bekannteste Beispiel. Seitdem Herr Mehdorn als Flughafenchef eingesetzt wurde setzt er diese Serie an Fehlplanungen und Fehlaussagen fort: Er personifiziert die Konzeptlosigkeit der Flughafengesellschaft und bläst wie ein „Dampfplauderer“ täglich neue Schnapsideen in die Welt.

Mit seinen Vorschlägen, den Flughafen Tegel auch nach Inbetriebnahme eines neuen Hauptstadtflughafens in Betrieb zu lassen, verstößt er gegen Grundlagen der Planfeststellung für die Flughafenplanung in Berlin. Mit seinem Vorschlag, den Flughafen BER Zug um Zug in Betrieb zu nehmen und das Nordpier frühzeitig zu nutzen, ignoriert er vorliegende Mängellisten am Nordpier. Insgesamt sind an dem 350 Meter langen Nordpier 6683 Mängel aufgelistet worden, die bisher in keiner Weise behoben wurden. 57 Mängel wurden dabei als „schwerwiegend“ eingestuft. Eine vorzeitige Teileröffnung wäre deshalb nur unter Umgehung aller Sicherheitsanforderungen möglich.

Mit seinen jüngsten Ausführungen im Abgeordnetenhaus Berlin, dass er über eine dritte Startbahn nachdenke, wird seine persönliche Überforderung wieder einmal überdeutlich. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder spricht Herr Mehdorn ohne vorher nachzudenken oder er spricht aus, was von Seiten der Flughafenplanern schon immer vorgesehen war. Wenn die Aussagen von Herrn Mehdorn auf reale Überlegungen der Flughafengesellschaft beruhen, dann wurde ein weiteres Beispiel für die bewusste Irreführung der betroffenen Bevölkerung in Berlin und Brandenburg durch die Aussagen von Herrn Mehdorn offengelegt: Von Anfang an haben die Planenden des Flughafens die dritte Start- und Landebahn vorgesehen, nur diese Planungen bei der Planfeststellung bewusst verschwiegen. Mit viel zu geringen Passagierzahlen wurden die Genehmigungsbehörden getäuscht und die betroffene Bevölkerung bewusst belogen.

Die NaturFreunde Berlin fordern den Aufsichtsrat des Flughafen BER auf endlich zu handeln und den „Dampfplauderer Mehdorn“ vor die Tür zu setzen. Wir erwarten von den Landesregierungen ein sofortiges Moratorium für den Weiterbau des Flughafens. In Zusammenarbeit mit den Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, Verkehrsverbänden und den Betroffenen muss über eine Neukonzeption der Flughafenpolitik für Berlin und Brandenburg geredet werden.

 

Unnötige Flugbewegungen vermeiden

Ziel einer nachhaltigen Flugverkehrspolitik muss sein, unnötige Flugbewegungen zu vermeiden und mit ordnungspolitischen Rahmenbedingungen den Flugverkehr zu verringern. In Berlin sind über 20 Prozent aller Ziele von den Berliner Flughäfen mit der Bahn heute schon in unter fünf Stunden Fahrzeit erreichbar, fast 45 Prozent aller Ziel in unter sieben Stunden Fahrzeit. Insgesamt sind etwa ein Drittel aller Starts und Landungen auf den Berliner Flughäfen Inlandsflüge mit einer kurzen und mittleren Distanz. Bei solchen kurzen Distanzen ist der CO2-Ausstoß des Flugzeugs etwa siebenmal höher als mit der Bahn.

Die NaturFreunde Berlin setzen sich für ein ökologisches und nachhaltiges Ausbauprogramm für die Bahnstrecken zwischen den Metropolen ein, in denen auch die östlichen Nachbarstaaten besser als bisher an das europäische Bahnnetz angeschlossen werden. Grundsätzlich treten die NaturFreunde Berlin für ein Verbot von Kurzstreckenflüge unter 800 Kilometern ein, da hier die ökologischen Schäden und der Zeitgewinn in keinem vertretbaren Verhältnis stehen.

 

Sofortmaßnahmen für die Entlastung der Anwohner der Flughäfen

Als Sofortmaßnahme erwarten die NaturFreunde Berlin vom Abgeordnetenhaus Berlin und dem Landtag in Brandenburg:

Die sofortige Festschreibung für ein grundsätzliches Nachtflugverbot in der Zeit von 22 bis 6 Uhr für alle Flughäfen in Berlin und Brandenburg.

Eine deutliche Reduzierung der Kurzflüge durch eine enge Kooperation mit der Deutschen Bahn.

Die sofortige Einstellung aller Passagierflüge zwischen Berlin nach Frankfurt und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG eine Abwicklung dieser Fahrgastbewegungen durch eine Ausweitung des Angebots an „ICE Sprinter“. Mit dem ICE-Sprinter können heute schon Fahrten von Berlin nach Frankfurt in 3,5 Stunden durchgeführt werden.

Alle Flugbewegungen, die sie einzig auf ökonomisch bedingte Lufttransporte zur Zusammenführung von Passagieren einer Fluggesellschaft beziehen, müssen durch ein Konzept der Zusammenarbeit der verschiedenen Luftfahrtgesellschaften zur Minimierung von Flügen ersetzt werden.

Die deutliche Erhöhung der Start- und Landegebühren, die sich mindestens an den Standards des Flughafen Frankfurt am Main orientieren.

Sabine Wils, DIE LINKE: Vertragsverletzungsverfahren gegen die BRD wegen BER-Flugrouten: Der Bund ist in der Pflicht!

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die linkeZu der Entscheidung der EU-Kommission, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen der Flugrouten am Berliner Hauptstadtflughafen BER einzuleiten, erklärt Sabine Wils, MdEP DIE LINKE. im Europaparlament, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und stellv. Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr:

 

„Ich begrüße die überfällige Entscheidung der Europäischen Kommission, ein Vertragsverletzungsverfahren zu eröffnen. Die zuständigen Bundesbehörden DFS und BAF habe in grob fahrlässiger Weise EU-Recht gebrochen und die notwendigen Umweltverträglichkeitsprüfungen für die Flugrouten unterlassen. Das ist völlig inakzeptabel.“

Wils weiter: „Bereits das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg gegen die sogenannte Wannsee-Flugroute zeigt, in welcher Gutsherrenart DFS und BAF die Flugrouten festgelegt haben. Der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner sowie von Flora und Fauna haben bei der Festlegung der Flugrouten offenbar keine Rolle gespielt. Deswegen muss der Bund jetzt reagieren und die nötige Umweltverträglichkeitsprüfung nachholen.“

„Tausende Bürgerinnen und Bürger in den Anrainergemeinden des BER warten auf die ihnen längst versprochenen Schallschutzmaßnahmen. Diese können erst bei rechtssicheren Flugrouten erfolgen. Der Bund ist jetzt in der Pflicht, umgehend seine Hausaufgaben zu machen und es nicht auf weitere Gerichtsverfahren anzulegen.“

100. Montagsdemo in Friedrichshagen am 27.5., 19 Uhr, Marktplatz Friedrichshagen

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Presseinformation

 

100-Montagsdemo Flughafen FBIAm 27. Mai ab 19 Uhr veranstaltet die Friedrichshagener Bürgerinitiative ihre 100. Montagsdemo gegen den BER auf dem Marktplatz an der Bölschestraße in Berlin-Friedrichshagen. Die Veranstalter rechnen zum Jubiläum mit weit mehr als 1.000 Teilnehmern. Neben einem abwechlungsreichen Musikprogramm mit Protestsongs von Liese Reznicek und Politsatire werden Bürgerinitiativen aus zahlreichen Regionen sowie Vertreter des öffentlichen Lebens Grußworte zum Jubiläum überbringen. Als Redner angekündigt haben sich u.a. Michael Efler (Mehr Demokratie e.V.), Rechtsanwältin Franziska Heß (Kanzlei BAUMANN), Uwe Hiksch (NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Berlin e.V.).

Als Protestdemonstration gegen die willkürliche Festlegung der Müggelseeflugroute über Berlins größten See und dichtbesiedelte Wohngebiete im Südosten Berlins vor zwei Jahren gestartet, richtet sich die Montagsdemonstration mittlerweile gegen Politikversagen und Managementfehler am BER auf Kosten der Bürger und gegen die Gesundheitsgefahren eines ungebremsten Fluglobbyismus an falschen Standorten.

Gesprochen haben auf der Montagsdemo unter anderem Gregor Gysi, Renate Künast, Anton Hofreiter. Namhafte Künstler wie Leander Haußmann oder die Band Silly hatten Auftritte. Nur Klaus Wowereit ist den Veranstaltungen trotz mehrfacher Einladung ferngeblieben.

Die Jubiläumsveranstaltung bildet den Auftakt zu den BER-Aktionswochen der Bürgerinitiativen. Am 4. Juni demonstrieren Bürger zum Hoffest am Roten Rathaus, am 8. Juni findet eine Protestveranstaltung in Schönefeld statt. Die Aktionen werden organisiert und unterstützt vom Aktionsbündnis Berlin Brandenburg www.abb-ber.de, dem Bündnis Südost www.buendnissuedost.de und dem BVBB e.V. www.bvbb-ev.de.

Medienvertreter sind zur 100. Montagsdemo herzlich willkommen und können sich ab sofort anmelden unter fbi.berlin@googlemail.com. Interviewpartner stehen zur Verfügung, der Pressetreff befindet sich hinter der Bühne.

mehr: http://www.fbi-berlin.org/archives/6510

NaturFreunde: Tempolimit: Eine richtige Debatte im falschen Rahmen

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Zur aktuellen Debatte über die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen, erklärt der Bundesvorsitzende der NaturFreunde Deutschlands, Michael Müller:

naturfreunde haende geschnittenBerlin, 10. Mai 2013 – Offenkundig sind Gier und Rücksichtslosigkeit Markenzeichen unserer Zeit. Das gilt nicht nur für den Finanzkapitalismus, sondern auch für die alltägliche Mobilität. Deutschland ist das einzige demokratisch regierte Land der Welt, in dem es kein Tempolimit gibt. Insgesamt sind es nur drei Staaten, die sich diesen fragwürdigen Luxus leisten.

Die SPD hat mehrfach beschlossen, ein Tempolimit einzuführen. Aber sie hat immer gekniffen, wenn es darauf ankam. Zwei Begründungen sind absolut nicht zu akzeptieren: Zum einen die Begründung von Bundesbauminister Peter Ramsauer, der sagt, erst müssten die Straßen in Ordnung gebracht werden, dann könnte man über ein Tempolimit reden. Die Logik ist gerade umgekehrt. Wenn die Straßen in immer schlechterem Zustand sind, was auch stimmt, dann müsste umso eher eine Geschwindigkeitsbegrenzung gelten. Die zweite Argumentation ist, erst wenn alle EU-Staaten ein Tempolimit hätten, könnte man es in Deutschland einführen. Alle EU-Staaten haben eine Limitierung der Geschwindigkeit. Wo bleibt sie in Deutschland?

Ein Tempolimit ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern führt auch zu mehr Rücksichtnahme und weniger schweren Unfällen. Sigmar Gabriel hat eine richtige Debatte begonnen. Allerdings hätte er sie vorbereiten müssen und nicht einfach in den Raum stellen sollen. Das aber ist kein Grund, um generell nur über sein Vorgehen zu reden, sondern auch die Sache zu debattieren. Dazu scheinen wir jedoch kaum noch fähig zu sein.

NaturFreunde Berlin: Ausbau der A 100 ist verkehrspolitische Irrsinn

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Zum Spatenstich für die geplante Stadtautobahn A 100 erklärt der stellvertretende Vorsitzende der NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch:

 

Ausbau der A 100 ist verkehrspolitische Irrsinn

NaturFreunde fordern Ende der Verkehrspolitik der 50er Jahre

naturfreunde haende geschnittenBerlin, 07. Mai 2013 -– Die Berliner Politik scheint mit ihren Bauplanungen alle Negativrekorde überbieten zu wollen: Eine Flughafenplanung an den umweltpolitischen und verkehrspolitischen Realitäten vorbei, die Bebauung des Tempelhofer Feldes gegen den Mehrheitswillen der Berliner Bevölkerung, das Ignorieren eines gewonnen Volksentscheids bei Mediaspree mit einer Zerstörung einer einzigartigen kulturellen Infrastruktur und nun die teuerste und unsinnigste Autobahn Deutschlands.

 

Die geplante Verlängerung der A 100 ist verkehrspolitischer Irrsinn und eine riesige Verschwendung von Steuermitteln. Bundesverkehrsminister Ramsauer und der Regierende Bürgermeister von Berlin Wowereit setzten sich hier ein Denkmal für eine verkehrspolitische Fehlplanung. Die A 100 wird Berlin verkehrspolitisch nicht entlasten, sondern zu weiteren Staus und Verschmutzung in der Innenstadt beitragen. Verkehrspolitisch ist sie unnötig und umweltpolitisch unverantwortlich.

 

Die NaturFreunde fordern den Berliner Senat auf, diesen Irrsinn zu stoppen und mit dem Bundesverkehrsministerium zu verhandeln, die 500 Millionen für die Autobahn in den Neubau von Straßenbahnstrecken zu investieren. Wichtige verkehrspolitische Projekte für Berlin wären zum Beispiel:

  • Die Verlängerung der Straßenbahn von der Warschauer Straße bis zum Hermannplatz.
  • Der Neubau einer Straßenbahnlinie vom Alexanderplatz über den Potsdamer Platz bis zum Rathaus Steglitz.
  • Den Weiterbau der Straßenbahn vom Hauptbahnhof nach Moabit.
  • Den Anschluss des Märkischen Viertels an die Straßenbahn mit einer Verlängerung bis nach Frohnau.

 

Die jetzige Verkehrspolitik des Berliner Senats ist gescheitert. Der Senat verfolgt in Berlin eine verfehlte Verkehrspolitik der 50er Jahre. Noch immer wird die autogerechte Stadt geplant und einer nachhaltigen Verkehrspolitik vorgezogen. Mit diesem Steinzeitplanungen verbaut der Senat eine zukunftsfähige Verkehrspolitik für Berlin.

Protest statt Party: Wir pfeifen auf die A100 am 8.5.2013 um 12 Uhr in Neukölln

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BISS_Logo a 100Kommt am Mittwoch, 8.5.2013 um 12:00 Uhr zum Protestcamp Neuköllnische Allee 33/ Ecke Grenzallee nach Berlin-Neukölln! Stadtplan-Link

 

Wir pfeifen auf die Verlängerung der Stadtautobahn A100! Bringt Trillerpfeifen mit.

Wir ziehen von dort wenige Hundert Meter in Richtung Grenzallee, Ecke Bergiusstraße, wo eine Stunde später der offizielle 1. Spatenstich zur A100-Verlängerung von Berlin-Neukölln nach Treptow stattfindet.
Zu diesem Trauerakt wurden wir eingeladen und wir sagen hiermit unsere Teilnahme zu!

Bitte leitet diesen Aufruf weiter und ladet eure Freunde ein!
Diese Demonstration als Veranstaltung bei Facebook

Plakat/ Flyer zur Protestaktion (pdf)

 

A 100: BISS und BUND gratulieren zur dümmsten Autobahn Deutschlands

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Info 11 / Berlin, 3. Mai 2013

BISS und BUND gratulieren zur dümmsten Autobahn Deutschlands

Der Widerstand geht weiter!

BISS_Logo a 100Drei Tage vor dem offiziellen Spatenstich für die A 100 protestieren am Sonntag, dem 5. Mai, ab 15 Uhr Gegner der teuersten Autobahn Deutschlands vor dem Roten Rathaus (am Neptunbrunnen). Auf fast 500 Milionen Euro werden die Baukosten bisher geschätzt, nach den Erfahrungen aus dem BER-Desaster darf wohl auch hier mit deutlichen Kostensteigerungen gerechnet werden. Die Bürgerinitiative Stadtring Süd (BISS) und der BUND Berlin rufen deswegen den Regierenden Bürgermeister Wowereit und den Verkehrminister Ramsauer dazu auf, die letzte Chance zu nutzen, um aus diesem städtebaulich verheerenden und verkehrspolitisch kontraproduktiven Großprojekt noch rechtzeitig auszusteigen.

Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer des BUND:
„Steuerzahler, Umwelt und durch Lärm und Schadstoffe belastete Anwohnerinnen und Anwohner werden einen hohen Preis dafür bezahlen müssen, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer mit dem Bau der umstrittenen A 100 sein versprochenes Hochzeitsgeschenk für die rot-schwarze Koalition in Berlin einlösen will. Mit dem Bau des Autobahnabschnittes zwischen Dreieck Neukölln und Treptower Park wird ein politisches Prestigeprojekt des letzten Jahrhunderts in Beton gegossen statt endlich in die Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur, Lärmschutz und in stadtverträgliche Mobilitätskonzepte zu investieren.“

Andrea Gerbode von der BISS:
„Zu den Kosten der A100 gehören Hunderte von Kleingärten, die in Neukölln und Treptow planiert wurden, sowie 12 denkmalgeschützte Platanen, die an der Straße „Am Treptower Park“ gefällt werden. Nach Willen des Senates soll der wenig respektvolle Umgang mit Natur, Stadtbild und Lebensqualität für Innenstadtbewohner aber noch weitergehen. Der nächste Abschnitt für den Weiterbau der A 100 nach Friedrichshain und Lichtenberg soll mit einer neuen Brücke die Spree queren und dann in einem Tunnel unter dem Ostkreuz bis zur Ausfahrtsrampe an der Frankfurter Allee verlaufen. Wie dort die Anbindung der A 100 an das innerstädtische Straßennetz erfolgen soll, ist noch völlig unklar. Klar ist, dass angesichts der bereits heute überlasteten Straßen dann Friedrichshain und Lichtenberg im Verkehrschaos versinken und somit Wohnquartiere im Ausweichverkehr ersticken werden. Die Gesamtkosten für die Bauabschnitte 16 und 17 werden die Milliarden-Euro-Grenze locker überschreiten.“

BISS und BUND werden den Widerstand gegen diesen verkehrspolitischen Größenwahn daher aufrecht erhalten und sich bei der anstehenden Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans dafür einsetzen, dass statt des Weiterbaus der A 100 endlich die Lärmsanierung der innerstädtischen Autobahnen und der Ausbau des Schienennetzes in Angriff genommen wird.

Hintergrund-Infos:
www.stop-a100.de
www.a100stoppen.de

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