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75 Jahre später – Gedenktag an Aktion „Arbeitsscheu Reich“
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Schon weit vor der Machtübergabe an das deutsche faschistische Regime vor 80 Jahren war eine verschärfte Disziplinierungs- und Ausgrenzungspolitik in der kapitalistischen Arbeitsgesellschaft durch Kriminalisierung und Repressionen legitimiert. Zunehmend kamen auch Argumente hinzu, die „Asozialität“ im Sinne von „Schmarotzertum“ und „Faulheit“ medizinisch-psychiatrisch „erklären“ sollten. Den Höhepunkt pseudowissenschaftlicher Erklärungsmuster bildeten Rassenhygiene und Eugenik, die den medizinisch-psychiatrischen Zuschreibungen noch die rassistisch-biologistischen verstärkt in der Weimarer Republik hinzufügten. Nach der bereits vollzogenen Einteilung der Menschen in „nützlich“ oder „unnütz“, „verwertbar“ oder „nicht verwertbar“ wurde nun Leben auch als „wertes und unwertes“ eingestuft und unter Finanzierungsvorbehalt gestellt. Unter den Nazis bedeutete dies neben Entrechtung, Verfolgung, Sterilisation, Gewahrsamnahme bis hin zu Zwangsarbeit, die Ermordung der als „Asoziale“ und „lebensunwert“ eingestuften Menschen in Konzentrationslagern und Tötungsanstalten. Ziel sollte die absolute Ausgrenzung sozialer Randgruppen aus der „Volksgemeinschaft“, die Entlastung der Wohlfahrtssysteme für „anständige Volksgenossen“ sowie die Erschaffung eines „homogenen und gesunden deutschen Volkskörpers“ sein – öffentlich und wahrnehmbar vor den Augen der Gesellschaft, getragen und legitimiert durch sie selbst.
Ab September 1933 wurde in einer vom Propagandaministerium initiierten Großrazzia im gesamten Reichsgebiet Jagd auf wohnungslose, bettelnde und vagabundierende Menschen gemacht und mehrere zehntausend Menschen festgenommen. Himmler verkündete in einer Rundfunkansprache im Januar 1937 die Ausschaltung von “unverbesserlichen asozialen Elementen” als Aufgabe der Polizei. Darauf hin stieg die Zahl der Insassen in den Arbeitshäusern in weit größerem Ausmaße an: In den Arbeits- und Bewahrungshäusern Rummelsburg z.B. alleine von Mitte 1934 bis Mitte 1935 von 932 auf 1.191 Personen. Im Rahmen der von der Kriminalpolizei zwischen dem 13. und 18. Juni 1938 durchgeführten Aktion “Arbeitsscheu Reich” gegen als “asozial” bezichtigte Menschen wurden erneut mehr als 11.300 Menschen verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Nach einer Durchführungsverordnung von 1938 galt als „asozial“, wer durch „gemeinschaftsfremdes“, wenn auch „nicht verbrecherisches Verhalten zeigt, dass er sich nicht in die Gemeinschaft einfügen will”. Wie viele davon genau an den Folgen von Zwangsmaßnahmen oder unmenschlicher Behandlung gestorben oder in Konzentrationslagern und Tötungsanstalten deportiert und ermordet wurden, ist bisher nicht bekannt. Nach derzeitgem Forschungsstand des Arbeitskreises ist aber bekannt, dass bis zu 200 Menschen aus den Rummelsburger Arbeitshäusern zwangssterilisiert worden sind.
Die historische Chance zu einem Bruch mit sozialer und rassistischer Ausgrenzung und der Beseitigung ihrer Ursachen nach 1945 wurde leichtfertig und teils auch bewusst bzw. politisch motiviert vertan. Bis heute sind die Verbrechen an den so genannten „Asozialen“ nicht als „NS-spezifisches“ Unrecht anerkannt und Betroffene kaum entschädigt bzw. rehabilitiert worden. Im Gegenteil. Diese Nichtanerkennung sowie die Verweigerung einer Aufarbeitung tragen bis heute zu einer Aufrechterhaltung und Legitimierung dieses Stigmas und pauschaler Zuschreibungen negativer Eigenschaften zur Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen bei – nicht nur aber insbesondere in Krisenzeiten wird die Konstruktion von Sündenböcken für alle gesellschaftlichen und sozialen Fehlentwicklungen fortgesetzt bzw. verstärkt. Es wird Zeit, den heutigen Kontinuitäten und Brüchen unter Berücksichtigung einer zunehmend heterogenen sozialen und rassistischen Hierarchisierung und dem Einfluss des Prinzips des „Teile und herrsche“ eine verstärkte ursachenbezogene Aufklärung, Solidarisierung und Mobilisierung entgegenzusetzen.
8. Juni 2013
15:00 – 17:00 Uhr
Gedenken an die Aktion „Arbeitsscheu Reich“ von 1938
Moderation: Lothar Eberhardt
Zeitzeug_innen: Ilse Heinrich, Rita Vowe (Tochter vom Boxer Rukeli Trollmann)
Redebeiträge von:
- Vertreter_innen des Arbeitskreises „Marginalisierte − gestern und heute!“
- Der Initiative „Gedenkort Uckermark“
- Der Kampagne „Niemand ist vergessen!“
- Einzelpersonen, die zu den Themenkomplexen Zwangssterilisierungen, Euthanasie, Rassismus
gegen Sinti und Roma etc. forschen und arbeiten.
17:00 – 18:30 Uhr
Ausstellungseröffnungen
- „Gewalt gegen wohnungslose Menschen im Nationalsozialismus und heute“
- Eröffnung der Videoinstallation der Wanderausstellung „Opfer Rechter Gewalt seit
1990 in Deutschland“ (Opferperspektive Potsdam)
- Aufstellung des „Temporären Denkmals für Johann ‚Rukeli‘ Trollmann“ (Boxring)
(angefragt)
18:30 – 20:00 Uhr
Lesungen im Rahmen der „Langen Nacht der Wissenschaften“
Zeitzeug_innenlebensläufe, Texte zu und über Kontinuitäten und Brüche sowie Hintergründe von sozialer und rassistischer Ausgrenzung einschließlich der Folgen für die Betroffenen.
Ort: Platz vor den ehemaligen Verwaltungsgebäuden
(Hauptstraße 8, Tram 21 bis Kosanke-Siedlung oder S-Bhf Rummelsburg – Fußweg ca.10 min)
7. Juni 2013 – 19:00 Uhr
Gedenkort für sogenannte Asoziale im deutschen Faschismus – Anspruch und Wirklichkeit beim Runden Tisch in Lichtenberg
Mit Lothar Eberhardt & Dirk Stegemann
Der Arbeitskreis „Marginalisierte – gestern und heute!“ fordert seit 2007 die Schaffung eines Gedenkortes, in deren Mittelpunkt die Verbrechen an den so genannten Asozialen im deutschen Faschismus stehen. Seit 2012 hat das Bezirksamt Berlin – Lichtenberg einen Runden Tisch installiert, der sich mit dem Gedenken auf dem Areal der ehemaligen Rummelsburger Arbeitshäuser auseinandersetzt.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Museum Lichtenberg
Ort: Museum Lichtenberg, (Türrschmidtstraße 24, Nähe S-Bhf. Nölndnerplatz)
8. Juli 2013 – 18:30 Uhr
Verfolgung von sogenannten Asozialen während des Faschismus
Mit Anne Allex & Anne Seeck
Vorurteile gegen Erwerbslose gibt es, seitdem wir denken können. Es erscheint, als ob sie – egal in welcher Gesellschaft – immer wieder neu aufgewärmt werden. Wie diese Vorurteile entstanden und warum sie weiter transportiert wurden, untersucht Anne Allex für das Mittelalter und die Neuzeit. Welche Kontinuitäten und Ähnlichkeiten der Stigmata von Erwerbslosen nach dem 2. Weltkrieg in beiden deutschen Staaten bis heute weiter wirken und welche Ursachen dies hat, darüber berichtet Anne Seeck.
Eine Veranstaltung im Rahmen des emanzipatorischen Infocafés „Manic Monday“
Ort: JFE Linse, (Parkaue 25, Nähe S-& U-Bhf. Frankfurter Allee / Tram M13 bis „Rathaus Lichtenberg“)
100. Montagsdemo in Friedrichshagen am 27.5., 19 Uhr, Marktplatz Friedrichshagen
0Presseinformation
Am 27. Mai ab 19 Uhr veranstaltet die Friedrichshagener Bürgerinitiative ihre 100. Montagsdemo gegen den BER auf dem Marktplatz an der Bölschestraße in Berlin-Friedrichshagen. Die Veranstalter rechnen zum Jubiläum mit weit mehr als 1.000 Teilnehmern. Neben einem abwechlungsreichen Musikprogramm mit Protestsongs von Liese Reznicek und Politsatire werden Bürgerinitiativen aus zahlreichen Regionen sowie Vertreter des öffentlichen Lebens Grußworte zum Jubiläum überbringen. Als Redner angekündigt haben sich u.a. Michael Efler (Mehr Demokratie e.V.), Rechtsanwältin Franziska Heß (Kanzlei BAUMANN), Uwe Hiksch (NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Berlin e.V.).
Als Protestdemonstration gegen die willkürliche Festlegung der Müggelseeflugroute über Berlins größten See und dichtbesiedelte Wohngebiete im Südosten Berlins vor zwei Jahren gestartet, richtet sich die Montagsdemonstration mittlerweile gegen Politikversagen und Managementfehler am BER auf Kosten der Bürger und gegen die Gesundheitsgefahren eines ungebremsten Fluglobbyismus an falschen Standorten.
Gesprochen haben auf der Montagsdemo unter anderem Gregor Gysi, Renate Künast, Anton Hofreiter. Namhafte Künstler wie Leander Haußmann oder die Band Silly hatten Auftritte. Nur Klaus Wowereit ist den Veranstaltungen trotz mehrfacher Einladung ferngeblieben.
Die Jubiläumsveranstaltung bildet den Auftakt zu den BER-Aktionswochen der Bürgerinitiativen. Am 4. Juni demonstrieren Bürger zum Hoffest am Roten Rathaus, am 8. Juni findet eine Protestveranstaltung in Schönefeld statt. Die Aktionen werden organisiert und unterstützt vom Aktionsbündnis Berlin Brandenburg www.abb-ber.de, dem Bündnis Südost www.buendnissuedost.de und dem BVBB e.V. www.bvbb-ev.de.
Medienvertreter sind zur 100. Montagsdemo herzlich willkommen und können sich ab sofort anmelden unter fbi.berlin@googlemail.com. Interviewpartner stehen zur Verfügung, der Pressetreff befindet sich hinter der Bühne.
Berlin: ZWANGSRÄUMUNGEN VERHINDERN – AUCH DU BIST GEFRAGT!
0ZWANGSRÄUMUNGEN VERHINDERN – AUCH DU BIST GEFRAGT! Das Bündnis Zwangsräumungen verhindern lädt ein: Mitmachtreffen am Mittwoch, den 22.5. um 19 Uhr im Familiengarten in der Oranienstr. 34 IN kRREUZBERG Zwangsräumung ist die gewalttätigste Form von Verdrängung.Dagegen setzen wir die Solidarität. Wir organisieren Blockaden, sit-ins, besuchen die Verantwortlichen und vieles mehr. Wir sind ein außerparlamentarisches politisches Bündnis an das sich immer mehr Betroffene wenden. Darum wollen wir größer und stärker werden. Kommt vorbei, wenn ihr solidarisch sein wollt, jeder Gedanke, jede kleine Idee, jeder Kuchen und was auch immer ist gefragt – gemeinsam wollen wir bleiben – zwangsraeumungverhindern.blogsport.de *********************** freut sich auf euch!
Blockupy 2013: Aktionstrainings in Berlin
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BLOCKUPY 2013: Aktionstrainings in Berlin Am 31. Mai 2013 wird es nach 2012 zum zweiten Mal eine Blockade-Aktion gegen die Europäische Zentralbak (EZB) in Frankfurt am Main geben. Die EZB ist als Teil der sogenannten „Troika“ neben der EU-Kommission und dem IWF ein wesentlicher Akteur und unmittelbar für die derzeit europaweit betriebene Verarmungspolitik verantwortlich. Das Aktionsziel ist, mit massenhaften Sitz- und Stehblockaden alle Korridore zum Eurotower am Willi-Brandt-Platz dicht zu machen und dadurch den normalen Geschäftsablauf der EZB in Frankfurt zu stören. In Vorbereitung auf diese Aktion werden bundesweit Aktionstrainings durchgeführt. Auch in Berlin werden einige davon stattfinden. Neben den „Basistrainings“ wird es ebenfalls ein „Aufbautraining“ geben, das auch für Aktivist*innen mit Aktions- und/ oder Trainingserfahrung geeignet ist.
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Aktionstraining „Basistraining“ | Samstag 18. Mai | 13-18 Uhr | Irving Zola Haus | Ohlauer Straße 12 (Ecke Reichenberger) | 10999 Berlin Aktionstraining „Aufbautraining“ | Mittwoch 22. Mai | 18-22 Uhr | Irving Zola Haus | Ohlauer Straße 12 (Ecke Reichenberger) | 10999 Berlin Aktionstraining „Basistraining“ | Samstag 25. Mai | 13-18 Uhr | Projektraum H48 | Hermannstr. 48 | 2. Hinterhof | 12049 Berlin | U8 Boddinstr. ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
[bundesweiten Blockupy-Bündnisses] http://blockupy-frankfurt.org https://www.facebook.com/blockupy.europe https://twitter.com/blockupy [Berliner Blockupy-Plattform] http://berlin.blockupy-frankfurt.org/ https://www.facebook.com/BlockupyPlattformBerlin https://twitter.com/BlockupyBerlin
Info-Veranstaltung zu den Blockupy-Aktionstagen: 15. Mai | 19h | Regenbogenfabrik | Lausitzerstr. 22
0BLOCKUPY 2013: Blockieren – markieren – demonstrieren
Info-Veranstaltung zu den Blockupy-Aktionstagen vom 31. Mai bis 1. Juni in Frankfurt am Main.
https://www.facebook.com/events/142537429264758/?ref=ts&fref=ts
15. Mai | 19h | Regenbogenfabrik | Lausitzerstr. 22
Auch in diesem Jahr wollen wir wieder mit euch nach Frankfurt fahren, um gemeinsam gegen das EU-Krisenregime zu protestieren. Nach den großen Blockupy-Protesten gegen die autoritäre Krisenpolitik der europäischen Regierungen und der Troika aus EZB, IWF und Europäischer Kommission im vergangenen Jahr hat sich in Europa nichts zum Besseren verändert, sondern im Gegenteil hat sich die Lage verschärft: In Spanien und Griechenland ist fast jedeR dritte erwerbslos, das Gesundheitssystem ist zusammen gebrochen, die Situation von Flüchtlingen ist europaweit katastrophal.
In Frankfurt wollen wir dieser Politik der Spardiktate, der rassistischen Abschottung und der Ausbeutung eine klare Absage erteilen:
Wir blockieren die EZB und damit einen zentralen Teil des EU-Krisenregimes, wir blockieren den Abschiebeflughafen Frankfurt, wir markieren Krisenprofiteure wie die Deutsche Bank und wir stören den kapitalistischen Alltag auf der Haupteinkaufsstraße Frankfurts, der Zeil!
In dieser Veranstaltung stellen wir euch gemeinsam mit Stephan (attac), Julia (TOP B3erlin), Martin (transact) und Janosch (FelS) die geplanten Blockupy-Aktionen vor: Warum blockieren wir die Europäische Zentralbank, welche Rolle hat sie in der Krisenpolitik? Wieso protestieren wir gegen die Deutsche Bank, was hat sie mit Landraub zu tun? Wie ist die Aktion am Abschiebeflughafen geplant, welche kreativen Aktionen können wir uns vorstellen, um die Zeil kräftig durcheinander zu bringen?
Außerdem gibt’s natürlich die wichtigsten Infos zum Ablauf der Aktionstage: Zur Anfahrt mit den Bussen, zum Antikapitalistischen Camp, zu den Blockaden und Aktionen am 31. Mai und zur Demonstration am 1. Juni.
Tickets könnt ihr übrigens jetzt schon kaufen: Im Red Stuff (Waldemarstr. 110) und bei Schwarze Risse (Gneisenaustr. 2a)!
Infos: http://berlin.blockupy-frankfurt.org/ | blockupy-frankfurt.org
blockupy Berlin: Mobilisierungs-Kundgebung in Berlin, Samstag 11.5., 14 Uhr Heinrich-Platz
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Bundesweites Blockupy-Bündnis
* Mobilisierungs-Kundgebung in Berlin, Samstag 11.5. 14 Uhr Heinrich-Platz
* 15 Uhr öffentliches Aktionstrainin des bundesweiten Blockupy Bündnisses
Am Samstag, 11.5.13, lädt das bundesweite Blockupy-Bündnis Medienvertreter zu einer Mobilisierungskundgebung für die Blockupy-Aktionstage am 31. Mai und 1. Juni ein. Auf der Kundgebung werden ab 14 Uhr Aktionskonzepte vorgestellt und verschiedene in die Vorbereitung involvierte Initiativen sprechen. Ab 15 Uhr wird eine öfentlichkeitswirksame Probeblockade trainiert. Insbesondere dabei werden sich Bilder für Medienvertreter ergeben, die einen Ausblick auf die Aktionstage geben werden. Ansprechparter des bundesweiten Blockupy-Bündnisses und der Berliner Blockupy-Plattform werden für Sie bereit stehen.
Ausrichter der Kundgebung ist die Berliner Blockupy-Plattform, die regionale Vorbereitungsgruppe für die Aktionstage und Ort der Vernetzung. So werden auf der Kundgebung unter anderem Vertreter vom Bündnis Zwangsräumungen stoppen, einer queerfeministischen Blockupy-Mobilisierungsgruppe und einer Blockupy-Hochschulvernetzung über ihre Anliegen mit Blockupy sprechen. Außerdem wird der gesamte Ablauf der Aktionstage sowie insbesondere das Konzept für Protestaktionen auf der Frankfurter Zeil am 31. Mai vorgestellt.
Bereits am Mittwoch, den 29. Mai wird das Blockupy Camp in Frankfurt geöffnet.
Am 31. Mai werden tausende Aktivistinnen und Aktivisten die Europäische Zentralbank blockieren, um gegen die von ihr im Rahmen der Troika vorangetriebene Verarmungspolitik in Europa widerstand zu leisten. Nachmittags finden weitere Protestaktionen etwa am Frankfurter Flughafen, der Deutschen Bank und der Einnkaufsmeile Zeil statt.
Am 1. Juni wird eine internationale aktivistische Demonstration ihren Widerspruch zum Krisenregime der Bundesregierung und der EU zum Ausdruck bringen. Anschließend beraten sich die Aktivistinnen und Aktivisten über Alternativen und Strategien für solidarische Krisenlösungen von Unten.
Das Blockupy-Bündnis wird getragen von Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener emanzipatorischer Gruppen und Organisationen, darunter die Interventionistische Linke, Attac, Occupy Frankfurt, Gewerkschaften, Jugend- und Studierendenverbände wie die Linksjugend Solid und die Grüne Jugend, das Erwerbslosen-Forum Deutschland, die Partei “Die Linke” und – in diesem Jahr dazu gekommen – das Netzwerk Friedenskooperative und das Bündnis “Ums Ganze”.
>Webseite der Blockupy-Plattform Berlin:
http://berlin.blockupy-frankfurt.org/
Pressekontakte:
* Hanno Bruchmann, Blockupy Frankfurt / Interventionistische Linke, Tel. 0176 20323380
* Blockupy Plattform Berlin, Zeil Aktion
NaturFreunde Berlin: Ausbau der A 100 ist verkehrspolitische Irrsinn
0Zum Spatenstich für die geplante Stadtautobahn A 100 erklärt der stellvertretende Vorsitzende der NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch:
Ausbau der A 100 ist verkehrspolitische Irrsinn
NaturFreunde fordern Ende der Verkehrspolitik der 50er Jahre
Berlin, 07. Mai 2013 -– Die Berliner Politik scheint mit ihren Bauplanungen alle Negativrekorde überbieten zu wollen: Eine Flughafenplanung an den umweltpolitischen und verkehrspolitischen Realitäten vorbei, die Bebauung des Tempelhofer Feldes gegen den Mehrheitswillen der Berliner Bevölkerung, das Ignorieren eines gewonnen Volksentscheids bei Mediaspree mit einer Zerstörung einer einzigartigen kulturellen Infrastruktur und nun die teuerste und unsinnigste Autobahn Deutschlands.
Die geplante Verlängerung der A 100 ist verkehrspolitischer Irrsinn und eine riesige Verschwendung von Steuermitteln. Bundesverkehrsminister Ramsauer und der Regierende Bürgermeister von Berlin Wowereit setzten sich hier ein Denkmal für eine verkehrspolitische Fehlplanung. Die A 100 wird Berlin verkehrspolitisch nicht entlasten, sondern zu weiteren Staus und Verschmutzung in der Innenstadt beitragen. Verkehrspolitisch ist sie unnötig und umweltpolitisch unverantwortlich.
Die NaturFreunde fordern den Berliner Senat auf, diesen Irrsinn zu stoppen und mit dem Bundesverkehrsministerium zu verhandeln, die 500 Millionen für die Autobahn in den Neubau von Straßenbahnstrecken zu investieren. Wichtige verkehrspolitische Projekte für Berlin wären zum Beispiel:
- Die Verlängerung der Straßenbahn von der Warschauer Straße bis zum Hermannplatz.
- Der Neubau einer Straßenbahnlinie vom Alexanderplatz über den Potsdamer Platz bis zum Rathaus Steglitz.
- Den Weiterbau der Straßenbahn vom Hauptbahnhof nach Moabit.
- Den Anschluss des Märkischen Viertels an die Straßenbahn mit einer Verlängerung bis nach Frohnau.
Die jetzige Verkehrspolitik des Berliner Senats ist gescheitert. Der Senat verfolgt in Berlin eine verfehlte Verkehrspolitik der 50er Jahre. Noch immer wird die autogerechte Stadt geplant und einer nachhaltigen Verkehrspolitik vorgezogen. Mit diesem Steinzeitplanungen verbaut der Senat eine zukunftsfähige Verkehrspolitik für Berlin.
DIE LINKE: Lesen gegen das Vergessen. Berlin, Bebelplatz
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Freitag, 10. Mai 2013 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Berlin, Bebelplatz, gegenüber der Humboldt-Universität
Lesen gegen das Vergessen
Lang ist die Liste der Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Werke am Abend des 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz, dem heutigen Bebelplatz, verbrannt wurden.
Unter dem Gejohle eines großen Publikums landeten über 20 000 Bücher auf dem Scheiterhaufen der Nazis. Nur wenige Jahre später brannten in Auschwitz Menschen …
Der israelische Künstler Micha Ullmann schuf 1995 auf dem Bebelplatz das Mahnmal einer versunkenen, leeren Bibliothek.
Alljährlich treffen sich hier Berlinerinnen und Berliner und ihre Gäste aus aller Welt, um an das Geschehene zu erinnern und aus Büchern zu lesen, die die Nazis für immer vernichten wollten.
In diesem Jahr lesen: Elfriede Brüning, Stefan Bergel, Roland Claus, Daniela Dahn, Gregor Gysi, Beate Klarsfeld, Heidi Kloor, Klaus Lederer, Gesine Lötzsch, Dieter Mann, Gisela May, Andreas Nachama, Regina Scheer und Studierende aus den USA
Veranstalter: Die LINKE im Bundestag
Berliner Energietisch: Vattenfall den Stecker zieh’n
0Pressemitteilung
Gemeinsame Aktion des Berliner Energietisches mit Brandenburger Umweltinitiativen
Am heutigen Samstag haben erstmals Aktive des Berliner Energietisches zusammen mit CCS-Bürgerinitiativen aus Ostbrandenburg, Lausitzer Tagebaurandbetroffene sowie akut von neuen Tagebau bedrohte Menschen in Sichtweite des Kraftwerkes Klingenberg gegen die Energieerzeugung von Vattenfall protestiert. Gleichzeitig riefen die Beteiligten alle Berlinerinnen und Berliner auf, sich am Volksbegehren „Neue Energie für Berlin“ zu beteiligen.
Konkret wandten sich Sprecher gegen Vattenfalls Kohlepläne wie die geplanten neuen Tagebaue in der Lausitz und die damit verbundene klimaschädliche Energiegewinnung aus Braunkohle.
„Am Beispiel Klingenberg wird die ganze verfehlte Energiepolitik Vattenfalls deutlich. Anstatt wie versprochen 2016 auf Gas umzustellen, soll vier weitere Jahre die klimaschädliche Braunkohle verfeuert werden. Damit ist klar: Vattenfall ist kein Partner für die Energiewende, weder in Brandenburg noch hier in Berlin“, erklärt Stefan Taschner, Sprecher des Berliner Energietisches.
Aber auch die Gefahr für die Trinkwasserversorgung Berlins durch Vattenfalls Tagebaue wurde thematisiert. Steigende Sulfatgehalte in der Spree gefährden die Einhaltung der Trinkwassergrenzwerte in Berlin.
An der Aktion nahmen neben den Initiativen aus den beiden Bundesländern auch Brandenburger Landespolitiker, wie Sabine Niels und Benjamin Raschke (Bündnis 90/ Die Grünen) teil. Im Anschluss an die Kundgebung zogen die Aktiven aus, um für das Volksbegehren des Berliner Energietisches Unterschriften zu sammeln.
Das Volksbegehren sieht die Rekommunalisierung der Stromnetze und die Gründung eines berlineigenen Stadtwerkes vor. Bis zum 10. Juni muss das Bündnis aus über 50 Organisationen 200.000 Unterschriften sammeln, damit die Berlinerinnen und Berliner zur Bundestagswahl über die zukünftige Energieversorgung ihrer Stadt in einem Volksentscheid abstimmen können.
9. Mai 2013 – 68. Tag des Sieges über den Faschismus!
0Herzliche Einladung
9. Mai 2013 – 68. Tag des Sieges über den Faschismus!
Liebe Freund_innen und Freunde:
Wer nicht feiert – hat verloren!
Großes deutsch-russisch-internationales antifaschistisches Fest
Donnerstag, 9. Mai 2013 / ab 11.00 – 22.00 Uhr / auf dem Parkplatz am Rosengarten / Puschkinallee / Treptower Park
In diesem Jahr begehen wir den 68. Jahrestages des Sieges über den deutschen Faschismus. Ohne die unermesslichen Opfer der sowjetischen Frauen und Männer, wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen.
Viele unserer älteren Mitglieder und Freunde fanden als Antifaschistinnen und Antifaschisten Zuflucht in der Sowjetunion; viele kehrten in der Uniform der Roten Armee als Befreierinnen und Befreier zurück. Viele Verfolgte wurden von der Roten Armee aus den Konzentrationslagern und Gefängnissen befreit.
In diesem Jahr trauern wir um unser Mitglied Hanna Podymachina, Leutnant der 7. Abteilung, beim Stab der damaligen Südwestfront, die an der erfolgreichen Operation zur Einkesselung der 6. deutschen Armee in Stalingrad teilnahm. Sie ist vor wenigen Tagen am 17. April 2013 in Berlin verstorben.
Wir freuen uns den Veteranen der Roten Armee Jakob Resnik und Henryk L. Kalinowski vom 6. Brückenlege-Batallion der 2 polnischen Armee, er war als einer der ersten polnischen Soldaten in Berlin, begrüßen zu können.
Mit Sorge betrachten wir aber, dass sich seit Jahren die geschichtsrevisionistischen Angriffe in der Bundesrepublik und der Europäischen Union mehren, die den Beitrag der damalige Sowjetunion, der Rote Armee und der Partisaninnen und Partisanen zur Befreiung vom Faschismus negieren und relativierten solle.
Auch am 68. Jahrestag des Sieges über den deutschen Faschismus möchten wir uns bei allen bedanken, die zur Zerschlagung Nazideutschlands einen Beitrag geleistet haben. Der deutsche Antifaschist, Exilant und Veteran der Roten Armee Stefan Doernberg brachte es vor drei Jahren in seiner Rede auf unserem Fest zum 9. Mai auf den Punkt: »Die Rote Armee rettete die Zivilisation«.
In diesem Jahr ist der Jahrestag zugleich der 70. Jahrestag des Sieges der Roten Armee in Stalingrad am 2. Februar 1943. Die Schlacht von Stalingrad ist eine der wichtigsten Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und zusammen mit der Schlacht am Kursker Bogen der Wendepunkt im Kampf um die Befreiung vom Nazismus.
Seit vielen Jahren organisieren wir, die Basisorganisation 8.Mai der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e. V (Berliner VVN-BdA e.V.), ehrenamtlich unser nicht-kommerzielles Fest zum Tag des Sieges. Dabei haben wir tausende Gäste, Musikerinnen und Musikern sowie Freundinnen und Freunden dazu gewonnen mit uns zusammen zu feiern, zu essen und zu trinken. Der Kampf um den Frieden ist auch 68 Jahre nach der militärischen Zerschlagung des deutschen Faschismus durch die Armeen der Anti-Hitlerkoalition, die antifaschistischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern sowie Partisaninnen und Partisanen unsere tägliche Aufgabe.
An sie alle feierlich zu erinnern, ist der Anlass unseres fröhlichen Festes im Treptower Park, unweit des Sowjetischen Ehrenmals, und in diesem Geiste wollen wir am 9. Mai zusammen feiern.
Wir möchten Euch auf diesem Wege herzlich einladen und um Eure Unterstützung und Teilnahme werben.
Hitler kaputt! Ein Grund zu feiern!
Eure BO 8. Mai der Berliner VVN-BdA e.V.