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Kampagne Saubere Kleidung: Sieg über Adidas: Indonesische GewerkschafterInnen von PT Kizone erringen wegweisenden Erfolg
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Pressemitteilung:
Berlin, Münster, 29. April 2013] – Pünktlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai konnten die ArbeiterInnen des ehemaligen Adidas-Zulieferbetriebes PT Kizone in Indonesien einen wegweisenden Erfolg im Kampf gegen den Sportartikelriesen erringen: Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte musste Adidas dem Druck der GewerkschafterInnen und AktivistInnen nachgeben, die hartnäckig für die Auszahlung von 1,8 Millionen US-Dollar Abfindung an die 2.800 ArbeiterInnen der illegal geschlossenen Fabrik gekämpft haben. Die Kampagne für Saubere Kleidung hat mit öffentlichen Aktionen und Online-Protest maßgeblich zum Erfolg der Auseinandersetzung beigetragen.
„Zwei Jahre lang hatte sich der Konzern geweigert, die Abfindungen auszuzahlen und damit gegen indonesisches Recht, internationale Arbeitsstandards und den eigenen Verhaltenskodex verstoßen“, sagt Axel Schröder, INKOTA-Vorstandsmitglied. „Umso mehr freuen wir uns, dass Adidas in diesem Fall endlich das Richtige getan hat“.
Auch wenn die genauen Vereinbarungen des Abkommens bisher nicht öffentlich bekannt sind, ist sicher, dass den ArbeiterInnen von PT Kizone eine beträchtliche Summe zugesagt wurde. Die Gewerkschaft DPC SPSI TSK und das PT Kizone Workers Coordinating Committee werden die genauen Auszahlungsmodalitäten weiter mit Adidas aushandeln.
„Dieser Fall ist ein Meilenstein im Kampf für die Rechte von Beschäftigten in Zulieferbetrieben der Sportartikelindustrie“, so Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero. „Dies wäre ohne die internationale Solidarität mit den ArbeiterInnen in Indonesien nicht möglich gewesen. Er zeigt aber auch, dass Adidas nur unter Druck bereit ist, Arbeitsrechte zu achten.“
Der Fall hatte vor allem in den USA für Aufsehen sorgt: Die United Students Against Sweatshops (USAS) hatten mit hartnäckigem Protest an zahlreichen Universitäten im ganzen Land dafür gesorgt, dass 17 Universitäten bestehende Lizenzverträge mit Adidas gekündigt hatten. Auch in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden solidarisierten sich AktivistInnen mit den Beschäftigten von PT Kizone. So unterstützten 2012 mehr als 50.000 Menschen die Forderungen der Kampagne nach gesetzlichen Abfindungszahlungen mit ihrer Unterschrift und beteiligten sich an einer internationalen Aktionswoche bei Facebook.
„Wir sind stolz, Teil eines solchen Abkommens zu sein, aber am allermeisten sind wir erleichtert darüber, dass unsere Familien endlich das Geld bekommen, welches sie so dringend benötigen“, sagt Aslam Hidayat, ehemaliger Arbeiter bei PT Kizone und Koordinator des PT Kizone Workers Coordinating Committee.
Hintergrund zum Fall PT Kizone, Indonesien
Im April 2011 wurden 2.800 ArbeiterInnen durch die illegale Schließung des Adidas-Zulieferbetriebs PT Kizone in Tangerang, Indonesien arbeitslos. Die ihnen nach indonesischem Recht und internationalen Arbeitsstandards zustehenden Abfindungszahlungen, die auch nach dem Adidas-Verhaltenskodex erforderlich wären, hatten sie bislang nicht erhalten. Insgesamt standen den ArbeiterInnen 3,4 Millionen US-Dollar (plus Zinsen) zu. Andere Unternehmen, die ebenfalls Abnehmer des Zulieferbetriebs PT Kizone waren, haben mit insgesamt 1,6 Millionen US-Dollar bereits zu den Abfindungszahlungen beigetragen. Adidas hingegen hatte sich zwei Jahre lang geweigert, die Restsumme von 1,8 Millionen US-Dollar zu zahlen.
Nach Fabrikeinsturz in Bangladesch: Kampagne für Saubere Kleidung fordert verbriefte Gebäudesicherheit
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[Berlin, 25. April 2013] – Angesichts der weiteren Katastrophe in einer Textilfabrik in Bangladesch fordert die Kampagne für Saubere Kleidung zusammen mit Gewerkschaften und Arbeitsrechtsgruppen aus aller Welt, die Käufer der bangladeschischen Textilien auf, endlich das bangladeschische Abkommen zu Brandschutz und Gebäudesicherheit zu unterzeichnen. Beim Einsturz des achtgeschossigen Gebäudes Rana Plaza nahe Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, sind nach aktuellen Angaben 167 Menschen ums Leben gekommen. Nahezu 1000 Menschen wurden verletzt. Das Gebäude beherbergte Fabriken in denen Kleidung genäht wurde. Die Fabriken führen international bekannte Marken als Kunden auf. Unter anderem wurden Label der spanischen Marke Mango und der britischen Marke Primark gefunden.
„Es ist unglaublich, dass die internationalen Käufer der Textilien sich immer noch weigern, ein verbindliches Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit mit Gewerkschaften zu unterzeichnen. Wie viele dieser Tragödien müssen noch passieren, bis sich die Unternehmen endlich zu einer Unterschrift bequemen?“, so Frauke Banse von der Kampagne für Saubere Kleidung.
„Im Moment sind die Familien der Opfer in Trauer um ihre Toten und die Gemeinden unter Schock. Aber sie und die vielen Verletzten sind ohne Einkommen und Unterstützung. Soforthilfe und langfristige Kompensationen müssen von jenen Unternehmen gestellt werden, die von Rana Plaza ihre Ware bezogen haben. Sie müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden, dass sie nichts unternommen haben, um diese Tragödie zu verhindern“, so Kirsten Clodius von der Kampagne für Saubere Kleidung.
Der Fabrikeinsturz zeigt erneut, dass die Selbstverpflichtungen der Unternehmen darin versagt haben, das Leben der ArbeiterInnen zu schützen. Die Kampagne für Saubere Kleidung warnt davor, dass das Sterben in den Textilfabriken Bangladeschs so lange weitergehen wird, bis Unternehmen endlich einem verbindlichen und unabhängigen Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit zustimmen. Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert deshalb die Unternehmen nochmals auf, umgehend das Bangladeschische Abkommen zum Brandschutz und Gebäudesicherheit zu unterzeichnen und umzusetzen. Mit dem Abkommen hat die Kampagne für Saubere Kleidung zusammen mit lokalen wie internationalen Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen ein umfassendes Aktionsprogramm entwickelt, das unter anderem unabhängige Gebäudeinspektionen, Trainings zu Arbeitsrechten, öffentliche Auskunftspflicht und eine Überarbeitung der Sicherheitsstandards vorsieht. Das Abkommen wurde bereits von Tchibo und PVH (Tommy Hilfiger und Calvin Klein) unterzeichnet.
Weitere Informationen
Bangladeschisches Abkommen zu Brandschutz und Gebäudesicherheit (englisch)
DGB: 1. Mai 2013 – Unser Tag: Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.
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Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit
Der 1. Mai ist UNSER TAG.
Denn es sind die Beschäftigten, die den Wohlstand dieses Landes erarbeiten.
Der 1. Mai ist unser Tag der Arbeit. Am 1. Mai demonstrieren wir für die Würde der arbeitenden Menschen!
Die Gewerkschaften zeigen durch Mitbestimmung und Tarifpolitik, dass wir die Lage der arbeitenden Menschen verbessern können. Aber wir erleben seit Jahren, dass Arbeit entwertet wird. Aus sicheren Arbeitsplätzen wurden oft unsichere Jobs. Fast ein Viertel der Beschäftigten hängt im Niedriglohnsektor fest. Immer mehr Beschäftigte leiden unter schlechten Arbeitsbedingungen und Stress. Und immer mehr Menschen droht Altersarmut.
Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst: Die Mittelschicht bröckelt, die unteren Einkommen sinken, während der Reichtum der oberen zehn Prozent zunimmt. Sie besitzen mittlerweile weit über die Hälfte des Gesamtvermögens in Deutschland.
Europas Krise ist noch längst nicht ausgestanden. Die falsche Krisenpolitik mit ihren radikalen Kürzungsprogrammen sorgt für eine Spirale nach unten. Kürzen und Sparen trifft nicht die Krisenverursacher an den Finanzmärkten, sondern die Krisenopfer: sie trifft Beschäftigte, Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner sowie die junge Generation.
Wir wollen für alle Menschen gute Arbeit, ein sicheres Auskommen und ein Leben in Würde!
Dafür brauchen wir eine neue Ordnung der Arbeit.
Wir wollen:
- die Stärkung der Rechte der Beschäftigten, der Mitbestimmung und der Tarifautonomie
- Gute Arbeit statt perspektivloser Jobs
- einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro
- gleiches Geld für gleiche Arbeit in der Leiharbeit
- Schluss mit der Diskriminierung von Frauen – auch in der Bezahlung
- eine Rente, die zum Leben reicht. Deshalb: Sofortiges Ende der Rentenkürzungen
- ein Investitions- und Konjunkturprogramm für ein sozial gerechtes Europa
- eine solide Finanzierung für einen handlungsfähigen Staat, z. B. für Bildungsinvestitionen
2013 ist kein Jahr wie jedes andere. Am 2. Mai vor achtzig Jahren wurde die freie deutsche Gewerkschaftsbewegung durch die Nationalsozialisten zerschlagen. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wurden von den Nazis verhaftet, verschleppt, gefoltert und ermordet. Unsere Geschichte verpflichtet uns zum Handeln gegen Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz. Der 1. Mai ist unser Fest der Solidarität und kein Ort für Nazis.
1. MAI: UNSER TAG FÜR GUTE ARBEIT. SICHERE RENTE. SOZIALES EUROPA
Bündnis umFAIRteilen Berlin ruft zum Aktionstag am 13. April ab 13 Uhr am Potsdamer Platz auf
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Bündnis umFAIRteilen ruft zum Aktionstag am 13. April ab 13 Uhr am Potsdamer Platz auf
Mit einer Menschenkette und dem symbolischen Umverteilen von Geld für soziale Zwecke ruft das Bündnis umFAIRteilen am 13. April ab 13 Uhr zum Aktionstag auf. Vertreterinnen und Vertreter von Wohlfahrts- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften und UnterstüzerInnen des Bündnisses werden anschließend auf einer Kundgebung sprechen.
Susanne Kahl-Passoth, Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: „Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Berlin ist die Hauptstadt der Kinderarmut. Gerade die Kinder aus einkommensarmen Familien in Berlin leiden unter den Kürzungen im sozialen Bereich. Ich kann es nicht mehr hören, dass die klammen öffentlichen Kassen der Grund für Einsparungen sind. Damit muss Schluss sein. Wir als Diakonie fordern eine solidarische Gesellschaft, in der die Starken für die Schwachen einstehen.“
Ursula Engelen-Kefer, Sozialverband Deutschland: „In der Bundesrepublik erleben wir eine weitere Entsolidarisierung durch die Verschärfung der Umverteilung von unten nach oben. In den Euro-Krisenländern werden immer mehr Menschen ins Elend gestützt. Dringend erforderlich ist die Umkehr in der Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik: Vermögende müssen ihren solidarischen Anteil an der Krisenbewältigung leisten.“
Heidi Knake-Werner, Volksolidarität Berlin: „Berlin wird älter und ärmer. Immer mehr ältere Menschen beziehen eine Rente, die zum Leben nicht reicht. Besonders betroffen sind allein erziehende Frauen und diejenigen, die jahrelang zu Niedriglöhnen gearbeitet haben. Die Weichen in die Altersarmut hat die Bundesregierung mit ihrer grundfalschen Rentenpolitik gestellt.“
Astrid Westhoff, ver.di Berlin-Brandenburg: „Gerade wir in Berlin merken, was es heißt wenn Reiche nicht genug Steuern zahlen. Das heißt im Klartext: Öffnungszeiten in Ämtern und Bibliotheken werden eingeschränkt, Schulen und andere öffentliche Gebäude stehen im Sanierungsstau, und im Essen ist Pferd anstatt Rind, weil die Ämter nicht häufig genug kontrollieren können.“
Das Bündnis umFAIRteilen tritt deutschlandweit für die Einführung einer einmaligen Vermögensabgabe, einer Vermögenssteuer und dem Umverteilen von Reichtum für soziale Zwecke ein. Am 13. April werden in über 40 Städten Aktionen stattfinden. In Berlin wird es Informationen, Kultur und Talk geben, unter anderem mit den oben genannten Unterstützerinnen, mit VertreterInnen von GEW, NaturFreunden, Attac, AktivistIinnen von Zwangsräumungen verhindern, Hartz IV-Widerstand und blockupy Berlin.
Fototermin: 13.15 Uhr am Potsdamer Platz. In einer Menschenkette vom Spielcasino am Marlene-Dietrich-Platz zum Potsdamer Platz wird symbolisch Reichtum umverteilen.
Berlin, den 9.4.2013
Kontakt:
Büdnis umFAIRteilen
c/o DWBO
Lena Högemann, Pressesprecherin
Tel.: 030 – 820 97 111
Mobil: 0173 – 60 333 22
INKOTA: „Unconscious Collapses“: Ohnmächtige Näherinnen „werben“ für H&M
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[Berlin, 25. März 2013] – Die Kampagne für Saubere Kleidung und INKOTA nehmen die vergangene Woche lancierte H&M-Werbekampagne „Conscious Collection“ aufs Korn. Die Adbusting-Aktion startet heute unter dem Titel „Unconscious Collapses“. Ziel ist, auf die miserablen Arbeitsbedingungen und die viel zu geringe Entlohnung der ArbeiterInnen in asiatischen Textilfabriken hinzuweisen, in denen H&M seine Kleidung produzieren lässt.
Allein in Kambodscha sind seit 2010 aufgrund von Mangelernährung infolge zu niedriger Löhne mehr als 2.400 Näherinnen am Arbeitsplatz kollabiert – mehrere Hundert von ihnen in H&M-Zulieferbetrieben. Die Kampagne für Saubere Kleidung und INKOTA fordern deshalb H&M auf, endlich existenzsichernde Löhne an seine ArbeiterInnen zu zahlen. Die kritische Öffentlichkeit und KonsumentInnen können sich per Online-Petition an den Branchenleader H&M und andere Modekonzerne richten, und damit den Druck auf die Unternehmen erhöhen.
„Aus unserer Sicht grenzt es an Zynismus von einer bewussten Modekollektion zu sprechen, während diejenigen, die die Kleidung nähen, reihenweise in Ohnmacht fallen“, sagt INKOTA-Vorstandsmitglied Axel Schröder. H&M-Chef Karl-Johann Persson hingegen preist die neue Kollektion damit an, dass sie dem gesteigerten Interesse der KundInnen an Nachhaltigkeit Rechnung trage und sie deshalb „darauf vertrauen können, dass alles, was sie von uns kaufen, mit Rücksicht auf Mensch und Umwelt hergestellt wird“. „Die Arbeitsbedingungen in den asiatischen Zulieferbetrieben blendet Persson dabei offensichtlich komplett aus“, so Schröder weiter.
Mit einem Umsatz von rund 16,3 Mrd. Euro und über 2 Mrd. Euro Gewinn (im Jahr 2012) steht H&M besonders in der Pflicht, seinen ArbeiterInnen in Asien endlich einen existenzsichernden Lohn zu zahlen, damit sie und ihre Familien wenigstens genug zu essen haben. „Eine Verpflichtung des Branchenprimus zu Existenzlöhnen hätte Signalwirkung für die gesamte Industrie“, so Schröder.
In Kambodscha kämpften Gewerkschaften erst kürzlich für eine Anhebung des monatlichen Mindestlohns von bislang 61 Dollar auf 150 Dollar. Am 21. März wurde daraufhin der neue staatliche Mindestlohn von 75 Dollar bekannt gegeben. Laut Schätzung der Asia Floor Wage Alliance bräuchten eine kambodschanische Näherin und ihre Familie zur Existenzsicherung jedoch 274 Dollar – fast das Vierfache des neuen Mindestlohns. Zudem verliert dieser durch die jährliche Inflation ständig weiter an realem Wert.
Wie die Unternehmen Gap, Levis und Zara gehört H&M zu den Hauptauftraggebern von Kambodschas boomender Textilindustrie. Diese Konzerne haben es in der Hand, die Arbeits- und Lebenssituation der dortigen Näherinnen endlich zu verbessern.
Mehr Informationen
Hintergrundinformationen zur Kampagne für einen Asiatischen Grundlohn
Berliner Ostermarsch 2013: 1000 Teilnehmende
0Zum heutigen Berliner Ostermarsch unter dem Motto “Es ist an der Zeit: Sagt Nein!” sind mehr als 1000 Aktive gekommen um gemeinsam gegen Krieg, Rüstungsexport und die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft zu demonstrieren.
Kurze Reden wurden am Potsdamer Platz gegen die Rüstungskonzerne EADS, Boeing und Rheinmetall gehalten.
Der Ostermarsch startete am Potsdamer Platz und wurde durch drei Zwischenkundgebungen vor der US-amerikanischen Botschaft, den Rüstungslobbyunternehmen am Pariser Platz und dem Deutschen Bundestag kurz gestoppt.
Am Pariser Platz wurden klare Reden gegen die dort ansässigen Rüstungslobbyisten von Krauss-Maffei Wegmann, Diehl und Lockeed Martin gehalten.
Abschlusskundgebung war am Bundeskanzleramt, bei dem Sabine Schiffer und Jutta Kausch die Abschlussreden hielten.
Mehr als 40 Organisationen haben zum Ostermarsch in Berlin aufgerufen.
Kampagne Saubere Kleidung: Unternehmen müssen endlich Entschädigungen für Brandopfer in Bangladesch zahlen und Brandschutzabkommen unterzeichnen
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[Berlin, 15. März 2013] – Mit Online-Protestaktionen via E-Mail und Facebook erhöht die Kampagne für Saubere Kleidung den öffentlichen Druck auf KiK und C&A. Beide Unternehmen müssen endlich Entschädigungen an die Hinterbliebenen der Opfer des Fabrikbrandes bei Tazreen Fashions in Bangladesch zahlen und das mit Gewerkschaften ausgehandelte Brandschutzabkommen unterzeichnen. Während KiK die Verantwortung in dem Fall von sich weist, hat C&A immerhin Entschädigungszahlungen zugesagt. Die versprochene Direktzahlung von 960 Euro pro verstorbenen Arbeiter deckt aber gerade einmal 4 Prozent der benötigten Gesamtsumme.
„Wir freuen uns, dass C&A grundsätzlich zur Zahlung von Entschädigungen an die Hinterbliebenen bereit ist. Allerdings reicht die Summe bei weitem nicht aus“, so Frauke Banse von der Kampagne für Saubere Kleidung. „Im Gegensatz zu C&A hat KiK sich im Fall Tazreen gar nicht bewegt. Mit dem Druck der Öffentlichkeit fordern wir die Unternehmen deshalb erneut auf, sowohl umfassende Entschädigungszahlungen zu leisten als auch das Brandschutzabkommen zu unterzeichnen“, so Banse weiter.
Die Kampagne für Saubere beklagt darüber hinaus, dass es bisher nicht zu transparenten Verhandlungen mit den Gewerkschaften vor Ort gekommen ist. Ein aktuelles Beispiel zeigt, dass es auch anders geht: Nachdem im Januar in der Fabrik Smart Export unweit der Tazreen Fabrik bei einem Feuer acht ArbeiterInnen gestorben sind, hat es einen Monat gedauert, bis zwei involvierte Unternehmen mit den lokalen Gewerkschaften Entschädigungen ausgehandelt hatten. Dabei orientierten sich die Unternehmen an bangladeschischen Präzedenzfällen und internationalen Standards. Dies zeigt, wie Unternehmen in einer solchen Katastrophe reagieren können. C&A, KiK und andere bei Tazreen involvierte Unternehmen sind nun aufgefordert, dem Beispiel von Smart Export zu folgen.
Zur Online-Eilaktion der Kampagne für Saubere Kleidung
http://www.saubere-kleidung.de/index.php/eilaktionen/protestaktionen/245-brand-in-tazreen-fabrik-in-bangladesch-familien-warten-seit-monaten-auf-entschaedigung
Zur Facebook-Aktion der Kampagne für Saubere Kleidung
https://www.facebook.com/saubere.kleidung
Weitere Facebook-Aktionen zur Eilaktion
https://www.facebook.com/inkota
Zur Facebook-Seite von C&A
https://www.facebook.com/ca.deutschland
Hintergrundstudie zu den Bränden in Bangladesch und Pakistan „Fatal Fashion“
http://www.saubere-kleidung.de/images/05_pdf/2013/2013_03_13-Faltal-Fashion-Report.pdf
Kampagne Saubere Kleidung: C&A Entschädigungsversprechen und Engagement im Brandschutz unzureichend
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Kampagne für Saubere Kleidung fordert weitere Schritte
[Berlin, 08. März 2013] – Nach einem Gespräch mit der Kampagne für Saubere Kleidung sagte C&A den Opfern des Fabrikbrandes der Tazereen Fabrik in Bangladesch Entschädigungszahlungen in Höhe von 1 Millionen US-Dollar zu. Aus Sicht der Kampagne für Saubere Kleidung gehen die Zusagen aber nicht weit genug. Sie fordert deutlich höhere Kompensationszahlungen. Weiterhin verlangt die Kampagne eine Unterzeichnung des mit bangladeschischen Gewerkschaften ausgehandelten Brandschutzabkommens.
„Die Zahlungen von C&A decken gerade mal vier Prozent der Entschädigungssumme, die nach den Berechnungen von bangladeschischen Gewerkschaften von den Opfern gebraucht werden“, so Frauke Banse, Eilaktionskoordinatorin der Kampagne für Saubere Kleidung. „Mit seinen Versprechen fällt C&A weit hinter internationale Standards und etablierte Praktiken in Bangladesch zurück.“
Darüber hinaus versäumt C&A es bisher, lokale Gewerkschaften bei der Festlegung der Entschädigungssumme wie auch bei den Verteilungsmodalitäten einzubeziehen. Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert C&A deswegen auf, die Gewerkschaften sowie die anderen betroffenen Unternehmen (in Deutschland ist dies KiK) an einen Tisch zu holen, und sowohl die Entschädigungssumme als auch den Auszahlungsmodus mit allen Steakholdern zu verhandeln.
Bezüglich des Brandschutzabkommens hat C&A eine generelle Bereitschaft gezeigt, das Abkommen zu prüfen. Die Kampagne für Saubere Kleidung begrüßt dies, gibt sich damit aber nicht zufrieden. „C&A hat mehr als zweihundert Zulieferer in Bangladesch und produziert mehr als ein Drittel seiner Kleidung in diesem Land. Das Unternehmen sollte weit mehr tun, um weitere Fabriktote zu verhindern. Die Unterzeichnung des Brandschutzabkommens ist ein zentraler Schritt dahin“, erklärt Banse.
Eine Unterzeichnung ist umso dringender, da das von C&A angekündigte neue Auditierungsverfahren weder die betroffenen ArbeiterInnen involviert, noch transparent ist und keine unabhängigen Überprüfungen vorsieht.
Die Kampagne für Saubere Kleidung wird in den nächsten Wochen ihre Aktivitäten fortsetzen, um von C&A und auch anderen Unternehmen, die in der Tazereen Fashions Fabrik ihre Textilien nähen ließen, Entschädigungszahlungen einzufordern und sie zur Unterzeichnung des Brandschutzabkommens zu bewegen.
Linksjugend ['solid]: DGB muss gewerkschaftliche Friedenstradition wahren
0DGB muss gewerkschaftliche Friedenstradition wahrenDer BundessprecherInnenrat der Linksjugend ['solid] kritisiert die aktuellen Äußerungen des DGB-Vorsitzenden Michael Sommer zur Aufkündigung des kritischen Verhältnisses des Deutschen Gewerkschaftsbundes zur Bundeswehr auf das Entschiedene und fordert den DGB auf die bisherige gewerkschaftliche Friedenstradition weiterzuverfolgen. Dazu erklärt Sebastian Lucke, Bundessprecher der Linksjugend ['solid]: "Es ist ein absolut fatales Signal, dass der DGB-Vorsitzende Michael Sommer quasi einen gewerkschaftlichen Freibrief für die militarisierte Außenpolitik der Bundesregierung ausstellen will, welche durch Militäreinsätze im Ausland, Aufrüstung der Bundeswehr durch Kampfdrohnen und Rüstungsexporte in aller Welt gekennzeichnet ist. Jetzt liegt es vor allem in der Hand engagierter Gewerkschaftsmitglieder, weiterhin auf die gesellschaftspolitische Aufgabe des DGB hinzuweisen und sich konsequent für Frieden, Abrüstung und internationale Solidarität einzusetzen."
INKOTA-CCC: Erneut Brandopfer bei KiK-Zulieferer in Bangladesch
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[Bonn/ Berlin, 29. Januar 2013] – Bei einem weiteren Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch sind am vergangenen Samstag (26. Januar) erneut sieben Arbeiterinnen ums Leben gekommen. An der Brandstelle wurden Label des Textildiscounters KiK gefunden. KiK und C&A sind bisher nicht, wie von der Kampagne für Saubere Kleidung gefordert, dem Brandschutzabkommen beigetreten. Auch die Entschädigungen für die Opfer des Brandes in der Tazreen-Fabrik vor zwei Monaten sind noch immer offen. Damals waren 112 Menschen gestorben.
Dieses Mal hat es in der Fabrik Smart Export Garments gebrannt. Da das Feuer in der Mittagspause ausbrach, befanden sich glücklicherweise die meisten der 300 Arbeiterinnen außerhalb des Gebäudes. Dennoch mussten sieben Arbeiterinnen sterben, vier waren jünger als 17 Jahre. An der Brandstätte wurden Labels der Firma KiK gefunden, aber auch von spanischen und französischen Unternehmen.
Gisela Burckhardt von der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) klagt an: „Wie viele Menschen müssen noch sterben, bis endlich europäische Modemarken und Einkäufer handeln und für umfassende Sicherheit und Arbeitsschutz bei ihren Lieferanten Sorge tragen?“
Das von bangladeschischen und internationalen Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen entwickelte Brandschutzabkommen wäre in diesem Zusammenhang ein wichtiger Vorstoß. Bisher wurde dieses auf europäischer Seite nur von Tchibo unterzeichnet. Seit Monaten fordert die internationale Kampagne für Saubere Kleidung, dass weitere Unternehmen dem Abkommen beitreten, damit es in Kraft treten kann. Metro, C&A, KiK und Lidl wurden direkt angefragt. Das EU-Parlament hat am 17. Januar 2013 das Brandschutzabkommen ebenfalls begrüßt und alle Markenunternehmen aufgefordert, diese Bemühungen zu unterstützen.
Außerdem wird erwartet, dass die Unternehmen rasch die dringend benötigten Entschädigungen für verletzte Arbeiterinnen, für Nothilfe und medizinische Versorgung zahlen. „Zahlreiche Näherinnen wurden nach dem Brand in der Tazreen-Fabrik in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie mussten sich verschulden, um die Rechnung zu bezahlen. Wer hilft diesen Frauen, die verletzt und arbeitsunfähig geworden sind“, fragt Frauke Banse, Koordinatorin der Eilaktionen der Kampagne für Saubere Kleidung. Gemeinsam mit Partnern in Bangladesch berechnete die Kampagne für Saubere Kleidung, dass mindestens 3 Millionen Euro Entschädigung an die Familien der Opfer des Brandes in der Tazreen-Fabrik gezahlt werden müssen.
Bisher hat KiK jede Zahlung von Entschädigung für die Opfer abgelehnt, weil es zum Zeitpunkt des Brandes keine Aufträge platziert hatte, dort aber von 2009 bis Mitte 2012 produzieren ließ. Ganz offensichtlich hat sich KiK um Brandschutzsicherheit auch damals nicht gekümmert.
Die Gewerkschaften in Bangladesch rufen zur sofortigen Festnahme der Fabrikbesitzer auf. Der Besitzer der Tazreen-Fabrik ist immer noch auf freiem Fuß. Seit der Brandkatastrophe sind die Gewerkschaften fast täglich auf der Straße und fordern Gerechtigkeit von ihrer Regierung und ihren Unternehmern.
Weitere Informationen
Forderungen der Gewerkschaften und der CCC bezüglich des Brandes in der Tazreen-Fabrik (englisch)
Bisherige Antworten von Unternehmen auf die Forderungen

