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NaturFreunde: Protest: Keine Profite mit dem Hunger! Nahrungsmittelspekulationen verbieten!
0Protest: Keine Profite mit dem Hunger! Nahrungsmittelspekulationen verbieten!
Montag 18.02.2013
- Ort: Potsdamer Platz, vor der Deutschen Bank
- Uhrzeit: 15.00 – 16.00 Uhr
- Verantwortlicher: Vorstand
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Die NaturFreunde führen eine Aktion vor der Deutschen Bank durch, um gegen Nahrungsmittelspekulationen zu demonstrieren.
Wir haben ein großes (6 Meter) Transparent mit der Aufschrift:
Keine Profite mit dem Hunger!
Nahrungsmittelspekulationen verbieten!
www.bankwechsel-jetzt.de
Wir würden uns freuen, wenn sich andere Gruppen mit Transparenten und netten Ideen anschließen würden. Wir NaturFreunde werden mit ca. 5 – 8 Leuten da sein.
Der Protest ist:
Deutsche Bank Investment & FinanzCenter
Potsdamer Platz 11
10785 Berlin
(f)Hintergrund:
Lebensmittelspekulation: Jetzt Deutsche-Bank-Konten kündigen
Immer mehr Bankkunden fragen sich: Was macht meine Bank eigentlich mit meinem Geld?“ Klar positioniert hat sich jetzt die Deutsche Bank, die weiterhin auf Lebensmittel-Preise wetten will. Damit spekuliert sie mit dem Hunger in der Welt. Die NaturFreunde Deutschlands lehnen dieses Geschäftsgebaren ab und rufen Kunden der Deutschen Bank auf, ihr Konto zu einer sozial und ökologisch verantwortungsbewussten Alternativbank zu verlegen. Ein Übersichtsteht auf: www.bankwechsel-jetzt.de
Weltweit hungern fast eine Milliarde Menschen. Doch viele Banken, Fonds und Versicherungen wetten auf die Entwicklung von Nahrungsmittelpreisen, nur um eigene Profite zu maximieren. Auch ihren Kunden bieten sie Wetten auf die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln an, etwa bei Reis, Soja, Weizen oder Hirse. Dieses Geschäft mit dem Hunger ist pervers.
Zwar behauptete jetzt Jürgen Fitschen, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, dass „Untersuchungen kaum stichhaltige Belege für einen Zusammenhang dieser Geschäfte mit dem Hunger in der Welt erbracht“ hätten. Allerdings bilden diese sogenannten Gutachten und Untersuchungen, die häufig von den Profiteuren der Spekulation finanziert werden, keine seriöse Grundlage für eine Debatte.
Weil auch Jay Ralph, Vorstandsmitglied der Allianz-Versicherung, erklärte, die Allianz „sei zu dem Schluss gekommen, dass Investitionen an den Agrarterminbörsen der Landwirtschaft und der Ernährungslage weltweit nutzten und nicht zum Hunger beitrügen“, empfehlen die NaturFreunde Deutschlands auch Allianz-Kunden, zu ethischer agierenden Versicherern zu wechseln.
Denn beide Vorstände verschweigen, dass sie vorrangig an der Generierung von hohen Gewinnen interessiert sind. Da die selbst gesetzten hohen Renditenziele in den üblichen Geschäftsfeldern nicht mehr zu erreichen sind, erschließen diese Unternehmen nun neue Profitmöglichkeiten.
Die NaturFreunde Deutschlands werben dafür, das alle Kunden von Banken und Versicherungen sehr genau prüfen, wie diese Unternehmen ihr Geld verwenden. Die NaturFreunde Deutschlands wollen erreichen, das sich Banken, Versicherungen und Fonds auf Mindestbedingungen verpflichten, die Gewinne durch Spekulation mit Nahrungsmittel, Gewinne durch Landraub, Rüstungsproduktion und Atomkraft ausschließen.
NaturFreunde sind Gründungsmitglied im Bankwechselbündnis „Bankwechsel jetzt!“
Im sogenannten „Bankwechselbündnis“ haben sich Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, um die Idee des politisch motivierten Bankwechsels zu verbreiten. Die NaturFreunde Deutschlands sind einer der Gründungsmitglieder des Bündnisses.
Mehr Informationen auf www.bankwechsel-jetzt.de
NaturFreunde zu Lebensmittelspekulation: Deutsche-Bank-Konten kündigen
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NaturFreunde Deutschlands rufen Bankkunden zum Bankwechsel auf
Berlin, 23. Januar 2013 – Zur Ankündigung von Deutsche-Bank-Vorstand Jürgen Fitschen, dass die Bank weiterhin auf Lebensmittel-Preise wetten werde, erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:
Immer mehr Bankkunden fragen sich: Was macht meine Bank eigentlich mit meinem Geld?“ Klar positioniert hat sich jetzt die Deutsche Bank, die weiterhin auf Lebensmittel-Preise wetten will. Damit spekuliert sie mit dem Hunger in der Welt.
Die NaturFreunde Deutschlands lehnen dieses Geschäftsgebaren ab und rufen Kunden der Deutschen Bank auf, ihr Konto zu einer sozial und ökologisch verantwortungsbewussten Alternativbank zu verlegen. Ein Übersicht finden Sie auf: www.bankwechsel-jetzt.de
Weltweit hungern fast eine Milliarde Menschen. Doch viele Banken, Fonds und Versicherungen wetten auf die Entwicklung von Nahrungsmittelpreisen, nur um eigene Profite zu maximieren. Auch ihren Kunden bieten sie Wetten auf die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln an, etwa bei Reis, Soja, Weizen oder Hirse. Dieses Geschäft mit dem Hunger ist pervers.
Zwar behauptete jetzt Jürgen Fitschen, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, dass „Untersuchungen kaum stichhaltige Belege für einen Zusammenhang dieser Geschäfte mit dem Hunger in der Welt erbracht“ hätten. Allerdings bilden diese sogenannten Gutachten und Untersuchungen, die häufig von den Profiteuren der Spekulation finanziert werden, keine seriöse Grundlage für eine Debatte.
Weil auch Jay Ralph, Vorstandsmitglied der Allianz-Versicherung, erklärte, die Allianz „sei zu dem Schluss gekommen, dass Investitionen an den Agrarterminbörsen der Landwirtschaft und der Ernährungslage weltweit nutzten und nicht zum Hunger beitrügen“, empfehlen die NaturFreunde Deutschlands auch Allianz-Kunden, zu ethischer agierenden Versicherern zu wechseln.
Denn beide Vorstände verschweigen, dass sie vorrangig an der Generierung von hohen Gewinnen interessiert sind. Da die selbst gesetzten hohen Renditenziele in den üblichen Geschäftsfeldern nicht mehr zu erreichen sind, erschließen diese Unternehmen nun neue Profitmöglichkeiten.
Die NaturFreunde Deutschlands werben dafür, das alle Kunden von Banken und Versicherungen sehr genau prüfen, wie diese Unternehmen ihr Geld verwenden. Die NaturFreunde Deutschlands wollen erreichen, das sich Banken, Versicherungen und Fonds auf Mindestbedingungen verpflichten, die Gewinne durch Spekulation mit Nahrungsmittel, Gewinne durch Landraub, Rüstungsproduktion und Atomkraft ausschließen.
NaturFreunde sind Gründungsmitglied im Bankwechselbündnis „Bankwechsel jetzt!“
Im sogenannten „Bankwechselbündnis“ haben sich Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, um die Idee des politisch motivierten Bankwechsels zu verbreiten. Die NaturFreunde Deutschlands sind einer der Gründungsmitglieder des Bündnisses.
Mehr Informationen auf www.bankwechsel-jetzt.de
Mobilisierungs- und HelferInnentreffen: Wir haben es satt! am 10.1.13 in Berlin
0liebe MitstreiterInnen für eine bäuerliche, faire und gesunde Landwirtschaft,
wir wünschen euch ein gutes und gesundes neues Jahr! Mit frischem Schwung sind wir gestartet – weiter geht es nun auf Hochtouren in Richtung Demo.
In zwei Wochen ist es soweit: am Samstag, den 19.1.2013, geht zum dritten Mal ein breites Bündnis aus VerbraucherInnen, TierschützerInnen, UmweltschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern auf die Straße um für eine Agrarwende zu demonstrieren. Denn: Wir haben Agrarindustrie satt! Wir wollen: Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!
Damit auch die nächste Demo ein großer Erfolg wird, brauchen wir eure Hilfe! Wir müssen Berlin gemeinsam in den nächsten 14 Tagen wachrütteln!
Wir laden euch daher herzlich ein zu unserem zweiten Mobilisierungs- und HelferInnentreffen in Berlin
am 10. Januar 2013 um 18:30 Uhr
in die Markthalle IX in Kreuzberg (Wegbeschreibung unten).
- Wir suchen dringend engagierte Helfer/innen, die in Berlin und im Umland plakatieren, hierfür gibt es das druckfrische DinA 1 Plakat für Berlin!
- Aktionskoch Wam Kat braucht Helfer für die Demo-Suppe: Schnippeln am 18. Januar 2013 und Kochen am 19. Januar 2013
- Wir brauchen wieder über 50 Ordner/innen und 40 Spendensammler/innen und viele mehr!
Wer schon vor dem HelferInnentreffen aktiv werden will: die Berliner Materiallager freuen sich über euren Besuch!
Holt euch dort Plakate, Flyer und Aufkleber! Geht in euren Bioladen, Weltladen oder ein Reformhaus, sprecht Kirchen-, Jugend- oder Pfadfindergruppen an, geht an die Unis und Hochschulen – Studierendenvertretung und Fachschaften sind gute AnsprechpartnerInnen – und verteilt, plakatiert. Das Material muss raus.
Hier findet ihr die Berliner Materiallager http://www.wir-haben-es-satt.de/start/mobilisieren/materialien/. Auf dieser Seite kann man auch weiterhin Pakete bestellen.
Bitte leitet diese E-Mail auch an andere Interessierte weiter!
Wir freuen uns euch am 10. Januar 2013 in der Markthalle zu treffen!
Breites Bündnis: Schäuble soll Schattenhandel mit Nahrungsmitteln stoppen
1Gemeinsame Pressemitteilung von Attac, Campact, foodwatch, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Katholischer Arbeitnehmerbewegung (KAB), medico international, Misereor, Oxfam Deutschland, Südwind, terre des hommes, WEED (Institut und Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung) und Deutscher Welthungerhilfe: Vor den Beratungen des Europäischen Finanzministerrates haben zwölf Organisationen den deutschen Ressortchef Wolfgang Schäuble zu einem entschlossenen Handeln gegen exzessive Nahrungsmittelspekulation aufgefordert. "Sie haben kürzlich zur Deregulierung der Finanzmärkte gesagt: 'Alle haben bei diesem Wahnsinn mitgemacht, ich auch.' Wir bitten Sie: Tragen Sie dazu bei, diesen Wahnsinn jetzt zu stoppen!", schreiben die Organisationen in einem heute veröffentlichten Offenen Brief an den Bundesfinanzminister. Im Zuge der Beratungen über die europäische MiFID-Richtlinie zur Regulierung der Finanzmärkte fordert das Bündnis in dem Schreiben "verpflichtende Positionslimits gegen exzessive Spekulation, die für einzelne Händler und Händlergruppen, alle Handelsmonate und alle Arten von Verträgen gelten, auch für diejenigen, die außerbörslich gehandelt werden". Nach Auffassung der 12 Organisation enthält der bisherige Vorschlag des Europäischen Rates gefährliche Schwächen: "Besonders kritisch ist, dass die vorgeschlagenen Limits nicht - wie es in den USA bereits beschlossen wurde - den außerbörslichen Handel, also die Schattengeschäfte einschließen." In ihrem Offenen Brief appellieren die Organisationen an Schäuble, sich für eine Regulierung auch der so genannten Over-the-counter-Geschäfte (OTC) einzusetzen. Dabei handelt es sich um außerbörslich zwischen Finanzmarktakteuren abgeschlossene Verträge, die sich beinahe jeglicher Kontrolle entziehen und daher eine Art Schattenhandel darstellen. Den Offenen Brief haben unterzeichnet (in alphabetischer Reihenfolge): Attac, Campact, foodwatch, die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), medico international, Misereor, Oxfam Deutschland, Südwind, terre des hommes, WEED (Institut und Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung) und die Welthungerhilfe. Das Bündnis sieht erdrückende Belege dafür, dass die exzessive Spekulation mit Agrarrohstoffen auf den Terminmärkten zu künstlich erhöhten Lebensmittelpreisen führen und damit Hungerkrisen verschärfen kann. In E-Mail-Aktionen der Bündnisorganisationen an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble haben bislang mehr als 150.000 Bürger die Forderung nach Eindämmung der Spekulation mit Nahrungsmitteln und nach Positionslimits ohne Schlupflöcher unterstützt.
Großbanken in schmutzige Geschäfte verwickelt – Spar Dir das!
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Neues Aktionsbündnis ruft zum Weltspartag auf: „Bankwechsel – jetzt!“
[Frankfurt/Main, 29.10.2012] Am Vortag des Weltspartages hat das Bündnis „Bankwechsel Jetzt!“ heute auf die schmutzigen Geschäfte von Großbanken aufmerksam gemacht. In acht Metern Höhe schwebte ein Großbanner über dem Eingang des Commerzbank Towers in Frankfurt. Unter der Überschrift „Spar Dir das!“ prangte auf dem Transparent das Bild eines riesigen geröntgten Sparschweins, in dessen Bauch sich Rüstungsgeschäfte, Geschäfte in Steueroasen und Atominvestitionen versteckten.
Die Aktivistinnen und Aktivisten verteilten zudem transparente Sparschweine, die Einblicke in die Geschäfte der Großbanken boten. „Wo Commerzbank, Deutsche Bank oder Postbank draufsteht, stecken oftmals die größten Schweinereien drin“, erklärte Jutta Wieding, Bundesjugendleitung der BUNDjugend den Hintergrund der Aktion. „Deutsche Großbanken bereichern sich rücksichtslos auf Kosten der Menschenrechte und der Umwelt. Alle Menschen, die nicht möchten, dass ihr Erspartes den Klimawandel anheizt, in Waffen oder in Landraub investiert wird, sollten schleunigst die Bank wechseln!“, ergänzte Agnes Dieckmann von urgewald. Und Sina Doughan, Sprecherin der Grünen Jugend, sagte: „Zum Weltspartag wollen wir deutlich machen, dass es schon jetzt möglich ist, bei Alternativbanken mit dem eigenen Geld sinnvolle Projekte zu unterstützen und wirklich für die Zukunft zu sparen.“
Im Aktionsbündnis „Bankwechsel Jetzt!“ haben sich dieses Jahr 14 Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, um die Idee des politisch motivierten Bankwechsels zu verbreiten und die Geschäftspraxis der Banken zu verändern. Jutta Sundermann, Mitglied des Attac-Koordinierungskreises: "Mit dem Bankwechselaufruf tragen wir zur gesellschaftlichen Diskussion bei, unser Bündnis macht sich aber auch stark für Schranken für die Banken. Die Geschäfte in Steueroasen enden beispielsweise erst dann, wenn gesetzliche Regelungen sie verbieten oder unattraktiv machen."
Die Aktion in Frankfurt ist der Auftakt zu einer deutschlandweiten Bankwechselwoche des Bündnisses. Vom 29. Oktober bis 4. November kommt es zu einer „Krötenwanderung“ quer durch Deutschland, die ebenfalls in der Bankenstadt startet: In einer Lichtinstallation werden Kröten auf Bankgebäude projiziert. Daneben haben sich in mehr als 20 Städten Gruppen zusammengefunden, die mit Aktionen und Infoveranstaltungen zum Bankwechsel aufrufen.
Fotos der Aktion (ab 12:15 Uhr):
www.kurzlink.de/Weltspartag
VENRO: Bundesweite Aktionswoche zum Tag der Welternährung
01/2012
Hunger durch Armut: Verdächtig Europa
Bundesweite Aktionswoche zum Tag der Welternährung
Bonn, 15. Oktober – Die Europäische Union (EU) ist die größte Exporteurin von Nahrungsmitteln weltweit – mit teils gravierenden Folgen. Viele Agrargüter werden zu staatlich subventionierten Niedrigpreisen in Entwicklungsländer exportiert und zerstören dort die lokalen Märkte. Eine bundesweite Aktionswoche anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober setzt sich dafür ein, dass die EU das Recht auf Nahrung in den Entwicklungsländern respektiert.
Mit der Aktion „Hunger durch Armut: Verdächtig Europa“ des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) wird Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner aufgefordert, sich bei den EU-Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) dafür einzusetzen, dass das Recht auf Nahrung in die GAP-Gesetze aufgenommen und in einem gesonderten Artikel behandelt wird. Zudem soll eine Beschwerdestelle für Betroffene eingerichtet werden. Die GAP-Reform soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein und im Januar 2014 in Kraft treten.
Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Aktivistinnen und Aktivisten werden sich bis zum 21. Oktober bundesweit mit Flashmobs, sportlichen und musikalischen Events, Aktionsständen und Stand Ups an der Aktionswoche beteiligen und Stimmen für das Recht auf Nahrung sammeln. Bisher haben rund 4.000 Menschen die Forderungen unterstützt. Anfang Januar des nächsten Jahres sollen die Unterschriften an
die Bundesregierung übergeben werden.
Die Aktion wurde von der VENRO-Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“ in Kooperation mit der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ ins Leben gerufen. Die Informationsbroschüre „Hunger durch Armut. Recht auf Nahrung durchsetzen!“ bietet umfassende Informationen zur Forderung und den thematischen Hintergründen.
Mehr Informationen: http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/
Recht auf Nahrung durchsetzen: VENRO startet Aktion zur Europäischen Agrarpolitik
1PRESSEMELDUNG
10/2012
Recht auf Nahrung durchsetzen
VENRO startet Aktion zur Europäischen Agrarpolitik
Bonn, 11. September – Die Europäische Union (EU) muss den Menschen in Entwicklungsländern garantieren, dass ihr Recht auf Nahrung zukünftig in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) berücksichtigt wird. Dies hat der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) anlässlich der anstehenden GAP-Reform im Rahmen der heute startenden Aktion „Hunger durch Armut: Verdächtig Europa“ gefordert.
„Europas Agrarpolitik hat gravierende Folgen für viele Entwicklungsländer. Sie trägt eine Mitschuld daran, dass viele Menschen sich in den armen Ländern nicht mehr ernähren können. Die EU und insbesondere Deutschland müssen sich deshalb dafür einsetzen, dass das Recht auf Nahrung in der Gemeinsamen Agrarpolitik fest verankert wird“, so Jürgen Reichel, stellvertretender VENRO-Vorsitzender.
Die EU ist weltweit der größte Exporteur von Agrarprodukten und verarbeiteten Nahrungsmitteln. Oftmals wirken sich die Exporte negativ aus, da die lokale Produktion mit den subventionierten Produkten nicht konkurrieren kann. Viele Menschen in armen Ländern werden dadurch ihrer Lebensgrundlage beraubt.
Mit der Aktion „Hunger durch Armut: Verdächtig Europa“ fordert VENRO Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf, sich bei den GAP-Verhandlungen dafür einzusetzen, dass das Recht auf Nahrung aufgenommen und in einem gesonderten Artikel behandelt wird. Zudem muss eine Beschwerdestelle für Betroffene eingerichtet werden, die ihnen ermöglicht, sich bei einem Verstoß direkt an die EU zu wenden. Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein und im Januar 2014 in Kraft treten.
Die Aktion wurde von der VENRO-Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“ ins Leben gerufen – in Kooperation mit der Kampagne „Meine Landwirtschaft“. Zum Start der Aktion geht auch die neue Webseite von „Deine Stimme gegen Armut“ online. Sie bietet Hintergrundinformationen zu entwicklungspolitischen Themen und ruft zu Mitmachaktionen auf.
Besuchen Sie unsere Seite unter http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/ .
NaturFreunde: E10 – Treibstoffgewinnung durch Biomasse nicht weiter ausbauen
1
Die Konkurrenz zwischen „Tank und Teller“ muss für den Teller entschieden werden
Berlin, 17. August 2012 – In der aktuellen Diskussion um den geforderten Verkaufsstopp für den Kraftstoff E10 erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:
Die NaturFreunde weisen zum wiederholten Mal darauf hin, dass die Herstellung von Treibstoffen aus Biomasse sowohl politisch als auch moralisch nicht zu verantworten ist.
Rund zwei Milliarden Menschen leiden laut Welternährungsorganisation FAO an Vitamin- und Mineralstoffmangel – mit zunehmender Tendenz. Die Ursachen sind Armut, Krieg, Vertreibung, das sogenannte „Land Grabbing“ und der Klimawandel. Die Spekulation auf Agrarrohstoffe und der zunehmende Einsatz von Biokraftstoffen verschärfen das Problem.
Deutschlands Energiehunger trägt maßgeblich zur Zunahme des globalen Biomassehandels bei. Denn nur etwa drei Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland könnten nachhaltig durch hier wachsende Biomasse gedeckt werden. Real werden aber etwa sieben Prozent des deutschen Primärenergieverbrauchs durch nachwachsende Rohstoffe abgedeckt. Doch der Anbau von Biomasse konkurriert häufig mit der Herstellung von Nahrungsmitteln und trägt in einigen Regionen bereits heute zu deren Verteuerung bei.
Die von der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ vorgelegte Studie „Bioenergie: Möglichkeiten und Grenzen“ hat gezeigt, dass die Länder des globalen Südens zum Lieferanten von Biomasse für den Energiehunger der Länder des globalen Nordens degradiert werden. Die Studie empfiehlt, dass „Deutschland den weiteren Ausbau von Bioenergie nicht anstreben“ solle.
Leopoldina-Studie: „Bioenergie: Möglichkeiten und Grenzen“
Kurzfassung: www.kurzlink.de/leopoldina-energie (PDF-Download 1,8 MB)
Die NaturFreunde unterstützend die Forderung der Leopoldina, das „EU-2020-Konzept aufzugeben, das darauf abzielt, möglichst zehn Prozent des Treibstoffes für Transportzwecke aus Biomasse bereitzustellen“. Die Forderungen der EU-Kommission und der Bundesregierung nach Herstellung von E10-Treibstoffen war von Anfang an eine Fehlentscheidung.
Ausdrücklich unterstützen die NaturFreunde den Ansatz der Leopoldina, dass sich „Deutschland auf andere erneuerbare Energieressourcen wie Fotovoltaik, Solarthermie und Windenergie“ konzentrieren solle, da „deren Flächeneffizienz, Treibhausgas-Emissionen und andere Umweltbeeinträchtigungen niedriger sind als die von Bioenergie“.
Auch teilen die NaturFreunde den Vorschlag, die Förderung von Bioenergie auf Formen zu beschränken, die weder zur Verknappung von Nahrungsmitteln führen noch deren Preise durch Wettbewerb um Land und Wasser in die Höhe treiben. Abzulehnen ist auch jede Form der Nutzung von Bioenergie, die einen größeren negativen Einfluss auf Ökosysteme und Biodiversität hat.
Für die zukünftige Berechnung der Klimabilanz beim Einsatz von Biomasse für die Erzeugung von Bioenergie erwarten die NaturFreunde, dass die Forderungen der Leopoldina umgesetzt wird, bei der „Bewertung von klimaschädlichen Emissionen im Zusammenhang mit der Produktion von Bioenergie alle Treibhausgase (Kohlendioxid, Stickoxide und Methan)“ einzubeziehen, „die aus der Verwendung von Düngemitteln und aus dem Verbrauch fossiler Brennstoffe bei der Produktion und Konversion von Biomasse und durch Einsatz der menschlichen Arbeitskraft resultieren“.
Für die NaturFreunde Deutschlands ist der Einsatz von Bioenergie nur ergänzend und dezentral vorstellbar, etwa zur Nutzung von Ressourcen, die direkt bei den Erzeugerbetrieben in der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft anfallen. Alle zentralistischen Konzeptionen bei der Nutzung von Bioenergie lehnen die NaturFreunde Deutschlands ab.
VENRO: G20-Gipfel muss starkes Signal nach Rio senden
0PRESSEMELDUNG
7/2012
Bonn, 14. Juni – Nicht das Wirtschaftswachstum, sondern die soziale und ökologische Gerechtigkeit muss beim Konzept der „Grünen Wirtschaft“ im Vordergrund stehen. Dieses klare Signal fordert der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) im Vorfeld des G20-Treffens, das vom 18. bis 19. Juni im mexikanischen Los Cabos stattfinden wird – unmittelbar vor dem Erdgipfel in Rio.
„Grüne Wirtschaft ist nach unserem Verständnis weit mehr als eine grün angemalte Kopie des bisherigen Wirtschaftens“, so Ulrich Post, Vorstandsvorsitzender von VENRO. Die Privatwirtschaft müsse dazu verpflichtet werden, grundlegende Arbeitnehmerrechte sowie die Menschenrechte, Sozial- und Umweltstandards in den Produkt- und Zulieferketten einzuhalten.
Zudem müssten die G20-Staaten wirksame Maßnahmen für die Ernährungssicherheit vereinbaren Dazu gehöre etwa die Eindämmung der Spekulation von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Diese ist ein wesentlicher Faktor für die Schwankungen von Nahrungsmittelpreisen und damit eine der Ursachen der globalen Nahrungsmittelkrisen.
Wichtig sei es auch, zivilgesellschaftliche Akteure an der Entscheidungsfindung der G20 zu beteiligen. Daher sollte es im Vorfeld des nächsten Gipfels transparente Dialogplattformen für die Zivilgesellschaft geben. Der Verband fordert auch, dass die G20 mehr Rechenschaft über die Umsetzung ihrer Beschlüsse ablegen sollten- insbesondere bei Fortschritten in der Armutsbekämpfung.
INKOTA: AttacBasisText „Land Grabbing – Der globale Wettlauf um Agrarland“
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[Berlin, 16. April 2012] – Anlässlich des Internationalen Tags der Landlosen erscheint der neue AttacBasisText „Land Grabbing – Der globale Wettlauf um Agrarland“. Das Buch nimmt die LeserInnen mit auf eine Reise in verschiedene Länder der Erde, in denen Ackerland zu Spottpreisen verscherbelt wird. Es beschreibt die verheerenden Folgen dieser Landnahmen für die Menschen, die zuvor auf und von dem Land gelebt haben. Timo Kaphengst (attac Agrarnetz) und Evelyn Bahn (INKOTA-netzwerk) zeigen auf, welche politischen Fehlentwicklungen der Vergangenheit und der Gegenwart dazu geführt haben, dass der Wettlauf nach Ackerland unaufhörlich voranschreitet. Diskutiert werden auch Lösungen, um den ungebremsten Ausverkauf von Land einzudämmen.
Mit den Großinvestitionen in Ackerland werden entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt. Denn diejenigen, die das Land kaufen, bestimmen darüber, was und vor allem wie zukünftig auf den weltweiten Ackerflächen produziert wird“, erklärt Autorin Evelyn Bahn. „Land Grabbing manifestiert das industrialisierte Produktionsmodell mit all seinen negativen Folgen für lokale Kleinbäuerinnen und –bauern“.
Es sind vornehmlich privatwirtschaftliche Investoren, die auf dem afrikanischen Kontinent und in anderen Regionen Land kaufen oder pachten, um dort Agrarrohstoffe für den Export anzubauen. Angelockt werden auch Spekulanten aus dem Finanzsektor, die in Ackerland weltweit investieren, um an dessen Wertsteigerung kräftig mitzuverdienen.
„Anstatt die Kleinbäuerinnen und –bauern von ihrem Land zu vertreiben, müssen sie gefördert und ihre Rechte auf Land und andere Ressourcen gewahrt werden. Nur so kann ein stabiles Versorgungsnetz von Lebensmitteln aus lokaler und regionaler Produktion erhalten werden, dass zur Ernährungssicherheit beiträgt“, fordert Autor Timo Kaphengst.
Timo Kaphengst hat an der Universität Greifswald Landschaftsökologie und Naturschutz studiert. Seit 2007 arbeitet er beim Ecologic Institut in Berlin zu verschiedenen Themen internationaler und europäischer Umweltpolitik.
Evelyn Bahn hat Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin studiert und ist Referentin für Welternährung und Globale Landwirtschaft beim INKOTA-netzwerk. Seit 2008 beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen der europäischen Agrarkraftstoffpolitik und den Ursachen von Land Grabbing.