Posts tagged Recht auf Nahrung

NaturFreunde: Protest: Keine Profite mit dem Hunger! Nahrungsmittelspekulationen verbieten!

0

Protest: Keine Profite mit dem Hunger! Nahrungsmittelspekulationen verbieten!

Montag 18.02.2013

  • Ort: Potsdamer Platz, vor der Deutschen Bank
  • Uhrzeit: 15.00 – 16.00 Uhr
  • Verantwortlicher: Vorstand


Die NaturFreunde führen eine Aktion vor der Deutschen Bank durch, um gegen Nahrungsmittelspekulationen zu demonstrieren.

Wir haben ein großes (6 Meter) Transparent mit der Aufschrift:

Keine Profite mit dem Hunger!

Nahrungsmittelspekulationen verbieten!

www.bankwechsel-jetzt.de

Wir würden uns freuen, wenn sich andere Gruppen mit Transparenten und netten Ideen anschließen würden. Wir NaturFreunde werden mit ca. 5 – 8 Leuten da sein.

Der Protest ist:

Deutsche Bank Investment & FinanzCenter
Potsdamer Platz 11
10785 Berlin

(f)Hintergrund:

Lebensmittelspekulation: Jetzt Deutsche-Bank-Konten kündigen

Immer mehr Bankkunden fragen sich: Was macht meine Bank eigentlich mit meinem Geld?“ Klar positioniert hat sich jetzt die Deutsche Bank, die weiterhin auf Lebensmittel-Preise wetten will. Damit spekuliert sie mit dem Hunger in der Welt. Die NaturFreunde Deutschlands lehnen dieses Geschäftsgebaren ab und rufen Kunden der Deutschen Bank auf, ihr Konto zu einer sozial und ökologisch verantwortungsbewussten Alternativbank zu verlegen. Ein Übersichtsteht auf: www.bankwechsel-jetzt.de

Weltweit hungern fast eine Milliarde Menschen. Doch viele Banken, Fonds und Versicherungen wetten auf die Entwicklung von Nahrungsmittelpreisen, nur um eigene Profite zu maximieren. Auch ihren Kunden bieten sie Wetten auf die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln an, etwa bei Reis, Soja, Weizen oder Hirse. Dieses Geschäft mit dem Hunger ist pervers.

Zwar behauptete jetzt Jürgen Fitschen, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, dass „Untersuchungen kaum stichhaltige Belege für einen Zusammenhang dieser Geschäfte mit dem Hunger in der Welt erbracht“ hätten. Allerdings bilden diese sogenannten Gutachten und Untersuchungen, die häufig von den Profiteuren der Spekulation finanziert werden, keine seriöse Grundlage für eine Debatte.

Weil auch Jay Ralph, Vorstandsmitglied der Allianz-Versicherung, erklärte, die Allianz „sei zu dem Schluss gekommen, dass Investitionen an den Agrarterminbörsen der Landwirtschaft und der Ernährungslage weltweit nutzten und nicht zum Hunger beitrügen“, empfehlen die NaturFreunde Deutschlands auch Allianz-Kunden, zu ethischer agierenden Versicherern zu wechseln.

Denn beide Vorstände verschweigen, dass sie vorrangig an der Generierung von hohen Gewinnen interessiert sind. Da die selbst gesetzten hohen Renditenziele in den üblichen Geschäftsfeldern nicht mehr zu erreichen sind, erschließen diese Unternehmen nun neue Profitmöglichkeiten.

Die NaturFreunde Deutschlands werben dafür, das alle Kunden von Banken und Versicherungen sehr genau prüfen, wie diese Unternehmen ihr Geld verwenden. Die NaturFreunde Deutschlands wollen erreichen, das sich Banken, Versicherungen und Fonds auf Mindestbedingungen verpflichten, die Gewinne durch Spekulation mit Nahrungsmittel, Gewinne durch Landraub, Rüstungsproduktion und Atomkraft ausschließen.

NaturFreunde sind Gründungsmitglied im Bankwechselbündnis „Bankwechsel jetzt!“
Im sogenannten „Bankwechselbündnis“ haben sich Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, um die Idee des politisch motivierten Bankwechsels zu verbreiten. Die NaturFreunde Deutschlands sind einer der Gründungsmitglieder des Bündnisses.

Mehr Informationen auf www.bankwechsel-jetzt.de

NaturFreunde: Keine EU-Haushaltsmittel für EURATOM

0


EU-Haushalt von umweltfeindlichen Ausgaben entlasten

Berlin, 7. Februar 2013 – Zum Treffen der EU-Regierungschefs am Donnerstag und Freitag in Brüssel, bei dem sie über den EU-Haushalt für 2014 bis 2020 beraten, erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:

EURATOM NaturfreundeDie NaturFreunde halten die derzeitige Diskussion über den EU-Haushalt für falsch und kurzsichtig. Wenige sogenannte Nettozahler drücken der EU eine Diskussion über einen angeblich zu hohen Haushalt auf und wollen in Wirklichkeit nur ihre nationalen Haushalte entlasten. Die Gewinner des EU-Binnenmarktes weigern sich, für den sozialen und ökologischen Ausgleich im Rahmen der EU Mittel bereitzustellen.

Die NaturFreunde unterstützen die Vorschläge der EuroMemo Group, die feststellt, dass für eine soziale und ökologische Entwicklung der EU mehr Mittel für den sozialen Ausgleich innerhalb der EU notwendig sind. Die Forderungen nach einer generellen Senkung des EU-Haushaltes sind falsch. Allerdings sehen die NaturFreunde große Einsparpotentiale in einigen Bereichen des EU-Haushalts. Die frei werdenden Gelder sollten in ökologisch sinnvolle Projekte umgelenkt werden.

Auflösung von EURATOM gefordert

Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Auflösung von EURATOM und die Streichung der Mittel für die Atomförderung aus dem EU-Haushalt. Nach bisherigen Planungen will die Europäische Kommission für die Förderperiode 2014 bis 2020 allein für EURATOM 1,665 Milliarden Euro bereit stellen. Weitere 2,573 Milliarden Euro sollen für die Forschung und den Bau des Fusionsreaktors ITER ausgegeben werden. Zusammen also etwa 4,2 Milliarden Euro, die für die Atomforschung zur Verfügung gestellt werden.

Die NaturFreunde Deutschlands erwarten von der Bundesregierung, dass sie die Streichung dieser Mittel vorschlägt und sich für die Gründung einer Europäischen Agentur für Erneuerbare Energien einsetzt. Dieser neuen Agentur sollen die dann freiwerdenden Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden.

Grundsätzliche Überprüfung aller EU-Ausgaben auf Umweltverträglichkeit

Die NaturFreunde Deutschlands setzen sich für die Überprüfung aller EU-Förderinstrumente auf Umweltverträglichkeit ein. Alle EU-Subventionen, die mit negativen Folgen für die Umwelt verbunden sind, müssen nach einer negativen Umweltverträglichkeitsprüfung auch gestrichen werden:

  • Alle Subventionen für die Intensivlandwirtschaft und die aggressive Ausrichtung der EU-Landwirtschaft auf den Weltmarkt müssen wegfallen. Durch diese Subventionen werden das Klima geschädigt und die kleinbäuerlichen Landwirtschaften in Asien, Afrika und Lateinamerika zerstört.
  • Alle landwirtschaftlichen Direktzahlungen müssen überprüft und strikt an die Erbringung von Umweltleistungen durch die Empfänger geknüpft werden.
  • Völlig inakzeptabel ist die Förderung von Intensivlandwirtschaft in wasserarmen Regionen, die häufig zu einer dramatischen Absenkung von Grundwasservorkommen in diesen Regionen führt.
  • Die hohen Subventionen für die EU-Fangflotten müssen überprüft werden. Alle Maßnahmen und Subventionen, die zu einer weiteren Überfischung der Weltmeere beitragen, sind zu beenden. Gleichzeitig müssen alle EU-Verträge, die das Fischen der hochtechnisierten EU-Fangflotten vor den Küsten Afrikas regeln und damit den einheimischen Fischern ihre Nahrungsgrundlage rauben, sofort gestoppt werden.
  • Die NaturFreunde treten für eine mittelfristige Beendigung der Förderung der Automobilindustrie und des Luftverkehrs ein. Durch diese falsche Förderpolitik werden die Treibhausgasemissionen gesteigert und gleichzeitig eine Entwicklung des Öffentlichen Verkehrs behindert. Über 50 Prozent aller Subventionen im Verkehrsbereich fließen in den Straßenverkehr. Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Umwidmung dieser Mittel in eine gezielte Förderung des Ausbaus der Schienen- und ÖPNV-Infrastruktur.

NaturFreunde zu Lebensmittelspekulation: Deutsche-Bank-Konten kündigen

0


NaturFreunde Deutschlands rufen Bankkunden zum Bankwechsel auf

 

naturfreunde haende geschnittenBerlin, 23. Januar 2013 – Zur Ankündigung von Deutsche-Bank-Vorstand Jürgen Fitschen, dass die Bank weiterhin auf Lebensmittel-Preise wetten werde, erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:

 

Immer mehr Bankkunden fragen sich: Was macht meine Bank eigentlich mit meinem Geld?“ Klar positioniert hat sich jetzt die Deutsche Bank, die weiterhin auf Lebensmittel-Preise wetten will. Damit spekuliert sie mit dem Hunger in der Welt.

 

Die NaturFreunde Deutschlands lehnen dieses Geschäftsgebaren ab und rufen Kunden der Deutschen Bank auf, ihr Konto zu einer sozial und ökologisch verantwortungsbewussten Alternativbank zu verlegen. Ein Übersicht finden Sie auf: www.bankwechsel-jetzt.de

 

Weltweit hungern fast eine Milliarde Menschen. Doch viele Banken, Fonds und Versicherungen wetten auf die Entwicklung von Nahrungsmittelpreisen, nur um eigene Profite zu maximieren. Auch ihren Kunden bieten sie Wetten auf die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln an, etwa bei Reis, Soja, Weizen oder Hirse. Dieses Geschäft mit dem Hunger ist pervers.

 

Zwar behauptete jetzt Jürgen Fitschen, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, dass „Untersuchungen kaum stichhaltige Belege für einen Zusammenhang dieser Geschäfte mit dem Hunger in der Welt erbracht“ hätten. Allerdings bilden diese sogenannten Gutachten und Untersuchungen, die häufig von den Profiteuren der Spekulation finanziert werden, keine seriöse Grundlage für eine Debatte.

 

Weil auch Jay Ralph, Vorstandsmitglied der Allianz-Versicherung, erklärte, die Allianz „sei zu dem Schluss gekommen, dass Investitionen an den Agrarterminbörsen der Landwirtschaft und der Ernährungslage weltweit nutzten und nicht zum Hunger beitrügen“, empfehlen die NaturFreunde Deutschlands auch Allianz-Kunden, zu ethischer agierenden Versicherern zu wechseln.

 

Denn beide Vorstände verschweigen, dass sie vorrangig an der Generierung von hohen Gewinnen interessiert sind. Da die selbst gesetzten hohen Renditenziele in den üblichen Geschäftsfeldern nicht mehr zu erreichen sind, erschließen diese Unternehmen nun neue Profitmöglichkeiten.

 

Die NaturFreunde Deutschlands werben dafür, das alle Kunden von Banken und Versicherungen sehr genau prüfen, wie diese Unternehmen ihr Geld verwenden. Die NaturFreunde Deutschlands wollen erreichen, das sich Banken, Versicherungen und Fonds auf Mindestbedingungen verpflichten, die Gewinne durch Spekulation mit Nahrungsmittel, Gewinne durch Landraub, Rüstungsproduktion und Atomkraft ausschließen.

 

NaturFreunde sind Gründungsmitglied im Bankwechselbündnis „Bankwechsel jetzt!“

bankwechselIm sogenannten „Bankwechselbündnis“ haben sich Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, um die Idee des politisch motivierten Bankwechsels zu verbreiten. Die NaturFreunde Deutschlands sind einer der Gründungsmitglieder des Bündnisses.

 

Mehr Informationen auf www.bankwechsel-jetzt.de

Oxfam warnt: Politik fördert Investoren statt kleinbäuerliche Landwirtschaft

0

Agrarminister-Gipfel in Berlin

Oxfam warnt: Politik fördert Investoren statt kleinbäuerliche Landwirtschaft

oxfam deutschland vertikalBerlin, 18. Januar 2013. Morgen diskutieren Agrarminister/innen aus über 80 Staaten auf dem Global Forum for Food and Agriculture in Berlin die Förderung der globalen Ernährungssicherung und ländlichen Entwicklung durch verantwortliche Investitionen in die Agrar- und Ernährungswirtschaft. Oxfam fordert den internationalen Agrarminister-Gipfel auf, die Entwicklung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in den Fokus zu stellen und verweist auf eine aktuelle Studie. Die Studie „Tipping the balance“ (auf Deutsch: „Kippen der Balance“) kommt zu dem Schluss, dass Regierungen und Organisationen in der Agrarförderung zu viel Aufmerksamkeit auf gute Rahmenbedingungen für private Investitionen von Unternehmen legen. „Tipping the balance“ wurde von Oxfam und dem IIED, dem International Institute for Environment and Development, London erstellt.

„Wer den Hunger bekämpfen will, muss vorrangig den Zugang von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen zu Land und Wasser sicherstellen und ihre traditionellen und informellen Märkte fördern“, erklärt Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale. Die FAO schätzt, dass 50,2 Milliarden US-Dollar jährlich an öffentlichen Ausgaben notwendig sind, um den Hunger bis 2025 zu bekämpfen.

Große Landflächen als Anreiz für private Investitionen

Viele Organisationen – ob FAO oder Weltwirtschaftsforum – sowie die deutsche Bundesregierung und andere Geldgeber sehen im Agrobusiness den Motor für die globale Nahrungsmittelproduktion. Sie unterstützen Regierungen in Entwicklungsländern dabei Investoren anzulocken. Dafür wurde unter anderem Land zu niedrigen Preisen zur Verfügung gestellt. Unternehmen konnten so große Landflächen erwerben. „Der Verkauf bzw. die Pacht von Land zu günstigen Konditionen an Investoren benachteiligt die kleinbäuerliche Landwirtschaft“, kritisiert Wiggerthale. Zudem ignorierten Investoren vielfach die Rechte und Bedürfnisse armer Menschen, die das Land vorher bearbeiteten und davon lebten. Kleinbauern und Kleinbäuerinnen würden auch finanziell von Regierungen weniger unterstützt. In Brasilien seien 2009-2010 sechs Mal mehr öffentliche Gelder in den Agrobusiness-Sektor als in die bäuerliche Landwirtschaft geflossen, so Wiggerthale weiter.

Kleinbäuerliche Landwirtschaft Schlüssel zum Kampf gegen Hunger

Kleinbauern und Kleinbäuerinnen werden zwar oft als Zielgruppe benannt, aber bei der Gestaltung von Politik und Projekten nicht einbezogen. „Die Bedürfnisse der Mehrheit der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen bleiben häufig außen vor“, kritisiert Wiggerthale. „Wenn die Bundesregierung hierzulande und die Regierungen dort die Lebenssituation der Mehrheit der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen verbessern wollen, müssen sie sich mit ihnen an einem Tisch setzen“, so Wiggerthale. Die Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft ist ein Schlüssel im Kampf gegen den Hunger, da dadurch die lokale Versorgung mit Nahrungsmitteln verbessert und die Einkommen von Familien auf dem Lande erhöht werden.

Hintergrundinformationen zu Investitionen in die Landwirtschaft finden Sie hier: http://www.oxfam.de/publikationen/investitionen-in-landwirtschaft

Die Studie „Tipping the Balance“ von Oxfam und IIED finden Sie hier: http://www.oxfam.de/publikationen/tipping-the-balance

Mobilisierungs- und HelferInnentreffen: Wir haben es satt! am 10.1.13 in Berlin

0
Liebe Interessierte an einer Agrarwende,
liebe MitstreiterInnen für eine bäuerliche, faire und gesunde Landwirtschaft,wir haben es satt 2013 landwirtschaft agrarwir wünschen euch ein gutes und gesundes neues Jahr! Mit frischem Schwung sind wir gestartet – weiter geht es nun auf Hochtouren in Richtung Demo.

In zwei Wochen ist es soweit: am Samstag, den 19.1.2013, geht zum dritten Mal ein breites Bündnis aus VerbraucherInnen, TierschützerInnen, UmweltschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern auf die Straße um für eine Agrarwende zu demonstrieren. Denn: Wir haben Agrarindustrie satt! Wir wollen: Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!

Damit auch die nächste Demo ein großer Erfolg wird, brauchen wir eure Hilfe! Wir müssen Berlin gemeinsam in den nächsten 14 Tagen wachrütteln!

Wir laden euch daher herzlich ein zu unserem zweiten Mobilisierungs- und HelferInnentreffen in Berlin

am 10. Januar 2013 um 18:30 Uhr
in die Markthalle IX in Kreuzberg
(Wegbeschreibung unten).

  • Wir suchen dringend engagierte Helfer/innen, die in Berlin und im Umland plakatieren, hierfür gibt es das druckfrische DinA 1 Plakat für Berlin!
  • Aktionskoch Wam Kat braucht Helfer für die Demo-Suppe: Schnippeln am 18. Januar 2013 und Kochen am 19. Januar 2013
  • Wir brauchen wieder über 50 Ordner/innen und 40 Spendensammler/innen und viele mehr!
Für Essen, Trinken und Informationen ist gesorgt. Außerdem werden wir wieder unsere Demomaterialien zum Weiterverteilen mitbringen (Flyer, Aufrufe, Plakate & Aufkleber).

 

Wer schon vor dem HelferInnentreffen aktiv werden will: die Berliner Materiallager freuen sich über euren Besuch!
Holt euch dort Plakate, Flyer und Aufkleber! Geht in euren Bioladen, Weltladen oder ein Reformhaus, sprecht Kirchen-, Jugend- oder Pfadfindergruppen an, geht an die Unis und Hochschulen – Studierendenvertretung und Fachschaften sind gute AnsprechpartnerInnen – und verteilt, plakatiert. Das Material muss raus.
Hier findet ihr die Berliner Materiallager http://www.wir-haben-es-satt.de/start/mobilisieren/materialien/. Auf dieser Seite kann man auch weiterhin Pakete bestellen.

Bei Rückfragen steht euch das Demo-Büro unter info@wir-haben-es-satt.de oder 030-28482438 gerne zur Verfügung!
Bitte leitet diese E-Mail auch an andere Interessierte weiter!

Wir freuen uns euch am 10. Januar 2013 in der Markthalle zu treffen!

Breites Bündnis: Schäuble soll Schattenhandel mit Nahrungsmitteln stoppen

1
Gemeinsame Pressemitteilung von Attac, Campact, foodwatch, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Katholischer Arbeitnehmerbewegung (KAB), medico international, Misereor, Oxfam Deutschland, Südwind, terre des hommes, WEED (Institut und Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung) und Deutscher Welthungerhilfe:

Vor den Beratungen des Europäischen Finanzministerrates haben zwölf Organisationen den deutschen Ressortchef Wolfgang Schäuble zu einem entschlossenen Handeln gegen exzessive Nahrungsmittelspekulation aufgefordert. "Sie haben kürzlich zur Deregulierung der Finanzmärkte gesagt: 'Alle haben bei diesem Wahnsinn mitgemacht, ich auch.' Wir bitten Sie: Tragen Sie dazu bei, diesen Wahnsinn jetzt zu stoppen!", schreiben die Organisationen in einem heute veröffentlichten Offenen Brief an den Bundesfinanzminister.

Im Zuge der Beratungen über die europäische MiFID-Richtlinie zur Regulierung der Finanzmärkte fordert das Bündnis in dem Schreiben "verpflichtende Positionslimits gegen exzessive Spekulation, die für einzelne Händler und Händlergruppen, alle Handelsmonate und alle Arten von Verträgen gelten, auch für diejenigen, die außerbörslich gehandelt werden". Nach Auffassung der 12 Organisation enthält der bisherige Vorschlag des Europäischen Rates gefährliche Schwächen: "Besonders kritisch ist, dass die vorgeschlagenen Limits nicht - wie es in den USA bereits beschlossen wurde - den außerbörslichen Handel, also die Schattengeschäfte einschließen." In ihrem Offenen Brief appellieren die Organisationen an Schäuble, sich für eine Regulierung auch der so genannten Over-the-counter-Geschäfte (OTC) einzusetzen. Dabei handelt es sich um außerbörslich zwischen Finanzmarktakteuren abgeschlossene Verträge, die sich beinahe jeglicher Kontrolle entziehen und daher eine Art Schattenhandel darstellen.

Den Offenen Brief haben unterzeichnet (in alphabetischer Reihenfolge): Attac, Campact, foodwatch, die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), medico international, Misereor, Oxfam Deutschland, Südwind, terre des hommes, WEED (Institut und Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung) und die Welthungerhilfe. Das Bündnis sieht erdrückende Belege dafür, dass die exzessive Spekulation mit Agrarrohstoffen auf den Terminmärkten zu künstlich erhöhten Lebensmittelpreisen führen und damit Hungerkrisen verschärfen kann. In E-Mail-Aktionen der Bündnisorganisationen an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble haben bislang mehr als 150.000 Bürger die Forderung nach Eindämmung der Spekulation mit Nahrungsmitteln und nach Positionslimits ohne Schlupflöcher unterstützt.

Großbanken in schmutzige Geschäfte verwickelt – Spar Dir das!

0


Neues Aktionsbündnis ruft zum Weltspartag auf: „Bankwechsel – jetzt!“

 

[Frankfurt/Main, 29.10.2012] Am Vortag des Weltspartages hat das Bündnis „Bankwechsel Jetzt!“ heute auf die schmutzigen Geschäfte von Großbanken aufmerksam gemacht. In acht Metern Höhe schwebte ein Großbanner über dem Eingang des Commerzbank Towers in Frankfurt. Unter der Überschrift „Spar Dir das!“ prangte auf dem Transparent das Bild eines riesigen geröntgten Sparschweins, in dessen Bauch sich Rüstungsgeschäfte, Geschäfte in Steueroasen und Atominvestitionen versteckten.

 

Die Aktivistinnen und Aktivisten verteilten zudem transparente Sparschweine, die Einblicke in die Geschäfte der Großbanken boten. „Wo Commerzbank, Deutsche Bank oder Postbank draufsteht, stecken oftmals die größten Schweinereien drin“, erklärte Jutta Wieding, Bundesjugendleitung der BUNDjugend den Hintergrund der Aktion. „Deutsche Großbanken bereichern sich rücksichtslos auf Kosten der Menschenrechte und der Umwelt. Alle Menschen, die nicht möchten, dass ihr Erspartes den Klimawandel anheizt, in Waffen oder in Landraub investiert wird, sollten schleunigst die Bank wechseln!“, ergänzte Agnes Dieckmann von urgewald. Und Sina Doughan, Sprecherin der Grünen Jugend, sagte: „Zum Weltspartag wollen wir deutlich machen, dass es schon jetzt möglich ist, bei Alternativbanken mit dem eigenen Geld sinnvolle Projekte zu unterstützen und wirklich für die Zukunft zu sparen.“

 

Im Aktionsbündnis „Bankwechsel Jetzt!“ haben sich dieses Jahr 14 Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, um die Idee des politisch motivierten Bankwechsels zu verbreiten und die Geschäftspraxis der Banken zu verändern. Jutta Sundermann, Mitglied des Attac-Koordinierungskreises: "Mit dem Bankwechselaufruf tragen wir zur gesellschaftlichen Diskussion bei, unser Bündnis macht sich aber auch stark für Schranken für die Banken. Die Geschäfte in Steueroasen enden beispielsweise erst dann, wenn gesetzliche Regelungen sie verbieten oder unattraktiv machen."

 

Die Aktion in Frankfurt ist der Auftakt zu einer deutschlandweiten Bankwechselwoche des Bündnisses. Vom 29. Oktober bis 4. November kommt es zu einer „Krötenwanderung“ quer durch Deutschland, die ebenfalls in der Bankenstadt startet: In einer Lichtinstallation werden Kröten auf Bankgebäude projiziert. Daneben haben sich in mehr als 20 Städten Gruppen zusammengefunden, die mit Aktionen und Infoveranstaltungen zum Bankwechsel aufrufen.

 

Fotos der Aktion (ab 12:15 Uhr):

www.kurzlink.de/Weltspartag

VENRO: Bundesweite Aktionswoche zum Tag der Welternährung

0

1/2012
Hunger durch Armut: Verdächtig Europa
Bundesweite Aktionswoche zum Tag der Welternährung

Bonn, 15. Oktober – Die Europäische Union (EU) ist die größte Exporteurin von Nahrungsmitteln weltweit – mit teils gravierenden Folgen. Viele Agrargüter werden zu staatlich subventionierten Niedrigpreisen in Entwicklungsländer exportiert und zerstören dort die lokalen Märkte. Eine bundesweite Aktionswoche anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober setzt sich dafür ein, dass die EU das Recht auf Nahrung in den Entwicklungsländern respektiert.

Mit der Aktion „Hunger durch Armut: Verdächtig Europa“ des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) wird Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner aufgefordert, sich bei den EU-Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) dafür einzusetzen, dass das Recht auf Nahrung in die GAP-Gesetze aufgenommen und in einem gesonderten Artikel behandelt wird. Zudem soll eine Beschwerdestelle für Betroffene eingerichtet werden. Die GAP-Reform soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein und im Januar 2014 in Kraft treten.

Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Aktivistinnen und Aktivisten werden sich bis zum 21. Oktober bundesweit mit Flashmobs, sportlichen und musikalischen Events, Aktionsständen und Stand Ups an der Aktionswoche beteiligen und Stimmen für das Recht auf Nahrung sammeln. Bisher haben rund 4.000 Menschen die Forderungen unterstützt. Anfang Januar des nächsten Jahres sollen die Unterschriften an
die Bundesregierung übergeben werden.

Die Aktion wurde von der VENRO-Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“ in Kooperation mit der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ ins Leben gerufen. Die Informationsbroschüre „Hunger durch Armut. Recht auf Nahrung durchsetzen!“ bietet umfassende Informationen zur Forderung und den thematischen Hintergründen.

Mehr Informationen: http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/

Recht auf Nahrung durchsetzen: VENRO startet Aktion zur Europäischen Agrarpolitik

1

PRESSEMELDUNG
10/2012

Recht auf Nahrung durchsetzen
VENRO startet Aktion zur Europäischen Agrarpolitik

Bonn, 11. September – Die Europäische Union (EU) muss den Menschen in Entwicklungsländern garantieren, dass ihr Recht auf Nahrung zukünftig in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) berücksichtigt wird. Dies hat der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) anlässlich der anstehenden GAP-Reform im Rahmen der heute startenden Aktion „Hunger durch Armut: Verdächtig Europa“ gefordert.

„Europas Agrarpolitik hat gravierende Folgen für viele Entwicklungsländer. Sie trägt eine Mitschuld daran, dass viele Menschen sich in den armen Ländern nicht mehr ernähren können. Die EU und insbesondere Deutschland müssen sich deshalb dafür einsetzen, dass das Recht auf Nahrung in der Gemeinsamen Agrarpolitik fest verankert wird“, so Jürgen Reichel, stellvertretender VENRO-Vorsitzender.

Die EU ist weltweit der größte Exporteur von Agrarprodukten und verarbeiteten Nahrungsmitteln. Oftmals wirken sich die Exporte negativ aus, da die lokale Produktion mit den subventionierten Produkten nicht konkurrieren kann. Viele Menschen in armen Ländern werden dadurch ihrer Lebensgrundlage beraubt.

Mit der Aktion „Hunger durch Armut: Verdächtig Europa“ fordert VENRO Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf, sich bei den GAP-Verhandlungen dafür einzusetzen, dass das Recht auf Nahrung aufgenommen und in einem gesonderten Artikel behandelt wird. Zudem muss eine Beschwerdestelle für Betroffene eingerichtet werden, die ihnen ermöglicht, sich bei einem Verstoß direkt an die EU zu wenden. Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein und im Januar 2014 in Kraft treten.

Die Aktion wurde von der VENRO-Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“ ins Leben gerufen – in Kooperation mit der Kampagne „Meine Landwirtschaft“. Zum Start der Aktion geht auch die neue Webseite von „Deine Stimme gegen Armut“ online. Sie bietet Hintergrundinformationen zu entwicklungspolitischen Themen und ruft zu Mitmachaktionen auf.

Besuchen Sie unsere Seite unter http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/ .

NaturFreunde: E10 – Treibstoffgewinnung durch Biomasse nicht weiter ausbauen

1


Die Konkurrenz zwischen „Tank und Teller“ muss für den Teller entschieden werden 

 

Berlin, 17. August 2012 – In der aktuellen Diskussion um den geforderten Verkaufsstopp für den Kraftstoff E10 erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:

 

Die NaturFreunde weisen zum wiederholten Mal darauf hin, dass die Herstellung von Treibstoffen aus Biomasse sowohl politisch als auch moralisch nicht zu verantworten ist.

 

Rund zwei Milliarden Menschen leiden laut Welternährungsorganisation FAO an Vitamin- und Mineralstoffmangel – mit zunehmender Tendenz. Die Ursachen sind Armut, Krieg, Vertreibung, das sogenannte „Land Grabbing“ und der Klimawandel. Die Spekulation auf Agrarrohstoffe und der zunehmende Einsatz von Biokraftstoffen verschärfen das Problem.

 

Deutschlands Energiehunger trägt maßgeblich zur Zunahme des globalen Biomassehandels bei. Denn nur etwa drei Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland könnten nachhaltig durch hier wachsende Biomasse gedeckt werden. Real werden aber etwa sieben Prozent des deutschen Primärenergieverbrauchs durch nachwachsende Rohstoffe abgedeckt. Doch der Anbau von Biomasse konkurriert häufig mit der Herstellung von Nahrungsmitteln und trägt in einigen Regionen bereits heute zu deren Verteuerung bei.

 

Die von der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ vorgelegte Studie „Bioenergie: Möglichkeiten und Grenzen“ hat gezeigt, dass die Länder des globalen Südens zum Lieferanten von Biomasse für den Energiehunger der Länder des globalen Nordens degradiert werden. Die Studie empfiehlt, dass „Deutschland den weiteren Ausbau von Bioenergie nicht anstreben“ solle.

 

Leopoldina-Studie: „Bioenergie: Möglichkeiten und Grenzen“

Kurzfassung: www.kurzlink.de/leopoldina-energie (PDF-Download 1,8 MB)

 

Die NaturFreunde unterstützend die Forderung der Leopoldina, das „EU-2020-Konzept aufzugeben, das darauf abzielt, möglichst zehn Prozent des Treibstoffes für Transportzwecke aus Biomasse bereitzustellen“. Die Forderungen der EU-Kommission und der Bundesregierung nach Herstellung von E10-Treibstoffen war von Anfang an eine Fehlentscheidung.

 

Ausdrücklich unterstützen die NaturFreunde den Ansatz der Leopoldina, dass sich „Deutschland auf andere erneuerbare Energieressourcen wie Fotovoltaik, Solarthermie und Windenergie“ konzentrieren solle, da „deren Flächeneffizienz, Treibhausgas-Emissionen und andere Umweltbeeinträchtigungen niedriger sind als die von Bioenergie“.

 

Auch teilen die NaturFreunde den Vorschlag, die Förderung von Bioenergie auf Formen zu beschränken, die weder zur Verknappung von Nahrungsmitteln führen noch deren Preise durch Wettbewerb um Land und Wasser in die Höhe treiben. Abzulehnen ist auch jede Form der Nutzung von Bioenergie, die einen größeren negativen Einfluss auf Ökosysteme und Biodiversität hat.

 

Für die zukünftige Berechnung der Klimabilanz beim Einsatz von Biomasse für die Erzeugung von Bioenergie erwarten die NaturFreunde, dass die Forderungen der Leopoldina umgesetzt wird, bei der „Bewertung von klimaschädlichen Emissionen im Zusammenhang mit der Produktion von Bioenergie alle Treibhausgase (Kohlendioxid, Stickoxide und Methan)“ einzubeziehen, „die aus der Verwendung von Düngemitteln und aus dem Verbrauch fossiler Brennstoffe bei der Produktion und Konversion von Biomasse und durch Einsatz der menschlichen Arbeitskraft resultieren“.

 

Für die NaturFreunde Deutschlands ist der Einsatz von Bioenergie nur ergänzend und dezentral vorstellbar, etwa zur Nutzung von Ressourcen, die direkt bei den Erzeugerbetrieben in der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft anfallen. Alle zentralistischen Konzeptionen bei der Nutzung von Bioenergie lehnen die NaturFreunde Deutschlands ab.

Go to Top