Sachsens Regionen der Zukunft – LINKE Regionaltour in Dipps und Kreischa

WP_20160520_13_16_55_ProBewaffnet mit allerlei werbeträchtigem Material machten sich die Landesgruppe der Bundestagsfraktion, die Regionalgruppen der Landtagsfraktion, mein Team und ich auf den Weg, mit den Bürgerinnen und Bürgern in den ländlichen Regionen unseres Freistaats ins Gespräch zu kommen. Dabei sollte es vor allem darum gehen, was den Menschen wichtig ist und was für attraktive Räume benötigt wird. Der Hingucker schlechthin war dabei unsere XXL-Waage, die den Ausgleich zwischen finanziellen Erwägungen und der öffentlichen Daseinsvorsorge, wie wir und die Bürgerinnen und Bürger sich diese vorstellen, darstellt. Um gemütlich ins Gespräch kommen zu können, bauten wir außerdem noch unser Straßencafé auf, damit wir bei Kaffee und Kuchen ungezwungen mit den Menschen plauschen können. In Kreischa kam außerdem noch unsere nagelneue Hüpfburg zu Einsatz, damit auch den Kindern was geboten wird. Parallel zu den Veranstaltungen auf den Plätzen machte ich mich auf den Weg, um mit dem Bürgermeister der Stadt Dippoldiswalde ins Gespräch zu kommen. Heutzutage befinden sich die Bürgermeister im Spannungsfeld zwischen Spardiktat auf der einen und der Dienstleistungspflicht für die Menschen auf der anderen Seite. Wer neue Einwohnerinnen und Einwohner hinzugewinnen möchte, muss investieren – in Infrastruktur, Kultur, Bildung und Kinderbetreuung.  Doch woher soll das  Geld kommen? Der Freistaat zieht sich all zu oft aus seiner Pflicht und füllt eher den Sparstrumpf, als die klammen Kommunen tatsächlich an die Hand zu nehmen. Und so sind die Verlierer und Gewinner vorprogrammiert. Während vor allem Dresden und Leipzig sowie der Speckgürtel drum herum boomen, werden die Kommunen jenseits dieser Leuchttürme immer weiter abgehängt.

Uebergabe THWDer Abend zeigte dann wieder Erfreuliches. Ich hatte die Ehre, ein Grußwort zur Übergabe eines neuen Einsatzfahrzeugs des Technischen Hilfswerks Dippoldiswalde zu halten. Den Kolleginnen und Kollegen vor Ort wünsche ich allzeit gute Fahrt verbunden mit dem Dank für Ihren Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger.

Diesen Montag in Kreischa stellten sich unsere Gesprächspartner etwas anders dar. Wir waren diesmal nicht beim Bürgermeister sondern in die Bavaria Klinik eingeladen. Die Geschäftsleitung organisierte für uns eine rundum-sorglos-Programm. Begleitet wurde ich von der Sozialexpertin unserer Fraktion, Susanne Schaper. Was uns gezeigt wurde, hat tatsächlich beeindruckt. Die Klinik stellt für unseren Landkreis mit über 3000 MitarbeiterInnen einen der wichtigsten Arbeitgeber dar und ist für das Renommee der Gemeinde von unschätzbarem Wert. Leider geht es nicht allen Kommunen so, wie Kreischa. Dort wo diese Magnete fehlen, müssen wir uns was anderes einfallen lassen. Wir LINKE sind der Meinung, dass der Staat zu aller erst die Pflicht hat, überall gleichwertige Lebensbedingungen zu schaffen. Der Bus muss fahren, die Schule gehört ins Dorf. Nur, wenn man Angebote auch tatsächlich unterbreitet und die Bewohnerinnen und Bewohner nicht Gefahr laufen, dass sich die Situation von heute auf morgen ändern kann, schafft man es, die Menschen auch wieder in die Landkreise zu ziehen. Dafür kämpfen wir.

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