Mit Täve Schur kommt die deutsche Einheit in der „Hall of Fame“ des Sports an – herausragende Lebensleistung

Der Präsident des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, wo Täve wohnt, hat ihn für die Aufnahme in die „Hall of Fame“ des deutschen Sports vorgeschlagen. Dass sich Täve jetzt unter den fünf vorgeschlagenen Kandidaten befindet, die zwischen Sporthilfe, Deutschem Olympischen Sportbund und dem Verband Deutscher Sportjournalisten abgestimmt worden sind, ist ein Zeichen dafür, dass die deutsche Einheit allmählich auch in der „Hall of Fame“ ankommt.

Natürlich gehört Täve als populärster Sportler der DDR und internationales Radsport-Idol in die „Hall of Fame“. Dies ist auch die Anerkennung einer herausragenden ostdeutschen Lebensleistung. Täve ist darüber hinaus unbestritten eine integre Persönlichkeit, deren persönliche Einstellung zu Solidarität und Leistung vielen Menschen bis heute ein Vorbild ist.

Täve Schur ist immer ein politischer Mensch gewesen, nicht aus Opportunismus, sondern aus Überzeugung. Ihn für alle Verfehlungen des DDR-Sports in Haftung zu nehmen, ist – sportlich gesprochen – schlicht unfair. Es spricht ja gerade für seine Aufrichtigkeit, dass er es sich jetzt nicht mit gefälligen Bemerkungen einfach macht. Nebenbei: Wollte mal eine in alle Richtungen politisch garantierte unbedenkliche „Hall of Fame“, müsste mancher dort wieder raus. 

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